Test Monitor Hyundai L90D

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Garantie LCD/Backlight (Jahre): 3/3 incl. Vor-Ort-Austauschservice
max. Pixelfehler (nach ISO 13406-2): Klasse II
Panelgröße: 19″
Pixelgröße [mm]: 0.294
Standardauflösung: 1.280 x 1.024
Sichtbare Bildgröße/-diagonale [mm]: 376 x 301 / 483
Videoeingang, Stecker: Sub-D analog und DVD-D digital
Bildfrequenz [Hz]: 56 – 75
max. Zeilenfrequenz Videobandbreite [kHz/MHz]: 31 – 80 / –
Farbmodi Preset/User: 12 / 9
LCD drehbar/Portrait Modus: Nein / Nein
LCD Display Arm Option: Ja
Ausstattung: Sub-D Kabel, DVI-D Kabel, Audiokabel, Lautsprecher, Netzteil intern
Monitormaße (B x H x T) [mm]: 420 x 441 x 185
Gewicht [kg]: 6,2
Prüfzeichen: TCO99, TÜV GS, ISO 13406-2, CE
Leistungsaufnahme On/Stand-by/Off [Watt]: 40 / – / 3,5

Einleitung

Alle in diesem Test veröffentlichten Ergebnisse wurden am digitalen Eingang ermittelt. Lediglich die analoge Bildqualität wurde am analogen Anschluss getestet. Alle Tests wurden mit einer Gainward 750 XP Geforce4 Titanium Grafikkarte ermittelt.

Lieferumfang

Der HYUNDAI L90D wird geliefert mit einem Quick Start Guide, Netzkabel, D-Sub VGA Kabel, DVI-D Kabel, Audiokabel und einer CD mit Handbuch, Farbprofilen und Treibern.

Optik

Der neue HYUNDAI L90D findet in einer sehr schmalen Verpackung Platz, die auf einen Fuß mit zusätzlicher Montage schließen lässt. Dies ist jedoch nicht der Fall, denn der Monitor wird einfach nur nach hinten geklappt und wird so extrem flach. Der L90D macht optisch eine schöne Figur und kann sowohl bei seitlicher und frontaler Sicht überzeugen. Das Gehäuse und der Fuß bestehen aus silbernem und dunkelgrauem Kunststoff. Die Verarbeitungsqualität ist ausgezeichnet.

Seitliche Ansicht
Seitliche Ansicht
Ansicht schräg
Ansicht schräg

Die Tasten zur Bedienung des OSD sind im unteren Teil mittig angeordnet. Die chromfarbenen Tasten wirken edel und sind bequem bedienbar. Der Fuß bietet lediglich die Neigung des Displays an. Eine Höhenverstellung, Dreh- oder eine Pivotfunktion sind nicht verfügbar. Der Abstand zwischen Panelunterkante und Schreibtisch beträgt 11,8 cm. Der seitliche und obere Rahmen hat eine Breite von 2,3 cm. Der untere Rahmen hat mittig eine Breite von 7,5 cm. Im unteren Teil des Gerätes wurden auch seitlich zwei Lautsprecher integriert.

Der Monitor bietet neben einem analogen D-Sub Eingang auch einen digitalen DVI-D Eingang.

Besonders positiv ist aufgefallen, dass das Gerät vollkommen geräuschlos arbeitet. Dies ist leider nicht bei allen am Markt erhältlichen Geräten selbstverständlich und muss deshalb ausdrücklich erwähnt werden. Viele Geräte summen oder pfeifen leicht, insbesondere wenn die Helligkeit nach unten geregelt wird.

Tasten und Standfuß
Tasten und Standfuß

Lautsprecher

Von den integrierten Boxen darf man sich generell nicht zu viel erwarten. An ein System mit separaten Boxen und Subwoofer, kommen diese kleinen Lautsprecher natürlich nicht heran. Dennoch bieten die Lautsprecher des HYUNDAI im Vergleich zu vielen anderen Geräten die von uns getestet wurden, eine durchaus befriedigende Tonqualität und hebt sich positiv von der Konkurrenz ab. Insgesamt zwar etwas wenig Bässe, aber durchaus auch für die Wiedergabe von Musik geeignet, solange der Lautstärkeregler nicht zu hoch eingestellt wird.

Die Regelung der Lautstärke und die Stummschaltung können direkt über die Tasten am Gerät vorgenommen werden.

Bildqualität

Um es gleich vorweg zu nehmen, die Bildqualität des HYUNDAI L90D ist ausgezeichnet. Das Bild ist in der Standardeinstellung als optimal anzusehen. Die Helligkeitsregelung bietet keine große Bandbreite, weder nach oben, noch nach unten. Allerdings ist die gebotene Helligkeit vollkommen ausreichend um mit dem Gerät eine ausgezeichnete Bildqualität zu erzielen. Das Panel zeigt eine gleichmäßige Ausleuchtung und auch der Weiß- und Schwarzwert können überzeugen. Die Graustufenauflösung ist insgesamt als gut zu bewerten, wobei diese bei dunklen Farben ein optimaleres Ergebnis liefert, als bei sehr hellen Farbtönen.

