Test ASUS XG27UQ: Gaming und Bildbearbeitung erstklassig

27 Zoll Monitor kann im Test sowohl beim Gaming, als auch bei der Bildbearbeitung überzeugen

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Einleitung

ASUS präsentiert mit dem XG27UQ aus der ROG-Strix-Modellreihe einen neuen 27 Zoll großen Gaming-Monitor mit 4K-Auflösung (3840 x 2160) und zahlreichen Funktionen speziell für Gamer. Der Bildschirm unterstützt Adaptive Sync und ist sowohl mit GeForce- als auch Radeon-Grafikkarten kompatibel. 144 Hz maximale Bildwiederholfrequenz und eine Reaktionszeit von nur 1 ms (MPRT) stehen ebenso auf der Habenseite wie eine fünfstufige Pixelbeschleunigung, Shadow Boost zur Verbesserung dunkler Szenen und zahlreiche, bereits vordefinierte, für Gamer optimierte Bildmodi. Zudem soll ELMB („Extreme Low Motion Blur“) gleichzeitig mit Adaptive Sync möglich sein.

Für eine überzeugende Bildqualität setzt der ASUS XG27UQ auf die IPS-Technologie und den DCI-P3-Farbraum, der laut Herstellerangaben zu 90 % abgedeckt werden soll. Außerdem unterstützt der Monitor DisplayHDR 400 und DSC (Display-Stream-Compression-Technologie). Für die perfekte Ausrichtung des Bildschirms stehen umfangreiche Ergonomiefunktionen zur Verfügung, und mit gleich zwei DisplayPort- und HDMI-Anschlüssen zeigt sich der Proband auch bei der Konnektivität sehr flexibel. Das futuristische Design und die externe LED-Beleuchtung sorgen für eine coole Optik.

Die Produktbeschreibung des ASUS XG27UQ klingt sehr vielversprechend, weshalb wir uns auf einen spannenden Praxistest freuen.

Angeschlossen und getestet haben wir den Monitor am DisplayPort-Ausgang einer Gigabyte GeForce GTX 1070 Ti. Die farbmetrischen Messungen wurden mit einem Spektralfotometer (X-Rite i1Pro) in Verbindung mit der iColor Software von Quato durchgeführt. Für die Ermittlung des minimalen Schwarzwertes wurde ein Kolorimeter (X-Rite i1Display Pro) verwendet. Als externe Zuspielquelle kam der Blu-ray-Player Sony BDP-S350 zum Einsatz, angeschlossen über ein HDMI-Kabel.

Detaillierte Informationen zu den Ausstattungsmerkmalen und den Spezifikationen finden Sie im Datenblatt des ASUS XG27UQ.

Lieferumfang

Den ersten erwartungsvollen Eindruck liefert bereits die Verpackung des ASUS XG27UQ. Mit viel leuchtendem Rot, allen besonderen Funktionen und mit dem Monitor selbst ist der Karton bedruckt. Für einen 27 Zoll großen Bildschirm fallen die Außenmaße mit 63,4 x 43,7 bis 55,7 x 27 cm (B x H x T) großzügig aus. Im Inneren des Kartons befinden sich zwei große Styroporteile, die Display, Zubehör und Standfuß sicher voneinander trennen und fixieren. Display und Standfuß befinden sich zusätzlich in einem weichen Schaumstoffbeutel.

Kabel für DisplayPort, HDMI und USB-3.0-Hub liegen dem ASUS XG27UQ bei
Kabel für DisplayPort, HDMI und USB-3.0-Hub liegen dem ASUS XG27UQ bei

Beim Zubehör ist alles dabei, was benötigt wird, um den Monitor sofort in Betrieb nehmen zu können. Dazu gehören das externe Netzteil sowie Kabel für DisplayPort, HDMI und USB 3.0. Ferner sind eine Garantiekarte, eine Kurzanleitung, ein Kalibrierungsbericht und drei unterschiedliche Aufsätze für die Light-in-Motion-Beleuchtung im Standfuß enthalten.

