Test ASUS XG279Q – Monitor mit ELMB-Sync überzeugt
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Technik

Betriebsgeräusche

Betriebsgeräusche wie Pfeifen oder Brummen sind auch bei speziellen Testbildern mit harten Kontrasten nicht hörbar. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Netzteil des ASUS ROG Strix XG279Q
Netzteil des ASUS ROG Strix XG279Q

Das von der Draufsicht quadratische Netzteil mit einer Seitenlänge von 85 mm und einer Tiefe von 30 mm wird mit 43 °C bei Volllast nicht sonderlich warm. Durch das lange Kabel lässt es sich zudem gut verstecken.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal (Energielabel) 42 W 49,6 W
200 cd/m² < 29 W 26,7 W
140 cd/m² 22,6 W
Betrieb minimal 19,2 W
Energiespar­modus (Standby) < 0,5 W 0,3 W
Ausgeschaltet (Soft Off) < 0,5 W 0,3 W
Ausgeschaltet (Netzschalter)

Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (USB)

Auf der Produkt-Website wird einzig der Verbrauch von weniger als 29 Watt bei 200 cd/m² genannt. Dies können wir so bestätigen, da unser Messgerät bei dieser Leuchtdichte 26,7 Watt anzeigt. Im Handbuch wird man wieder mit Mondwerten des maximalen Verbrauchs konfrontiert, die unter 90 Watt liegen sollen. Hier gibt das Energielabel nähere Auskunft und nennt einen maximalen Verbrauch von 42 Watt. Unser Messgerät zeigt hier mit 49,6 Watt etwas mehr an. Bei 140 cd/m² verbraucht das Gerät 22,6 Watt, was sich zu einer guten Effizienz von 1,24 cd/W berechnet. Die EU-Norm kann das Display mit 0,3 Watt sowohl beim Soft-off als auch im Standby halten. Ein Netzschalter, um den Monitor vom Stromnetz zu trennen, existiert nicht.

Anschlüsse

Mit einem DisplayPort und zwei HDMI-2.0-Schnittstellen für Bildsignale verfügt der Monitor über eine ordentliche Auswahl. Für Tonsignale können Kopfhörer mit 3,5-mm-Klinkenstecker verbunden werden. Zusätzlich stehen ein USB-3.0-Upstream-Port und zwei USB-3.0-Downstream-Ports zur Verfügung. Mittig befindet sich ein USB-A-Anschluss, der allerdings nur für Wartungszwecke seitens des Herstellers existiert.

Ordentliche Auswahl an Schnittstellen des Asus XG279Q
Ordentliche Auswahl an Schnittstellen

Bedienung

Die vier vertikal angeordneten analogen Tasten und der Fünf-Wege-Joystick befinden sich an der linken Seite der Rückwand. Zwar ist die Tastenbezeichnung seitlich am Rahmen aufgedruckt, doch wird dort niemand nachschauen, da die Symbole auch auf dem Display angezeigt werden, sobald eine Taste gedrückt wird.

Mit Fünf-Wege-Joystick und drei Steuerungstasten fällt die Konfiguration leicht
Mit Fünf-Wege-Joystick und drei Steuerungstasten fällt die Konfiguration leicht

Der Fünf-Wege-Joystick ist wie bei den anderen ROG-Geräten der Dreh- und Angelpunkt. Bis auf die GamePlus-Tools lassen sich sämtliche Einstellungen über ihn erreichen und konfigurieren. Dabei funktioniert das Prinzip völlig intuitiv. Durch einen Druck auf die Oberseite des Joysticks werden Einstellungen bestätigt, während man den Cursor durch vertikales oder horizontales Bewegen des Joysticks durch das Menü navigiert.

Die Tastenbelegung darunter beginnt mit der Verlassen-Taste. Durch sie kann das Menü mit einem Druck verlassen werden. Wichtig wird sie, wenn ein Tool aus dem GamePlus-Menü ausgewählt wird, da selbiges einzig mit dieser Taste verlassen werden kann. Die beiden Tasten darunter dienen als Hotkeys für das GamePlus- und GameVisual-Menü. Die unterste Taste schaltet das Display aus. Da sie sich in der Entfernung und Haptik nicht von den Funktionstasten unterscheidet, lässt sie sich über das Systemmenü sperren, damit man nicht versehentlich den Monitor ausschaltet, wenn es hektisch zugeht.

Der Joystick kommt im Hauptmenü zum Einsatz und navigiert innerhalb des Menüs. Zusätzlich werden durch ihn Einstellungsebenen betreten und verändert. Die Tasten werden innerhalb des Menüs an keiner Stelle benötigt.

OSD

Das OSD-Menü der ROG-Modelle hat sich seit knapp fünf Jahren nur unwesentlich verändert. Das liegt an dem sehr übersichtlichen Spaltendesign, das auf einen Blick sämtliche notwendigen Informationen des Bild-Setups darstellt.

OSD-Hauptmenü des ASUS ROG Strix XG279Q
Hauptmenü des ASUS ROG Strix XG279Q

Hier ist einfach kein Update notwendig. Einzig die Einstellungsebenen ändern sich zuweilen und werden um Funktionen erweitert.

GamePlus-Toolbox

Das OSD-Menü verfügt über sieben Kategorien, die sinnvoll zugeordnet sind. Die erste Kategorie ist bei ROG-Displays immer den Spieleinstellungen gewidmet. So muss man sich nicht erst auf die Suche machen, um die spielrelevanten Einstellungen zu finden. Hier befindet sich direkt an erster Stelle die Einstellungsebene, um das Display auf 170 Hz zu übertakten. Neu hinzugekommen ist die Aktivierungsebene „ELMB-Sync“, die nun Adaptive Sync und ELMB vereint. Dieser Funktion werden wir uns noch im Abschnitt „Subjektive Beurteilung“ widmen. Anders als bei den Vorgängermodellen lassen sich hier nun auch die GamePlus-Toolbox und das GameVisual-Menü aufrufen. Beides konnte bisher nur über die Funktionstasten aufgerufen werden. Die GamePlus-Toolbox hält zudem eine Neuerung bereit.

Die GamePlus-Toolbox wurde um die Funktion „Scharfschütze“ erweitert
Die GamePlus-Toolbox wurde um die Funktion „Scharfschütze“ erweitert

Neben den bekannten Tools wie Fadenkreuz, Timer, fps-Zähler und Anzeigeausrichtung wird nun ein „Scharfschützenmodus“ angeboten. Hier wird mittig des Bildschirms ein 27 x 30 mm großes Feld angezeigt, das im Inneren um die Faktoren 1,5–1,7 oder 2 vergrößert werden kann. Der Zielpunkt mittendrin lässt sich farblich bestimmen. Hier besteht die Auswahl zwischen Rot oder Grün. Der Scharfschützenmodus lässt sich nicht im HDR-Modus nutzen.

Die verschiedenen Vergrößerungsfaktoren des Scharfschützenmodus
Die verschiedenen Vergrößerungsfaktoren des Scharfschützenmodus

Der GameVisual-Modus interessiert uns weniger aufgrund der Voreinstellungen, sondern vielmehr wegen der Konfigurierbarkeit innerhalb der Modi und der verfügbaren Speicherplätze. Hier kann der ASUS ROG Strix XG279Q mit maximaler Flexibilität überzeugen. Bis auf den sRGB-Modus lassen sich die anderen sieben Modi in ihren Einstellungen verändern. Diese bleiben so lange erhalten, bis ein Reset durchgeführt wird. Zusätzlich verfügt das Display unter „MyFavorite“ über vier zusätzliche Speicherplätze. Hier können alternative Konfigurationen gespeichert werden. An Speicherplätzen mangelt es dem Gerät nicht.

Die Hotkey-Menü-Verknüpfungen „GamePlus“ und „GameVisual“ sind nicht mehr fix wie bei früheren ROG-Displays, sondern lassen sich nun auch mit anderen Funktionen belegen. Die Zuweisung kann unter „MyFavorite -> Verknüpfung“ verändert werden.

20 KOMMENTARE

  1. Hello and greetings from Denmark. And thank you for this detailed review. I have a question. I have kinda been out of the monitor market for many years and kinda confused about elmb sync, g-sync ect. You cant use OD or go past 120Hz with elmb-sync activated. I know what the different modes does but not sure what is best for what situation. I mainly use the monitor for games. Should I run the game without elmb-sync so I can use the OD and 170hz or is elmb too good to miss? I mainly play fps and mobas which I get have different needs for refresh rates.
    Also one thing i’ve read on forums is that the blurring and stuttering on high overdrive and 170hz gets better if you buy a 1.4 displayport cabel. Asus delivers the monitor with 1.2. It might be worth to try out if the information I got on the forums was correct.

  2. Hi
    I just purchased this monitor as it was going out of stock and have a question does the monitor overshoot at 144hz with ELMB or is it just at the 170hz ?

    Thanks

  3. Hi, habe diesen Monitor heute bekommen und er ist wirklich der wahnsinn. Auch super für Shooter wie CS Go geeignet.

    mfg Phil

  4. Wie sind denn die Schaltzeiten bei Overdrive Stufe 2? Ich finde 3 macht schon erheblichen Overshoot. Selbst bei der Desktopnutzung.

    • Hallo Sascha,
      was spricht denn dagegen, den Monitor auch bei Desktopnutzung bei 144 Hz laufen zu lassen? Ich stimme Dir schon zu, dass der Helligkeitsverlauf in der Grafik ausschlägt. Der Eindruck im Gameplay war aber durchaus brauchbar. Ich schildere im subjektiven Teil meinen Eindruck. Mehr kann ich hier leider nicht machen. Wenn Du aber diesbezüglich sehr empfindlich bist, muss das für Dich natürlich nicht unbedingt passen.

