Test Monitor BenQ MK2442
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Farbstufen

Die möglichen Farbstufen von 0 bis 255 differenziert der BenQ MK2442 bei Blau nur im Bereich von acht bis 238, bei Grün und Rot von 6 bis 240. In allen Farbverläufen kann leichtes Banding beobachtet werden. Wie bei den Graustufen wird auch das Banding bei Farbe durch Veränderungen der Farbtemperatur nicht wesentlich beeinflusst. Die Darstellung vor allem bei den niedrigen Farbstufen ist wie bei den Graustufen wieder sehr blickwinkelabhängig.

Schwarzwerte

Eine Schwäche der TN-Technik ist der Schwarzpunkt, und hier macht auch der MK2442 keine Ausnahme. Das Ergebnis ist mit rund 0,18 cd/m² bei Hintergrundbeleuchtung (HB) in Stufe 2 jedoch als gut zu werten. Dieser Wert wird allerdings nur erzielt, wenn der Helligkeitsregler auf maximal 50 Prozent steht. Bei höheren Einstellungen wird Schwarz mehr und mehr zu Grau.

Helligkeit HB 5 (max.) HB 2 (normal) HB 0 (min.)
12,7 cd/m² 9,4 cd/m² 7,18 cd/m²
0,24 cd/m² 0,18 cd/m² 0,14 cd/m²
0,24 cd/m² 0,18 cd/m² 0,14 cd/m²

Helligkeit

Helligkeit Hintergrundbeleuchtung Hersteller Gemessen
5 300 cd/m² 236 cd/m²
5 k.A. 218 cd/m²
1 k.A. 138 cd/m²
0 k.A. 73 cd/m²

Das Datenblatt des MK2442 gibt eine maximale Helligkeit von 300 cd/m² an. Bei der höchsten Einstellung auf 100 Prozent Helligkeit und Hintergrundbeleuchtung Stufe 5 konnten wir aber nur 236 cd/m² in der Bildschirmmitte messen, die Herstellerangabe wird also deutlich unterschritten. Nutzbar ist diese Einstellung wegen des extrem schlechten Schwarzwertes allerdings nicht. Die tatsächlich nutzbare maximale Leuchtdichte liegt bei nur 218 cd/m².

Eine arbeitsplatzgerechte Leuchtdichte von 140 cd/m² ergibt sich in der Einstellung 50 Prozent Helligkeit und Hintergrundbeleuchtung Stufe 1. Derselbe Messwert ist auch mit 33 Prozent Helligkeit bei Hintergrundbeleuchtung Stufe 2 zu erreichen, dabei steigt jedoch die Leistungsaufnahme um 2,8 Watt. Werden Helligkeit und Hintergrundbeleuchtung auf null eingestellt, messen wir noch eine Mindesthelligkeit von 73 cd/m².

Daraus ergibt sich für den BenQ MK2442 ein nutzbarer Regelungsbereich für die Bildhelligkeit von 145 cd/m². Die untere Helligkeitsgrenze ist hoch aber noch akzeptabel. Der obere Wert ist für den PC-Betrieb ausreichend, für den TV-Betrieb in taghellen Räumen mit Sonnenlicht dagegen definitiv zu wenig.

Helligkeitsverteilung

Die Gleichmäßigkeit der Ausleuchtung des BenQ MK2442 wurde an 15 Messpunkten überprüft. Dabei stellten wir die Ausgangshelligkeit von 140 cd/m² in der Mitte des Displays ein.

Benq Mk2442 Monitor Benq Mk2442 Helligkeitsverteilung
Gemessene Helligkeitsverteilung des MK2442

Ausgehend von 140 cd/m² messen wir eine mittlere Leuchtdichte von 126 cd/m². Die maximale Abweichung liegt bei 15 Prozent nach unten, das kann gerade noch als befriedigend bewertet werden. In der Bildmitte des Panels fällt die Verteilung recht gleichmäßig aus, erst in den Randbereichen sind die Abweichungen erkennbar.

