Test Monitor BenQ MK2442
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Interpolation Text

In der nativen Auflösung 1.920 x 1.080 ist die Lesbarkeit von Texten hervorragend. In allen anderen Auflösungen entstehen Interpolationsartefakte, die die Lesbarkeit von Texten auch dann stark beeinträchtigen, wenn eine seitengerechte Darstellung möglich ist.

Breitbildformate:

Benq Mk2442 Monitor Benq Mk2442 Inter Txt Nativ
Native Auflösung des BenQ MK2442.
Benq Mk2442 Monitor Benq Mk2442 Inter Txt 1680
Benq Mk2442 Monitor Benq Mk2442 Inter Txt 1440 900
Links: 1.680 x 1.050 (Vollbild) und rechts: 1.440 x 900 (Vollbild).
Benq Mk2442 Monitor Benq Mk2442 Inter Txt 1360 768
Benq Mk2442 Monitor Benq Mk2442 Inter Txt 1280 720 Under
Links: 1.360 x 768 (Vollbild) und rechts: 1.280 x 720 (Underscan).

4:3-Formate:

Es macht keinen Sinn, ein 4:3 Bildformat wie 1.280 x 960 oder 1.024 x 768 auf 16:9 gestreckt darzustellen. Beim 5:4-Format 1.280 x 1.024 muss man sich allerdings für das Stauchen auf 4:3 oder Strecken auf 16:9 entscheiden.

Benq Mk2442 Monitor Benq Mk2442 Inter Txt 1280 960 43
Benq Mk2442 Monitor Benq Mk2442 Inter Txt 1024 768 43
Links: 1.280 x 960 (4:3) und rechts: 1.024 x 768 (4:3).
Benq Mk2442 Monitor Benq Mk2442 Inter Txt 1280 1024 43
Benq Mk2442 Monitor Benq Mk2442 Inter Txt 1280 1024
Links: 1.280 x 1024 (4:3) und rechts: 1280 x 1024 (Vollbild).

Wie die Bilder zeigen, ist die Textdarstellung in allen Auflösungen außer der nativen nicht sonderlich überzeugend. Leider lässt sich die Schärfe der Textdarstellung durch den Bildschärferegler zwar verändern, aber kaum verbessern. Bei Einstellungen über 50 Prozent entstehen bei allen interpolierten Auflösungen zunehmend weiße Kanten an den Buchstaben, unter 50 Prozent sind Veränderungen dagegen kaum erkennbar. Die Interpolationsleistung bei Textdarstellung ist daher im Vergleich zu aktuellen LCD-Monitoren als unbefriedigend zu werten.

Interpolation Spiele

Mit einer nativen Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln werden viele Computer ohne eine teure High-End Grafikkarte überfordert, gute Detaillierungsgrade sind nur bei kleineren Auflösungen erreichbar. Die Interpolationsleistung des Monitors ist deshalb für viele Spieler sehr wichtig. Interessant wäre auch eine pixelgenaue 1:1-Darstellung kleinerer Auflösungen, die das Bild in Originalgröße ohne interpolationsbedingte Verluste anzeigen könnte.

Die 1:1-Darstellung kleinerer Auflösungen bietet der MK2442 nicht, und bei der Interpolationsleistung erwarten wir nach den Ergebnissen der Interpolation bei Texten nicht viel. Wir haben uns eine Szene aus „Dead Space“ von Electronic Arts in verschiedenen Auflösungen angeschaut.

Benq Mk2442 Monitor Benq Mk2442 Game Nativ
Benq Mk2442 Monitor Benq Mk2442 Game 1360 768
Links: native Auflösung 1.920 x 1.080 Pixel. Rechts: interpoliert auf 1.360 x 768 Pixel.

Die Untersuchung der vergrößerten Bildschirmfotos zeigt wie erwartet deutliche Artefakte bei den hochskalierten Auflösungen. Subjektiv betrachtet fällt das jedoch weniger auf, selbst bei 1.360 x 768 ist der Verlust an Detailzeichnung akzeptabel, bei noch geringerer Auflösung wird das Bild dann aber grobkörnig. Die Interpolationsleistung bei Spielen ist daher durchaus zufriedenstellend, hier fehlt nur die seitengerechte Darstellung des 5:4-Formats.

Reaktionsverhalten

Im BenQ MK2442 ist ein reaktionsschnelles TN-Panel verbaut. Das Datenblatt nennt eine Reaktionszeit von 5 ms. Leider wird nicht gesagt, ob es sich hierbei um den Wert für „Schwarz-Weiß“ oder um die „Grau-zu-Grau“-Zeit handelt. Auch fanden wir weder im Handbuch noch im OSD einen Hinweis auf eine Overdriveschaltung, die die Reaktionszeit der Flüssigkristalle verkürzen könnte.

