Test ASUS PG43UQ – HDR-Gaming im XXL-Format
8/8

10
39290

Bewertung

ab 2.089,98 €
4.1

(GUT)

Fazit

Das Erscheinungsbild des 43-Zöllers ist sehr imposant und wirkt auf dem Schreibtisch tatsächlich überdimensioniert. Abgesehen von den sehr eingeschränkten ergonomischen Möglichkeiten, die einzig eine Neigung des Displays zulassen, ist der ASUS ROG Swift PG43UQ bei normalem Sitzabstand, der in der Regel etwa 70 cm beträgt, weniger geeignet. Dafür ist das Panel einfach zu groß und erzwingt, dass man ständig den Kopf wenden muss. Es bietet sich an, dass sich der Bildschirm nicht auf demselben Tisch befindet, sondern mindestens 1,3 m entfernt steht. Dann ergibt auch die empfohlene Skalierung von 300 % Sinn. Die Verarbeitung ist gut, bewegt sich jedoch materialtechnisch nicht auf dem Level, wie wir es von anderen ROG-Displays kennen.

Wer seine Bilder im sRGB-Farbraum bearbeiten will, kann sich bereits vor einer Kalibrierung über eine gute sRGB-Emulation freuen. Hier muss man allerdings in Kauf nehmen, dass die Leuchtdichte bei hohen 195 cd/m² liegt. Dass der Helligkeitsregler wie bei allen ROG-Displays im sRGB-Modus gesperrt ist, macht aber kaum einen Unterschied, da die geringste Leuchtdichte auch abseits des sRGB-Modus nicht tiefer als 162 cd/m² heruntergeregelt werden kann. Die Helligkeitsverteilung ist auf einem befriedigenden und die Farbreinheit auf einem guten Niveau.

Der ASUS ROG Swift PG43UQ verfügt über einen enormen Kontrastumfang, was sich besonders bei düsteren Filmen positiv bemerkbar macht. Weniger gut ist die Blickwinkelstabilität des Panels. Das ist vor allem bei einem Filmabend in etwas größerer Runde auffällig. Bewegt man sich aus dem Zentrum des Bildes heraus, bricht der Kontrast komplett ein, und man sieht ein flaues Bild mit ausgewaschenen Farben.

In erster Linie wird der ASUS ROG Swift PG43UQ als Gaming-Display beworben. Im Spielbetrieb kann der Proband dank VRR sowohl an AMD- als auch an NVIDIA-GPUs und mit der hohen nativen Aktualisierungsrate von 144 Hz mit einem flüssigen Gameplay überzeugen. Die Schaltzeiten kommen zwar nicht an jene der Supersportler heran, reichen aber aus, um ein ordentlich scharfes Bild auch in Bewegung darzustellen. Positiv ist die sehr geringe Latenz zu erwähnen, die selbst Progamer von schnellen Shootern genügen dürfte.

Für noch weniger Bewegungsunschärfe steht ELMB zur Verfügung, das auch bei 144 Hz aktiviert werden kann. Hier muss allerdings auf VRR verzichtet werden, denn ELMB-Sync wurde dem Testkandidaten nicht zuteil. Durch die DisplayHDR-1000-Zertifizierung, mit der die immens hohe maximale Leuchtdichte von über 1000 cd/m² im HDR-Modus einhergeht, können unterstützte Spiele und Filme auch dementsprechend dargestellt werden. Wer sich den ASUS ROG Swift PG43UQ besonders für die HDR-Funktionalität kaufen will, wird hier nicht enttäuscht.

Zusammenfassend ist der ASUS ROG Swift PG43UQ ein Display für jene, die etwas mehr Platz haben und HDR-Gaming im XXL-Format genießen wollen. Im kleinen Büro auf dem Schreibtisch sollte man sich lieber für ein kleineres Format entscheiden. Der derzeitige Preis von rund 1.500 EUR scheint zunächst ambitioniert, doch verglichen mit der Feature-Liste angemessen. Wir sprechen dem Monitor daher eine Kaufempfehlung aus.

Testlogo ASUS PG43UQ

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10 KOMMENTARE

  1. Hallo

    So wie ich dies mit der Latenzzeit verstanden habe, kommt der Bildschirm nur bei 144Hz und Overdrive 5 auf unter 4ms.
    Jedoch bekomme ich Probleme mit dem Bild bei Overdrive 5?

