Test Monitor BenQ XL2430T
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DisplayPilot

Auch per Software kann das Bildsetup verändert werden. Mit „DisplayPilot“ erhält man ein mächtiges Instrument, das noch ein paar zusätzliche Funktionen bereithält. Es ist beispielsweise möglich verschiedene Desktop-Partitionen zu konfigurieren, oder sogar eine erweiterte Taskleiste zu erstellen. Insgesamt läuft das Programm jedoch etwas hakelig und greift schon etwas zu tief in das System ein, als uns lieb ist. Vorsichtshalber sollte das DDC/CI-Protokoll eines weiteren Monitors, innerhalb des Systems deaktiviert sein, sollte man mit dieser Software arbeiten wollen. Es ist uns zwar nicht gelungen das Bildsetup des Fremdmonitors mit dieser Software zu steuern, jedoch muss das nicht allgemeingültig sein. Uns gefällt diese Art der drei Möglichkeiten am wenigsten, wer jedoch lieber mit solcher Software arbeitet wird über den Leistungsumfang erstaunt sein.

„Auto Game Mode“

Mit dieser Funktion können Spieleinstellungen von bestimmten Spielen automatisch zugeordnet werden. Hierfür muss man in der Software „Display Pilot“ die Anwendung dem jeweiligen Profil zuordnen. Starten lässt sich der „Auto Game Mode“ über die S Switch-Fernbedienung mit der rechten oberen Taste „Auto Mode“. Interessant ist diese Möglichkeit, wenn man mehr als drei Games spielt, so dass die drei Setup-Profilplätze nicht mehr ausreichen.

„Game Mode Loader“

Etwas enttäuschend kommt diese Funktion daher. Laut BenQ sollen Presettings runtergeladen werden können, die Profispieler verwenden. Leider befindet sich unter diesem Modell kein Setup eines Profispielers. Die anderen Modelle sind da nicht besser dran. Einzig für den XL2720Z gibt es eines dieser Setups und das ist mittlerweile fast ein Jahr alt. Gute Werbung ist das auf jeden Fall nicht, da auf der Website unter anderem auch damit geworben wird.

Benq Xl2430t Monitor G M Loader
Leider sind keine Presettings vorhanden.

Game Mode to Go

Es ist möglich sein Spielsetup per USB-Stick mitzunehmen und über eine Cloud oder per Social Media zu teilen. Das klingt eigentlich richtig gut und ist besonders für Spieler interessant, die ihre Einstellungen mit großer Mühe bis ins kleinste Detail eingestellt haben. Der kleine Haken liegt nur darin, dass dort auch der gleiche Monitor vorhanden und die Software „Display Pilot“ installiert sein muss, was in der Realität eher seltener zum Tragen kommt.

Bildqualität

Das Panel ist matt und wirksam entspiegelt. Leuchtet man mit einer Taschenlampe direkt auf das Display, so wird das Licht stark gebrochen. Auch in sonnendurchfluteten Räumen werden Benutzer mit heller Bekleidung nur schwach reflektiert.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Bildmodus FPS1, Helligkeit 100, Kontrast 50, Schärfe 7, Gamma 3, Farbtemperatur Benutzerdefiniert (Rot 93, Grün 88 und Blau 97). Diese Werte haben wir jedoch nicht für die Beurteilung herangezogen, da die Bildqualität mit diesen Einstellungen einfach nur schlecht ist. Alleine der Grauverlauf liegt so dermaßen daneben und verläuft derart holperig, dass wir dem Monitor eine Chance im Standard-Modus gaben.

Hier sieht die Sache auch gleich ganz anders aus. Die Werte hierfür sind: Modus Standard, Helligkeit 100, Kontrast 50, Schärfe 5, Gamma 3, Farbtemperatur Normal.

Graustufen

Zwar ist die Helligkeit eindeutig zu hoch eingestellt, aber der Grauverlauf wirkt schön homogen. Bis auf das letzte, sind alle Felder unserer Testgrafik in den hellen Grautönen zu erkennen. Die dunklen Grautöne schneiden dagegen noch besser ab und sind allesamt vom Hintergrund zu unterscheiden. Seitlich betrachtet ist der für ein TN-Panel typische graugelbe Schleier auszumachen.

Die hellen Grautöne verlieren zwei Felder, die dunklen Grautöne bleiben wiederrum unangetastet und verlieren kein Feld bzgl. der Erkennbarkeit. Man kann ganz leicht eine Farbstufe nahe der Mitte erkennen. Trotzdem liefert der XL2430T hier ein ganz beachtliches Ergebnis ab.

Benq Xl2430t Monitor Grau
Graustufen und -verlauf.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so wie man es mit bloßem Auge sieht, hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Die Schwarzbilddarstellung gelingt dem XL2430T auch gut. Wir bekommen eine gleichmäßige dunkle Fläche zu sehen, die einzig von einem blauen Streifen direkt am unteren Rand gestört wird. Dieser wird sich im normalen Betrieb jedoch nicht negativ bemerkbar machen. Auch bei fünfmal verlängerter Belichtungszeit hält sich eine Wolkenbildung stark in Grenzen, jedoch erkennt man im linken unteren Bereich ein Highlight. Den Film- oder Spielgenuss wird das aber nicht trüben.

Benq Xl2430t Monitor Schwarz Kurz
Benq Xl2430t Monitor Schwarz Lang
Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung.

Bauartbedingt zieht leider recht schnell der übliche graugelbe Schleier von der gegenüberliegenden Seite über das Bild und die Hintergrundbeleuchtung scheint durch. Aber auch das hält sich noch in Grenzen und wirkt nur in stockdunkler Umgebung auffällig.

3 KOMMENTARE

  1. Hallo, Danke für diesen Test. Folgendes: Kann es sein dass der Black EQ evtl. den Input Lag erhöht?

    Danke + Grüsse

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