Test ASUS XG279Q – Monitor mit ELMB-Sync überzeugt
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Aura-RGB-Lichteffekte

Wer möchte, kann den ASUS XG279Q lichttechnisch richtig in Szene setzen. Unter der Kategorie „Lichteffekte“ lassen sich hier jede Menge Einstellungen treffen. Über „Aura RGB“ kann das ROG-Logo auf der Rückwand in verschiedenen Farben und der Leuchtart bestimmt werden.

Das ROG-Logo auf der Rückwand lässt sich in verschiedenen Farben und Arten beleuchten
Das ROG-Logo auf der Rückwand lässt sich in verschiedenen Farben und Arten beleuchten

Für die Funktion „Aura Sync“ ist es notwendig, die Aura-Sync Software zu installieren und das Display via USB mit dem Computer zu verbinden. Über die Software erweitert sich der Umfang der Beleuchtungsmöglichkeiten enorm und kann viel feiner abgestimmt werden.

Richtig interessant wird es, wenn mehrere Bauteile Aura-Sync-fähig sind. Hier lassen sich auch externe Komponenten wie etwa die Philips-Hue-Serie synchronisieren. Auch wenn man nicht unbedingt auf eine Jahrmarktbeleuchtung am Monitor steht, lassen sich richtig tolle Effekte realisieren, die auch abseits des Spielbetriebs interessant sein können, um einen Raum in schönes Licht zu tauchen.

Aura-Software steuert und synchronisiert die Leuchteffekte zwischen Computer, Monitor und externen Komponenten
Aura-Software steuert und synchronisiert die Leuchteffekte zwischen Computer, Monitor und externen Komponenten

Zuletzt lässt sich über „Light in Motion“ nach wie vor auch der Untergrund in Rot beleuchten. Hier kann man das ROG-Logo wählen oder durch die beiliegenden Projektionsfolien sein eigenes Design nutzen.

Unterhalb des Monitorarms können Logos auf den Untergrund projiziert werden
Unterhalb des Monitorarms können Logos auf den Untergrund projiziert werden

Die Farbeinstellungsebene bietet neben Farbtemperatur noch die Möglichkeit, das Gamma einzustellen. Bei einigen Modi ist zudem die Farbsättigung wählbar. Hier dürfte es gern noch üppiger zugehen, da wir es mit einem IPS-Panel zu tun haben, das sich durchaus für die Bildbearbeitung eignen könnte. Der ASUS ROG Strix XG279Q wird allerdings als Gaming-Display dargeboten, daher kann man ihm die etwas eingegrenzte Auswahl nicht negativ auslegen.

Auch beim ASUS XG279Q können das OSD-Menü und die Steuerung wieder überzeugen. Die Mischung aus einfacher Bedienung und Übersichtlichkeit sucht nach wie vor ihresgleichen.

Bildqualität

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 50, Kontrast 80, Gamma 2.2, Bildmodus „Rennmodus“. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Graustufendarstellung des ASUS ROG Strix XG279Q
Graustufen des ASUS ROG Strix XG279Q

Die Graustufendarstellung gelingt dem ASUS XG279Q ordentlich. In den Lichtern heben sich die Grautöne bis zum vorletzten und in den Schatten bis zum drittletzten Feld ab. Die gewohnte Farbtreppe nahe der Mitte, wo reines Weiß auf helles Grau trifft, zeigt sich allerdings recht stark. Diese wird bei seitlichem Blickwinkel noch etwas prominenter. Die Sichtbarkeit der hellen Grautöne bleibt hiervon unberührt, während die dunklen Grautöne drei weitere Felder verlieren. Die Homogenität des Grauverlaufs zeigt sich ab der Farbtreppe zum Bildschirmrand sehr schön gleichmäßig.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung des TFT-Panels bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung des TFT-Panels bei verlängerter Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung

Dem ASUS XG279Q gelingt die Schwarzbilddarstellung gut. Zwar werden am unteren Bildrand kleine Spots sichtbar, wenn man alle im Raum befindlichen Lichtquellen ausschaltet. Diese werden sich aber im normalen Betrieb nicht negativ auswirken. Erst bei fünffach verlängerter Belichtungszeit wird zudem eine leichte Wolkenbildung sichtbar. Der Glow erscheint nicht in gelblicher Farbe, sondern wirkt eher gräulich. Insgesamt ist das ein gutes Ergebnis für ein IPS-Panel.

