Test ASUS VG279Q – FreeSync auch mit NVIDIA-Grafikkarten
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Overdrive 144 Hz

144 Hz, Trace Free „0“

Diagramm: Erneut unterdurchschnittliche Schaltzeiten
Erneut unterdurchschnittliche Schaltzeiten
Diagramm: Helligkeitsverlauf analog zu den Schaltzeiten unauffällig
Helligkeitsverlauf analog zu den Schaltzeiten unauffällig

Bei 144 Hz und deaktiviertem Overdrive werden nahezu die gleichen Schaltzeiten wie bei 60 Hz erreicht. Durch die sehr viel kürzere Gesamtlatenz wird aber klar, dass sich das Display bei 144 Hz wohler fühlt. Gegenüber anderen Gaming-Displays kann sich der ASUS aber noch nicht behaupten.

144 Hz, Trace Free „60“

Diagramm: Nur die Gesamtlatenz kann überzeugen
Nur die Gesamtlatenz kann überzeugen
Diagramm: Sehr sauberes Signal
Sehr sauberes Signal

Bei mittlerem Overdrive werden die Messzeiten zwar wieder effektiv gekürzt, doch im Vergleich zu anderen E-Sport-Modellen ist unser Testgerät nur bei der Latenz konkurrenzfähig. Das sollte man allerdings nicht so abtun, da dieser Wert oft ausschlaggebend ist, wenn es um schnelle Shooter geht. Hier zeigt das Display mit 6,5 ms Gesamtlatenz einen Topwert. Das Signal zeigt sich hier zudem sehr sauber.

144 Hz, Trace Free „100“

Daigramm: Ordentliche Schaltzeiten mit toller Gesamtlatenz
Ordentliche Schaltzeiten mit toller Gesamtlatenz
Diagramm: Erneut gesprengter Helligkeitsverlauf
Erneut gesprengter Helligkeitsverlauf

Wie bereits bei 60 Hz erleben wir bei 144 Hz und voll aufgedrehtem Overdrive erneut einen rasanten Geschwindigkeitsschub, der leider wieder mit einer gesprengten Helligkeitsverlaufsgrafik einhergeht. Der Peak zeigt sich hier allerdings etwas moderater. Hier wollten die Ingenieure einfach zu viel aus dem Monitor herausholen.

Wir empfehlen, den ASUS bei 144 Hz zu betreiben und „Trace Free“ auf 80 zu stellen. So zeigt sich ein Bild, mit dessen Überschwingern man durchaus leben kann. Die Gesamtlatenz wird sich dann im Bereich von 5 ms bewegen und auch Pro-Gamern vollkommen genügen.

Vergleich Reaktionszeiten

Sortierung:
AOC AG273QCG
3.4
2.2
2.5
2.2
Asus VG279Q
12.8
2.8
6.4
1.6
AOC AG273QCX
10.4
4.4
8.4
7.6
LG 27UK850-W
11.6
6
9.8
3.6
Philips 272B7QUPBEB
12
7.4
10.3
6.4
 
0
2
4
6
8
10
12
14
 
 B/W (ms) 
 
 GtG (ms) 
 
 Avg. (ms) 
 
 CtC (ms) 
(Kleiner ist besser)

Netzdiagramme

Diagramm: Netzdiagramm 60 Hz, „Trace Free“ 0
Netzdiagramm 60 Hz, „Trace Free“ 0
Diagramm: Netzdiagramm 144 Hz, „Trace Free“ 0
Netzdiagramm 144 Hz, „Trace Free“ 0
Daigramm: Netzdiagramm 60 Hz, „Trace Free“ 60
Netzdiagramm 60 Hz, „Trace Free“ 60
Daigramm: Netzdiagramm 144 Hz, „Trace Free“ 60
Netzdiagramm 144 Hz, „Trace Free“ 60
Daigramm: Netzdiagramm 60 Hz, „Trace Free“ 100
Netzdiagramm 60 Hz, „Trace Free“ 100
Daigramm: Netzdiagramm 144 Hz, „Trace Free“ 100
Netzdiagramm 144 Hz, „Trace Free“ 100

Latenz

Bei 60 Hz fällt die Verzögerung mit 11,4 ms vergleichsweise moderat aus, geht aber bei der maximalen Ansteuerung mit 144 Hz Bildrate auf extrem niedrige Werte von bis zu 1 ms zurück (kürzester Messwert aus mehreren Versuchen).

Wird bei der höchsten Overdrive-Einstellung die halbe mittlere Bildwechselzeit hinzugerechnet, landet der Monitor von ASUS mit 144 Hz bei extrem kurzen 4,2 ms Latenz. Damit ist er auch für Profispieler zu empfehlen.