Subjektiv beurteilt fällt die Helligkeitsverteilung nicht negativ auf. Den helleren Mittelbereich kann man bei genauem Hinsehen noch erkennen, jedoch liefert der BenQ MK2442 mit bloßem Auge betrachtet eine hinreichend homogene Helligkeitsverteilung.

Blickwinkel

Das Datenblatt gibt für den MK2442 einen horizontalen Blickwinkel von 170 Grad und einen vertikalen von 160 Grad bei einem Kontrastverhältnis von 10:1 an. In der Realität werden diese Werte von TN-Panels aber nur erreicht, wenn man drastische Farbverfälschungen akzeptiert.

Benq Mk2442 Monitor Benq Mk2442 Blickwinkel
Blickwinkel des BenQ MK2442

Auch der BenQ MK2442 macht hier keine Ausnahme. Den besten Bildeindruck erhält man, wenn man mittig vor dem Bildschirm sitzt und horizontal wie vertikal im rechten Winkel auf die Bildfläche sieht. Erstaunlich stabil ist der horizontale Blickwinkel, zwar wird Weiß zunehmend gelblich, Rot wird zu Orange, und alle Farben werden blasser. Dennoch sind diese negativen Effekte vor allem bei horizontalen Blickwinkeln über 120 Grad längst nicht so stark wie bei vielen anderen TN-Panels.

Mit zunehmendem vertikalem Blickwinkel dagegen hellt sich das Bild viel schneller auf, und schnell wird auch hier Weiß zu Gelb und Rot zu Orange. Besonders deutlich sind die Veränderungen bei Betrachtungswinkeln von unten, allerdings tritt keine Negativdarstellung auf.

Damit ist der MK2442 durchaus tauglich für den TV-Betrieb in kleiner Runde. Auch zu zweit vor dem Schirm wird man mit dem Blickwinkel gut leben können, wenn man den Bildschirm so aufstellen kann, dass sich die Augenhöhe nicht unterhalb der Bildschirmmitte befindet.

Ausmessung und Kalibration

Wir haben im Folgenden den BenQ MK2442 bezüglich seiner Farbechtheit überprüft und getestet, wie gut sich der TFT-Monitor kalibrieren lässt. Die Ergebnisse sind hauptsächlich für die Grafik- und Fotobearbeitung interessant, aber auch für Filme und den TV-Betrieb. Für den Officebetrieb und für Spiele sind sie weniger wichtig, da bei diesen Anwendungen der subjektive Eindruck überwiegt.

Zunächst haben wir den maximalen Farbraum des TFTs ermittelt und einerseits mit dem Druckfarbraum ISOcoated und andererseits mit dem sRGB-Farbraum verglichen. Den Vergleich mit AdobeRGB und ECI-RGB 2.0 haben wir nicht vorgenommen, weil der MK2442 nicht über einen erweiterten Farbraum verfügt.

Farbraumvergleich

sRGB ist der kleinste gemeinsame Nenner für das Zusammenspiel verschiedener Eingabe- und Ausgabegeräte im Consumerbereich. Viele Farbdrucker arbeiten auf Normalpapier mit dem sRGB-Profil. Auch digitale Kameras arbeiten damit, und Bilderdienste haben ihre Entwicklungsmaschinen darauf eingestellt. Nicht zuletzt geht Windows von sRGB aus, wenn zu einem Gerät oder einer Grafikdatei kein Farbprofil vorliegt. Deshalb ist der sRGB-Farbraum für den Normalanwender von großer Bedeutung.

Interessant ist der Vergleich zum ISOcoated-Farbraum des Offsetdrucks, da dieser in der Regel dem Mindesten entspricht, was aktuelle Tintenstrahldrucker bewältigen können. Viele moderne Tintenstrahldrucker und Druckverfahren decken darüber hinaus einen noch größeren Bereich ab.

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