Test ASUS VG279Q – FreeSync auch mit NVIDIA-Grafikkarten
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Farbmodus: Custom (Werkseinstellung)

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: Bildmodus „Rennmodus“, Gamma N/A, Helligkeit 63 und Kontrast 80.

Diagramm: Graubalance in der Werkseinstellung
Graubalance in der Werkseinstellung

Bereits unkalibriert ist das Ergebnis der Graubalance mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,53 und einer Range von 0,93 sehr gut. Die Farbtemperatur ist mit 6300 Kelvin nur minimal wärmer als die angestrebten 6500 Kelvin. Die Gammakurve zeigt zudem keine auffallenden Schlenker.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Diagramm: Farbwiedergabe in der Werkseinstellung
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung

Unter „GameVisual“ ist ein dedizierter sRGB-Modus zu finden. Die Graubalance zeigt ein nahezu gleiches und sehr gutes Ergebnis wie bei der vorherigen Messung. Leider lässt sich die Leuchtdichte in diesem Modus, wie bei den bereits getesteten VG-Modellen, nicht anpassen. Für ein unkalibriertes Display wird auch bei den bunten Farben ein gutes Ergebnis erreicht, und das Gamma liegt mit einem Mittel von 2,15 nicht weit von unserem angestrebten Wert 2,2 entfernt. Die Farbtemperatur ist mit 6743 Kelvin etwas kühler abgestimmt, als D65.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der ASUS VG279Q aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Bildmodus „Rennmodus“) und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Profilvalidierung

Diagramm: Validierung der Monitorkalibration
Validierung der Monitorkalibration

Der ASUS zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergab keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Ziele der Kalibrierung wurden erreicht. Die Graubalance und die Farbwerte sind gut.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Diagramm: Monitor kalibriert (sRGB)
Monitor kalibriert (sRGB)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch.

Nach der Kalibrierung erhalten wir in der Graubalance mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,47 und einer Range von 1,47 insgesamt ein gutes Ergebnis. Die bunten Farben konnten allesamt eingefangen werden und zeigen ein sehr gutes Ergebnis mit einem durchschnittlichen Delta E94 von 0,35. Auch die Farbtemperatur legt mit 6498 Kelvin nahezu eine Punktlandung hin, während die Gammakurve der Ideallinie komplett folgt.

Schlussendlich scheitert der ASUS VG279Q einzig aufgrund der etwas zu hohen Range an einer sehr guten Bewertung. Für ein Gaming-Display ist dies aber ein überdurchschnittliches Ergebnis.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Reaktionsverhalten

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm auch in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 3 ms (GtG) genannt. Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden und unter „Bildeinrichtung ->Trace Free“ zu finden. Hier gibt es die Stellungen 0 bis 100, unterteilt in 20er-Schritten. Als Standardwert ist „60“ voreingestellt.

Overdrive 60 Hz

60 Hz, Trace Free „0“

Diagramm: Teilweise unterdurchschnittliche Schaltzeiten bei deaktiviertem Overdrive
Teilweise unterdurchschnittliche Schaltzeiten bei deaktiviertem Overdrive
Daigramm: Der Helligkeitsverlauf zeigt keine Auffälligkeiten
Der Helligkeitsverlauf zeigt keine Auffälligkeiten

Die Performance des ASUS bei 60 Hz und deaktiviertem Overdrive zeigt lange Reaktionszeiten. Hier sieht noch nichts nach Gaming-Display aus. Sämtliche Werte liegen entweder im Durchschnitt oder sogar noch darunter. Dementsprechend zeigt sich der Helligkeitsverlauf unauffällig.

60 Hz, Trace Free „60“

Diagramm: Nach wie vor durchschnittliche Schaltzeiten
Nach wie vor durchschnittliche Schaltzeiten
Diagramm: Bereits jetzt bewegt sich das Display im Grenzbereich
Bereits jetzt bewegt sich das Display im Grenzbereich

Während bei der Schwarz-Weiß-Wechsel mit 16 ms sogar noch langsamer wird, legen die anderen Werte an Geschwindigkeit zu. Trotzdem ist die Performance mit 6,8 ms für den schnellsten Grauwechsel, mit 13,3 ms als Durchschnittswert unserer 15 Messpunkte und 8,4 ms für den CtC-Wert weiterhin nur Mittelmaß. Der Helligkeitsverlauf zeigt hier bereits einen leichten Peak. Dieser wird sich für das Auge zwar noch nicht darstellen, zeigt jedoch, wo die Reise tendenziell hingehen wird.

60 Hz, Trace Free „100“

Daigramm: Enormer Geschwindigkeitsschub besonders beim CtC-Wert
Enormer Geschwindigkeitsschub besonders beim CtC-Wert
Daigramm: Heftiger Peak sprengt die Grafik
Heftiger Peak sprengt die Grafik

Nach wie vor zeigt sich der Schwarz-Weiß-Wechsel auch in der höchsten Overdrive-Stufe resistent und ist im Vergleich zu langsam. Die restlichen Werte erfahren aber einen rasanten Geschwindigkeitsschub. Insbesondere der sehr wichtige CtC-Wert, der den Wechsel zwischen zwei Mischfarben beschreibt, legt mit 1,6 ms allerdings ein Top-Ergebnis ab. Analog zum rasanten Tempo wird die Helligkeitsverlaufsgrafik durch den starken Peak aber gesprengt und äußert sich mit heftigen Bildfehlern.

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