  2. Ich hatte den Monitor jetzt für 2 Wochen hier und kurz gesagt: er ging zurück. Habe mir jetzt einen 48″ OLED von LG gekauft. Leider noch vor der Mehrwertsteuer-Aktion von Saturn dieses Wochenende. Dort gibt es den LG gerade sogar günstiger als ich den ASUS bekommen hatte…

    Zum ASUS:
    Mein Modell hatte sporadische Bildaussetzer für wenige Sekunden (mehrere PCs + Original-HDMI bzw. DP-Kabel, daran kann es also eig. nicht liegen). Das Test-UFO bei BlurBusters konnte weder mit Overdrive noch mit ELMB in irgendeiner Frequenz ohne Artefakte/Ghosting/Motion Blur dargestellt werden (Mit ELMB kam es zu massivem laut BlurBusters „very bad“ strobe crosstalk mit Doppel-Bildern: https://blurbusters.com/faq/advanced-strobe-crosstalk-faq/). Beim Scrollen von Texten, u.a. der Produktseite des PG43UQ von ASUS, wurde alles völlig verschmiert und verblasst angezeigt (VA-Panel Problem mit dunkel-hell Schaltzeiten). Erst kurz vor Stillstand konnte man wieder etwas vom Text erkennen. 43 Zoll entsprechen 4*21,5 Zoll Monitoren, gewöhnt bin ich bereits 2*24 Zoll. Schrift ist durch die dadurch höhere Pixeldichte und das BGR Pixel-Layout leider in 100% Skalierung für mich absolut unangenehm zu lesen, das hätte ich schon vorher ahnen können… Über HDMI gehen beim ASUS nur 4K/60 Hz. Mit Grafikkarten vor der GTX 16er bzw. RTX 20er Reihe können 4K/120Hz bzw. 4K/144Hz über Displayport nur mit Subsampling YCbCr 422 übertragen werden (fehlendes DSC). In Kombination mit der Pixeldichte und dem BGR-Layout sorgte das bei mir für Kopfschmerzen. Text bekommt einen Farbsaum der auf diesem Monitor sehr deutlich dargestellt wurde. Für Spiele musste ich also immer manuell auf 120Hz umschalten und danach zum Lesen zurück auf 60Hz. Etwas unhandlich 🙂 Die mangelnde 4K/120Hz Unterstützung über HDMI (ja, die nächste Generation an Konsolen wird das eh nicht ausreizen, aber ELMB ist erst bei Frequenzen über 60 Hz verfügbar! )
    Letztlich habe ich mich wirklich geärgert für diesen Monitor 1500€ ausgegeben zu haben. Der im Grunde, durch mangelhafte Umsetzung der Gaming-Features, durch die Größe nicht mal 4 meiner Benq GW2470 (24″ FullHD, 60 Hz, auch VA-Panel, Einzelpreis 100€) ohne Rahmen enstpricht.

    Zum LG:
    Was soll ich sagen… Jetzt schreibe ich diesen Text auf dem LG und bin bisher absolut zufrieden.
    Selbst bei 60Hz (Ohne OLED Motion Pro zu aktivieren) ist Text noch als solcher erkennbar, wenn auch nicht wirklich gut lesbar (bei 60Hz eig. nur mit alten CRT-Monitoren möglich) und das Test-UFO ist wie für perfekte 60Hz zu erwarten (siehe auch: https://blurbusters.com/blur-busters-law-amazing-journey-to-future-1000hz-displays-with-blurfree-sample-and-hold/) -> Es gibt gute Gründe warum es 120Hz Displays gibt, 60Hz Sample-and-Hold sind einfach immer leicht verschmiert. Mit OLED Motion Pro auf Hoch (funktioniert wie rtings schon herausgefunden hatte nur im PC-Modus ohne Probleme) ist auch bei 60Hz Content das Test-UFO gestochen scharf. Das Bild wird durch das BFI (Black Frame Insertion) allerdings auch etwas dunkler. BFI/OLED Motion Pro entspricht in etwa dem ELMB vom ASUS, nur das es hier funktioniert. Strobe crosstalk sucht man vergeblich.

    Bei 4K/120Hz wird auf meiner Nvida-Karte mangels HDMI 2.1 auf Subsampling mit YCbCr 420 gewechselt. Trotz des Subsamplings ist die Text-Darstellung nur leicht verwaschen (Benachbarte Pixel stellen dadurch die gleiche Farbe dar). Ein Farbsaum ist hier natürlich auch vorhanden (liegt am ClearType, welches die Ränder für deutlichere Konturen farbig hinterlegt), aber (vermutlich durch die Pixeldichte) längst nicht so aufdringlich und für mich am Gaming-PC bis eine passende Grafikkarte mit HDMI 2.1 verfügbar ist, völlig in Ordnung.

    Schwarz ist schwarz stimmt zwar nur in absolut dunklen Räumen, da der Monitor reflektiert, aber Schwarz sieht auf dem LG trotzdem einfach besser aus als auf dem ASUS. Farben können beide vergleichbar gut und die Helligkeit vom ASUS ist auch etwas höher (BFI bei beiden aus). Für mich reicht sie beim LG aber für HDR noch aus und bei niedriger eingestellter Helligkeit ist der Kontrast beim LG immer noch vergleichsweise hoch. -> Als PC-Monitor brauche ich keine 100% Helligkeit, das ermüdet mich nur und sorgt bei Für mich nehme ich lieber Burn-In in Kauf als den halbgaren ASUS zu benutzen. Warten auf eine nächste bessere Generation war/ist für mich aktuell keine Option.