Benq Mk2442 Monitor Benq Mk2442 Reaktion
Screenshot aus dem Ego-Shooter Call of Duty.

Eine Bewegungsunschärfe tritt bei TFT-Monitoren physikalisch bedingt grundsätzlich auf. Durch eine geringe Reaktionszeit der Flüssigkeitskristalle kann sie aber auf einem geringen Maß gehalten werden. Der MK2442 zeigte diese Unschärfe jedoch auffälliger als andere aktuelle TN-Panels.

Inputlag

Neben der Reaktionszeit, die für den schnellen Bildaufbau notwendig ist, ist auch der Input-Lag eines Monitors von Bedeutung – besonders für Spiele mit schnellen Bewegungen, wie sie bei Rennsimulationen oder Ego-Shootern vorkommen. Vergeht zwischen der Eingabe und der Bildausgabe zu viel Zeit, wird die Steuerung zu indirekt und der Spielspaß wird beeinträchtigt.

Im Clone-Modus haben wir den BenQ MK2442 mit dem neuen Testprogramm SMTT gegen einen Sony Multiscan CPD-E200 Röhrenmonitor antreten lassen. Mit über 100 Fotos wurde der Input-Lag ermittelt. Links ist die Ausgabe des TFT, rechts die des CRT-Monitors zu sehen.

Benq Mk2442 Monitor Benq Mk2442 Lag
Durchschnittliche Latenz 17 ms.

Die durchschnittliche gemessene Latenz betrug knapp 17 Millisekunden, das ist genau ein Frame (ca. 16,7 ms). Bei den Streuwerten lag keiner oberhalb von 18 Millisekunden und keiner unterhalb von 16 Millisekunden. Damit gehört der MK2442 zu den Geräten, die eine Latenzzeit von einem Bild aufweisen, und ist gut für Hobbyspieler geeignet.

Input-Lag-Messungen, basierend auf der hier benutzten Fotomethode, sind prinzipiell ungenau und können keine wirklich exakten Ergebnisse liefern. Zudem reagiert jeder Mensch anders auf die Verzögerungen, die nicht nur durch die Latenzzeit des Bildschirms, sondern auch durch die der Maus und anderer Systemkomponenten entstehen.

DVD und Video

Auch wenn der MK2442 mit einer großen Zahl von Videoeingängen versehen wurde, so ist doch nur ein einziger davon digital. Somit lässt sich immer nur ein digitaler Zuspieler mit dem Monitor verbinden. Auch eine Bild-in-Bild-Funktion oder andere Features, die die Multimediatauglichkeit unterstreichen würden, fehlen dem Monitor. Sein Einsatzzweck ist eher der eines TV-Gerätes, das auch als PC-Monitor geeignet ist – als zentrales Multimedia-Display eignet er sich kaum.

Da der digitale Eingang als HDMI-Buchse ausgelegt wurde, ist für den PC-Betrieb meist ein Adapter von DVI auf HDMI erforderlich. Neuere Konsolen wie die Playstation 3 oder XboX 360 können dagegen direkt angeschlossen werden. Kopiergeschützte Inhalte kann der MK2442 durch HDCP-Unterstützung am digitalen Eingang problemlos wiedergeben.

Am PC wird der Monitor stets in seiner nativen Auflösung betrieben. Aktuelle Videoplayer wie VLC, PowerDVD oder Windows Media Player wählen dann automatisch die richtige Bildformatanzeige und verhindern dadurch eine beschnittene oder verzerrte Videowiedergabe. Abweichende Bildformate werden wo nötig mit schwarzen Streifen oben und unten bzw. links und rechts aufgefüllt.

Benq Mk2442 Monitor Benq Mk2442 Dvd
Szene aus „Batman begins“.

Einen speziellen Film-Modus gibt es nicht, daher haben wir die DVD im kalibrierten Zustand betrachtet. Auch ohne erweiterten Farbraum zeigt das scharfe Bild natürlich wirkende Farben, auch Hauttöne werden gut dargestellt. In dunklen Szenen sind alle Details erkennbar. Schlieren oder Bewegungsunschärfen treten auch bei schnellen Kamerafahrten oder bewegten Objekten nicht auf.

Die beschränkte Bildqualität von DVDs wird gelegentlich deutlich sichtbar, erst mit Full-HD-Filmmaterial kann die hohe Auflösung des MK2442 voll ausgenutzt werden. Die Wiedergabe von HD-Videos ist einwandfrei, mit stimmigen Farben und gutem Kontrast. Bei normalem Sitzabstand kann man die Auflösungen 720p und 1080p kaum mehr unterscheiden. Der Schwarzwert ist für einen Monitor mit TN-Panel gut, dadurch stimmen auch dunkle Szenen. Allerdings nimmt man die Lichthöfe an den Bildrändern deutlich wahr, wenn das Bild von schwarzen Balken gesäumt ist.

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