Optik und Mechanik

Beim Betrachten der Optik des ASUS XG27UQ fällt sofort das futuristische Design auf. Vor allem die Rückseite, aber auch der Standfuß zeigen viel Liebe zum Detail. Das Gehäuse des Monitors besteht aus anthrazitfarbigem Kunststoff. Die Oberfläche ist matt und hat auf der Gehäuserückseite eine rillenförmige Struktur. Interessant ist, dass ASUS beim XG27UQ nicht dem aktuellen Trend des rahmenlosen Designs folgt, sondern um das Display ein etwa 2 cm breiter Rahmen verläuft. Für den Mehrschirmbetrieb ist ein schmaler Rahmen komfortabler, aber vielleicht sieht sich der Proband als Einzelkämpfer.

Entgegen dem aktuellen Trend mit Rahmen um das Display
Entgegen dem aktuellen Trend mit Rahmen um das Display
Sehr stylische und futuristische Rückseite
Sehr stylische und futuristische Rückseite des Asus XG27UQ

An mehreren Stellen des Monitors wurde das ROG-Logo platziert, damit unmissverständlich klar ist, welcher Klasse der Proband angehört. Mit Republic of Gamers bezeichnet ASUS schließlich nur die beste Hardware im Bereich Gaming. Das auf dem unteren Display-Rahmen platzierte und darin eingelassene Logo besitzt eine polierte Oberfläche. Jenes auf der Gehäuserückseite hat ebenfalls eine glänzende Oberfläche, ist aber zudem noch beleuchtet. Das weiße Logo auf schwarzem Grund auf der Standfußoberseite ist ebenfalls nicht zu übersehen. Sehr stylisch ist auch der dreibeinige Standfuß mit roten Akzenten.

Republic-of-Gamers-Logo auf dem vorderen Gehäuserahmen
Republic-of-Gamers-Logo auf dem vorderen Gehäuserahmen
ROG-Logo auf der Gehäuserückseite mit LED-Beleuchtung
ROG-Logo auf der Gehäuserückseite mit LED-Beleuchtung
Logo auf der Oberseite des Standfußes
Logo auf der Oberseite des Standfußes
Sehr stylischer Standfuß des Asus XG27UQ mit roten Akzenten
Sehr stylischer Standfuß mit roten Akzenten

Optisch macht der ASUS XG27UQ einiges her und kann auch qualitativ überzeugen. Doch Optik allein ist inzwischen zu wenig, selbst für einen Gaming-Monitor. Auch Gamer möchten den Monitor schließlich ergonomisch auf ihre Wünsche einstellen können. Diesbezüglich gibt es beim Probanden aber ebenfalls keinen Grund zur Klage, denn es sind umfangreiche Ergonomiefunktionen vorhanden.

Zur ergonomischen Grundausstattung gehört eine Höhenverstellung des Displays. Mit flüssig arbeitender Mechanik lässt sich das Display von minimal 7,4 auf maximal 19,2 cm stufenlos positionieren.

Maximal mögliche Display-Höheeinstellung von 19,2 cm
Maximal mögliche Display-Höhe von 19,2 cm
Minimal einstellbare Display-Höheeinstellungvon 7,4 cm
Minimal einstellbare Display-Höhe von 7,4 cm

Für die seitliche Drehung (Swivel) erlaubt die Mechanik einen Winkel von 80 Grad (jeweils 40 Grad nach links und rechts). Auch hier arbeitet die Mechanik ordentlich, ist nicht zu leicht, aber auch nicht zu schwergängig.

Seitliche Drehfunktion des Dsiplays (Swivel) des ASUS XG27UQ
Seitliche Drehfunktion (Swivel) des ASUS XG27UQ
Bis zu 40 Grad nach links und rechts kann das Display gedreht werden
Bis zu 40 Grad nach links und rechts kann das Display gedreht werden

Bei der Display-Neigung (Tilt) ist der Einstellungsbereich mit 4,5 Grad nach unten und 18 Grad nach oben nicht sonderlich groß, aber ausreichend.