    Weitere Vorteile für mich: Optischer Audio-Ausgang (Nutzung der Boxen unabhängig vom Gerät ohne Umschalten). Wechsel auf integrierte Lautsprecher (besser als die vom ASUS) mithilfe der Fernbedienung mit wenigen Klicks möglich | Integrierte Apps für Netflix, Prime Video, Youtube (inkl. Geschwindigkeitsverstellung auf 2x möglich), Disney+, Apple TV, Sky Ticket und AirPlay -> ich habe eine höhenverstell- und schwenkbare Monitorhalterung und nutze den OLED sowohl als Monitor am Schreibtisch, als auch als „Monitor“ fürs Sofa. Inhalte kann ich damit auch übers Gerät bzw. Handy anzeigen lassen und muss mich nicht mit der 100% Skalierung bei ca. 2m Abstand ärgern. | Optik: Ist nicht so klobig wie der ASUS und durch die Dicke nun auch nochmal „etwas“ weiter weg von der Sitzposition (an der Halterung montiert) | Entspricht von der Größe echten 4*24″ Monitoren | Durch HDMI 2.1 sollte er, falls er sich nicht vorher durch Burn-In selbst zerstört, zukunftsfähiger sein

    –> Falls ihr Fragen habt, meldet euch gerne 🙂

    • Hallo Steffen, danke für Deinen ausführlichen Kommentar. Das Forum würde sich dafür allerdings besser eignen, insbesondere wenn jemand Fragen an dich hat.

      • Hallo Andreas, ja, das ist wohl wahr. Schande über mein Haupt.
        Nachdem ich u.a. euren Test gelesen hatte (der bis dato der einzige ist/war 🙂 ) und ihn mir trotz der negativen Kommentare anderer User auf Reddit und Youtube doch gekauft hatte, wollte ich meine Erfahrungen hier teilen. Das nächste Mal werde ich mich hier kürzer fassen und im Forum den ausführlicheren Teil posten.

  3. No mention of the BGR-subpixel arrangement (as opposed to standard RGB)?
    This makes this screen very bad for small text display and esp. on MacOS.
    Would NOT use for text processing or coding.

    • Not true! I am using the Acer Predator CG437KP, which shares the same Panel and the BGR Layout, and I have no problem with coding on this monitor whatsoever!

  4. Hallo MF,
    Ich besitze eine MSI Radeon 5700, die nur DP 1.4 unterstützt. Ich meine, dass ich im AMD Control Panel bei UHD und 144Hz 10bit 4:4:4 gelesen habe. Leider habe ich davon keinen Screenshot gemacht, da für mich die Aussage seitens ASUS damit bestätigt wurde. Ich habe auch keine Qualitätsverluste z.B. Veränderungen am Schriftbild erkennen können, wie es z.B. beim „LG 38GL950G-B“ der Fall war. Hier konnte man klar den Qualitätsverlust erkennen. Das ist bei diesem Monitor definitiv nicht der Fall. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen.

    Viele Grüße
    Oliver

    Viele Grüße
    Oliver

  5. Gibt es keinen vergleichbaren Monitor mit kleinerem Display (27 bis 34 Zoll) für einen ähnlichen Preis?
    Ich möchte 4k, gutes HDR 1000, FPS-fähigkeit (mind. 120Hz, wenig Input-Lag), und v.a. gute Schwarz-Darstellung.
    Acer Predator oder Asus ROG sind mir dann mit >2000€ doch etwas zu teuer (vor allem bei 27 Zoll).

    Vielleicht lohnt es sich noch zu warten?

  6. Danke für den Bericht. IMHO ist das Handbuch von Asus fehlerhaft. Ihr dürft das auch gerne nochmal in den VESA-Specs nachlesen – für den Anfang dürfte aber auch der englische Wikipediartikel zu DP weiterhelfen, denn der ist detailierte als der deutsche: https://en.wikipedia.org/wiki/DisplayPort#1.4

    DP 1.4 unterstütz mit DSC 1.2 nur 120Hz, während DP 1.4a mit DSC 1.2a 144Hz unterstützt.

    Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied, denn man braucht dann auch eine entsprechende Grafikkarte, die DP 1.4a unterstützt, um 144Hz bei 4k zu erreichen.

    Mit welcher Grafikkarte habt ihr getestet bzw. könnte dieses Detail Einfluss auf eure Testergebnisse haben?

    • DP 1.4 unterstütz mit DSC 1.2 nur 120Hz, während DP 1.4a mit DSC 1.2a 144Hz unterstützt. <- Gemeint war natürlich bei einer Auflösung von 4k

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