Vergleich Latenz-Messungen

AOC AG273QCG
2.8
ASUS VG258QR
2.3
ViewSonic XG240R
3
ViewSonic VX2458-mhd
4.6
LG 34GK950G-B
5
AOC AG352UCG6
4.4
Asus VG279Q
4.2
AOC AG273QCX
5.2
 
0
2
4
6
8
10
 
 Prad (ms) 
(Kleiner ist besser)

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des ASUS VG279Q arbeitet mit „White LED“ und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: Sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre.

Daigramm: LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Obwohl alle Monitore einen großen Parcours durchlaufen müssen, bei dem hochempfindliche Testgeräte zum Einsatz kommen, gibt es immer wieder Geräte, die Bewegungsartefakte ohne messbaren Overdrive erzeugen. Deswegen setzen wir uns eine Weile hin und schauen Videos, spielen ein wenig und führen kleine Tests durch, die auch die letzten Schwächen des Monitors offenbaren. Spieletechnisch kommt die Rennsimulation „Project CARS 2“ zum Einsatz, die sich bei der Beurteilung von Bildfehlern bereits bewährt hat.

60 Hz ohne FreeSync

Zwar beherrschen einige Spielekonsolen bereits die Synchronisation der Bildrate zwischen Monitor und Konsole und erlauben zudem eine höhere Frequenz, doch viele sind hier stark eingeschränkt und laufen auf 60 Hz. Aus diesem Grund testen wir zunächst die Performance bei 60 Hz. Das gelingt dem ASUS nicht gut, da das IPS-Panel einfach zu träge ist. Auch bei mittlerem Overdrive sind die Schaltzeiten noch zu langsam, was man sehr deutlich bei Kurvenfahrten durch das unscharfe Bild bemerkt. Besser wird das Ganze zwar bei voll aufgedrehtem Overdrive, allerdings entstehen dann inakzeptable Bildfehler, wie auf den beiden folgenden Bildern zu sehen ist.

Inakzeptable Bildfehler bei 60 Hz und AMA 100
Inakzeptable Bildfehler bei 60 Hz und AMA 100
Heftiger Korona-Effekt zur gegenüberliegenden Seite der Bildbewegung
Heftiger Korona-Effekt zur gegenüberliegenden Seite der Bildbewegung

144 Hz ohne FreeSync

Am Computer hat man die Gelegenheit, eine höhere Bildwiederholungsrate zu wählen. Damit wird das Gameplay merklich verbessert, und es entsteht ein klareres und sehr viel flüssigeres Bild, wie man es von 144 Hz gewohnt ist. Hier lässt sich auch der Overdrive voll aufdrehen, ohne dass das Bild komplett den Bach runtergeht, wie auf den folgenden beiden Bildern zu sehen ist.

Merkliche Besserung der Bildqualität …
Merkliche Besserung der Bildqualität …
… bei 144 Hz und AMA 100
… bei 144 Hz und AMA 100

FreeSync aktiviert

Während wir vor etwa einem Jahr noch ganz klar auf eine hohe Aktualisierungsrate ohne FreeSync gesetzt haben, haben wir unsere Meinung revidiert. Mittlerweile verbessert FreeSync die Performance so stark, dass bereits bei niedrigen Framerates ein sehr flüssiges und sauberes Bild angezeigt wird. So hat FreeSync seit seiner Entstehung 2015 bis heute einen enormen Sprung gemacht und kann auf ganzer Linie überzeugen.
Während bei voll aufgedrehtem „Trace Free“ noch leichte Bildfehler zu sehen sind, zeigt sich das Bild bei „Trace Free 80“ nahezu perfekt, was dann auch unsere Empfehlung als Spiel-Einstellung ist.

FreeSync an NVIDIA-Grafikkarten

Ab dem Treiber 417.71 ist es mittlerweile möglich, „G-Sync compatible“ zu aktivieren und FreeSync auch an NVIDIA-Karten ab der Modellreihe 10XX zu nutzen. Zwar gehört der ASUS VG279Q nicht zu den zertifizierten Geräten, doch konnten wir keine negativen Auswirkungen erkennen. Auch hier lief FreeSync einwandfrei.

ELMB

Auch beim ASUS VG279Q kommt ELMB („Extreme Low Motion Blur“) zum Einsatz. Durch dieses Tool wird das Verhalten früherer CRT-Monitore nachgeahmt, die durch die eingesetzte Technik keine Probleme mit Schlierenbildung hatten. ELMB funktioniert durch BFI (Black-Frame-Injection) und setzt zwischen den Frames ein schwarzes. Dadurch wird die Bewegungsunschärfe verbessert. Dies ist besonders für Freunde von Shootern interessant, da das Zielen auf die Objekte leichter fällt. Bei einigen Monitoren lässt sich ELMB sogar schon bei 144 Hz zuschalten. Der ASUS VG279Q lässt ELMB allerdings nur bei den Frequenzen von 80, 100 und 120 Hz zu. Hierfür muss natürlich FreeSync deaktiviert werden, da ELMB eine statische Aktualisierungsrate erfordert.

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