Test Monitor ASUS ROG STRIX XG35VQ
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Technik

Betriebsgeräusch

Dem Display sind keine Störgeräusche zu entlocken. Auch spezielle Testbilder mit harten Kontrasten stellen hier kein Problem dar. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
Betrieb maximal k.A. 62,1 W
Betrieb typisch (200 cd/m²) < 49 W 41,2 W
140 cd/m² k.A. 35,2 W
Betrieb minimal k.A. 29,1 W
Energiesparmodus (Standby) < 0.5 W 0,2 W
Ausgeschaltet (Soft Off) < 0.5 W 0,2 W
Ausgeschaltet (Netzschalter)

Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (Aura, USB und LIM)

Im Gegensatz zu den meisten anderen von uns getesteten ROG-Displays werden bei diesem Monitor endlich einmal keine utopischen Höchstwerte angegeben. Laut Handbuch verbraucht der ASUS ROG Strix XG35VQ bei 200 „Nits“ (amerikanische Bezeichnung für cd/m²) weniger als 49 Watt. Unser Messgerät zeigt bei dieser Leuchtdichte einen Verbrauch von 41,2 Watt an und bleibt damit unter den Herstellerangaben. Bei 100 % Helligkeit benötigt das Panel 62,1 Watt, während die Effizienz bei 140 cd/m² mit 1,10 cd/W nur auf einem befriedigenden Niveau liegt. Die EU-Norm kann das Display mit 0,2 Watt sowohl beim Soft-off als auch im Standby halten. Ein Netzschalter, um das Gerät vom Stromnetz zu trennen, ist nicht vorhanden.

Anschlüsse

Mit einem DisplayPort und zwei HDMI-Schnittstellen für Bildsignale verfügt das Display über eine ordentliche Auswahl, wovon ein HDMI-Eingang sogar in der Version 2.0 vorliegt und damit auch UHD-Material bei 60 Hz wiedergeben kann. Für Tonsignale können Kopfhörer mit 3,5-mm-Klinkenstecker verbunden werden. Zusätzlich stehen ein USB-3.0-Upstream-Port und zwei USB-3.0-Downstream-Ports zur Verfügung.

Schnittstellen
Alle notwendigen Schnittstellen stehen einmal zur Verfügung

Wie bei allen neuen ROG-Geräten befindet sich das Anschluss-Panel hinter einer Blende. Das Anschließen der Kabel ist aufgrund des fehlenden Pivot-Modus und der vertikalen Steckrichtung ein mühsamer Akt. Aus diesem Grund werden die beiden USB-Anschlüsse von vielen Nutzern bestimmt wenig Zuspruch erhalten und selten zum Einsatz kommen. Ein seitlicher USB-Hub wäre hier durchaus sinnvoll gewesen und hätte bestimmt fantasievoll in das Design eingearbeitet werden können. Die zuletzt aufgesetzte Blende verfügt über ein Fenster, durch das die gesamten Kabel durchgeführt werden.

Kabelabdeckung mit Öffnung
Kabelabdeckung mit Öffnung
Anschluss-Panel ohne Abdeckung
Anschluss-Panel ohne Abdeckung

Bedienung

Die vier vertikal angeordneten analogen Tasten und der Fünf-Wege-Joystick befinden sich rechts unten hinter dem Monitor. Zwar ist die Tastenbezeichnung seitlich am Rahmen aufgedruckt, doch wird dort niemand nachschauen, da die Symbole auch auf dem Display angezeigt werden, sobald eine Taste gedrückt wird.

Tastenanordnung hinter dem Display
Tastenanordnung hinter dem Display

Der Fünf-Wege-Joystick ist wie bei den anderen ROG-Geräten der Dreh- und Angelpunkt. Bis auf die GamePlus-Tools lassen sich sämtliche Einstellungen über ihn erreichen und konfigurieren. Dabei funktioniert das Prinzip völlig intuitiv. Durch einen Druck auf die Oberseite des Joysticks werden hierbei die Einstellungen bestätigt, während man den Cursor durch vertikales oder horizontales Bewegen des Joysticks durch das Menü navigiert.

Die Tastenbelegung darunter beginnt mit der Verlassen-Taste. Durch sie kann das Menü mit einem Druck verlassen werden. Wichtig wird sie, wenn ein Tool aus dem GamePlus-Menü ausgewählt wird, da das Tool einzig mit dieser Taste verlassen werden kann. Die Taste darunter öffnet das GamePlus-Menü, dessen Auswahl allerdings wieder mit dem Joystick getroffen werden muss. Die dritte Taste von oben ist der Hotkey für das GameVisual-Menü und bietet die acht vordefinierten Bildmodi an. Die unterste Taste dient schließlich dem Ausschalten des Monitors. Da sie sich von der Entfernung nicht von den anderen Tasten unterscheidet, kann über das OSD-Menü eine Ein-/Aus-Tasten-Sperre aktiviert werden. Auch die Betriebs-LED kann dort deaktiviert werden.

