Test Acer CP3271KP: Grafik-Monitor auch für Gamer

Im Vordergrund des 27 Zoll Displays mit 4K-IPS-Panel, steht die Darstellung von detaillierten Designkonzepten und komplexen 3D-Inhalten bei professioneller Farbgenauigkeit

7
10406

Einleitung

Alleskönner trifft Design. So könnte man den Acer CP3271KP (CP3271KPbmiippruzx), der der neuen ConceptD-Serie des Herstellers entsprungen ist, nach Durchsicht des Werbetextes und bei der Betrachtung des Monitors treffend beschreiben.

Ausgestattet ist das Display mit einem blickwinkelstabilen 4K-IPS-Panel, das mit 3840 x 2160 Pixeln auf 27 Zoll auflöst. Im Vordergrund steht die Darstellung von detaillierten Designkonzepten und komplexen 3D-Inhalten bei professioneller Farbgenauigkeit. Für flüssige Bildfolgen erreicht der Proband maximal 144 Hz und synchronisiert Grafikkarte und Monitor über AMDs FreeSync. Über die G2G-Schaltzeiten schweigt sich der Hersteller allerdings aus und nennt 1 ms bei aktivierter Blur-Reduction, was sich bei dem Unternehmen „VRB“ („Visual Response Boost“) nennt. Zusätzlich verfügt der Acer CP3271KP über die VESA-DisplayHDR-400-Zertifizierung und ist bezüglich der Farbgenauigkeit von Pantone validiert.

Insgesamt ist das ein tolles Paket, das wir im folgenden Test genauer unter die Lupe nehmen.

Die volle Bezeichnung des Probanden lautet Acer ConceptD CP3271KPbmiippruzx. International und auf dem Karton des Monitors lautet Bezeichnung CP3271K. In den deutschen Online-Shops wird noch ein P angehängt, also CP3271KP. Um es etwas abzukürzen, sprechen wir in diesem Test vom „Acer CP3271KP“. Detaillierte Informationen zu den Ausstattungsmerkmalen und den Spezifikationen finden Sie im Daten des Acer ConceptD CP3271KP (CP3271KPbmiippruzx).

Lieferumfang

Der Acer CP3271KP kommt in einem wuchtigen recycelbaren Motivkarton. Aufgrund des recht hohen Gewichts von 14,2 kg wurden die seitlichen Grifflaschen mit Kunststoffeinsätzen verstärkt.

Recycelbarer Motivkarton des Acer ConceptD CP3271KPbmiippruzx
Recycelbarer Motivkarton

Der Karton wird über die Oberseite geöffnet. Direkt unter dem Deckel finden wir die Schachtel, in der sich die dreiteilige Abschattungshaube befindet, die zu einem späteren Zeitpunkt am Monitor befestigt wird. Das darunter befindliche Styroporformteil verfügt über mehrere Fächer, in denen das weitere Zubehör aufgeteilt ist.

Kabeltechnisch fällt direkt das fehlende HDMI-Kabel auf, das zugunsten eines zweiten DisplayPort-Kabels geopfert wurde, um die notwendige Bandbreite für eine Aktualisierungsrate von 144 Hz zu erreichen. Des Weiteren liegen dem Paket ein USB- (Typ A auf B) und zwei Netzkabel bei, wovon eines über einen BS-1363-Netzstecker für England verfügt.

Umfangreiches Monitorzubehör
Umfangreiches Zubehör

Ein ausführlicher Kalibrierungsbericht, das Energielabel, der Setup-Guide und das Garantieheft in mehreren Sprachen, Schriftstücke in türkischer und arabischer Sprache sowie eine Auflistung von Acer-Standorten bilden die Papierbeilage. Ein umfassendes Handbuch, Treiber und Farbprofil für den Acer CP3271KP sind hingegen nicht zu finden. Diese stehen auf der Acer-Website zur Verfügung und können dort heruntergeladen werden.

Monitor steht bereits komplett aufgebaut im Karton
Monitor steht bereits komplett aufgebaut im Karton

Während viele Monitore erst noch zusammengesetzt werden müssen, befindet sich der Acer CP3271KP unter dem Styroporformteil bereits komplett montiert und kann direkt aufgestellt werden. Einzig die Blendschutzhauben müssen noch angebracht werden.

