Test Monitor BenQ XL2410T
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Farbmodelle und HDMI-Blacklevel

Für die korrekte Darstellung des Materials ist die Abstimmung des Videolevels ebenfalls sehr wichtig. Abstimmungsprobleme können hier zu starkem Clipping in helleren und dunkleren Farben oder zu flauem Bild mit reduziertem Tonwertumfang ohne volles Schwarz und Weiß führen.

Benq Xl2410t Monitor Blacklevel
HDMI-Blacklevel

Der Monitor bietet im OSD die Möglichkeit zwischen PC-Level (0-255) und Videolevel (16-235) zu wählen und deckt so beide Bereiche ab. Die Farbmodelle werden beim Betrieb per HDMI-Kabel automatisch erkannt und können nicht manuell eingestellt werden. Es wurden aber sowohl RGB (4:4:4) als auch YCbCr (4:2:2) und YCbCr (4:4:4) unverfälscht angezeigt.

Bewertung

Bildstabilität:
(digital)
(analog)
Blickwinkelabhängigkeit (v/h):
Kontrasthöhe:
Farbraum:
Subjektiver Bildeindruck:
Graustufenauflösung:
Helligkeitsverteilung:
Interpoliertes Bild:
Gehäuseverarbeitung und Mechanik:
Bedienung/OSD:
Geeignet für Gelegenheitsspieler:
Geeignet für Hardcorespieler:
Geeignet für DVD/Video:
Preis [incl. MWSt. in Euro]: Keine Angaben
3.9

BEFRIEDIGEND

Technische Spezifikationen: BenQ XL2410T

Fazit

Die Erwartungshaltung beim BenQ XL2410T ist hoch, sollen doch die beiden Counter-Strike-Legenden „HaetoN“ und „SpawN“ für Zuspruch in der Gamer-Szene sorgen. Das Gerät ist schnell, keine Frage, aber wir hatten schon schnellere Kandidaten im Testlabor und mit einer von uns gemessenen Bildaufbauzeit von 6,2 ms, verfehlt man die beworbene Bildaufbauzeit von 2 ms deutlich. Der Input-Lag liegt knapp bei einem Frame und auch das ist ein guter, aber keineswegs herausragender Wert. Die 3D-Technik kann im Test überzeugen.

Optisch kann der BenQ XL2410T ebenfalls punkten, insbesondere der Verzicht auf eine Hochglanzoberfläche ist löblich zu erwähnen. Der gut verarbeitete Monitor überzeugt mit einer tollen Ergonomie, die für einen Gamer-Monitor einzigartig ist. Leider ist die Bedienung des OSD, über die unglücklich positionierten Tasten, weniger gelungen. Auch die unzureichende Beschriftung trägt ihren Teil dazu bei.

Die angebotenen Farbprofile sind leider alle jenseits des sRGB Farbraums und deshalb für farbverbindliches Arbeiten ungeeignet. Sehr schade, da BenQ bei anderen Modellen bewiesen hat, dass sie sehr gelungene Pre-Sets liefern kann. Eine Kalibrierung kann diesen Umstand zwar beheben, aber wer macht das schon bei einem Gerät dieser Preisklasse? Für die Bildbearbeitung eignet sich der Monitor, schon aufgrund des verbauten TN-Panels, weniger.

Die Interpolationsmöglichkeiten sind positiv hervorzuheben, allerdings ist die eigentliche Interpolationsleistung nur befriedigend.

Als letzter positiver Punkt ist der geringe Stromverbrauch zu erwähnen, der je nach eingestellter Helligkeit nur zwischen 20 bis 30 Watt liegt.

Der Monitor kostet aktuell 350 Euro. Für ein 24 Zoll Gerät mit TN-Panel und 3D-Funktion liegt dies im Preisrahmen der Konkurrenz, ist aber keinesfalls ein Schnäppchen. Der absolute High-End-Gamer Monitor ist der BenQ sicherlich nicht, aber es ist zweifelsohne ein TFT-Monitor mit dem man gut spielen kann und der sich aufgrund der gebotenen ergonomischen Leistungen von der Konkurrenz positiv abhebt. Da kein Modus angeboten wird, der dem sRGB Farbraum wirklich gerecht wird und die Unterscheidung heller und dunkler Weiß- und Schwarztöne leider nur befriedigend ausfällt, verpasst der BenQ XL2410T eine gute Gesamtwertung denkbar knapp.

Testlogo BenQ XL2410T

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