Test G-Sync Gaming-Monitor ASUS PG27VQ
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144 Hz, Overdrive „Aus“

Flotte Schaltzeiten auch ohne Overdrive-Beschleunigung
Flotte Schaltzeiten auch ohne Overdrive-Beschleunigung
Helligkeitsverlauf absolut neutral
Helligkeitsverlauf absolut neutral

Gegenüber anderen Gaming-Displays bei 144 Hz schlägt sich der ASUS ROG SWIFT PG27VQ auch ordentlich und setzt sich mit an die Spitze der schnellsten Geräte. Besonders beim Schwarz-Weiß-Wechsel, beim schnellsten Grauwechsel und beim Durchschnittswert aus 15 Messpunkten verfügt der Monitor bei allen Overdrive-Stufen über eines der schnellsten Panels im Vergleich zu anderen Gaming-Displays. Der wichtige CtC-Wert, der die Schaltzeit für den Wechsel von einer Mischfarbe zu einer anderen beschreibt, liegt dabei immer genau im Mittelfeld. Bei deaktiviertem Overdrive verhält sich der Helligkeitsverlauf völlig neutral.

144 Hz, Overdrive „Normal“

Sehr schnelle Schaltzeiten bei allen Werten
Sehr schnelle Schaltzeiten bei allen Werten
Perfekte Abstimmung mit hoher Bildqualität und keine Überschwinger
Perfekte Abstimmung mit hoher Bildqualität und keine Überschwinger

Bei mittlerem Overdrive wird besonders bei der Messung für den Durchschnittswert an 15 Messpunkten und beim CtC-Wert die Schaltzeit erneut drastisch gekürzt, während der Helligkeitsverlauf davon unbeeindruckt bleibt.

144 Hz, Overdrive „Extreme“

Schneller geht es kaum
Schneller geht es kaum
Hier wollte ASUS etwas zu viel, Überschwinger sprengen unsere Grafik
Hier wollte ASUS etwas zu viel, Überschwinger sprengen unsere Grafik

Wählt man die höchste Overdrive-Stufe, werden zwar erneut bessere Schaltzeiten erreicht, doch leidet die Bildqualität wie bereits im 60-Hz-Betrieb. Hier sprengt auch der Helligkeitsverlauf unsere Grafik, und es zeigt sich eine ordentliche Korona an schnell bewegten, kontrastreichen Objekträndern. Hier wollte man zu viel Geschwindigkeit aus dem ASUS ROG SWIFT PG27VQ herausquetschen. Zwar bleibt das Display dennoch spieletauglich, doch ist der Geschwindigkeitsschub nicht mehr spürbar und wiegt den Qualitätsverlust des Bildes nicht mehr auf. Daher empfehlen wir den Betrieb bei 144 Hz und mittlerem Overdrive, um ein fehlerfreies Bild bei einem hervorragenden Tempo genießen zu können.

Netzdiagramme

Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive "Aus"
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „Aus“
Netzdiagramm 144 Hz, Overdrive "Aus"
Netzdiagramm 144 Hz, Overdrive „Aus“
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive "Normal"
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „Normal“
Netzdiagramm 144 Hz, Overdrive "Normal"
Netzdiagramm 144 Hz, Overdrive „Normal“
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive "Extreme"
Netzdiagramm 60 Hz, Overdrive „Extreme“
Netzdiagramm 144 Hz, Overdrive "Extreme"
Netzdiagramm 144 Hz, Overdrive „Extreme“

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Im Vergleich zur halben mittleren Bildwechselzeit von superkurzen 1,2 ms ist die Verzögerung mit 13,5 ms eigentlich zu hoch. Das macht eine Gesamtlatenz von 14,7 ms, die für schnelle Shooter schon zu lang sein könnte ist. Während Spieler mit normalen Fähigkeiten diese Latenz nicht spüren werden, könnten für Turnierspieler hier schon Nachteile entstehen. Unsere alternative Messung per Leo Bodnar zeigt eine Gesamtlatenz von 14,6 ms an.

Alternative Messung der Latenz

Zur Messung der Bildverzögerung (Input-Lag) von Monitoren gibt es verschiedene Ansätze, weshalb sich nicht nur Testergebnisse und Herstellerangaben unterscheiden, sondern auch die Werte bei verschiedenen Publikationen. Zudem nennen Hersteller selten einen Wert für die Signalverzögerungszeit, und wenn doch, ist in der Regel nicht erkennbar, wie diese Messungen durchgeführt wurden.

