Test Monitor Asus MX299Q
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Technik

Betriebsgeräusch

Der MX299Q arbeitete im Test in allen Einstellungen völlig geräuschlos. Auch bei herunter geregelter Helligkeit war keinerlei Brummen oder Pfeifen zu hören. Das Netzteil war ebenfalls unhörbar. Will man vom Netzteil ein Geräusch vernehmen, muss man es schon direkt an das Ohr pressen.

Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Helligkeit Hersteller Gemessen
Betrieb maximal 100 31,7 W 40,5 W
Werkseinstellung 90 37,8 W
Arbeitsplatz 140 cd/m² 31 23,4 W
Betrieb minimal 0 17,4 W
Standby-Modus 0,5 W 1,1 W
Ausgeschaltet 0,5 W 0,4 W

* Messwerte ohne Audio und USB

Mit dem maximalen Stromverbrauch nimmt ASUS es diesmal nicht so genau: 31,7 Watt stehen im Datenblatt, bei maximaler Helligkeit messen wir dagegen stramme 40,5 Watt. Mit den beiden 3 Watt-Lautsprechern könnten bei voller Lautstärke sogar noch einige Watt hinzukommen.

Einen mechanischen Ausschalter gibt es nicht. Der elektronische Frontausschalter schafft die Null nicht ganz und lässt 0,4 Watt übrig. Im Standby-Betrieb zeigt sich der MX299Q nicht ganz so effizient, wie es inzwischen Standard im Markt geworden ist: mit 1,1 Watt erfüllt er noch die Vorgaben der aktuellen EU-Richtlinie, viele Mitbewerber begnügen sich aber schon seit längerer Zeit mit 0,5 Watt und weniger.

Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz messen wir 17,4 Watt, damit erweist sich die 29 Zoll Breitbildklasse auch hier wieder als generell etwas stromhungriger. Die rechnerische Effizienz kommt nur auf zufriedenstellende 1,09 cd/W. Der bürotypische Jahresstromverbrauch des MX299Q liegt bei 52 kWh, wofür derzeit 14 Euro zu bezahlen sind.

Anschlüsse

Beim Bildsignal setzt der MX299Q bereits ausschließlich auf digitale Zuspielung. Mit DisplayPort 1.2, Dual-link DVI und HDMI sind alle wichtigen, digitalen Schnittstellen vorhanden. Auf einen VGA-Eingang für analoge Signale hat ASUS dagegen verzichtet.

Der HDMI-Anschluss kann auch für MHL verwendet werden. MHL (Mobile High Definition Link) ist eine Feature, mit dem sich mobile Inhalte von geeigneten Smartphones und Tablets direkt auf dem Display anzeigen lassen. An sich eine tolle Sache, die ASUS erstaunlicherweise in seiner Werbung nur am Rande erwähnt, aber trotzdem löblicherweise ein MHL-Kabel dem Lieferumfang gleich beilegt.

Asus Mx299q Monitor MHL Kabel
MHL-Feature kaum erwähnt, allerdings liegt ein MHL-Kabel bei

Neben den Anschlüssen für die Zuspielung des Bildsignals findet man Anschlüsse für den analogen Audio-Eingang, für den Kopfhörerausgang (3,5 mm Klinkenbuchse) und die Buchse für den Netzteilstecker. Audio-Signale nimmt der MX299Q aber auch digital über HDMI oder DisplayPort entgegen.

Wie eingangs bereits erwähnt, gab es beim Anschluss des Testnotebooks via HDMI eine unangenehme Überraschung, die mit der über Full-HD hinausgehenden Auflösung zusammenhängt. Grundsätzlich ist HDMI zwar ab Version 1.3 in der Lage auch Auflösungen oberhalb von 1920×1080 zu übertragen.

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Die Unterstützung durch halbwegs aktuelle Grafikkarten-Hardware ist ebenfalls gegeben. Falls der Monitor der Grafikkarte aber als maximale Auflösung 1920×1080 zurück meldet, dann bietet der Grafikkartentreiber auch keine höheren Auflösungen an.

Asus Mx299q Monitor Anschluesse
Alle wichtigen digitalen Anschlüsse sind vorhanden

Beim MX299Q konnten wir mit der verwendeten NVidia-Grafikarte (mit aktuellstem Treiber) dieses Phänomen beobachten. Während sich am DisplayPort problemlos die native Auflösung einstellen ließ, konnten wir bei Anschuss via HDMI maximal 1920×1080 verwenden. Für Notebook-Besitzer, die nur einen HDMI-Ausgang zur Verfügung haben, wäre das vermutlich ein K.O.-Kriterium.

Bedienung

Nach dem Einschalten erkennt man zunächst, dass der ultraschmale Rahmen doch nicht ganz so ultraschmal ausfällt. Die Display-Fläche wird nämlich nicht vollständig für das Bild ausgenutzt, oben und an den Seiten fällt also noch mal jeweils knapp 1 cm weg. Das ist aber bei vergleichbaren Geräten anderer Hersteller auch nicht anders.

