Test Monitor HP EliteDisplay S270c
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Subjektive Beurteilung

Obwohl wir die Displays durch einen Parcours von hochempfindlichen Testgeräten schicken, gibt es immer wieder Geräte, die Bewegungsartefakte ohne messbaren Overdrive erzeugen. In diesem Teil des Tests überprüfen wir nochmals ganz genau, wie sich der Monitor in realer Umgebung schlägt und wie das Handling ist. Zusätzlich haben wir uns einige Stunden hingesetzt und Videos geschaut, kleine Tests durchgeführt und eine Zeit lang mit ihm gespielt.

Als Spiel kam „DiRT 3“ zum Einsatz. Dank der in dieser Rennsimulation verfügbaren Cockpit-Ansicht kann man sehr gut die schnellen Bildanteile direkt vor sich beurteilen. Auch die vorbeifliegende Vegetation an den seitlichen Bildrändern und der starke Kontrast zwischen Himmel und Baumspitzen lassen gut erkennen, ob es Probleme mit Tearing gibt oder ob Doppelkonturen sichtbar werden.

Hier schlägt sich der S270c mittelmäßig, wie man es bei einem 60-Hz-Monitor auch nicht anders erwarten kann. Schnelle Bildanteile wirken etwas verwaschen, aber es tritt auch keine ungewöhnlich starke Schlierenbildung auf. Bewegungsartefakte konnten wir ebenfalls rein optisch nicht wahrnehmen. Zudem konnten wir auch nur minimal eine Korona erkennen, die am ehesten sichtbar wird, wenn kontrastreiche Kanten schnell bewegt werden.

Das EliteDisplay S270c verfügt über zwei Overdrive-Stellungen: „Aus“ und „Ein“. Visuell konnten wir eine Beschleunigung nicht wahrnehmen. Sehr unangenehm fiel jedoch das spiegelnde Display bei einem etwas helleren Raum auf, da das Auge die unwichtigen Inhalte bei dunklen Bildinhalten rausfiltern muss. Dadurch werden teilweise wichtige Dinge durch die Spiegelung verschluckt, was zu Fehlentscheidungen führt. Auch strengen sich die Augen durch diesen Umstand sehr an, was bei längeren Gaming-Sessions zu Kopfschmerzen führen kann. Als Gaming-Display ist der HP deshalb nur in abgedunkelten Räumen oder bei hellen und bunten Spielen zu empfehlen.

Im PixPerAn-Lesetest liefert das Testgerät nicht gerade eine löbliche Leistung ab, da schon bei Geschwindigkeit 6 ähnlich aussehende Buchstaben nicht mehr unterschieden werden können.

Sound

Das EliteDisplay S270c ist mit vier Lautsprechern à 4 Watt ausgestattet. Sie liegen hinter den seitlichen Verblendungen, die über die gesamte Display-Höhe gehen und über eine Breite von 60 mm verfügen.

Hp Elitedisplay S270c Monitor Lautsprecher Links Rechts
Links und rechts am LCD-Panel anschließenden sind hinter großen Blenden die Lautsprecher plaziert (rot markiert).

Sie sind aber nicht einmal halbwegs so groß, wie man es meinen würde. Denn schaut man sich in einem günstigen Winkel bei sehr hellem Licht die Verblendungen an, so kann man die Lautsprecher sehen. Sie liegen im unteren Drittel und sind übereinander als Paar angeordnet.

Hp Elitedisplay S270c Monitor Lautsprecher
Hinter den großen Verblendungen sind recht kleine Boxen verbaut (rot markiert).

Zusammen verfügen sie in etwa über eine Höhe von 70 mm und eine Breite von 35 mm. Der Ton kann entweder über die hintere Audio-In-Buchse oder aber digital über die HDMI-Anschlüsse zugespielt werden. Das Versprechen eines Tones ohne Kompromisse, wie es im Pressebericht heißt, wird aber nicht erlangt, denn dafür fehlt ihnen einfach der Bass.

Für interne Lautsprecher eines Monitors sind sie aber durchaus zu gebrauchen, und für nicht verwöhnte Ohren wird die Klangqualität auch für ein Video genügen. Wer mehr Klangqualität will, wird sowieso zu externen Lautsprechern greifen.

DVD und Video

Über die beiden HDMI-Schnittstellen können HD-Zuspieler wie BD-Player, Spielekonsolen oder HDTV-Empfänger angeschlossen werden. Wahlweise kann der Ton über Kopfhörer wiedergegeben werden, oder, wie oben bereits erklärt, über die internen Lautsprecher. Wird der Monitor analog über die VGA-Schnittstelle verbunden, so besteht die Möglichkeit, den Ton über die hintere Audio-In-Buchse zuzuspielen.

Eine voreingestellte Bildoption wie etwa einen Filmmodus gibt es nicht. Wählbar ist in der Farbsteuerung „warm“, „neutral2, „kühl“, „systemeigen“ oder „Benutzerdefiniert RGB“. Die Einstellungen „warm“ mit 5300K und „kühl“ mit 11000K eignen sich nicht für eine ordentliche Darstellung von Personen.

Natürliche Farben bietet die Einstellung „neutral“ in Verbindung mit einer Verringerung der Helligkeit auf etwa 40. Die geschauten Videos zeigten so kräftige und natürliche Farben. Auch die Zeichnung in hellen und dunklen Bildpassagen ist auf einem guten Niveau.

Der Schwarzwert ist aufgrund des VA-Panels über jeden Zweifel erhaben und bringt besonders düstere Filme so rüber, wie man es sich vorstellt. Nachzieheffekte bei schnellen Szenen konnten wir nicht erkennen. Leider gibt es Einschränkungen bei schräger Draufsicht aufgrund des schwindenden Kontrastes und der Aufhellung des Bildes. Zu groß sollte die Gruppe demnach nicht sein, wenn man die maximale Bildqualität genießen will.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

1.080p und 720p werden als einwandfreies Vollbild angezeigt. Auch SD-Material mit einem 4:3-Seitenverhältnis erkennt die Elektronik automatisch und zeigt solches Material folgerichtig mit Trauerrändern links und rechts am Bildrand.

Laut Handbuch nimmt das EliteDisplay kein Halbbildmaterial an. Signale in 1.080i spielte das EliteDisplay S270c trotzdem in einer ordentlichen Bildqualität ab. Material in 480i und 576i zitterte hingegen so stark, dass wir uns keinen Film damit anschauen wollten.

Wir spielten dem S270c Testvideos in 2:2- und 3:2-Kandenz zu. Inhalte mit einem ungeraden Rhythmus zeigten Zeilenflimmern und starke Kammbildung, was für einen nicht verbauten Deinterlacer spricht.
Bildraten werden neben 59 und 60 Hz auch mit 50 und 70 Hz angenommen, die aber nicht frei von Judder waren. Einen Kinolook mit 24 Hz lässt das Display nicht zu; es erscheint die Meldung: „Eingangssignal außerhalb des Bereichs“.

Overscan

Eine Overscan-Funktion bietet das Gerät nicht an.

Farbmodelle und Signallevel

Farbmodell und Signallevel lassen sich ebenfalls nicht anpassen, werden aber direkt richtig interpretiert.

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