Test Monitor AOC LM919

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Garantie LCD/Backlight (Jahre): 3/3 incl. Vor-Ort-Austauschservice
max. Pixelfehler (nach ISO 13406-2): Klasse II
Panelgröße: 19″
Pixelgröße [mm]: 0.294
Standardauflösung: 1.280 x 1.024
Sichtbare Bildgröße/-diagonale [mm]: 376 x 301 / 481
Videoeingang, Stecker: Sub-D analog, DVI-D digital
Bildfrequenz [Hz]: 55 – 75
max. Zeilenfrequenz Videobandbreite [kHz/MHz]: 24 – 83 / –
Farbmodi Preset/User: 0 / 1
LCD drehbar/Portrait Modus: Nein / Nein
LCD Display Arm Option: Ja
Ausstattung: Sub-D, DVI-D, Netzteil extern, Lautsprecher, USB-Hub
Monitormaße (B x H x T) [mm]: 422 x 429 x 168
Gewicht [kg]: 6,9
Prüfzeichen: TCO 99, CE, GS, TÜV, ISO 13406-2
Leistungsaufnahme On/Stand-by/Off [Watt]: – / – / –

Einleitung

Alle in diesem Test veröffentlichten Ergebnisse wurden am digitalen Eingang ermittelt. Lediglich die analoge Bildqualität wurde am analogen Anschluss getestet. Alle Tests wurden mit einer Gainward 750 XP Geforce4 Titanium Grafikkarte ermittelt.

Es ist immer wieder verwunderlich, in welchen kleinen Verpackungen Flachbildschirme Platz finden. Beim Auspacken wurde allerdings schnell klar, warum das Gerät so schmal zu verpacken ist. Der Monitorfuß muss erst noch zusammengesteckt werden. Die Konstruktion des Fußes, in der auch die Lautsprecher und die Lautstärkeregelung integriert wurden, ist aus Sicht des Designliebhabers wohl eher als zweckmäßig zu bezeichnen.

Auffällig ist, dass das Gerät etwas wackelanfällig ist, wenn z.B. gegen den Schreibtisch gestoßen wird. Das hat aber nichts mit der Konstruktion des Fußes zu tun, denn auch Geräte mit fest montiertem Fuß zeigten gelegentlich dieses Verhalten. Beim täglichen Arbeiten mit dem Gerät stört dies aber nicht.

Nicht montierter Standfuß
Nicht montierter Standfuß
Karton
Karton

Die eingebauten Lautsprecher sind für den Windows-Sound oder zum gelegentlichen Abspielen von Soundfiles zu gebrauchen, mehr aber auch nicht. Das haben aber so gut wie alle integrierten Lautsprecher gemeinsam. Zusätzlich ist noch ein Kopfhöreranschluss vorhanden, der sich rechts seitlich am Fuß befindet.

Lautsprecher im Standfuß
Lautsprecher im Standfuß
USB-Hub
USB-Hub

Der USB-Hub wurde seitlich auf der linken Seite des Panels verbaut. Trotz intensiver Suche konnte der Hub zuerst nicht gefunden werden. Das lag natürlich auch daran, dass als praktischste Stelle instinktiv der Fuß abgesucht wurde. Auch ein Blick ins Handbuch half nicht weiter, da dieser dort nicht erwähnt wird. Lediglich der Anschluss des USB-Upstream-Kabels wird erklärt und auf der seitlichen Abbildung des Monitors ist der HUB schlecht erkennbar. Wie sich herausstellte, hatten aber auch andere Nutzer dieses Problem, da zu diesem Thema bereits ein Beitrag in unserem Hilfe-Forum zu finden ist. Das Gerät bietet einen USB 2.0 HUB mit einem Upstream und 4 Downstreams. Ob die Anordnung an dieser Stelle wirklich sinnvoll ist, darüber darf sicherlich gestritten werden. Etwas Kabelsalat verursacht der Hub jedoch schon, wenn die Kabel seitlich am Monitor hängen. Linkshänder dürfen sich allerdings freuen.

Lieferumfang

Geliefert wird neben einer CD mit Handbuch und Treibern, ein analoges D-Sub Kabel, ein digitales DVI-D 18+1 Kabel, ein USB-Kabel, Stromkabel, Lautsprecherkabel und eine Kurzanleitung in Papierform.

Vorbildlich ist es von AOC, trotz des sehr günstigen Preises, auch eine DVI-D Kabel mitzuliefern. Andere Hersteller schaffen dies, trotz wesentlich höherem Preis nicht.

Optik und Mechanik

Frontale Sicht
Frontale Sicht
Rückseite
Rückseite

Das Gerät macht eine gute Figur. Der silberne 2,5 cm breite Rahmen wirkt edel. Die Bedienelemente für das OSD wurden seitlich rechts, im unten Bereich angebracht und können von der Seite einfach bedient werden.

Auch in der Seitenansicht kann der AOC LM919 mit seinem Design überzeugen. Über den Fuß haben wir im ersten Teil unseres Tests schon berichtet.

Bedientasten
Bedientasten
Seitliche Ansicht
Seitliche Ansicht

Die Kabel können auf der Rückseite hinter Abdeckblenden verstaut werden. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass das Kabel von der richtigen Seite verwendet wird. Auf einer Seite hat man nämlich die Entstördrossel (Verdickung am Kabel) mehr zur Kabelmitte gelegt, weil diese hinter der Abdeckung keinen Platz findet. Jedes beliebige Kabel kann also nicht verwendet werden.