Als Betriebsanzeige dient eine kleine LED. Bei eingeschaltetem Monitor leuchtet sie weiß, im Standby-Zustand orange. Die Leuchtstärke lässt sich nicht einstellen, ganz abschalten ist im OSD aber möglich. Die Betriebsanzeige ist ohnehin so dezent gehalten, dass sie auch den Filmgenuss im Wohnzimmer nicht beeinträchtigen dürfte.

Die Bedienung erfolgt über insgesamt sieben Tasten – eine Power-Taste und 6 Tasten mit Doppelbelegung, die mit entsprechenden Symbolen in der Beschriftung gekennzeichnet ist. Die wichtigsten Funktionen lassen sich somit ohne Umweg über das Menü bequem mittels Direktwahltasten aufrufen: QuickFit, Bildmodus, Lautstärke, Helligkeit und Signalquelle.

Die Beschriftung ist zwar nicht beleuchtet, aber selbst bei gedämmter Beleuchtung noch ganz gut zu erkennen.

Asus Mx299q Monitor Tasten
Touch-Bedienung mit versteckten Berührpunkten

Die an der Rahmen-Unterseite angebrachten Mini-Tasten sind eigentlich keine richtigen Tasten, sondern nur die „Berührpunkte“ für die Touch-Bedienung. Nachteil jeder Touch-Bedienung ist natürlich die fehlende Rückmeldung. Zudem sind die Berührpunkte beim MX299Q sehr empfindlich und lösen teilweise schon aus, bevor man die Taste tatsächlich berührt hat. Daran kann man sich aber gewöhnen. Insgesamt für einen Design-Monitor auf jeden Fall eine gelungene Lösung.

QuickFit ist übrigens eine durchaus erwähnenswerte – da nützliche – Funktion von ASUS, über die auch der MX299Q verfügt: Per Knopfdruck lässt sich eine Druckvorschau von Fotos und Dokumenten in Originalgröße anzeigen. Außerdem ermöglicht die Anzeige eines Gitternetzes, die maßstabsgerechte Ausrichtung von Dokumenten.

Interessante Themen

7 Gedanken zu „Test Monitor Asus MX299Q“

  1. Guten Tag, ja ein wenig spät… nur dennoch für mich interessant:

    Ich habe momentan den LG Flatron 22EA63V. In euren Test sehr gute Latenzzeiten. Nun wollte ich mal so langsam auch in den Genuss von 21:9 kommen. Nur scheint das ja dann erst jenseits der 600€ Marke mit den Latenzen annehmbar werden. Bisher habe ich nur diesen hier, den Asus MX299Q (Ab und zu mal als Asus Designo? beworben) der noch im finanziellen Rahmen ist.

    Da wäre für mich nun interessant, ob den als Spieler vorzugsweise Battlefield, Insurgency, Rainbow Six Siege, dieser Monitor passabel wäre oder gibts da schon was neues im Preisbereich bis 400€?

    Antworten
  2. Frage: Ich möchte (neben dem PC) auch meine Xbox 360 an dem Monitor betreiben.
    Ihr schreibt ja, dass es Probleme bei 1280×720 gibt. Das ist aber die Auflösung, in der die meisten Xbox Games laufen.

    Heisst das, xbox und dieser Monitor sind keine gute Kombi? Ich will eigentlich nur normale 16:9 und keine sonstige schräge Skalierung haben.

    Antworten
  3. Hallo,
    jetzt würde ich nur noch um einen kleinen Schubs bitten:
    Den Asus MX299Q oder den LG Flatron 29EB93-P.
    Beide habt Ihr ja getestet und eigentlich nehmen die sich ja nix. Ich bin Gamer. Warthunder, Battlefield, World of Tanks.
    Vielen Dank

    Antworten
  4. War auch eigentlich nicht als Kritik am Test gemeint sondern eher als Hinweis für evtl. Käufer. Ich danke Euch auf jeden Fall für den guten Test.

    Antworten
  5. Darauf gehen wir ja auch ein. Mehr als die Helligkeitsverteilung zu messen und ein Bild davon zu machen ist ja kaum möglich. Zumal gerade die Ausleuchtung einer gewissen Serienstreuung unterliegt. Wir können ja nur das eine Modell bewerten was von uns getestet wurde und nicht alle am Markt vorhandenen Geräte. Wenn die Ausleuchtung nicht passt, wieder einpacken und zurück senden.

    Antworten
  6. Habe den Monitor aufgrund des Test´s gekauft und bin doch sehr enttäuscht! Der Monitor hat extreme! Lichthöfe in den unteren Ecken, selbst mit stark runtergeregelter Helligkeit stören diese extrem bei dunklen Bildinhalten.

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