Test Monitor BenQ E24-5500
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Stromverbrauch

Der Stromverbrauch fällt insgesamt weit höher aus als erwartet. In der Regel liegt der Stromverbrauch von VA-Panels deutlich höher als der von TN-Panels mit gleicher Diagonale. Die LED-Hintergrundbeleuchtung arbeitet dagegen effizienter als das konventionelle CCFL-Backlight. Beim BenQ EW2420, der ebenfalls auf ein VA-Panel mit LED-Backlight zurückgreift wurde in unserem Test ein moderater Stromverbrauch gemessen.

So betrug die benötigte Leistung bei 140 cd/m² 23,1 Watt. Im direkten Vergleich dazu liegt der E24-5500 mit seinen 49,1 Watt mehr als doppelt so hoch. Grund dafür könnte der verwendete TV-Tuner sein, der auch im PC-Betrieb mitläuft und unnötig Strom verschluckt. Zumindest hat sich gezeigt, dass der Stromverbrauch sowohl im PC- als auch im TV-Betrieb auf maximaler Helligkeit annähernd gleich war und sich bei etwa 60 Watt einpendelte. Damit gab BenQ den selbstgenannten Maximalwert sehr korrekt an.

Hersteller Gemessen
< 60 W 59,1 W
< 60 W 60,6 W
k.A. 49,1 W
k.A. 36,1 W
k.A. 42,0 W
< 0,5 W 0,3 W

 

Der Stromverbrauch bei geringster Helligkeitsstufe ist mit 36,1 Watt ebenfalls sehr hoch, was uns in der Annahme bestätigt, dass der TV-Tuner im Hintergrund weiterläuft. Im Standby werden dagegen nur noch 0,3 Watt benötigt.

Anschlüsse

Wie es sich für ein Hybrid-Gerät gehört, kann auch der E24-5500 mit einer großen Anschlussvielfalt aufwarten. Der Anschluss von einem PC erfolgt entweder über den analogen VGA- oder den digitalen HDMI-Eingang. Auf einen DVI-Eingang wurde komplett verzichtet. Externe Peripherie kann entweder ebenfalls über den HDMI-Eingang oder via Scart, S-Video, Component oder Composit angeschlossen werden. Zur Verwendung des DVB-T-Tuners muss eine Antenne (nicht im Lieferumfang enthalten) mit der „Antenna“-Buchse verbunden werden.

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Die gut zugängliche Anschlussvielfalt des E24-5500 auf der Rückseite.

An der Seite befinden sich außerdem eine CI-Schnittstelle zur Entschlüsselung von Bezahlfernsehen sowie ein weiterer HDMI-Eingang und eine Kopfhörerbuchse. Zudem bietet eine USB-Buchse die Möglichkeit, externe Datenträger anzuschließen, von welchen man Dateien abspielen und die Time-Shift-Funktion aktivieren kann.

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An der Seite kann der E24-5500 mit einem weiteren HDMI-Anschluss dienen.

Bedienung

Die Bedienung des BenQ E24-5500 erfolgt entweder über das Bedienfeld am Rand der rechten unteren Ecke oder komfortabel über die mitgelieferte Fernbedienung. Das Verwenden der Tasten ist aufgrund der schlechten Erreichbarkeit, des harten Druckpunkts und der schwer lesbaren Beschriftung grundsätzlich nicht zu empfehlen.

Benq E24 5500 Monitor Benq E24 5500 Bedienung 1
Benq E24 5500 Monitor Benq E24 5500 Bedienung 2
 

Umso mehr eignet sich die Fernbedienung zur Steuerung des Menüs. Hier hat sich BenQ viel Mühe gegeben und alle wichtigen Funktionen untergebracht. Der Funktionsumfang reicht von der Quellenwahl und dem Tastenfeld fürs TV zur Lautstärkesteuerung bis hin zur Auswahl verschiedener Bild- und Tonmodi. Mit Druck auf die Taste Menü öffnet sich das OSD des E24-5500.