Neigefunktion: 4,5 Grad nach unten ...
Neigefunktion: 4,5 Grad nach unten …
... und 18 Grad nach oben sind möglich
… und 18 Grad nach oben sind möglich

Der ASUS XG27UQ ermöglicht außerdem die Drehung des Displays auf Hochkant (Pivot). Komfortabel ist, dass auch in dieser Stellung eine seitliche Drehung möglich ist, ebenso können Neigung und Höhe verändert werden, letzteres natürlich deutlich eingeschränkter. Insgesamt 3 cm von 3,2 bis 6,2 cm sind aber dennoch drin.

Auch in Pivot-Stellung können Höheneinstellung, Dreh- und Neigefunktion genutzt werden
Auch in Pivot-Stellung können Höheneinstellung, Dreh- und Neigefunktion genutzt werden

Sehr lässig ist auch das Design des dreibeinigen Standfußes. Er ist vollständig aus Metall gefertigt und vermittelt einen sehr hochwertigen Eindruck. Rote Akzente sorgen für eine sportliche Optik.

Dreibein-Standfuß des Asus XG27UQ aus Metall mit Beleuchtungsschablone
Dreibein-Standfuß aus Metall mit Beleuchtungsschablone

Im Lieferumfang des Monitors befinden sich drei Schablonen für die Standfußunterseite. Je nach gewählter Schablone werden unterschiedliche Motive auf den Schreibtisch projiziert, wenn „Light in Motion“ aktiviert ist. Die Schablonen lassen sich sehr einfach wechseln.

Standfußunterseite mit integrierter LED-Beleuchtung
Standfußunterseite mit integrierter LED-Beleuchtung
Montierte Schablone für die Projizierung des gewünschten Motivs
Montierte Schablone für die Projizierung des gewünschten Motivs

Im unteren Bereich der Standfußsäule befindet sich eine Öffnung, die, falls nicht klar sein sollte, für was sie gedacht ist, mit „Cable Management“ beschriftet ist. Die Kabel können durch diese Öffnung geführt werden, um für eine saubere Kabelführung zu sorgen.

Kabelmanagement beim ASUS XG27UQ: Einfach, aber effektiv
Kabelmanagement beim ASUS XG27UQ: Einfach, aber effektiv

Beim ASUS XG27UQ befinden sich Belüftungsöffnungen gleich an mehreren Stellen am Gehäuse. Quer über die Gehäuserückseite, auf der Gehäuseober-, aber auch -unterseite und stets optisch schön gelöst. Zwar erzeugen auch LEDs Abwärme, da sich beim XG27UQ das Netzteil jedoch außerhalb des Gehäuses befindet, wären so viele Belüftungsöffnungen wohl nicht notwendig. Solange es nicht stört oder die Öffnungen zu groß sind, damit Staub und Schmutz eindringen können, ist es ja kein Nachteil, wenn für eine ordentliche Gehäusebelüftung gesorgt ist.

Belüftungsöffnungen quer über die Gehäuserückseite
Belüftungsöffnungen quer über die Gehäuserückseite
Zusätzliche Lüftungsschlitze an der Gehäuseoberseite
Zusätzliche Lüftungsschlitze an der Gehäuseoberseite

Bei Gaming-PCs schon seit Jahren Standard, werden inzwischen auch immer mehr Gaming-Monitore mit einer externen LED-Beleuchtung ausgestattet. Die Aura genannte LED-Beleuchtung von ASUS, die auch auf den ROG-Strix-Motherboards eingesetzt wird, kommt ebenfalls beim XG27UQ zum Einsatz. Im OSD des Monitors kann die LED-Beleuchtung aktiviert werden. Es stehen zahlreiche Lichteffekte und Farben zur Auswahl.

Aura: LED-Monitor-Beleuchtung von ASUS
Aura: LED-Beleuchtung von ASUS

Das verspiegelte Logo der ROG-Strix-Modellreihe befindet sich auf der Gehäuserückseite und ist beleuchtet. Außerdem kann man ein cooles Motiv auf den Schreibtisch projizieren lassen. Im Lieferzubehör sind zwei unterschiedliche Motive sowie eine Plexiglasscheibe ohne Motiv enthalten. Im OSD „Licht in Bewegung“ („Light in Motion“) genannt, kann die Projektion unabhängig gesteuert werden, ist aber im Funktionsumfang deutlich eingeschränkter. Die Beleuchtungsfarbe ist mit Rot fix eingestellt, und es kann nur noch die Beleuchtungsintensität dreistufig geändert oder deaktiviert werden. Schade, dass LAN-Partys so gut wie ausgestorben sind und man so die Beleuchtung selten anderen Personen präsentieren kann.