Panel-Glow bei schräger Ansicht
Glow bei schräger Ansicht

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf
Helligkeits- und Kontrastverlauf

Die maximale Leuchtdichte bei nativem Weißpunkt liegt mit 512 cd/m² mehr als 20 % über den Angaben des Datenblatts. Um auf D65 zu kommen, benötigt es nur minimale Anpassungen am Blauregler, sodass noch 508 cd/m² übrig bleiben. Mit einer minimalen Leuchtdichte von 92 cd/m² ist der Monitor etwas zu hell, um in Dunkelheit optimal arbeiten zu können.

Das Kontrastverhältnis ist für ein IPS-Panel recht hoch. Mit einem durchschnittlichen Kontrastverhältnis von 1122:1 und einem maximalen von 1150:1 gehört es zu den kontrastreicheren dieser Bildschirmtechnik. Auch nach einer Kalibrierung zeigt es mit einem Kontrastverhältnis von 1138:1 eine sehr gute Leistung.

Bildhomogenität

Helligkeitsverteilung in %
Helligkeitsverteilung in %
Farbreinheit in Delta C
Farbreinheit in Delta C

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Mit einer durchschnittlichen Helligkeitsabweichung von 11,74 % und einer maximalen Abweichung von 17,96 % ermitteln wir eine befriedigende Leistung. Sehr gut verhält sich der ASUS XG279Q bei der Farbreinheit. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,83 und einem maximalen Delta C von 1,65 werden hier nur sehr geringe Abweichungen zur Bildmitte gemessen.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der Proband besitzt eine matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion.

Coating des ASUS ROG Strix XG279Q
Coating des ASUS ROG Strix XG279Q
Coating Referenzbild
Referenzbild

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des ASUS XG279Q bei horizontalen Blickwinkeln von +/-75 Grad und vertikalen von +60 und -45 Grad.

Horizontale und vertikale Blickwinkel des Asus XG279Q
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Der Monitor zeigt bei extremen Blickwinkeln eine sehr ordentliche Leistung. Ein Kontrastverlust ist nahezu nicht bemerkbar. Die vertikalen Blickwinkel zeigen einen leichten Gelbstich in den weißen und hellgrauen Bereichen. Die Farben und Farbverläufe hingegen bleiben sehr schön konstant.

20 KOMMENTARE

  1. Hello and greetings from Denmark. And thank you for this detailed review. I have a question. I have kinda been out of the monitor market for many years and kinda confused about elmb sync, g-sync ect. You cant use OD or go past 120Hz with elmb-sync activated. I know what the different modes does but not sure what is best for what situation. I mainly use the monitor for games. Should I run the game without elmb-sync so I can use the OD and 170hz or is elmb too good to miss? I mainly play fps and mobas which I get have different needs for refresh rates.
    Also one thing i’ve read on forums is that the blurring and stuttering on high overdrive and 170hz gets better if you buy a 1.4 displayport cabel. Asus delivers the monitor with 1.2. It might be worth to try out if the information I got on the forums was correct.

  2. Hi
    I just purchased this monitor as it was going out of stock and have a question does the monitor overshoot at 144hz with ELMB or is it just at the 170hz ?

    Thanks

  3. Hi, habe diesen Monitor heute bekommen und er ist wirklich der wahnsinn. Auch super für Shooter wie CS Go geeignet.

    mfg Phil

  4. Wie sind denn die Schaltzeiten bei Overdrive Stufe 2? Ich finde 3 macht schon erheblichen Overshoot. Selbst bei der Desktopnutzung.

    • Hallo Sascha,
      was spricht denn dagegen, den Monitor auch bei Desktopnutzung bei 144 Hz laufen zu lassen? Ich stimme Dir schon zu, dass der Helligkeitsverlauf in der Grafik ausschlägt. Der Eindruck im Gameplay war aber durchaus brauchbar. Ich schildere im subjektiven Teil meinen Eindruck. Mehr kann ich hier leider nicht machen. Wenn Du aber diesbezüglich sehr empfindlich bist, muss das für Dich natürlich nicht unbedingt passen.

      Viele Grüße
      Oliver

      • Hallo Oliver,

        ne, schon gut. Ich habe den Overdrive aktuell auf Stufe 2. Mich hätte nur interessiert wie viel „Leistung“ er in Stufe 2 gegenüber 3 verliert, da die für mein Empfinden halt doch etwas zu viele Bildfehler erzeugt für eine „Standardauswahl“. Den Monitor betreibe ich bei Desktopnutzung eh auch bei 144 Hz.

    • ASUS bietet 5 Stellungen von 0 bis 5. Jede Stufe können wir nicht messen. Deshalb haben wir 0, 3 und 5 gewählt.

  5. Hallo Oliver,
    wie siehst du den Asus im Vergleich zumAcer XF270HUA? Ist der Unterschied groß, oder kaum wahrnehmbar?
    Gruß

    Peter

    • Hallo Peter,
      den Monitor hat mein Kollege getestet, daher könnte ich auch nur die Fakten und Messergebnisse vergleichen. Die Monitore haben halt auch verschiedene Features. Daher ist es schwer einen kompletten Vergleich anzustellen. Bitte lese Dir beide Tests aufmerksam durch und dann kannst Du am besten selbst entscheiden, welcher Monitor für Deine Ansprüche am besten funktioniert.

      Viele Grüße
      Oliver

    • Hallo Lukas,
      der Verbrauch erhöht sich im Grunde nicht durch den Spielbetrieb, sondern ist abhängig von der Helligkeit. Die Messergebnisse kannst Du im Teil „Stromverbrauch“ entnehmen. Selbst bei G-Sync Monitoren, die über ein dementsprechendes Modul verfügen, ist dies nicht der Rede wert.

      Viele Grüße
      Oliver

  6. Hallo Prad Team,

    ich bin mal mehr und mal weniger am Zocken, macht es dem Monitor an sich etwas aus, wenn ich mit ihm daher auch mal mehr Office Arbeit und Internet Recherche so wie Bildbearbeitung betreibe?

    Danke für eure Antwort
    Armin

  7. Hallo Prad Team,
    ja genau die Frage stelle ich mir auch. Asus schreibt nichts über nano IPS, daher wird es wohl nicht an Bord sein. Und für mich als Geforce Nutzer, ist ein natives GeSync modul dem Adaptive Sync mit Geforce compatible voerzuziehen? Habe in WQHD z.B. in The Division 2 allerdings auf Ultra auch nur 60-80 fps. habe Gsinc compatible auf einem BenQ EX3203R und einem am Laufen und bin nur zu 90% zufrieden.
    Lieben Gruß
    Peter

    • Das Panel ist ein neues von AUO. M270DAN06.6

      In einem chinesischen Review gibt es auch ein Bild vom Service Menu. Ihr könnt ja mal nach „xxrsm XG279Q“ googlen.

    • Hallo Peter,
      Ich persönlich konnte im Gameplay keinen merkbaren Unterschied feststellen, ob ich jetzt VRR über eine AMD- oder eine Nvidia-GPU laufen ließ. In den Anfängen von Freesync hat G-Sync noch besser funktioniert. Mittlerweile merke ich keinen Unterschied mehr. Sicherlich lässt sich VRR an G-Sync-Monitoren über die gesamte Bandbreite nutzen, während das bei Freesync in der Regel erst ab 48Hz funktioniert. Aber unter dieser Hürde würde ich sowieso nicht mehr spielen, da das Gameplay zu sehr leidet. Aber einer gewissen FPS-Hürde wird mir das alles zu unrund.

      Hoffe ich konnte Deine Frage beantworten

      Viele Grüße
      Oliver

      • Hi Oliver, danke für die Antwort. Dann bin ich ja beruhigt. Hab den Monitor bestellt. Ist aber leider noch nicht lieferbar. Btw, ihr mach nen super Job hier bei Prad. Hab schon vieles hier gelesen. Hätte so manchen Fehler vermieden wenn ich euch früher gefunden hätte.
        Gruß
        Peter

  8. Hallo Prad Team,
    Danke für den ausführlichen Test des Asus XG279Q.
    Sie haben den ViewSonic XG270QG auch getestet.
    Welchen Monitor würden würden Sie kaufen?
    Ist das ELMB des Asus ein großer Vorteil gegenüber dem XG270QG?
    Haben beide das gleiche Panel?
    Danke im Voraus
    MfG Filip

    • Hallo Filip,
      das kommt darauf an, wie Deine Spielgewohnheiten sind. Bei schnellen Shooterspielen ist ELMB bestimmt ein Vorteil. Bei Rennsimulationen meiner Meinung nach eher nicht. Dieser Monitor verfügt über ELMB-Sync. In Sachen Bewegungsunschärfe ist dieses Modell einen Kauf wert, da zusätzlich auch noch VRR genutzt werden kann. Wichtig ist, dass Du nicht empfindlich bist, da Blur Reduction über eine pulsierende Hintergrundbeleuchtung realisiert wird. Die Augen ermüden schnell und einige bekommen davon auch Kopfschmerzen.

      Viele Grüße
      Oliver

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