Dreiteilige Blendschutzhaube vor der Montage
Dreiteilige Blendschutzhaube vor der Montage

Zunächst müssen die seitlichen Blendenteile angebracht werden. Hierfür existieren an den beiden Blenden integrierte Schrauben, die in die Schraublöcher des Monitorrahmens gedreht werden müssen.

Montage der Seitenteile am Monitorrahmen
Montage der Seitenteile am Monitorrahmen
Das Oberteil der Blendschutzhaube wird aufgelegt und durch die Seitenteile gehalten
Das Oberteil der Blendschutzhaube wird aufgelegt und durch die Seitenteile gehalten

Das Oberteil der Blendschutzhaube wird anschließend nur noch auf die Oberseite des Monitors gelegt und findet durch die montierten Seitenteile und die Nut im hinteren Bereich Halt.

Kalibrieröffnung mittig der Oberseite und Öffnung für den Lichtsensor im hinteren Bereich
Kalibrieröffnung mittig der Oberseite und Öffnung für den Lichtsensor im hinteren Bereich

Die Blendschutzhaube verfügt sowohl über eine Öffnung für eine Kalibriersonde als auch über ein kleines Loch für den integrierten Lichtsensor im hinteren Bereich.

Design des Acer CP3271KP mit angesetzter Blendschutzhaube
Design des Acer CP3271KP mit angesetzter Blendschutzhaube

Optik und Mechanik

Neben dem Fuß in Holzoptik und dem schlanken Tragarm aus Metall besteht der Acer CP3271KP komplett aus schwarzem Kunststoff in verschiedenen Texturen. Das Panel wird an den Seiten und oben von einem 15 mm breiten Rahmen in Position gehalten. Die Unterseite ist mit 23 mm etwas dicker. Hier befindet sich neben dem Acer-Logo in der Mitte links ein Badge, das Auskunft über die G-Sync-Kompatibilität gibt.

Badge gibt Auskunft über die G-Sync-Kompatibilität
Badge gibt Auskunft über die G-Sync-Kompatibilität
Acer-Logo mittig am unteren Rahmen
Acer-Logo mittig am unteren Rahmen

Rechts befindet sich die kleine Betriebs-LED. Während des Betriebs leuchtet sie orange und blinkt in derselben Farbe, wenn sich das Display im Standby-Modus befindet. Sie lässt sich über das OSD-Menü unter „LED-Steuerung“ in zehn Schritten in ihrer Helligkeit reduzieren.

An den Seiten und an der Oberseite beträgt die Tiefe des Displays 20 mm, die in Richtung Mitte etwas zunimmt. Durch die diagonal angeordneten Belüftungsschlitze ist die Rückwand vertikal zweigeteilt. Obwohl der Bildschirm nicht über ein internes Netzteil verfügt, wirken diese schon überdimensioniert, besonders wenn man bedenkt, dass es sich beim Acer CP3271KP um ein Modell mit LED-Hintergrundbeleuchtung handelt.

Großzügiges Belüftungsgitter für ein LED-Display
Großzügiges Belüftungsgitter für ein LED-Display
Acer-Logo hebt sich als Relief vom Untergrund ab
Acer-Logo hebt sich als Relief vom Untergrund ab

Auf der linken oberen Seite befindet sich das Acer-Schriftlogo, das sich als Relief von der Oberfläche absetzt. Im unteren Teil ist auf der linken Seite die Bedieneinheit für das OSD-Menü platziert.

Das Anschluss-Panel ganz unten wird durch eine Blende verdeckt, damit der rückwärtige Bereich einheitlich erscheint.

Anschluss-Panel mit angesetzter Blende
Anschluss-Panel mit angesetzter Blende
Anschluss-Panel ohne Blende
Anschluss-Panel ohne Blende

Mittig der Rückwand ist das Display fest mit dem Tragarm verbunden. Es ist allerdings auch möglich, dieses an alternativen Halterungen zu betreiben. Hierfür müssen die vier Schrauben der Halteplatte entfernt und der mitgelieferte Distanzrahmen in die freigewordene Aufnahme geschraubt werden. Über die vier beiliegenden Schrauben lässt sich der Bildschirm nun an Halterungen mit VESA-100-Norm befestigen.