Coole Licht-Projektion auf den Schreibtisch
Coole Projektion auf den Schreibtisch
Beleuchtetes ROG-Logo
Beleuchtetes ROG-Logo

29 KOMMENTARE

  1. Guten Tag,
    vielen Dank für den ausführlichen Test. Ich möchte mir diesen Monitor für meine zukünftige PS5 kaufen. Ist es möglich das mit „Über HDMI ist Adaptive Sync nicht verfügbar“ nicht alle feature der PS5 ausgenutzt werden? Vielen Dank für euer Feedback.
    Beste Grüsse
    Fred

    • Das ist korrekt. Mit HDMI hast du die im Test genannten Einschränkungen und kannst nicht das volle Potenzial des Monitors nutzen. Hat die PS5 keinen DisplayPort Anschluss? Wenn dem so ist, würde ich zu einer anderen Spielekonsole greifen.

  2. Ich suchte schon seit einer Weile einen neuen Monitor, den ich sowohl zum spielen als auch für die Arbeit (Bildbearbeitung) verwenden kann. Habe mir aufgrund des Tests nun den ASUS XG27UQ geholt, heute angekommen und mein Ersteindruck ist sehr positiv.
    Besonders erfreulich: bei meinem Exemplar kein störendes Backlightbleeding (damit scheint Asus ja öfter Probleme zu haben). Der subjektive Gesamteindruck vom Bild ist sehr gut. Ich habe jedoch den Eindruck, dass er weniger Blickwinkelstabil ist, als mein alter EIZO, das mag aber auch schlicht daran liegen, dass er mit 27″ größer ist als mein letzter Monitor und ich näher dran sitze. Denn der asymetrische Monitorfuß nimmt leider viel Platz in der Tiefe ein. Das ist leider etwas nervig, aber vielleicht lege ich mir einen Monitorarm zu, um den Bildschirm weiter zur Wand schieben zu können. Keinerlei Lüftergeräusche vernehmbar. Das Gehäusedesign im Gamerstyle trifft nicht wirklich meinen Geschmack aber die LEDs lassen sich deaktivieren und einen schwarzen Rand hatte der letzte Monitor auch, also halb so schlimm. Was ich noch nicht testen konnte ist der 144Hz Modus, denn wie ich nun feststellte funktioniert „G-Sync compatible“ nur mit neueren Nvidia-Karten während das tatsächliche G-Sync auch mit älteren Geforce-Karten geht. Aber die Grafikkarte wird eh demnächst ersetzt.
    Soweit mein subjektiver Ersteindruck. Ich bin zufrieden. Danke an Prad für den ausführlichen Test

    • Servus Thomas! Danke für dein ausführliches Feedback. Es freut uns dass du zufrieden bist.

      Was den Blickwinkel betrifft, ist die Größe sicher der Hauptgrund. Es könnte aber auch daran liegen dass der Eizo ein VA Panel verbaut hat, der Asus ist mit einem IPS Panel ausgestattet. Die beiden Paneltechnologien sind ein wenig unterschiedlich und durch die Aufhellungen dunkler Tonwerte aus dem Winkel bei IPS, kann der Blickwinkel subjektiv ein wenig schlechter ausfallen. Dafür ist die Farbsättigung bei IPS besser. Mir persönlich sagt IPS mehr zu, das ist aber natürlich subjektives Empfinden. VA hat ebenso seine Vorteile wie einen niedrigeren Schwarzpunkt, was zu einem höheren Kontrastverhältnis führt.

      Ich wünsche dir jedenfalls weiterhin viel Freude mit dem Asus und bedanke mich für dein Lob.