OSD

Das OSD des E24-5500 ist im Vergleich zu den in der Einleitung genannten Vergleichsmodellen weitaus übersichtlicher und umfangreicher. Folgende Bilder zeigen den Funktionsumfang.

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Im PC-Betrieb ist das Bild-Menü recht leer. Es können hier nur Helligkeit, Kontrast und Farbtemperatur verändert werden. Wechselt man dagegen zu einer anderen HDMI-Quelle oder zur TV-Funktion können zudem noch Settings in Bildmodi, Hintergrund-Beleuchtung, Farbe, Farbton und Senseye-Einstellungen vorgenommen werden.

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Im Menü Ton hat der Anwender Steuerungsmöglichkeiten des Equalizers sowie der Balance und zudem die Möglichkeit, virtuelle Surround-Funktionen zu aktivieren. Außerdem bietet der E24-5500 eine Lip-Sync-Funktion – eine praktische Einstellung um beispielsweise bei Musikvideos den Inputlag auszukontern und Bild und Ton zu synchronisieren.

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Der Unterpunkt Kanäle ist nur im TV-Betrieb freigeschaltet. Hier kann der Empfangsmodus zwischen Antenne und Kabel gewechselt werden. Geht man unter Kanäle eine Stufe weiter ins System erreicht man die Einstellungen zur Kanalsortierung sowie zur Kanalsuche.

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Der Punkt Einstellungen betrifft vor allem OSD-Funktionen: So kann hier die Menüsprache eingestellt oder das Gerät in die Werkseinstellung zurückgesetzt werden. Aber auch andere Funktionen sind hier zu erreichen: Verbindet man beispielsweise einen PC, sollte hier der HDMI-Modus auf „Grafik“ umgestellt werden.

Bildqualität

Auf der BenQ-Website wird das VA-Panel des E24-5500 besonders hervorgehoben, dass es einen ultrahohen Kontrast von 3000:1 bieten und zudem mit einer Farbtiefe von 8 Bit das volle Spektrum von 16,7 Mio. Farben anzeigen soll. Ein VA-Panel hat gegenüber einem TN-Panel den Vorteil, Farbverläufe stufenlos – also ohne Farbabrisse – darzustellen. Wie auch beim Test des EW2420 können wir dies nicht bestätigen.

Die Verwendung des gleichen Panels hat auch hier zur Folge, dass sich Farb- und Graustufenverläufe durch auffälliges Banding äußern, welches nicht auf dem Niveau vollwertiger PVA-Panels liegt. Im Gegensatz zum EW2420 gelingt dem E24-5500 aber auch die Graustufendifferenzierung nur ausreichend: Die 9 dunkelsten Grautöne sind nicht von reinem Schwarz zu unterscheiden, was sich insbesondere bei der Filmwiedergabe in dunklen Szenen oder schattigen Bereichen negativ bemerkbar macht. Am hellen Ende des Spektrums können immerhin alle Graustufen vom Weiß unterschieden werden.

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Testbilder zum Graustufenverlauf und zur Graustufendifferenzierung.

Eine Besonderheit des E24-5500 ist das halbentspiegelte Panel. Dadurch ist das Gerät unter Umständen Störlichtern ausgesetzt, welche die Augen ermüden. Gleichzeitig verleiht es dem Bild aber auch eine gewisse Klarheit, wenn nur leichter Lichteinfall vorhanden ist. Dieser Effekt tritt aber nicht so stark auf wie bei vollspiegelnden Glossy-Displays.

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Ausleuchtung des E24-5500 bei grauem Bildinhalt.

Einen sehr unstimmigen Eindruck hinterlässt dagegen die zu helle und sehr blaustichige Werkseinstellung. Hier sollte unbedingt über eine Reduzierung des Blau-Kanals und der Helligkeit manuell nachgeholfen werden. Der subjektive Gesamteindruck von der Bildqualität ist anschließend befriedigend. Durch eine sehr homogene Ausleuchtung und das Ausbleiben von Lichthöfen hinterlässt das Bild einen stabilen Eindruck.

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