Test BenQ BL3201PT: ausgezeichneter 32 Zoll UHD-Monitor
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Stromverbrauch

Helligkeit Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 100 % 97,0 W 55,3 W
Arbeitsplatz 140 cd/m² 27 % 28,9 W
Betrieb minimal 0 % 20,1 W
Standby-Modus maximal 0,5 W 0,2 W
Ausgeschaltet 0,2 W
Ausgeschaltet (Netzschalter) 0,0 W

 

Eine große Bildfläche mit einer hohen Auflösung benötigt auch entsprechend viel Strom, so dass uns die Herstellerangaben mit einem maximalen Verbrauch von 97 Watt wenig geschockt haben.

Überrascht haben uns dann allerdings die Messwerte unseres Testexemplars. Im üblichen Betrieb bei 140 cd/m² werden nur 29 Watt verbraucht, was berechnet auf die Größe zu einer guten Energieeffizienz von 1,3 cd/W führt.

Die Werte im Stand-by und im ausgeschalteten Zustand konnten ebenfalls überzeugen. Der Netzschalter ist zudem grundsätzlich eine gute Idee und verringert den Stromverbrauch vollständig. Er ist allerdings an einer Position angebracht, in der er in der Praxis kaum Verwendung finden dürfte.

Anschlüsse

Bei der Anordnung der Anschlüsse unterscheidet sich das Gerät deutlich von anderen Modellen. Der sonst auf der linken Seite vorhandene Stromanschluss befindet sich hier auf der rechten Seite und hat erfreulicherweise sogar einen Netzschalter spendiert bekommen. Von vorne ist dieser aber kaum zu erreichen und dürfte so in der Praxis wohl leider keine große Rolle spielen.

Auf der linken Seite befinden sich der Anschluss für die kabelgebundene Fernbedienung, drei USB-3.0-Anschlüsse mit dem dazugehörenden Upstreamport und ein Audioeingang.

Benq Bl3201pt Monitor Anschluss1
Benq Bl3201pt Monitor Anschluss2
Anschlüsse des BenQ BL3201PT.

Die eigentlichen Anschlüsse befinden sich von vorne gesehen auf der rechten Seite. Dort lassen sich die entsprechenden Kabel deutlich einfacher installieren, als das bei einer Ausrichtung nach unten der Fall wäre. Anwender, die ihren Computer auf der linken Seite stehen haben, sollten aber beachten, dass die Standardkabel eventuell zu kurz ausfallen könnten. Vorhanden sind dort die Eingänge für DVI, zweimal HDMI, DisplayPort und Mini-DisplayPort.

Benq Bl3201pt Monitor Anschluss3
Benq Bl3201pt Monitor Anschluss4
Anschlüsse auf der rechten Seite. SD-Kartenleser, zweimal USB 3.0 und Kopfhöreranschluss.

Damit ist aber noch nicht Schluss mit den Anschlüssen des Gerätes. Unten rechts, direkt hinter dem Frontrahmen, besitzt der Monitor weitere Anschlüsse, die den täglichen Betrieb vereinfachen sollen. Zur Verfügung stehen dort zwei weitere USB-3.0-Anschlüsse, ein SD/SDHC/SDXC-Kartenleser und ein Kopfhöreranschluss.

Bedienung

Auf dem Frontrahmen unten rechts befinden sich fünf Touch-Tasten zur Steuerung des OSDs sowie ein mechanischer Power-Knopf. Letztgenannter leuchtet im eingeschalteten Zustand weiß, die anderen fünf Tasten sind dagegen kaum wahrnehmbar und fangen erst an zu leuchten, wenn ein Finger in die Nähe gehalten wird. Sie sind dann gut erkennbar und jeweils einfach zu treffen.

Einen Druckpunkt gibt es aufgrund der Touch-Eigenschaft nicht, und auch ein akustisches Signal ist nicht vorhanden. Das Navigieren durch die Menüs fühlte sich daher nicht ganz so angenehm an. Die Touch-Tasten werden in der Praxis aber wohl auch nur in Ausnahmefällen verwendet werden, da auch eine bequeme Steuerung über die kabelgebundene Fernbedienung angeboten wird.