Anschlusspanel
Anschlusspanel
D-Sub Kabel
D-Sub Kabel

Das Display kann lediglich nach vorne und hinten geneigt werden. Allerdings ist hier ein solcher Kraftaufwand notwendig, dass man Angst hat etwas zu zerstören. Zwischen Display und Schreibtisch beträgt der Abstand 9,5 cm und durch den 2,5 cm breiten Rahmen, beginnt das Bild schließlich in einer Höhe von 12 cm. Die Höhe ist zum Arbeiten angenehm, dennoch sollte dies beim Kauf berücksichtigt werden, wenn man das Display lieber etwas tiefer haben möchte. Eine Verstellung der Höhe ist leider nicht möglich. Die Verarbeitungsqualität ist insgesamt als gut zu bezeichnen.

Bildqualität

Wie nicht anders zu erwarten, liefert das MVA-Panel ein kontrastreiches und farbenfrohes Bild, allerdings mit einem hohen Blauanteil. Mit etwas Feinabstimmung kann das Bild aber optimal justiert werden. Das fabrikneue Gerät hat einen Sub-Pixelfehler (ganz unten links) und ist gut ausgeleuchtet. Besonders auffällig ist der ausgezeichnete Weißwert. Der Schwarzwert ist als gut zu bezeichnen. Mit einem Blickwinkel von 170° vertikal und horizontal bietet das Gerät ebenfalls einen hervorragenden Wert, welcher auch in der Praxis sichtbar ist. Ein Unterschied zu einem CRT-Monitor ist beim Blickwinkel kaum mehr auszumachen. Grauwerte und Farbübergänge zeigt das Gerät ebenfalls gut an. Allerdings sind die Farbabstufungen bei sehr dunklen Farben nicht als ganz optimal anzusehen.

Mit unserer Flashanimation testen wir die Schlierenbildung und dort reiht sich das Gerät in die Riege der bisher getesteten 19″ Geräte ein. Wirkliche Unterschiede sind kaum erkennbar. Im direkten Vergleich zum fast 400,00 EUR teureren NEC LCD1980SX ist in dieser Testdisziplin kein Unterschied auszumachen.

Die Qualität beim Abspielen von DVDs ist ausgezeichnet. Bei diesem Test kommt immer wieder gerne der Film Matrix zum Einsatz, welcher besonders schnelle Bildfolgen beinhaltet. Auch in den schnellen Kampfszenen liefert der AOC LM919 ein perfektes Bild.

Spielen kann man mit dem Gerät in befriedigender bis guter Qualität, solange man kein Profi-Gamer ist.

Zur Beurteilung der Darstellung flüssiger und ruckelfreier Bewegungen kam das Schlierentest-Simulations-Programm PixPerAn zum Einsatz. Hier offenbarte der AOC keine Schwäche. Angesteuert mit einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hz waren keine Aussetzer zu sehen. Der interne Pixeltakt des Gerätes beträgt somit exakt 60 Hz. Dies führt dazu, dass der AOC fließende Bewegungen bei Animationen oder in Spielen ruckelfrei darstellen kann.

Auch im Analogbetrieb liefert der AOC LM919 ein ausgezeichnetes Bild und kann überzeugen.

OSD

Kontrast und Helligkeit können direkt am Gerät geregelt werden. Im OSD können die Farbwerte für RGB (Rot, Grün und Blau) eingestellt werden. Als Farbtemperatur wird nur die Auswahl warm oder kalt angeben, detaillierte Einstellungen der Farbtemperatur sind nicht möglich.

Über das OSD kann eingestellt werden, ob das Gerät das Bild im Vollbild, im festen Seitenverhältnis oder 1:1 darstellen soll. Die ist insbesondere dann wichtig, wenn keine Verzerrungen des Bildes auftreten sollen. Nähere Informationen finden Sie in unserem Lexikon.

Die automatische Bildjustierung im Analogbetrieb funktioniert perfekt.

Fazit

Wer einen günstigen und ordentlich ausgestatteten Monitor mit einer tollen Bildqualität sucht, kann bedenkenlos zuschlagen. Die Einstellmöglichkeiten im OSD sind etwas mager ausgefallen und auch die Funktionen des Fußes sind eher als spartanisch zu bezeichnen. Dennoch hat der Monitor einen DVI-D Eingang, Lautsprecher und USB Hub, was zum Teil auch deutlich teurere Geräte nicht bieten. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist als sehr gut anzusehen.

Bewertung

Bildstabilität:
(digital)
(analog)
Blickwinkelabhängigkeit:
Kontrasthöhe:
Farbraum:
Subjektiver Bildeindruck:
Graustufenauflösung:
Helligkeitsverteilung:
Interpoliertes Bild:
Gehäuseverarbeitung und Mechanik:
Bedienung/OSD:
Geeignet für Gelegenheitsspieler:
Geeignet für Hardcorespieler:
Geeignet für DVD/Video:
Preis [incl. MWSt. in Euro]: Keine Angaben
4.1

(GUT)
Technische Spezifikation: AOC LM919

 

 

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... ist Geschäftsführer der PRAD ProAdviser GmbH & Co. KG und darüber hinaus Chefredakteur von PRAD. Er stellte im März 2002 die Internetseite Prad.de mit dem Schwerpunkt Display Technologie online. Privat gilt er als absoluter Serienjunkie und Netflix Fan.

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