Test Monitor Fujitsu B24W-5 ECO
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Interpolation

Einstellungen zum passenden Seitenverhältnis bietet der B24W-5 ECO keine – bei der Zuspielung jeglicher Formate wird stets auf Vollbild gestreckt. Damit unterstreicht der 24-Zoller einmal mehr, dass die Zielgruppe überwiegend im Office-Bereich tätig sein sollte.

Die Bildschärfe des B24W-5 ECO kann auch am DVI-Eingang verändert werden. Standardmäßig steht der Regler auf der Skala von 0-14 auf Stufe 7. Anwendern würden wir raten, es bei dieser Einstellung zu lassen, da bei niedrigeren Werten eine deutliche Unschärfe und bei höheren der so genannte „Heiligenschein“ bei harten Kontrasten auftritt.

Fujitsu B24w 5 Eco Monitor Gitter Nativ
Fujitsu B24w 5 Eco Monitor Gitter 800
Testgrafik, links: nativ; rechts: 1.280 x 800 Vollbild.
Fujitsu B24w 5 Eco Monitor Text Nativ
Fujitsu B24w 5 Eco Monitor Text 800
Textwiedergabe, links: nativ; rechts: 1.280 x 800 Vollbild.

Wie zu erwarten ist die Bildschärfe bei der nativen Auflösung am besten. Bei niedrigen Auflösungen muss dagegen das Signal durch das Einfügen von Bildpunkten aufs Vollbild interpoliert werden, wodurch der typische Unschärfe-Effekt entsteht wie er bei der Auflösung 1.280 x 800 zu sehen ist. Insgesamt macht aber die Interpolation sämtlicher nicht-nativen Auflösungen einen guten bis sehr guten Eindruck. Wegen der mangelnden Skalierungsmodi erhält der B24W-5 ECO aber in dieser Disziplin nur eine befriedigende Note.

Reaktionsverhalten

Den B24W-5 haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DVI-Anschluss vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Das Datenblatt zum B24W-5 nennt eine typische Reaktionszeit von 5 Millisekunden. Bei unseren Messungen ermitteln wir 5,2 Millisekunden für den Schwarz-Weiß-Wechsel, alle übrigen Wechsel dauern dagegen durchweg viel länger. Die über alles gemittelte Bildaufbauzeit (hin und zurück) für unsere 15 Messwerte ist mit 24,0 Millisekunden sehr lang für ein TN-Panel.

An den meisten Messpunkten sind die Anstiegszeiten sehr lang, die Abfallzeiten von hell nach dunkel dagegen sehr kurz. Eine Overdrive-Option gibt es nicht. Faktisch ist eine Beschleunigung nur bei den allerhellsten Stufen (über 90 Prozent) zu erkennen, hier verkürzt sich die Anstiegszeit drastisch und kleine Überschwinger entstehen.

Fujitsu B24w 5 Eco Monitor Reaktion
Fujitsu B24w 5 Eco Monitor Over
Lange Schaltzeiten außer beim Schwarz-Weiß-Wechsel.

Latenzzeit

Die Latenz ermitteln wir als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim B24W-5 messen wir eine sehr kurze Signalverzögerung von nur 1,8 Millisekunden. Bis zur Soll-Helligkeit sind dann aber noch weitere 12,0 Millisekunden nötig, daher ergibt sich die mittlere Gesamtlatenz zu recht langen 13,8 Millisekunden.

Subjektive Beurteilung

In der Praxis konnten wir sowohl in synthetischen als auch im alltäglichen Windows-Betrieb die leichte Schlierenbildung nachvollziehen. Besondere auffällige Schlieren bei bestimmten Farb- oder Graustufenwechseln konnten wir jedoch nicht feststellen.

Bei schnellen Szenen in Spielen und Filmen blieb eine gewisse Unschärfe ebenfalls nicht aus, womit der B24W-5 ECO für ein TN-Panel eine recht schwache Leistung zeigt. Im Vergleich zu einem durchschnittlichen VA-Panel ist die Reaktionsgeschwindigkeit aber auf ähnlichem Niveau.

Sound

Über den 3,5 mm Klinkeneingang können die nicht sichtbaren 2 x 1 Watt Boxen des B24W-5 ECO mit einem Sound-Signal angesteuert werden. Neben der Lautstärke- und Mute-Kontrolle gibt es im OSD keine weiteren Einstellungen zur Klangoptimierung. Dementsprechend sollte man von den Boxen auch nicht allzu viel erwarten: Tiefe Bässe und klare Höhen vermisst man komplett, wodurch der Sound insgesamt recht dumpf wirkt.

Für ein kleines Video zwischendurch dürfte die Leistung damit zwar ausreichen, für Musik oder Spielfilme sollte jedoch auf ein externes Soundsystem zurückgegriffen werden.

DVD und Video

Über einen HDMI-Eingang verfügt der Fujitsu B24W-5 ECO nicht, allerdings kann er über den DVI-Eingang HDCP-geschützte Inhalte annehmen: In unserem Test haben wir den 24-Zoller erfolgreich über einen Bluray-Player mit einem HDMI-DVI-Kabel ansteuern können. Ein klarer Nachteil ist jedoch das 16:10-Format und die nicht vorhandenen Skalierungsoptionen womit das Bild stets etwas verzerrt ist. Auch das Sound-Signal wird nicht über das HDMI-DVI-Kabel mittransportiert, sondern muss über den 3,5 mm Klinkeneingang eingespeist werden.

Fujitsu B24w 5 Eco Monitor Dvd
Test der Videoeigenschaften.

Im sRGB-Modus haben wir uns bei einer Helligkeitseinstellung von 100 eine Bluray angesehen. Abgesehen von dem leicht verfälschten Seitenverhältnis konnte uns das Bild mit natürlichen Farben, einer hohen Detailgenauigkeit und dank des guten Kontrasts auch mit einer hohen Bilddynamik überzeugen. Beim genauen Bertachten fiel bei schnellen Kameraschwenks eine leichte Bewegungsunschärfe auf.

Dank der relativ guten horizontalen Blickwinkel ist der Filmspaß auch mit mehreren Leuten bis zu einem gewissen Grade garantiert. Bei höheren Winkeln ab 45º ist jedoch auch beim B24W-5 ECO mit Kontrasteinbußen und leichten Farbverschiebungen zu rechnen.

Overscan

Der B24W-5 ECO bietet keine Overscan-Funktion an.

Farbmodelle und Signallevel

Wegen des fehlenden HDMI-Eingangs verfügt der B24W-5 ECO über keine Schwarzwert-Option. Weil der DVI-Eingang zudem für den PC-Betrieb ausgelegt ist, erwartet der 24-Zoller korrekterweise den vollen Signalumfang (RGB 0-255). Bei der Zuspielung eines reduzierten Signalumfanges (RGB 16-235) entsteht daher ein flaues Bild. YCbCr-Signale quittiert der 24-Zoller – wie es bei Bildschirmen ohne HDMI-Anschluss meist üblich ist – mit einem pinken Bild.

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