  3. Gibt es vielleicht einen vergleichbaren Monitor in nicht-Gamer-Design? Ich finde den Monitor vom Aussehen grauenhaft.

    • Hallo Perry! Wenn er auch Gaming können, jedoch nicht so sehr nach „Gaming“ aussehen soll, schau dich mal bei Eizo um. Die Foris Modellreihe ist recht zurückhaltend im Design für einen Gamingmonitor und die Bildqualität ist bei Eizo eigentlich immer sehr überzeugend.

  4. Guten Tag Herr Köb,
    vielen Dank für den sehr aufschlussreichen Test, der mich schlussendlich auch zum Kauf dieses Monitors bewegt hat. Er ist farblich tatsächlich so gut, dass mein SpyderX Elite schon bei Werkseinstellung kaum Abweichungen erkennen konnte und nach Kalibrierung im Rahmen der Messgenauigkeit des SpyderX die Farben praktisch perfekt darstellt. Die Farben wirken im Gegensatz zu allen Bildschirmen, die ich bisher hatte tatsächlich erstmals wirklich natürlich.
    Was mich aber überrascht und schockiert hat, ist der von mir gemessene Kontrast im Vergleich zu dem von Ihnen gemessenen. Ich komme bei Werkseinstellungen im Anwendermodus auf einen Kontrast von gerade einmal 660:1 bei maximaler Helligkeit und und 580:1 bei 25% Helligkeit. Nach Kalibrierung werden die Werte geringfügig besser und liegen dann abgesehen von 0% Helligkeit zwischen 600:1 und 700:1, was mir aber weiterhin recht niedrig erscheint. Ist es Ihrer Meinung nach plausibel, dass der Kontrast innerhalb einer Monitorserie so sehr streut oder ist meinem Colorimeter nicht zu trauen? Bei meinem vorherigen, schon einige Jahre alten Bildschirm (ASUS VG278HE, hierzu gibt es bei Prad auch einen Artikel, war ebenfalls kaufentscheidend) ergaben sich im Direktvergleich Werte von immerhin 870:1(100%)/690:1(25%). In dunklen Partien von Bildern, die beim XG27UQ komplett schwarz sind, sehe ich bei meinem alten Bildschirm noch verhältnismäßig deutlich Bildinhalte. Es würde mich sehr freuen, wenn Sie mir eine kurze Einschätzung geben könnten.

    Ein jahrelanger begeisterter Leser der Prad Testberichte

    • Servus Thomas. Danke für deine ausführliche Rückmeldung und das Lob! Wenn es für dich okay ist, bleiben wir gerne beim Du.

      Das Kontrastverhältnis wird ja aus Schwarzpunkt und Helligkeit berechnet. Je nachdem was für einen Schwarzpunkt das Kalibrierungsgerät misst, kann das Ergebnis mitunter stärker abweichen. Das i1 Pro beispielsweise misst einen bis zu 0,1 cd/m2 höheren Wert als das i1 Display Pro bei gleicher Monitoreinstellung.

      Letztendlich ist aber der Kontrastwert auf dem Papier egal. Man merkt ein gutes Kontrastverhältnis am besten durch eine subjektive Bewertung, nämlich dann wenn schwarze Bildbereiche auch wirklich schwarz angezeigt werden und nicht dunkelgrau. Für die Bildbearbeitung spielt der Kontrast nur eine untergeordnete Rolle. Wir hatten auch schon hochwertige Eizo Grafikmonitore im Test, deren Kontrastverhältnis nur bei etwa 700:1 lag. Da würde ich mir keine Gedanken machen.

      Wenn allerdings beim Asus in dunklen Bereichen nur noch schwarz angezeigt wird, obwohl da eigentlich noch Abstufungen angezeigt werden sollten, stimmt womöglich der Schwarzpegel nicht. Hier würde ich dann mal versuchen mit der Shadow Boost Funktion eine Verbesserung zu erzielen.