Benq Bl3201pt Monitor Bedienung
Touch-Tasten auf dem unteren Frontrahmen.

Die Fernbedienung wird an der Rückseite des Monitors angeschlossen und ist dann ohne weitere Installation direkt einsatzbereit. Die Tasten besitzen einen sehr angenehmen Druckpunkt und zudem ertönt ein deutlich hörbares mechanisches Klickgeräusch nach jedem Druck auf eine der Tasten. Das Navigieren durch die Menüs ist so sehr bequem möglich.

Die Tasten 1, 2 und 3 auf der Fernbedienung können mit Bildmodi hinterlegt werden, so dass zum Beispiel sehr schnell zwischen sRGB, CAD und dem Filmmodus gewechselt werden kann, ohne dass dafür überhaupt ein Menü geöffnet werden muss.

Benq Bl3201pt Monitor Fernbedienung
Kabelgebundene Fernbedienung.

OSD

Beim ersten Druck auf eine der Touch-Tasten oder eine Taste auf der Fernbedienung erscheint immer das gleiche kleine Menü. Ausgewählt werden kann dort zwischen drei Schnellwahltasten oder dem ausführlichen Menü. Die drei Tasten lassen sich dabei fast vollständig individuell belegen, so dass jeder Anwender dort seine drei häufigsten benötigten Einstelloptionen hinterlegen kann.

Benq Bl3201pt Monitor Osd1
Übersicht der Schnellauswahlmöglichkeiten.

Im ersten Reiter befinden sich der PiP- beziehungsweise PbP-Modus, den wir in einem späteren Abschnitt genauer unter die Lupe nehmen, und die Eingangswahl. Außerdem kann gewählt werden, ob sich das Bild automatisch mitdrehen soll, wenn der Monitor im Pivotmodus betrieben wird.

Benq Bl3201pt Monitor Osd2
PiP-/PbP-Modus und Eingangswahl.

Die nächsten beiden Abschnitte bieten neben dem Bildmodus viele Einstelloptionen des eigentlichen Bildes an. Je nach gewähltem Bildmodus und dem Eingangssignal besteht aber nicht der Zugriff auf alle Funktionen, und diese werden entsprechend ausgegraut dargestellt.

Benq Bl3201pt Monitor Osd3
Benq Bl3201pt Monitor Osd4
Bildmodi und Bildeinstellungen (Quelle: Handbuch).

Der vierte Abschnitt bietet die Audiosignalauswahl und den Lautstärkeregler an. Die letzten beiden Reiter sind für den Helligkeits- und Anwesenheitssensor zuständig und werden in dem nachfolgenden Abschnitt genauer beschrieben.

Übrig bleibt noch der Abschnitt mit den allgemeinen Einstellungen, in dem auch die Funktionen der Schnelltasten festgelegt werden können.

Benq Bl3201pt Monitor Osd5
Allgemeine Einstellungen (Quelle: Handbuch).

1 KOMMENTAR

  1. Die Angabe 97 Watt stammt wohl aus dem deutschen Datenblatt und ist offensichlich ein Zahlendreher, denn im englischen Datenblatt und auf allen BenQ-Internetseiten ist unter „Spezifikation“ 79 Watt angegeben. Dieser Wert ist dann schon praxisnah, denn er beinhaltet wohl auch den sonstigen Leistungsbedarf (2x 5 W Lautsprecher, USB etc.).

    Die Darstellung der Blickwinkelempfindlichkeit in Bild und Hands-on-Film widersprechen sich. Im Film ist keine Abhängigkeit zu erkennen.
    Der Grund dürfte sein, dass die Filmkamera mit variabler Belichtungszeit eingestellt war. Dieses erkennt man daran, dass beim größten Blickwinkel der zuvor schwarze Hintergrund bräunlich wird – eine Folge der Belichtungszeitregelung wegen größer gewordener Schwarzfläche.

    Kann man auch anderen Hands-on-Filmen in dieser Hinsicht kein Vertrauen schenken?

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