Halteplatte wird über vier Schrauben entfernt
Halteplatte wird über vier Schrauben entfernt
Distanzrahmen samt beiliegenden Schrauben
Distanzrahmen samt beiliegenden Schrauben

Das Gelenk hinter der Halteplatte des Tragarms dient sowohl für den Neigungswinkel von 35° nach hinten und -5° nach vorn als auch für den Pivot-Modus, der die Drehung vom Landscape- in den Porträtmodus erlaubt.

Maximaler Neigungswinkel des Displays nach hinten
Maximaler Neigungswinkel nach hinten
Maximaler Neigungswinkel des Displays nach vorn
Maximaler Neigungswinkel nach vorn

Kurz vor den Endpositionen muss zwar ein leichter Widerstand überwunden werden, der als Einrastposition dienen soll. Allerdings ist der Bereich zu groß und bietet hier zu viel Spiel, was ein Nachjustieren notwendig macht.

Monitor in Pivotstellung von vorne
Pivot vorn
Monitor in Pivotstellung von hinten
Pivot hinten

Die Höhenverstellung wird durch einen Schlitten realisiert, der innerhalb des Tragarms läuft und einen Weg von 180 mm erlaubt. In tiefster Stellung befindet sich der untere Rahmen 65 mm von der Tischoberfläche entfernt.

Display in der höchsten Stellung von vorn
In der höchsten Stellung von vorn
Display in der höchsten Stellung von hinten
In der höchsten Stellung von hinten
Display in der niedrigsten Stellung von vorn
In der niedrigsten Stellung von vorn
Display in der niedrigsten Stellung von hinten
In der niedrigsten Stellung von hinten

Der schmale runde Tragarm ist aus Metall und verläuft ohne Unterbrechung runter zum Fuß. Dort ist auf der Rückseite eine Art Klammer für das Kabelmanagement zuständig.

Eine Klammer am Monitorfuß dient als Kabelmanagement
Eine Klammer dient als Kabelmanagement

Das Holzdesign des Fußes ist mal etwas ganz anderes. Hier kommt zwar kein echtes Holz zum Einsatz, doch ein Blickfänger ist es allemal. Die beiden Sticker „PANTONE Validated“ und „Delta <1“ lassen sich glücklicherweise leicht entfernen.

Monitorfuß: Die Bodenplatte im Holzdesign hat einen Durchmesser von 270 mm
Die Bodenplatte im Holzdesign hat einen Durchmesser von 270 mm
Monitorfuß: Trotz riesiger Gummipads rutscht das Display auf dem Tisch herum
Trotz riesiger Gummipads rutscht das Display auf dem Tisch herum

Das Display liefert auch einen Swivel-Modus, der über die drehbare Unterseite des Fußes realisiert wird und über 360 Grad möglich ist. Chic hin oder her, leider lässt die Standfestigkeit des Konstruktes zu wünschen übrig, und zusätzlich rutscht der Fuß trotz der riesigen Gummipads auf dem Tisch herum, wenn man versucht, das Display mit einer Hand zu drehen. Deswegen tut man gut daran, die zweite Hand zur Hilfe zu nehmen.

Das Design des Acer CP3271KP ist elegant, aber schnörkellos und kann sich designtechnisch durchaus in einem modernen Büro sehen lassen, wenn das übrige Mobiliar zum Holzton des Fußes passt. Auch die Mechanik und die Verarbeitung sind gelungen, wenn man die Standfestigkeit etwas außer Acht lässt.

Design des Acer CP3271KP
Design des Acer CP3271KP

7 KOMMENTARE

  1. Vielen Dank für den Test. Blöde Frage allerdings, wieso wird der hier nur mit „Gut“ bewertet und der Acer xv273kp bekommt bei gleicher Note / Panel etc. ein „Sehr gut“?

    • Ich glaube, hier wird nur auf das geantwortet, auf was Prad antworten möchte :D. Habe auch schon hin und wieder Fragen gestellt, die nie beantwortet wurden. Ich würde mich auf keine Antwort einstellen ;-).