      • Hallo Damian,

        vielen Dank für die ausführliche und rasche Antwort!
        Dass auch Grafikmonitore teilweise nur 700:1 erreichen war mir nicht bewusst und es ist beruhigend, dass du das nicht kritisch siehst. Und vermutlich betrügt mich mein SpyderX auch ein wenig, denn mein alter Spyder5, den ich in der Zwischenzeit zum Vergleich herangezogen habe, misst höhere Kontrastwerte, wenngleich nicht ganz das was du bei deinem Test gemessen hast. Was Shadow Boost angeht, finde ich es für Spiele und die meisten Anwendungen eine gute Lösung, für das Bearbeiten von Fotos werde ich wohl etwas experimentieren, bis das hinhaut. Dir aber vielen Dank für den Test und die Antwort, bin insgesamt sehr zufrieden mit dem Monitor und es macht einfach Spaß damit zu arbeiten und zu zocken.

  5. Hallo Herr Köb,

    vielen Dank für den Test. Ich suche einen ordentlichen Allrounder-Bildschirm mit der Möglichkeit auch schnelle Games flüssig spielen zu können (sollte am besten auch das Spielen mit Playstation&Co. auf gutem Niveau ermöglichen). Daher finde ich den Bildschirm sehr interessant, schwanke jedoch zwischen dem ASUS XG27UQ und dem XG279Q (den Test von Ihrem Kollegen habe ich vorher durchgelesen). Wenn ich allein die Texte von den beiden Tests lese, dann kommt mir der XG279Q etwas besser vor. Die Noten in der Bewertung sprechen jedoch für den XG27UQ. Lassen sich die Noten der jeweiligen Disziplinen 1:1 gegenüberstellen?
    Wie schlägt sich der XG27UQ in Verbindung mit Playstation&Co.? Würden die gemessenen Bildaufbauzeiten des XG27UQ auch im 2560 x 1440 Betrieb gelten? Wenn man die Preise außer Acht lassen würde, welchen Bildschirm von den Beiden würden Sie vorziehen?

    Vielen Dank und viele Grüße
    interessierter Leser

    • Entschuldigung für die etwas späte Rückmeldung. Ich denke von der Qualität her sind beide Monitore gleich auf. Der Rest ist der Serienstreuung geschuldet. Ich persönlich würde bei 27 Zoll allerdings zu einer WQHD Auflösung greifen. 4K lässt sich auf 27 Zoll nur vernünftig verwenden wenn man im Betriebssystem die DPI auf 125 oder 150 % setzt weil ansonsten die Anzeige von Schrift einfach zu klein ist. Beim Gaming stellt 4K auch viel höhere Anforderungen an die Hardware als WQHD und wenn man dann eh alles auf 2560 x 1440 Pixel stellt, kann man gleich das Modell mit WQHD nehmen.

      Wenn wir beim Du bleiben dürfen, die Entscheidung welches Modell es werden soll, liegt ganz alleine bei dir.

  6. Prima, danke für die schnelle Antwort! Habe den Asus jetzt mal bestellt und werde dann nach dem Testen Feedback geben!

  7. Sehr geehrter Herr Köb,
    besten Dank für den tollen Test, der mich zum Nachdenken über den Kauf des Monitores angeregt hat. Eine für mich sehr wichtige Frage möchte ich Ihnen allerdings zuvor noch stellen:
    Haben Sie die PWM-Frequenz auch bei geringerer Leuchtkraft als 140 cd/m getestet? Beispielsweise bei 0% Helligkeit, also ca. 64 cd/m? Ich fürchte nämlich, dass sie dort niedriger sein und evtl. sogar in den wahrnehmbaren Bereich kommen könnte.
    Herzlichen Dank für Ihre kurze Rückmeldung!

    • Hallo. Wir machen nur eine Messung bei 140 cd/m2 aber aus Erfahrung hat sich gezeigt dass dieser Wert meistens für den gesamten Helligkeitsbereich gilt. Mir ist zumindest subjektiv bei keiner Helligkeitseinstellung ein flimmern aufgefallen. ELMB sollte aber deaktiviert sein das ist ganz wichtig denn ELMB hat leider starkes flimmern zur Folge, insbesondere bei Bewegtbildern ist der negative Effekt gut sichtbar. Falls Sie sich für diesen Asus entscheiden, würde es mich freuen wenn Sie uns ein kurzes Feedback geben könnten wie zufrieden Sie mit dem Monitor sind.

      Beste Grüße
      Damian

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