Test Monitor BenQ XL2430T
7/8

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Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des BenQ XL2430T arbeitet mit White LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre.

Benq Xl2430t Monitor Backlight
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung.

Subjektive Beurteilung

Obwohl die getesteten Displays einen großen Parcours mit hochempfindlichen Testgeräten über sich ergehen lassen müssen, erzeugen manche Geräte Bewegungsartefakte ohne messbaren Overdrive. Auch gehört in diesen Abschnitt das Verhalten der Monitore im Gameplay. Als Testspiele dienten uns „Dirt 3“ als Rennspiel und „Battlefield 4“ als FPS-Spiel. Wir haben uns einige Zeit hingesetzt und diese Games angespielt um einen Nutzen der möglichen Einstellungen zu erkennen und wie sich der XL2430T performancetechnisch verhält.

„Dirt3“

In der Cockpitansicht hat man am unteren Bildrand direkt die schnell bewegten Bildteile vor sich und kann gut die Performance des Monitors beurteilen. Im 60Hz-Modus mit aktiviertem Overdrive sieht man das übliche verschmierte Bild und kann die feinen Texturen der Schotterpiste nicht erkennen. Genauso wenig die Vegetation an den Bildrändern.

Im 144 Hz Modus ändert sich dies grundsätzlich. Nun erscheinen auch feine Strukturen sehr klar. Dreht man nun an den Overdrive Einstellungen, sieht man kaum Veränderungen. Achtet man sehr genau auf die Baumwipfel, die meist bei übersteuertem Overdrive zu Doppelkonturen neigen, so sind diese in der höchsten Einstellung minimal wahrnehmbar. Dafür muss man aber schon sehr genau hinschauen. Oft ruft dieses Spiel auf dem Schotter, besonders in Kurven „Tearing“ hervor. Erfreulicherweise schlägt der XL2430T sich auch hier sehr gut und man sieht nur sehr selten einen Zeilenversatz.

„Battlefield 4“

Im Spiel „Battlefield 4“ liefert das Display auch eine solide Vorstellung ab. Mit schnellen Schwenks und Drehbewegungen kann man das Display absolut nicht aus dem Tritt bringen. Die Overdrive-Einstellungen können ohne weiteres bis auf Anschlag gestellt werden, da sie schon das Display bei „Dirt3“ nur knapp an seine Grenzen brachte. Hier wird eine kaum sichtbare Corona auch den peniblen Spieler nicht stören.

Sehr hilfreich ist der „Black eQualizer“, welcher die dunklen Bildanteile anhebt, die hellen aber nahezu unangetastet lässt. Der Nachteil liegt aber auf der Hand: düstere Szenen verlieren sehr an Stimmung, da das Bild nun nicht mehr schwarz, sondern dunkelgrau erscheint. Wenn man sich jedoch aussuchen kann, ob man erschossen werden will, oder lieber stimmungsvoll spielen möchte, dann fällt die Auswahl nicht schwer.

PixPerAn

Beim „PixPerAn“ Lesbarkeitstest erhält man in den normalen Einstellungen ein eher schlechtes Ergebnis von nur Tempo 6. Bei eingeschalteter „Blur Reduction“ erreichen wir jedoch weitaus höhere Werte. Leider ergeben sich durch diese Funktion andere Probleme, wie etwa die Abdunkelung des Bildes. Dem kann man etwas entgegensteuern, indem man die Stärke dieses Effektes etwas zurücknimmt. Stufe 15 ist hier ein guter Kompromiss zwischen Abdunkelung und Effekt.

Benq Xl2430t Monitor Ohne Blur
Benq Xl2430t Monitor Mit Blur
Links ohne, rechts mit „Blur Reduction“ bringt gute Ergebnisse mit kleinen Einschränkungen.

Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit den Bereich zu bestimmen, wo dieser Effekt auf dem Monitor am besten zum Tragen kommt. Zur Auswahl steht eine Skala von 0 bis 100, wobei 100 am oberen Ende und 0 am unteren Ende des Bildschirms liegt.

Sound

Der BenQ XL2430T verfügt nicht über interne Boxen. Das Audiosignal muss mittels HDMI oder DisplayPort zugespielt werden, um den Kopfhörerausgang auf der linken Seite des Monitors zu
nutzen. Dort können Kopfhörer oder externe Boxen mit 3,5 mm Klinkenanschluss verbunden
werden. Die Lautstärke wird über das OSD-Menü gesteuert. Dieser Menüpunkt kann auch als
vordefinierte Schnellzugriffstaste auf die erste Ebene des OSD-Menüs gelegt werden.

DVD und Video

Der XL2430T verfügt gleich über zwei HDMI-Anschlüsse, an denen Spielkonsolen, HDTV-Empfänger und BD-Player angeschlossen werden können. Der Ton wird an die Kopfhörerbuchse weitergegeben. Der angebotene Filmmodus liefert im Ansatz schon eine solide Voraussetzung für weitere Einstellungen. Zusätzlich haben wir die Helligkeit auf 70 heruntergeregelt, rot etwas angehoben und grün und blau etwas gesenkt, um natürlichere Farben zu erhalten. Bei diesen Einstellungen gibt das Display ein gut durchzeichnetes Bild in den hellen und dunklen Bildpassagen wieder.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Im Vollbildmodus wird 720p bzw. 1080p Material erwartungsgemäß unverzerrt und ohne schwarze Ränder wiedergegeben. Auch SD-Material wird folgerichtig mit Trauerrändern an den Seiten unverzerrt wiedergegeben.

An Bildraten wird alles akzeptiert, was wir dem Display zuspielen. Einzig 24p ist nicht frei von Judder, jedoch war es ohne Probleme möglich einen Film bei dieser Bildrate zu schauen.

Wir überprüfen das Deinterlacing mit Halbbildfolgen im 3:2 und 2:2 Rhythmus und spielen danach noch echtes Videomaterial mit nicht zusammenhängenden Halbbildern zu. Im Optimalfall kann der Deinterlacer in den beiden ersten Fällen die Originalvollbildfolge verlustfrei rekonstruieren.

Eingehende Halbbildsignale werden von der Elektronik des XL2430T ohne weitere Verarbeitung skaliert. Deutliches Zeilenflimmern und eine reduzierte vertikale Auflösung sind die Folge. Wir empfehlen daher, das Deinterlacing bereits vor der Zuspielung durchführen zu lassen.

3 KOMMENTARE

  1. Hallo, Danke für diesen Test. Folgendes: Kann es sein dass der Black EQ evtl. den Input Lag erhöht?

    Danke + Grüsse

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