      • Hallo Tom und Marc,
        sorry für die späte Antwort. Natürlich beantworten wir Fragen 😉 hin und wieder vielleicht mal etwas später. Die Entscheidungsfindung liegt nicht nur in den erreichten Punkten, sondern wird auch an Dingen festgemacht, die zunächst nicht so offensichtlich erscheinen.

        Dieses Display wird explizit als Grafik-/Designmonitor angeboten. Dafür hätte er in diesem Testbereich etwas besser abschneiden müssen, um ein „Sehr gut“ zu erreichen.

        Ich hoffe, dass ich die Frage hiermit beantworten konnte.

        Viele Grüße
        Oliver

  2. hallo. im ersten satz wird die größe imho falsch angegeben:
    „Im Vordergrund des 32 Zoll Displays“…

    in der einleitung ist richtig erwähnt, dass das lc-display 27 zoll groß ist. siehe auch https://gh.de/2201890
    mfg, antje

    • Vielen Dank für den reality-check!
      war wohl selbst zu schlaftrunken als ich mein 1. Kommentar schrieb und habe das trotz Querlesen der Herstellerseite nicht erblickt. Sehr irreführende Produktbezeichnung!

      So bleibt mir doch nur noch bin mindestens Sommer abzuwarten. Macht ja auch nur Sinn, daß die Monitorhersteller ihre Innovationen zurückhalten, bis der leidige Konsument endlich Grafikkarten mit Displayport 2.0 und/oder hdmi 2.1 tatsächlich in der Hand hält. Gibt wohl noch zu viele Lagerbestände mit 60Hz-Ware und nicht genügend Vertrauen in die upgrade-Willigkeit wissender und fordernder Konsumenten.

      Ich könnte sehr gerne JETZT einen Monitor kaufen, den ich erst in 6..12 Monaten erst so richtig ausfahren kann. Was ich aber nicht bereit bin ist für alten Wein in neuen Tüchern (oder wie auch immer der Spruch noch mal richtig ging) vollen Preis zahlen.

      Zumindest zeigen Bildschirme wie dieser, daß die nötigen Komponenten ( low-latency scaler; mit Vernunft gefertigte und nach Farbrein- und Echtheit optimierte „normalo“ panels …) tatsächlich bereits machbar sind (nach ~20 Flachdisplays wird’s jetzt auch mal langsam Zeit!).

      Die Hersteller und ihre Vertriebsstrategen jedoch wollen uns nich geben, was möglich ist, sondern ihre „product-launches“ möglichst gewinnoptimiert timen. Schade eigentlich, daß die „bean-counter“ jetzt überall das Sagen haben!

  3. „Diese enorme Leuchtkraft ist aber nicht ganz unproblematisch, da sich der Bildschirm nur auf hohe 143 cd/m² herunterregeln lässt. Das ist für einen Monitor, der für grafische Arbeiten entwickelt wurde, eindeutig zu hell und lässt ein Arbeiten in abgedunkelten Räumen nicht zu.“

    Ich wollte eigentlich schon innerliche Freudensprünge machen, bis ich das gelesen habe.

    uhd/120Hz und sogar ein quasi latenz-neutraler scaler für 1440p und somit auch mit z.B. einer rx5700xt sinnvoll zu betreiben bzw. ich könnte meine vorhandene r9 390 (Hawaii leider nur dp1.2) mal so richtig ausfahren bis „big Navi“ dann endlich verfügbar ist quasi ohne Nachteile und trotzdem korrekte Farben in 2160p wenn ich sie brauche? Have my cake and eat it???

    werden die vielleicht noch ein Modell für Foto-fans mit angepaßtem backlight (ohne hdr-Firlefanz) bringen? Bitteeeee!

    Entschuldigt bitte diesen Kraftausdruck der Begeisterung:
    2160p/120+ Hz … FINALLY !! FUCK YEAH 2020 wird geil!

    ps.: ich hatte die Hoffnung ja schon fast aufgegeben als rennsim-fan und hobby-knipser (mit zu wenig Platz für mehrere high-end „workstations“). Aber 140cd/m^2 ist dann doch knapp 40 zu hoch für schattige Tage und meine Gehversuche im druckreifen Entwickeln, wenn ich nicht dauernd Flutlicht einsetzen möchte.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen