Test Monitor BenQ E24-5500
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Interpolation

Interpolation Text

Folgende Bilder zeigen das Interpolationsverhalten. Die Skalierungsmodi sind unter den jeweiligen Bildern genannt.

Benq E24 5500 Monitor Benq E24 5500 Interp Text 1
Native Full-HD-Auflösung 1.920 x 1.080.
Benq E24 5500 Monitor Benq E24 5500 Interp Text 2
Benq E24 5500 Monitor Benq E24 5500 Interp Text 3
Links: 1.680 x 1.050 rechts: die kleinste HD-Auflösung 1.280 x 720 (beide im Vollbild-Modus).
Benq E24 5500 Monitor Benq E24 5500 Interp Text 4
Benq E24 5500 Monitor Benq E24 5500 Interp Text 5
Auflösung 1.280 x 1.024 Links: Auflösung 1.024 x 768 (beide im 4:3-Modus).

Physikalisch bedingt bietet nur die native Auflösung ein komplett scharfes Bild, weil jedem Pixel auf dem Panel des Bildschirms ein Pixel des Signals zugeordnet ist. Verringert man die Quellauflösung findet keine pixelgenaue Anzeige mehr statt und der Bildschirm ist gezwungen, die geringere Auflösung auf die höhere Panelauflösung zu interpolieren. Dabei entsteht eine typische Unschärfe in Form von Schattenbildung.

Im E24-5500 scheint eine ausgereifte Lösung zur Skalierung verbaut worden zu sein, denn alle nicht-nativen Auflösungen erscheinen relativ klar und sind durch die Bank gut lesbar. Besonders kleinere Auflösungen wie beispielsweise 1.280 x 720 oder 1.024 x 768 erscheinen knackig scharf. Eine ausgeprägte Schattenbildung tritt dagegen bei der Auflösung 1.680 x 1.050 auf, was wohl dem Umstand zu schulden ist, dass diese Auflösung nur geringfügig kleiner als die Panelauflösung ist.

Interpolation Spiele

Benq E24 5500 Monitor Benq E24 5500 Interp Spiel 1
Native Full-HD-Auflösung 1.920 x 1.080.
Benq E24 5500 Monitor Benq E24 5500 Interp Spiel 2
Benq E24 5500 Monitor Benq E24 5500 Interp Spiel 3
Links: 1.680 x 1.050 rechts: die kleinste HD-Auflösung 1.280 x 720 (beide im Vollbild-Modus).
Benq E24 5500 Monitor Benq E24 5500 Interp Spiel 4
Benq E24 5500 Monitor Benq E24 5500 Interp Spiel 5
Auflösung 1.280 x 1.024 Links: Auflösung 1.024 x 768 (beide im 4:3-Modus).

Auch in Bewegtbildern kann das Interpolationsverhalten überzeugen: Artefakte fallen hier weniger stark auf als bei rein statischem Inhalt. Spielern mit schwächeren Grafikkarten können wir die Zuspielung in der Auflösung 1.280 x 720 ans Herz legen, hier fallen Unschärfe-Effekte am wenigsten ins Gewicht und zudem ist die komplette Bildfläche ausgefüllt – allerdings muss trotzdem aufgrund der stark reduzierten Pixelanzahl mit Detailverlust gerechnet werden. Beim E24-5500 vermissen wir eine native seitengerechte und 1:1-Darstellung. Dieser Punkt kostet dem 24-Zoller eine sehr gute Note.

Reaktionsverhalten

Das Reaktionsverhalten eines Monitors wird im Wesentlichen von den Schaltzeiten, dem Beschleunigungsverhalten und der Latenzzeit bestimmt. Diese Einflussgrößen ermitteln wir mit Fotosensoren und einem Oszilloskop. Den E24-5500 haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am HDMI-Anschluss vermessen.

Schaltzeiten

Nach der älteren Norm ISO 13406-2 wird der Monitor von Schwarz zu Weiß umgeschaltet und wieder zurück. Die gemessenen Schaltzeiten zwischen 10 und 90 Prozent Helligkeit hin und zurück (rise + fall) werden addiert und als Bildaufbauzeit bezeichnet. Die aktuelle Norm ISO 9241-305 beschreibt die Bildaufbauzeit als mittlere Übergangszeit zwischen fünf verschiedenen Grauwerten hin und zurück, hierbei darf der Hersteller die günstigsten Einzelwerte aus dem Messfeld heraussuchen. Die Bildaufbauzeit wird auch als Reaktionszeit oder Response Time bezeichnet.

