Test Monitor Dell P2418HZ
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Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Dell P2418hz Monitor Coating
Dell P2418hz Monitor Refcoat
Links das Coating des Dell P2418HZ, rechts das Referenzbild

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der Dell P2418HZ besitzt eine stumpf-matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion.

Blickwinkel

Die Werksangabe für den maximalen Blickwinkel liegt bei 178 Grad in der Horizontalen und Vertikalen. Das sind die für moderne IPS- und VA-Panels typischen Werte.

Das Foto zeigt den Bildschirm des P2418HZ bei horizontalen Blickwinkeln von +/- 60 Grad und vertikalen von +45 und -30 Grad. Dank des verbauten IPS-Panels bleiben die Farben auch bei extremen Blickwinkeln sehr stabil. Die im Graustufen-Test beschriebenen Blickwinkelschwächen in sehr hellen Bildbereichen fallen bei gemischten Bildinhalten wie unserem hier verwendeten Testbild kaum auf.

Wahrnehmbar sind vor allem die verminderte Helligkeit und eine etwas schlechtere Zeichnung in dunklen Bildbereichen. Ungewöhnlich stark fällt lediglich der vergleichsweise schon sehr deutliche Helligkeitsverlust bei Blickwinkeln von oben auf. Bei seitlichen Betrachtungswinkeln ist es eher die relativ starke Spiegelung des Displays, die zu einer Minderung der Bildqualität führt.

Das Ergebnis fällt daher zwar schlechter aus, als bei anderen IPS-Panels, ist aber dennoch insgesamt als gut zu beurteilen.

Dell P2418hz Monitor Blickwinkel
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Interpolation

Der Bildschärferegler wirkt auch an den digitalen Eingängen. Die Standardeinstellung 50 scheint gut gewählt, wir haben sie für den Test nicht verändert.

Dell P2418hz Monitor Gitter Nativ
Dell P2418hz Monitor Gitter 720p
Testgrafik: Links nativ, rechts 1280-x-720-Vollbild

Die Schärfe bei nativer Auflösung ist erwartungsgemäß sehr gut. Bei 1280 x 720 sieht man, dass die notwendige Pixelvergrößerung hauptsächlich durch zusätzlich eingefügte graue Bildpunkte bewirkt wird. Dies führt zu etwas fetteren Konturen mit leichtem Unschärfeeindruck. Farbsäume treten nicht auf.

Dell P2418hz Monitor Text Nativ
Dell P2418hz Monitor Text 720p
Textwiedergabe: Links nativ, rechts 1280-x-720-Vollbild

In allen interpolierten Auflösungen sind die Lesbarkeit von Texten und die Abbildung der Testgrafik – dem Skalierungsgrad entsprechend – gut bis sehr gut. Die unvermeidlichen Interpolationsartefakte fallen gering aus. Auch Texte mit fetten Buchstaben bleiben gut leserlich.

Neben dem nativen 16:9-Format bietet das OSD auch die Seitenverhältnisse 4:3 und 5:4 an. Entsprechende Auflösungen werden dann seitengerecht skaliert. Die Auswahl der zur Verfügung gestellten Auflösungen im Treibermenü (NVIDIA) ist aber zumindest am DisplayPort eingeschränkt. Die 4:3-Auflösung 1600 x 1200 wird beispielsweise gar nicht erst angeboten.

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert.

Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden ein X-Rite-i1-DisplayPro-Colorimeter und ein X-Rite-i1-Pro-Spektrophotometer eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Dell P2418hz Monitor Srgb1
Dell P2418hz Monitor Srgb2
Abdeckung des sRGB-Farbraums

Die folgende Tabelle fasst die Ergebnisse jeweils für das Werks-Preset und nach Software-Kalibration mit Quato iColor Display zusammen:

Farbraum Abdeckung im Werks-Preset Abdeckung nach Kalibrierung
sRGB 92 % 93 %
Adobe RGB 69 %
ECI-RGB v2 64 %

 

Die Abdeckung des sRGB-Farbraums ist nach unserem Wertungsschema vor wie nach der Kalibration gut. Für die EBV ist das Gerät damit aber nicht mehr zu empfehlen. In den Grafiken oben sieht man im Vergleich zum schwarzen Sollgitter sehr gut, wo es fehlt.

Farbmodus: Custom (Werkseinstellung)

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben:

Bildmodus: Standard
Helligkeit: 75
Kontrast: 75
Gamma: keine Einstellmöglichkeit
Farbtemperatur: keine Einstellmöglichkeit
RGB: nur im Modus „Benutzerfarbe“ änderbar
Color-Gamut: k. A.
Schärfe: 50
Reaktionszeit: normal

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Dell P2418hz Monitor Native
Graubalance in der Werkseinstellung, Bildmodus „Standard“

Mit etwas „Augenzudrücken“ liefert der Dell P2418HZ in der Werkseinstellung bei der Graubalance gerade noch ein befriedigendes Ergebnis. Der Weißpunkt ist mit 7900 K deutlich kühler als die gewünschten 6500 K. Der Gammawert liegt im Durchschnitt bei 2,13, und die Kurve verläuft alles andere als normgerecht.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Dell P2418hz Monitor Srgb
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung, Bildmodus „sRGB“

Einen speziellen sRGB-Modus bietet Dell beim P2418HZ nicht an, daher haben wir auch die Farbmessungen mit Werkseinstellungen durchgeführt.

Die Graubalance bleibt daher wie gehabt zufriedenstellend. Die durchschnittlichen Farbabweichungen können diese Hürde leider nicht mehr nehmen und schneiden ab Werk schlecht ab. Die hohen Abweichungen sind in der Grafik deutlich zu sehen und vor allem bei den Primärfarben im wahrnehmbaren Bereich. Auch die Gammakurve benötigt eine Korrektur.

Auch wenn es sich beim P2418HZ um einen – noch dazu sehr günstigen – Büromonitor handelt, wäre eine bessere Werksabstimmung wünschenswert und wird von Wettbewerbern auch in diesem Preissegment teils schon geboten.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF Datei heruntergeladen werden.

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... beschäftigt sich beruflich wie privat seit über 20 Jahren intensiv mit den Themen und Entwicklungen in der IT-Branche. Als freiberuflicher Autor, Testredakteur und Fotograf, kennt er die Anforderungen an ein gutes Display. Für PRAD ist er seit 2013 tätig.

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