Standfuß Gelenk Rückseite
Standfuß Gelenk Rückseite

Der Blickwinkel ist als ausgezeichnet einzustufen. Ein sichtbarer Unterschied zu einem CRT Monitor ist nicht mehr auszumachen. Vertikal und horizontal kann das gelieferte Ergebnis als optimal angesehen werden.

Die Bewegungsunschärfe, die im Allgemeinen auch Schlieren genannt wird, ist analog zu anderen MVA/PVA Panels und bietet keine Überraschung. Für Ego-Shooter ist das Gerät nur bedingt geeignet. Alle Gelegenheitsspieler können mit diesem Modell aber durchaus zufrieden gestellt werden.

Wer allerdings einen Monitor für Internet, Office oder Grafikbearbeitung braucht, wird einen Top Monitor erhalten. Auch als DVD-Bildschirm ist das Gerät uneingeschränkt zu empfehlen. Durch die gleichmäßige Ausleuchtung und den guten Schwarzwert, wird ein DVD-Film zum reinsten Vergnügen.

Schrift wird bei interpoliertem Bild befriedigend dargestellt. Bei Spielen ist die interpolierte Darstellungsqualität als gut zu bezeichnen. Leider bietet das Gerät lediglich eine Vollbilddarstellung an. Eine Auswahl im OSD für eine 1:1 oder seitengerechte Bilddarstellung ist nicht vorhanden. Diese Veränderungen können allerdings im Grafikkartentreiber-Menü eingestellt werden. Der nVidea Treiber gestattet beispielsweise sowohl eine 1:1 und eine seitengerechte Darstellung an. Zu beachten ist aber, dass diese Einstellungen nur bei einem digital angeschlossenen Monitor vorgenommen werden können!

Anschlüsse
Anschlüsse

Auch die analoge Bildqualität steht der digitalen Bildqualität in nichts nach. Die automatische Bildjustierung funktioniert allerdings nicht optimal. Während Schrift und Bildschärfe perfekt eingestellt werden, konnte die horizontale Bildlage nicht korrekt justiert werden. Auch ein manuelles Nachjustieren bringt leider kein perfektes Ergebnis. Um ein perfektes Ergebnis zu erreichen, müsste das Bild um wenige Millimeter weiter nach links justiert werden, was allerdings nicht möglich ist.

OSD

Direkt am Monitor kann leider nur die Lautstärke der Lautsprecher geregelt und die automatische Bildeinstellung vorgenommen werden. Um den Kontrast und die Helligkeit zu ändern, sowie das VGA Signal zu wählen, ist der Weg ins OSD deshalb unumgänglich.

Im Digitalbetrieb ist das OSD-Menü und die vorhanden Einstellmöglichkeiten, etwas spartanisch ausgefallen. Im Menü kann lediglich der Kontrast und die Helligkeit geregelt werden. Eine separate Korrektur der RGB Werte oder der Farbtemperatur ist nicht möglich. Es gibt weder Voreingestellte Farbmodi, noch die Möglichkeit eigene zu erstellen. Wer eine exakte Farbeinstellung durchführen möchte, kommt an einer separaten Software wie z.B. PowerStrip nicht vorbei.

OSD
OSD
Rückseite
Rückseite

Im Digitalbetrieb kommen lediglich noch die Sprachauswahl, die Lage des OSD, die Lautstärkeregelung und die Signalwahl als auswählbare Optionen hinzu.

Im Analogbetrieb ist allerdings die Korrektur der RGB Werte und die Änderung der Farbtemperatur möglich. Dazu gibt es mit Modus 1 und Modus 2, zwei fest eingestellte Werte, sowie einen benutzerdefinierten Wert für die Farbtemberatur. Warum dieses Feintuning nur im Analogbetrieb möglich ist, kann nicht ganz nachvollzogen werden.

Zusätzlich gibt es noch einen Menüpunkt für die automatische Bildeinstellung, die manuelle Einstellung für Phase/Clock und die manuelle Einstellung der Bildlage.

Bewertung

Bildstabilität:
(analog)
(digital)
Blickwinkelabhängigkeit:
Kontrasthöhe:
Farbraum:
Subjektiver Bildeindruck:
Graustufenauflösung:
Helligkeitsverteilung:
Interpoliertes Bild:
Gehäuseverarbeitung und Mechanik:
Bedienung/OSD:
Geeignet für Gelegenheitsspieler:
Geeignet für Hardcorespieler:
Geeignet für DVD/Video:
Preis [incl. MWSt. in Euro]: Keine Angaben
4.1

(GUT)

Technische Spezifikation: HYUNDAI ImageQuest L90D

Fazit

Der Hyundai L90D kann bei der Bildqualität vollkommen überzeugen und bietet für einen Preis von 625,00 EUR ein insgesamt gutes Preis-/ Leistungsverhältnis. Auch die verbauten Boxen können im Vergleich zu anderen integrierten Lösungen punkten. Etwas reduziert fallen die Funktionen des Fußes und die des OSDs im Digitalbetrieb aus. Hier muss aber jeder selbst entscheiden, welche Funktionen unbedingt benötigt werden.

Wer keine detaillierte Farbsteuerung benötigt oder selber vornehmen will und mit der Regulierung von Helligkeit und Kontrast auskommt, kann bedenkenlos zuschlagen. Außerdem ist durch die herstellerseitige optimale Farbeinstellung eine weitere Optimierung nicht unbedingt notwendig.

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