Test ASUS VG279Q – FreeSync auch mit NVIDIA-Grafikkarten
6/6

0
40136

Sound

Der ASUS ist mit zwei 2-Watt-Lautsprechern ausgestattet. Sie befinden sich hinter den auffälligen Belüftungsschlitzen an der Rückwand und strahlen durch die schmalen Öffnungen seitlich ab. Obwohl der VG279Q eigentlich baugleich mit den bereits getesteten, allerdings kleineren Monitoren VG258Q und VG258QR ist, hören sich die Lautsprecher bei diesem Display merkwürdigerweise an, als wäre die Leistung eingeschränkt. Auch bei voller Lautstärke-Einstellung kommt nur wenig beim Benutzer vor dem Monitor an. Zusätzliche Lautsprecher sind hier ein Muss.

DVD und Video

Über die HDMI-Schnittstelle lassen sich HD-Zuspieler wie Spielekonsolen, BD-Player oder HD-Receiver anschließen. Der Sound wird entweder direkt an die integrierten Lautsprecher oder, sofern belegt, an den Lautsprecherausgang weitergereicht.

Unter „GameVisual“ ist ein Kinomodus verfügbar, der allerdings viel zu kühl eingestellt ist. Das ist nicht weiter tragisch, da wie erwähnt sämtliche Modi konfiguriert werden können. Als gute Wahl zeigt sich bereits der ab Werk eingestellte „Rennmodus“ mit einer Farbtemperatur, die nicht weit von D65 entfernt ist. So erscheinen Hauttöne natürlich, und auch dunkle Passagen sind gut durchzeichnet.

Aufgrund seiner guten Blickwinkelstabilität, eines ordentlichen Schwarzwerts und der gerade genannten guten Grundabstimmung eignet sich der ASUS auch in großer Runde für einen Filmabend unter Freunden

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Material in 1080p und 720p wird einwandfrei als Vollbild dargestellt. Auch SD-Material wird richtig mit Balken an den Seiten angezeigt und auf die volle Panel-Höhe skaliert.

Das Handbuch gibt keine Auskunft darüber, ob Interlaced-Signale ordentlich verarbeitet werden. Angeschlossen an einen HDTV-Receiver, wurde Material in 1080i einwandfrei angezeigt. Zusätzlich überprüfen wir das Deinterlacing mit Halbbildfolgen im 2:2- und 3:2-Rhythmus und spielen danach noch echtes Videomaterial mit nicht zusammenhängenden Halbbildern zu. Bereits bei Halbbildfolgen mit ungeradem Verhältnis entstehen Zeilenflimmern und ein deutlicher Moiré-Effekt, was schon an dieser Stelle für einen nicht vorhandenen Deinterlacer spricht.

Als einziges Manko unterstützt der ASUS VG279Q kein Material in 24 Hz. Auch wenn dies am Quellgerät eingestellt wird, werden Blu-rays lediglich bei 60 Hz und DVDs bei 50 Hz wiedergegeben.

Overscan

Das Display bietet nicht die Möglichkeit einer Overscan-Funktion.

Farbmodelle und Signallevel

Der ASUS verarbeitet auch YCbCr-Signale. Am BD-Player wird automatisch Videolevel (Tonwertumfang bei 8 Bit Präzision: 16–235) gewählt. Deswegen werden Weiß- und Schwarztöne richtig dargestellt, und es entsteht kein flaues Bild.

Bewertung

ab 278,99 €
4.2

(GUT)

Fazit

Wie die anderen Monitore der VG-Serie erscheint auch der ASUS VG279Q im gewohnten Look. Ergonomisch und verarbeitungstechnisch ist diese Baureihe kaum zu schlagen und bietet einen hohen Komfort.

Aufgrund des IPS-Displays und der guten Farbabstimmung könnte der ASUS auch für semiprofessionelle Bildbearbeiter von Interesse sein. Auch die Abdeckung des sRGB-Farbraums von 99 % vor der Kalibrierung spielen unserem Testgerät dabei in die Karten. Nach einer Kalibrierung lässt sich noch einiges an Neutralität rausholen. Unschön sind allerdings die Ausleuchtung und die Farbreinheit. Hier kann das Display überhaupt nicht überzeugen und disqualifiziert sich damit für die Bildbearbeitung, schade.

Filme lassen sich auch an HD-Zuspielern ordentlich schauen. Hier kommen dem Monitor die blickwinkelstabile IPS-Technik und das ordentliche Kontrastverhältnis zugute. Der einzige Wermutstropfen ist die fehlende Unterstützung von 24 Hz.

Performance-technisch begibt sich der ASUS auf einen Drahtseilakt, der ihm bei 60 Hz nicht wirklich gelingt. Hierfür ist das IPS-Display einfach zu träge. Er ist für hohe Aktualisierungsraten gemacht, wo er sich merklich wohler fühlt. Allein bei den Schaltzeiten kann sich unser Testkandidat gegen andere Gaming-Displays nicht wirklich durchsetzen. Wenn man allerdings ehrlich ist, werden die Wenigsten den Unterschied zwischen 1 ms oder 3 ms Reaktionszeit bemerken. Wichtiger ist die sehr gute Gesamtlatenz, die auch höchsten Ansprüchen genügt, und die hohe mögliche Aktualisierungsrate von 144 Hz. Zudem funktioniert beim ASUS VG279Q FreeSync über NVIDIA-Grafikkarten. Genau diese Specs machen ihn zu einem tollen Gaming-Display.

Für einen vergleichsweise niedrigen Straßenpreis von derzeit 365 € erhält man ein gutes Gaming-Display, das auch erweitert einsetzbar ist. Die Bildhomogenität im Bereich Helligkeitsverteilung du Farbreinheit vereiteln leider die Bestnote.

Testlogo ASUS VG279Q

Gefällt Ihnen dieser Beitrag ?

97%
gefällt es

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen

* Sie müssen das Kästchen aktivieren, ansonsten können Sie keinen Kommentar erstellen. Sollten Sie dennoch versuchen Ihren Kommentar zu posten, ohne akzeptiert zu haben, wird eine neue Seite geöffnet und Sie erhalten einen Hinweis. Alle eingetragenen Daten, inklusive des Kommentars, gehen dabei verloren!