      Viele Grüße
      Oliver

      • Hallo Oliver,

        ne, schon gut. Ich habe den Overdrive aktuell auf Stufe 2. Mich hätte nur interessiert wie viel „Leistung“ er in Stufe 2 gegenüber 3 verliert, da die für mein Empfinden halt doch etwas zu viele Bildfehler erzeugt für eine „Standardauswahl“. Den Monitor betreibe ich bei Desktopnutzung eh auch bei 144 Hz.

    • ASUS bietet 5 Stellungen von 0 bis 5. Jede Stufe können wir nicht messen. Deshalb haben wir 0, 3 und 5 gewählt.

  5. Hallo Oliver,
    wie siehst du den Asus im Vergleich zumAcer XF270HUA? Ist der Unterschied groß, oder kaum wahrnehmbar?
    Gruß

    Peter

    • Hallo Peter,
      den Monitor hat mein Kollege getestet, daher könnte ich auch nur die Fakten und Messergebnisse vergleichen. Die Monitore haben halt auch verschiedene Features. Daher ist es schwer einen kompletten Vergleich anzustellen. Bitte lese Dir beide Tests aufmerksam durch und dann kannst Du am besten selbst entscheiden, welcher Monitor für Deine Ansprüche am besten funktioniert.

      Viele Grüße
      Oliver

    • Hallo Lukas,
      der Verbrauch erhöht sich im Grunde nicht durch den Spielbetrieb, sondern ist abhängig von der Helligkeit. Die Messergebnisse kannst Du im Teil „Stromverbrauch“ entnehmen. Selbst bei G-Sync Monitoren, die über ein dementsprechendes Modul verfügen, ist dies nicht der Rede wert.

      Viele Grüße
      Oliver

  6. Hallo Prad Team,

    ich bin mal mehr und mal weniger am Zocken, macht es dem Monitor an sich etwas aus, wenn ich mit ihm daher auch mal mehr Office Arbeit und Internet Recherche so wie Bildbearbeitung betreibe?

    Danke für eure Antwort
    Armin

  7. Hallo Prad Team,
    ja genau die Frage stelle ich mir auch. Asus schreibt nichts über nano IPS, daher wird es wohl nicht an Bord sein. Und für mich als Geforce Nutzer, ist ein natives GeSync modul dem Adaptive Sync mit Geforce compatible voerzuziehen? Habe in WQHD z.B. in The Division 2 allerdings auf Ultra auch nur 60-80 fps. habe Gsinc compatible auf einem BenQ EX3203R und einem am Laufen und bin nur zu 90% zufrieden.
    Lieben Gruß
    Peter

    • Das Panel ist ein neues von AUO. M270DAN06.6

      In einem chinesischen Review gibt es auch ein Bild vom Service Menu. Ihr könnt ja mal nach „xxrsm XG279Q“ googlen.

    • Hallo Peter,
      Ich persönlich konnte im Gameplay keinen merkbaren Unterschied feststellen, ob ich jetzt VRR über eine AMD- oder eine Nvidia-GPU laufen ließ. In den Anfängen von Freesync hat G-Sync noch besser funktioniert. Mittlerweile merke ich keinen Unterschied mehr. Sicherlich lässt sich VRR an G-Sync-Monitoren über die gesamte Bandbreite nutzen, während das bei Freesync in der Regel erst ab 48Hz funktioniert. Aber unter dieser Hürde würde ich sowieso nicht mehr spielen, da das Gameplay zu sehr leidet. Aber einer gewissen FPS-Hürde wird mir das alles zu unrund.

      Hoffe ich konnte Deine Frage beantworten

      Viele Grüße
      Oliver

      • Hi Oliver, danke für die Antwort. Dann bin ich ja beruhigt. Hab den Monitor bestellt. Ist aber leider noch nicht lieferbar. Btw, ihr mach nen super Job hier bei Prad. Hab schon vieles hier gelesen. Hätte so manchen Fehler vermieden wenn ich euch früher gefunden hätte.
        Gruß
        Peter

  8. Hallo Prad Team,
    Danke für den ausführlichen Test des Asus XG279Q.
    Sie haben den ViewSonic XG270QG auch getestet.
    Welchen Monitor würden würden Sie kaufen?
    Ist das ELMB des Asus ein großer Vorteil gegenüber dem XG270QG?
    Haben beide das gleiche Panel?
    Danke im Voraus
    MfG Filip

    • Hallo Filip,
      das kommt darauf an, wie Deine Spielgewohnheiten sind. Bei schnellen Shooterspielen ist ELMB bestimmt ein Vorteil. Bei Rennsimulationen meiner Meinung nach eher nicht. Dieser Monitor verfügt über ELMB-Sync. In Sachen Bewegungsunschärfe ist dieses Modell einen Kauf wert, da zusätzlich auch noch VRR genutzt werden kann. Wichtig ist, dass Du nicht empfindlich bist, da Blur Reduction über eine pulsierende Hintergrundbeleuchtung realisiert wird. Die Augen ermüden schnell und einige bekommen davon auch Kopfschmerzen.

      Viele Grüße
      Oliver

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