Das Bedienkonzept hat sich mittlerweile bei ASUS-Gaming-Displays etabliert, da es einfach wie genial daherkommt und auch Ungeübten schnell erlaubt, das gewünschte Setup einzustellen.

OSD

Das OSD-Menü des ASUS ROG Strix XG35VQ ist in acht Kategorien eingeteilt, deren Einstellungen sinnvoll zugeteilt sind. Es verfügt über den bei ROG-Displays üblichen, modernen und übersichtlichen Look. Nicht wählbare Optionen sind hellgrau gekennzeichnet.

Eingangsmenü
Das Eingangsmenü des ASUS ROG Strix XG35VQ

Die Möglichkeiten, das Bild an die eigenen Wünsche anzupassen, sind mehr als umfangreich. Wie auch beim ASUS ROG Strix XG27VQ lassen sich die voreingestellten GameVisual-Einstellungen bis auf den sRGB-Modus komplett anpassen und erhalten die Einstellungen, bis ein Werks-Reset gemacht wird. Damit stehen inklusive der vier dedizierten Speicherplätze unter „MyFavorite“ satte elf Plätze zur Verfügung, die in dieser Anzahl wahrscheinlich niemand nutzen wird.

Unter „GameVisual“ und „MyFavorite“ stehen mehr als genug Speicherplätze zur Verfügung

Da der ASUS ROG Strix XG35VQ ein Gaming-Display ist, interessieren uns natürlich die spielrelevanten Einstellungsmöglichkeiten. Hier kann der Monitor mit der bereits bekannten Toolbox „GamePlus“ überzeugen. Zur Verfügung stehen vier Target-Overlays in verschiedenen Formen und Farben, eine Timer-Funktion, ein fps-Zähler in numerischer und grafischer Darstellung sowie eine Anzeigenausrichtung für den Multi-Display-Betrieb, der angesichts eines UWQHD-Panels etwas weit hergeholt erscheint.

OSD GamePlus-Modus
OSD GamePlus-Modus

Zusätzlich bietet das FreeSync-Display noch ELMB, um ein CRT-ähnliches Spielerlebnis nachzuahmen, und stellt das Pendant zu ULMB bei G-Sync-Monitoren dar. ELMB ist aufgrund der benötigten statischen Aktualisierungsrate nur bei deaktiviertem FreeSync und 85 oder 100 Hz verfügbar. Die Auswirkungen auf das Spielverhalten werden im Teil „Subjektive Beurteilung“ erneut aufgegriffen.

Wie alle ROG-Displays im Look „ROG Armor Titanium“ und „Plasma Copper“ sind unter dem Monitorarm LEDs angebracht. Über die Projektionsabdeckung kann entweder das beiliegende ROG-Logo oder ein selbstentworfenes Logo in Rot und in drei Helligkeitsstufen mittels „Light in Motion“ auf die Standfläche projiziert werden.

"Light in Motion" Stufe 1
„Light in Motion“ Stufe 1
"Light in Motion" Stufe 2
„Light in Motion“ Stufe 2
"Light in Motion" Stufe 3
„Light in Motion“ Stufe 3

Die Effektauswahl wurde mittlerweile erweitert und zeigt bei den neuesten ROG-Displays zusätzlich Aura-RGB. Hier kann bei den Strix-Modellen der auf der Rückseite chromfarben erscheinende Ring in verschiedener Art beleuchtet werden.

OAS Aurora-Einstellungen
Aura-RGB beleuchtet den chromfarbenen Ring auf der Rückseite in verschiedenen Farben und Arten

Zusätzlich wurde das Menü erweitert und bietet Aura-Sync an, womit verschiedene Bauteile des Computers untereinander synchronisiert werden können, die auch diese Funktion bieten.

Aura-RGB-Beleuchtung
Aura-RGB-Beleuchtung

4 KOMMENTARE

  1. Ist die Problematik mit der DVD/Blue-Ray Wiedergabe immer noch vorhanden? Wie verhält sich ein Amazon Fire TV Stick (1. Generation) an dem Gerät? Oder wäre da ein LG Monitor die bessere Wahl?

    MfG Thomas

  2. Vielen Dank für den ausführlichen Test.
    Wie ist der Monitor im Gegensatz zu einem LG 34UC98-W zu sehen? Dieser wurde hier – vor längerer Zeit – für sehr gut befunden und ist nach wie vor im Handel erhältlich.

    Auf eBay ist der hier rezensierte Monitor gerade in Aktion für 699€ incl. erhältlich, etwas weniger habe ich für meinen LG gezahlt und bin völlig verwirrt ob ich nicht doch lieber den Asus kaufen sollte (weil Asus und is ja eigentlich teurer aber besser…).

    Danke!

    • Hallo Christoph,
      Du kannst getrost bei dem LG bleiben! Schau Dir einfach mein Fazit am Ende des Tests an und vergleich es mit dem Fazit des LG 34UC98-W! Da fällt die Entscheidung nicht schwer 😉

      Viele Grüße
      Oliver

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