Erläuterung der Darstellung: Die erste Messreihe enthält die Zeiten für einen Wechsel von Schwarz zu Grauwerten zwischen 30 % (RGB 77) und 100 % (RGB 255 = Weiß, entspricht ISO 13406-2). Diese Reihe beschreibt das Verhalten bei starken Kontrasten. Die zweite Messreihe enthält die Zeiten für einen Wechsel zwischen zwei Graustufen, deren RGB-Werte jeweils um 30 Prozent auseinander liegen. Diese Reihe beschreibt das Verhalten bei geringen Kontrasten suggeriert.

Benq E24 5500 Monitor Benq E24 5500 Schalt Sg
Benq E24 5500 Monitor Benq E24 5500 Schalt Gg30
Schaltzeiten, links: schwarz-zu-grau; rechts: grau-zu-grau 30%.

Das Datenblatt des E24-5500 beziffert die Reaktionszeit mit 25 Millisekunden, dies ist die Standardangabe für die aktuellen MVA-Panels mit LED-Backlight vom Hersteller AUO. Wie schon bei anderen Monitoren mit diesem Panel haben wir viel längere Schaltzeiten gemessen. Die über alles gemittelte Bildaufbauzeit (hin und zurück) schlägt mit 44,1 Millisekunden allerdings alle bisherigen Rekorde. Eine Overdrive-Option gibt es nicht.

Overdrive

Jeder Helligkeitsstufe eines Bildpunktes ist eine ganz bestimmte Steuerspannung zugeordnet. Leider folgen die Pixel den Spannungsänderungen bei Helligkeitswechseln nur zögerlich, was bei schnell bewegten Bildern zu sichtbaren Qualitätseinbußen führen kann. Zur Beschleunigung der Wechsel kann man nun zunächst eine höhere Spannungsdifferenz anlegen als es dem Helligkeitsunterschied eigentlich entsprechen würde. Anschließend wird die Spannung korrigiert, um die Helligkeit auf den korrekten Zielwert zu bringen. Dieses Verfahren wird als Overdrive bezeichnet.

Benq E24 5500 Monitor Benq E24 5500 Over
Beschleunigungsverhalten beim Grauwechsel 80-50.

Wir untersuchen das Beschleunigungsverhalten mit einer Folge von je fünf Frames, die zwischen 80 und 50 Prozent Grauwert wechseln. Das Chart zeigt den gemessenen (grün) und den idealen (grau) Helligkeitsverlauf.

Hier ist keinerlei Beschleunigungseffekt zu erkennen, das Panel reagiert durchweg sehr langsam. Überschwinger treten nirgends auf. In allen Helligkeitsstufen werden zwei bis drei Frames für den Abschluss des Helligkeitswechsels benötigt.

Latenzzeit

Neben kurzen Schaltzeiten, die für den schnellen Bildaufbau notwendig sind, ist vor allem die Latenzzeit (Verzögerung) eines Monitors von Bedeutung für das Reaktionsempfinden. Dies gilt besonders für Spiele mit schnellen Bewegungen, wie sie bei Rennsimulationen oder Shootern vorkommen. Wenn zwischen der Eingabe und der Bildausgabe zu viel Zeit vergeht, wird die Steuerung zu indirekt und der Spielspaß wird beeinträchtigt. Dieser Effekt wird als Input Lag bezeichnet.

Eine Normvorgabe für die Bestimmung der Latenzzeit bei Monitoren gibt es nicht (siehe hierzu auch unser Special „Untersuchung des Input Lag Testverfahrens“). Wir messen zunächst die Verzögerungszeit bis zum eindeutigen Beginn des Aufleuchtens (10 Prozent der Endhelligkeit). Zu diesem Wert addieren wir noch die Hälfte der mittleren Bildaufbauzeit (hin und zurück).

Erläuterung der Darstellung: Die Verzögerungszeit des LCD ergibt sich als die Zeitdifferenz zwischen dem Steuersignal (rot) und dem Aufleuchten des Pixels (10%-Schwelle, grüne Kurve).

Benq E24 5500 Monitor Benq E24 5500 Latenz
Der E24-5500 verzögert das Bild sehr lange.

Wir messen beim E24-5500 eine lange Verzögerungszeit von 28 Millisekunden. Hinzu kommt noch die halbe mittlere Bildaufbauzeit von 22 Millisekunden, für die mittlere Gesamtlatenz ergibt sich somit ein weiterer Rekordwert von 50 Millisekunden. Für Gamer reagiert dieser Monitor zu langsam.

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