PRAD verfolgt nach dem jüngsten Update der Testmethoden derzeit zwei verschiedene Ansätze. Zum einen setzen wir das nur etwas mehr als 100 Euro teure Messgerät von Leo Bodnar ein. Hierbei handelt es sich um ein vollintegriertes Messgerät mit Signalgenerator und Sensor, bei dem der Wert schnell vom Bildschirm abgelesen werden kann. Da die Lag-Zeit von der Messposition auf dem Bildschirm abhängig ist, können Sie alle drei Werte (oben, Mitte, unten) dem Diagramm entnehmen. Als Richtwert für die Latenz sollte der mittlere Wert herangezogen werden.

Alternative Messung des Lags am HDMI-Eingang 1080p@60Hz
Alternative Messung des Lags am HDMI-Eingang 1080p@60Hz

Für den Anwender sind diese Werte aber mitunter nicht aussagekräftig, da sich in Kombination mit Grafikkarten, Treibern, Chroma-Subsampling sowie der verwendeten Auflösung und Framerate unterschiedliche Lag-Zeiten zugunsten oder zuungunsten des Monitors ergeben können. Zudem können die Messungen mit dem „Leo Bodnar LAG Tester“ nur am HDMI-Eingang bei 1080p@60Hz durchgeführt werden.

Die von uns angewendete Methode verfolgt daher einen anderen Ansatz. Dort messen wir die Verzögerung zwischen Bild und Ton (Audio-Ausgang der Soundkarte im Vergleich zum Signal des Lichtsensors am Monitor). Dies geschieht in der Regel am DisplayPort unter Einstellung der nativen Auflösung und bei höchster Bildfrequenz in der Bildschirmmitte.

Die real erlebte Bildverzögerung ist deshalb von oben erwähnten Faktoren (und weiteren wie DirectX) abhängig und sollte im Wertebereich zwischen Leo Bodnar und der PRAD-Messmethode liegen.

Hintergrundbeleuchtung

Das Hintergrundlicht des Monitors wird nicht durch Pulsbreitenmodulation (PWM) reduziert, deshalb entstehen auch keine Unterbrechungen im Lichtstrom (Flackern). Somit ist der Monitor auch bei reduzierter Helligkeit für längere Sessions geeignet.

LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Jedes unserer Testgeräte durchläuft einen umfangreichen Test mit hochempfindlichen Messgeräten. So ist es aber einzig möglich, Ergebnisse auszuwerten, die einen bestimmten Grenzwert überschreiten, oder eben nicht. Wie sich das für das menschliche Auge subjektiv äußert, ist einzig über eine Sichtprüfung möglich. Deswegen haben wir uns einige Zeit hingesetzt und mit dem Display weitere kleine Tests durchgeführt, Filme geschaut und gespielt. Als Testspiel haben wir die Rennsimulation „DiRT Rally“ gewählt. Durch die Cockpit-Ansicht befinden sich die schnell bewegten Bildanteile direkt am unteren und an den seitlichen Rändern und offenbaren gut sichtbar Bewegungsartefakte, die möglicherweise auftreten. Durch die starken Kontraste zwischen Himmel und Bäumen im oberen Drittel erkennt man gut, wie sich das Display in Sachen Koronabildung verhält.

60-Hz-Betrieb Spielekonsolen

Da eine Spielekonsole weder etwas mit G-Sync anfangen noch ULMB aufgrund der niedrigen Aktualisierungsrate zugeschaltet werden kann, testen wir das Display zunächst an der Spielekonsole bei 60 Hz. Während viele Displays das Problem haben, über ein Panel zu verfügen, dessen Pixel zu träge sind, ist das beim ASUS ROG SWIFT PG27VQ durch sein TN-Panel nicht der Fall. Bereits ab 60 Hz werden hier aufgrund der schnellen Reaktionszeit schnell bewegte Bildanteile schon sehr viel schärfer abgebildet als bei vielen anderen Displays. Aufgrund des schlechten CtC-Werts bei deaktiviertem Overdrive sollte dieser aber in den Werkseinstellungen auf „Normal“ belassen werden. Damit ist der ASUS ROG SWIFT PG27VQ auch eine Option für die Spielekonsole.

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