Test BenQ BL3201PT: ausgezeichneter 32 Zoll UHD-Monitor
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Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des BenQ BL3201PT arbeitet mit White LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre.

Benq Bl3201pt Monitor Backlight
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung.

Subjektive Beurteilung

Im Test funktionierte das Umschalten der Overdrive-Einstellung teilweise nicht richtig. Der Monitor musste manchmal erst aus- und wieder eingeschaltet werden, bevor er eine andere Einstellung tatsächlich übernommen hat.

Bis auf diese kleine Einschränkung können wir das Gerät aber sowohl für Gelegenheitsspieler als auch teilweise für Hardcore-Gamer empfehlen. Die Reaktionszeit ist schnell und der Input-Lag niedrig. Schlieren waren zudem nur sehr gering ausmachbar, wie sie bei allen Geräten auftreten, die nicht auf 120/144 Hz setzen.

Negative Eigenschaften konnten ansonsten keine ausgemacht werden, und zusammen mit der guten Interpolationsleistung macht das Gerät auch Anwendern Spaß, die keine absolute High-End-Grafikkarte besitzen, die für die hohe Auflösung ansonsten benötigt wird.

Sound

Soundsignale können per HDMI, DisplayPort oder über den Audioeingang zugespielt werden. Ausgegeben werden können sie über den Kopfhöreranschluss oder die beiden internen Fünf-Watt-Lautsprecher.

Der Sound wirkte dabei ansprechend und kann durchaus im Alltag günstige externe PC-Lautsprecher ersetzen. Für den vollen Filmgenuss reichen die Bässe und Höhen natürlich nicht aus, das dürfte bei intern verbauten Lautsprechern aber wohl auch nicht erwartet werden.

Die Lautstärke war ausreichend laut einstellbar, wobei die feinfühligen Abstufungen von 0 bis 100 nicht notwendig gewesen wären, da sich die Lautstärke vor allem in den höheren Bereichen kaum noch unterscheidet.

DVD und Video

Der Monitor besitzt zwei HDMI-Anschlüsse, über einen der beiden haben wir den Blu-ray-Player für die meisten nachfolgenden Tests angeschlossen.

Die Größe des Monitors und das 16:9-Format machen das Gerät auch als TV-Ersatz interessant. Durch die vielen Anschlussmöglichkeiten muss dafür in der Regel auch nichts umgesteckt werden. Der vorhandene Filmmodus hat uns zudem gut gefallen, da er Filme etwas kräftiger wirken lässt, was in diesem Bereich häufig gewünscht ist. Der Bild-in-Bild-Modus ist eigentlich ein weiterer positiver Punkt in diesem Bereich.

Da aber in dieser Einstellung immer die Audioquelle des Hauptsignals verwendet wird, kann zum Beispiel kein Film zusätzlich zum Inhalt auf dem Vollbild in einer der Ecken wiedergegeben werden, auf jeden Fall nicht mit einer Soundausgabe über den Monitor.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Die vielen beschriebenen Darstellungsoptionen im Interpolationsbereich stehen auch bei der Zuspielung per HDMI zur Verfügung, so dass in diesem Bereich keine Wünsche offen bleiben und jede Zuspielung mit richtigem Seitenverhältnis darstellbar ist. Zu empfehlen sind in diesem Bereich natürlich die kleineren 16:9-Auflösungen mit 1.920 x 1.080 und 1.280 x 720 Pixeln, da diese ohne Verzerrungen als Vollbild dargestellt werden können.

Die HDMI-1.4-Anschlüsse können die volle Auflösung des Gerätes nur mit 30 Hz darstellen, eine Darstellung mit 60 Hz ist erst ab der 2.0-Technologie möglich, die dieses Gerät aber nicht besitzt. Die Full-HD-Auflösung konnte dagegen auch mit 50 und 60 Hz betrieben werden, der Judder-Test wurde aber nur bei 60 Hz bestanden. Eine Darstellung von 24 Hz war dagegen weder über den externen Zuspieler noch über den PC möglich.

Benq Bl3201pt Monitor 50hz
Nur 50 und 60 Hz sind einstellbar.

Overscan

Das Gerät besitzt eine Overscan-Einstellung, die große Randbereiche des Monitors abschneidet. Anpassbar ist diese Funktion nicht und wird in der Praxis daher wohl kaum Anwendung finden.

Farbmodelle und Signallevel

Signallevels können im OSD nicht gewählt werden, es ließen sich über den HDMI-Anschluss aber sowohl RGB als auch YCbCr korrekt anzeigen. Wählbar ist bei einer Zuspielung über den HDMI-Anschluss aber der Video-Wertebereich. Gewählt werden kann zwischen 16-235 und dem vollen Bereich von 0-255. Der Anwender kann in diesem Bereich daher selbstständig entscheiden und muss sich nicht auf die Automatik des Gerätes verlassen.

1 KOMMENTAR

  1. Die Angabe 97 Watt stammt wohl aus dem deutschen Datenblatt und ist offensichlich ein Zahlendreher, denn im englischen Datenblatt und auf allen BenQ-Internetseiten ist unter „Spezifikation“ 79 Watt angegeben. Dieser Wert ist dann schon praxisnah, denn er beinhaltet wohl auch den sonstigen Leistungsbedarf (2x 5 W Lautsprecher, USB etc.).

    Die Darstellung der Blickwinkelempfindlichkeit in Bild und Hands-on-Film widersprechen sich. Im Film ist keine Abhängigkeit zu erkennen.
    Der Grund dürfte sein, dass die Filmkamera mit variabler Belichtungszeit eingestellt war. Dieses erkennt man daran, dass beim größten Blickwinkel der zuvor schwarze Hintergrund bräunlich wird – eine Folge der Belichtungszeitregelung wegen größer gewordener Schwarzfläche.

    Kann man auch anderen Hands-on-Filmen in dieser Hinsicht kein Vertrauen schenken?

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