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Test G-Sync Gaming-Monitor ASUS PG27VQ
6/7

ASUS ROG SWIFT PG27VQ mit blitzschnellem TN-Panel und G-Sync

144 Hz, Computerbetrieb

Hier stellt sich das Bild wie gewohnt sehr klar und ruckelfrei dar. Selbst wenn die Grafikkarte nur unter 100 fps liefert, ist das Bild noch sehr schön anzusehen und wirkt flüssig. Zwar ist Tearing bei genauerem Hinsehen noch existent, aber nur noch minimal zu erkennen. Bildfehler in Form von einer Koronabildung an schnell bewegten Objekträndern oder Bewegungsartefakte sind bei mittlerem Overdrive nicht zu erkennen. Aber auch bei höchstem Overdrive ist das Display noch sehr gut spieletauglich, wenn man mit der Koronabildung klarkommt. Kontrastsprünge sind auch bei höchstem Overdrive nicht zu erkennen.

165 Hz, Overclocking

Meldung über Lösungen, wenn das Display bei 165 Hz kein Bild anzeigt
Meldung über Lösungen, wenn das Display bei 165 Hz kein Bild anzeigt

Der ASUS ROG SWIFT PG27VQ verfügt über eine Overclocking-Funktion, die es ermöglicht, das Display mit einer Aktualisierungsrate von 165 Hz zu betreiben. Dafür muss im OSD-Menü der Punkt „Over Clocking“ aktiviert werden, und es erscheint eine Meldung auf dem Bildschirm, was zu tun ist, wenn nach der Aktivierung kein Bild zu sehen ist.

Diese bestätigt man mit dem Fünf-Wege-Joystick, woraufhin der Monitor neu startet. Im Anschluss ist die Aktualisierungsrate von 165 Hz in der NVIDIA-Systemsteuerung auswählbar.

NVIDIA-Systemsteuerung
Die Aktualisierungsrate von 165 Hz ist nun in der NVIDIA-Systemsteuerung auswählbar

Der Effekt gegenüber dem 144-Hz-Betrieb ist nicht so gravierend, dass er auffallen würde. Auch hier ist bei genauem Hinsehen noch minimales Tearing zu erkennen, wenn G-Sync deaktiviert ist.

G-Sync

Das G-Sync-Modul liefert die gewohnte sehr gute Performance und beseitigt Tearing komplett. Da wir es allerdings mit einer QHD-Auflösung zu tun haben und die Aktualisierungsrate mit den ankommenden fps der Grafikkarte synchronisiert wird, ist es selbst bei einer potenten Grafikkarte und mittleren Grafik-Settings schwierig, über 90 Hz/fps zu kommen. Somit büßt man ein wenig von der gewohnten Klarheit und Flüssigkeit des Bildes bei hohen Aktualisierungsraten ein. Wie man sich entscheidet, hängt damit vom eigenen Geschmack ab.

ULMB

Wie alle G-Sync-Geräte verfügt auch der ASUS ROG SWIFT PG27VQ über ULMB („Ultra Low Motion Blur“) und ahmt damit alte CRT-Monitore durch eine pulsierende Hintergrundbeleuchtung nach. ULMB ist allerdings nur bei einer statischen Aktualisierungsrate von 85, 100 und 120 Hz aktivierbar. Das enttäuscht ein wenig, da einige neuere Geräte auch ULMB bei 144 Hz erlauben. Zusätzlich erscheint die Option „ULMB Pulse Width“ im OSD-Menü, über die die Stärke des Effekts von 10 bis 100 geregelt werden kann. Hier steht ein geringerer Wert für einen stärkeren Effekt, der allerdings das Bild immer weiter abdunkelt. Diese Option wird besonders diejenigen erfreuen, die Ego-Shooter spielen, da weniger Bewegungsunschärfe eine bessere Zielverfolgung ermöglicht. Ein weiterer negativer Effekt neben der verringerten Leuchtdichte betrifft empfindliche Personen, die mit Kopfschmerzen auf das pulsierende Bild reagieren.

3D

Der ASUS ROG SWIFT PG27VQ erlaubt auch den 3D-Betrieb in Verbindung mit dem 3D-Vision-Set von NVIDIA. Auch hier ist es nur möglich, 60 Hz auf jedes Auge zu bringen, während einige andere Modelle bereits eine Aktualisierungsrate von 144 Hz unterstützen, was 72 Hz für jedes Auge bedeuten würde.

Der 3D-Modus ist nur bei 120 Hz möglich
Der 3D-Modus ist nur bei 120 Hz möglich

Das dreidimensionale Spielen macht großen Spaß und ist eine willkommene Abwechslung zum 2D-Modus. Für die normalerweise gesperrte Helligkeitseinstellung tritt auch hier NVIDIA Lightboost ein.

NVIDIA Lightboost tritt an die Stelle der gesperrten Helligkeitseinstellung
NVIDIA Lightboost tritt an die Stelle der gesperrten Helligkeitseinstellung

Sound

Das Display besitzt keine Lautsprecher.

DVD und Video

Über den HDMI Anschluss können HD-Zuspieler wie BD-Player, Spielekonsolen oder HD-Receiver direkt angeschlossen werden. Der Ton wird bei belegter Kopfhörerbuchse direkt an diese weitergeleitet.

Im GameVisual-Menü existiert zwar ein Kinomodus, der aber mit 10 100 Kelvin viel zu kühl voreingestellt ist. Als Grundlage lässt man besser den Werkszustand „Racing-Mode“ eingestellt. Zwar erscheint das Bild mit einem etwas zu warmen Touch, der aber immer noch besser als der enorme Blaustich im Kinomodus ist. Wem das nicht gefällt, der kann etwas mit den Gain-Reglern herumprobieren, indem der rote und der grüne Regler etwa in gleichem Maße zurückgenommen werden, da sich die Farben in Abhängigkeit zueinander verhalten. Der etwas zu hohe Gammawert von 2,34 bei voreingestelltem Gamma von 2,20 im OSD-Menü ist nicht weiter tragisch und lässt das Bild etwas knackiger erscheinen.

Auch wenn das Bild insoweit in Ordnung ist, zählt der ASUS ROG SWIFT PG27VQ nicht zu den Geräten, die für einen Videoabend gemacht wurden. Aufgrund des TN-Panels und der damit existierenden Blickwinkelabhängigkeit wird solch ein Abend schnell zu einer einsamen Vorstellung, da sich das Bild und die Farben schon bei wenigen Grad außerhalb des Zentrums unschön verhalten und seitlich sitzende Personen mit einem gelbstichigen Bild klarkommen müssen.

Oliver Jachmann

... spielt seit seiner Kindheit Rennsimulationen am Computer. Seit 2013 verstärkt er unser Team und schreibt hauptsächlich Testberichte von Gaming-Monitoren. Seinen Ausgleich findet er im Sport und bezeichnet sich selbst als Fitness-Freak.

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2 Gedanken zu „Test G-Sync Gaming-Monitor ASUS PG27VQ“

  1. Ist das normal, dass die Beleuchtung Aura/Standfuß aktiviert bleiben auch wenn der PC aus ist und der Monitor im Standby ist?

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