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Test Monitor BenQ XL2430T
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Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum eine Helligkeit von 347 cd/m². Das entspricht der Werksangabe von 350 cd/m² und ist für alle Einsatzbereiche mehr als ausreichend. Die Minimalhelligkeit liegt bei 22 cd/m². Somit kann der Monitor auch in dunklen Umgebungen bedenkenlos genutzt werden. Die Schwarzwerte liegen zwischen 0,03 und 0,44 cd/m².

Benq Xl2430t Monitor Kontrast
Helligkeits- und Kontrastverlauf des BenQ XL2430T

Das Kontrastverhältnis liegt im Durchschnitt bei rund 856:1, als Höchstwert ermitteln wir 890:1. Das ist ein gutes Ergebnis, liegt aber deutlich unter den im Datenblatt genannten 1000:1. Nach der Kalibrierung beträgt der Kontrast noch 875:1. Die Leuchtdichte wird ausschließlich über die Intensität der Hintergrundbeleuchtung variiert. Kontrasteinbußen bleiben somit über den kompletten Einstellbereich aus.

Bildhomogenität

Benq Xl2430t Monitor Helligkeit
Benq Xl2430t Monitor Homogenitaet
An 15 Messpunkten wurden Helligkeitsverteilung in Prozent (linkes Bild) und Farbreinheit in DeltaC (rechtes Bild) überprüft

Bei der Helligkeitsverteilung erhalten wir eine durchschnittliche Helligkeitsabweichung von 7,5 Prozent, was einen befriedigenden Wert darstellt. Mit dem bloßen Auge ist die Helligkeitsverteilung gleichmäßig und von der Sichtbarkeitsgrenze von 20 Prozent, ist der Maximalwert (- 15,41 %) noch etwas entfernt.

Bei der Farbreinheit schneidet der BenQ XL2430T sogar gut ab. Das mittlere deltaC liegt bei 1,4 und der Maximalwert bei 2,4.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Benq Xl2430t Monitor Coating
Benq Xl2430t Monitor Refcoat
Das Coating des BenQ XL2430T ist stumpf-matt

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der BenQ XL2430T besitzt eine stumpf-matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion.

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des XL2430T bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad. Hier liefert das Display ein noch befriedigendes Ergebnis ab. Die Farben verblassen ab etwa 30 Grad, doch eine Farbverschiebung ist nicht festzustellen.

Problematisch wird es beim Anblick von oben, da helle Partien nur noch als ausgefressene Flächen ohne Zeichnung erscheinen. So driftet ein weißes Worddokument in ein helles Blau. Von unten erhält man das schlechteste Ergebnis, da aufgrund der Verdunklung viele Passagen nicht mehr zu erkennen sind.

Benq Xl2430t Monitor Blickwinkel
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert.

Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-rite i1 DisplayPro Colorimeter und ein X-rite i1 Pro Spektrofotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Benq Xl2430t Monitor Srgb1
Benq Xl2430t Monitor Srgb2
Abdeckung des sRGB-Farbraums

Bei der Farbraumuntersuchung ermitteln wir zunächst die Abdeckung des sRGB-Farbraums. Hier liefert der BenQ XL2430T mit 95 Prozent (nach der Kalibrierung) einen sehr guten Wert. Im wenig sinnvollen FPS1 Modus können sogar 99 Prozent erreicht werden.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: DeltaE Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, DeltaC Abweichung für Grauwerte und Gradation.

Vergleich der Werkseinstellung (FPS1 Modus) mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

In der Regel ermitteln wir die Ergebnisse in der Werkseinstellung. Der BenQ XL2430T liefert bei den Grau- und Farbwerten hier aber ein so dermaßen schlechtes Ergebnis ab, dass wir anstatt des voreingestellten Modus FPS1 den Modus Standard wählen. Ansonsten wurden keine Veränderungen an den voreingestellten Werten vorgenommen: Bildmodus Standard, Helligkeit 100, Kontrast 50, Gamma 3 und Farbtemperatur Benutzerdefiniert/normal.

Benq Xl2430t Monitor Werk
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung (FPS1 Modus)

Das obige Bild soll nur die tatsächliche Werkseinstellung dokumentieren. In die Wertung ist dieses Ergebnis nicht eingeflossen. Hier haben wir uns für den Modus Standard entschieden.

Vergleich der Werkseinstellung (Standard Modus) mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Benq Xl2430t Monitor Standard
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung (Standard Modus)

Die Farbstimmung in der Werkseinstellung trifft die 6500K der sRGB-Norm mit 6621K noch ziemlich gut, auch wenn der Weißpunkt geringfügig kälter ist. Die Graustufen sind insgesamt gut bis sehr gut. Die durchschnittliche Abweichung liegt bei deltaC 0,4 und die Range bei 1,0. Die Gammakurve entspricht nicht ganz der Normkurve und der gemessene Gammawert liegt mit 2,19 minimal unter dem geforderten Wert von 2,2.

Einen sRGB-Modus gibt es nicht, so dass wir die Werte auch für die Farben heranziehen. Die durchschnittliche Abweichung liegt bei deltaE 1,45 und die Maximalabweichung bei 4,22 deltaE. Insgesamt ist auch dieses Ergebnis als gut zu werten.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der BenQ XL2430T aus Quato iColor Display heraus kalibriert (Bildmodus: Standard, Gamma: 2) und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagement ohnehin berücksichtigt wird.

Obwohl man auch im FPS1 Modus eine Kalibrierung durchführen kann, was ja grundsätzlich positiv anzumerken ist, sind die Ergebnisse leider nicht linear und somit völlig unbrauchbar. Auch für die Kalibrierung sollte der Standardmodus verwendet werden.

Oliver Jachmann

... spielt seit seiner Kindheit Rennsimulationen am Computer. Seit 2013 verstärkt er unser Team und schreibt hauptsächlich Testberichte von Gaming-Monitoren. Seinen Ausgleich findet er im Sport und bezeichnet sich selbst als Fitness-Freak.

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3 Gedanken zu „Test Monitor BenQ XL2430T“

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