Test Monitor LG 27MU67-B
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Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim LG 27MU67-B messen wir mit 2,1 ms eine sehr kurze Signalverzögerung. Die halbe mittlere Bildwechselzeit ist mit 5,5 ms ebenfalls sehr kurz. Insgesamt macht das hervorragende 7,6 ms.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des LG 27MU67-B arbeitet mit White LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: Sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre. Somit ist der Monitor auch bei reduzierter Helligkeit für die Augen nicht besonders anstrengend.

Lg 27mu67 B Monitor Backlight
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung.

Subjektive Beurteilung

Im Praxiseinsatz zeigt sich dann auch, dass der LGMU67-B lein klassischer Gaming-Monitor ist, sondern ein ausgezeichneter Allrounder, mit dem man auch spielen kann. Die AMD-FreeSync-Technologie unterbindet zwar Bildruckeln und Darstellungsfehler (Tearing), dennoch kann der Monitor mit einem 144Hz-Gaming-Monitor nicht mithalten.

Die Reaktionszeit des LG 27MU67-B ist in Kombination mit dem IPS-Panel flott und wird in den meisten Situationen ausreichend sein, solange keine Pro-Gamer davor sitzen. Im Praxistest waren bei Spielen und Videos keine ungewöhnlichen Nachzieheffekte oder Bewegungsunschärfen zu sehen. Das Bild weist auch bei schnellen Bewegungen nur wenige Schlieren auf.

Außerhalb von Ego-Shootern kommt es aber auch beim Gaming nicht nur auf die Latenzzeiten an. Sobald die Bildqualität bei grafikintensiven Spielen im Vordergrund steht, weiß der LG 27MU67-B zu glänzen. Darauf gehen wir im Kapitel „DVD und Video“ noch näher ein. Die Bewältigung der hohen Auflösung erfordert selbstredend eine potente Grafikkarte.

Sound

Tonsignale verarbeitet der 27MU67-B am DisplayPort und am HDMI-Eingang. Die Wiedergabe ist nur am Kopfhörerausgang möglich, Lautsprecher wurden keine eingebaut. Die Lautstärke kann unkompliziert per Direktwahltaste über das OSD eingestellt werden. Eine Stummschaltung (Mute) ist ebenfalls möglich.

DVD und Video

HD-Zuspieler wie Blu-ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen können direkt an die HDMI-Buchse des 27MU67-B angeschlossen werden, der Ton wird an den Kopfhörerausgang weitergeleitet. Beim Anschluss eines PCs klappt die Tonausgabe auch via DisplayPort einwandfrei.

Da der 27MU67-B bereits ab Werk einen gut abgestimmten sRGB-Farbraum mit einem Weißabgleich nahe am Soll mitbringt, ist er auch für Filme entsprechend der HDTV-Norm bereits bestens geeignet. Lediglich der Gammawert sollte noch auf 2,4 erhöht werden, wie bereits im Kapitel „Farbwiedergabe“ erläutert.

Das Produkt bietet auch eine Voreinstellung für Filme (Bildmodus „Cinema“) an. Erfreulicherweise wurden hier Farbtemperatur und Sättigung nicht verändert – was schon sehr gut ist, muss nicht noch verbessert werden. Die Farbtemperatur liegt auch hier nahe dem Soll von 6500K, lediglich die Detailzeichnung in dunklen Szenen scheint etwas besser.

In dieser Konfiguration und der Helligkeitseinstellung 70 haben wir ein HD-Video am PC betrachtet. Der 27MU67-B zeigt dabei ein brillantes und sehr scharfes Bild mit sehr gutem Kontrast, tiefem Schwarz sowie kräftigen und zugleich natürlich wirkenden Farben. Auch Hauttöne werden gut dargestellt.

Der Schwarzwert und der Bildkontrast sind gut. Lediglich in dunklen Szenen könnte die Detailzeichnung noch etwas besser sein. Im Anwendermodus kann man aber gegebenenfalls auf Wunsch in den Spieleeinstellungen die Option „Schwarz Stabilisator“ verwenden, um für „bessere Sicht“ in düsteren Szenen zu sorgen. Nachzieheffekte bei schnellen Szenen traten nicht auf.

Die hohe Blickwinkelneutralität der Farbwiedergabe ist ein weiterer Garant für einen ungetrübten Filmspaß.
Der 27MU67-B bietet auch eine umfangreiche Bild-in-Bild-Funktionalität an, mit der sich mehrere Signalquellen gleichzeitig darstellen lassen. Dabei kann unter anderem das Seitenverhältnis für jede Quelle gesondert eingestellt werden.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Die HD-Auflösungen 720 und 1.080 skaliert der 27MU67-B erwartungsgemäß als einwandfreies Vollbild. Auch das 4:3-Bild von SD-Auflösungen kann wahlweise seitengerecht oder pixelgenau (1:1) wiedergegeben werden.

Inwieweit der Monitor auch Halbbildmaterial verträgt, ist dem Handbuch nicht zu entnehmen. Das Zuspielen von 1.080i per BD-Player hat im Test funktioniert.

Overscan, Farbmodelle und Signallevel

Eine Option zur Aktivierung beziehungsweise Regulierung eines Overscans konnten wir im OSD des 27MU67-B nicht finden. Auch Optionen zur Anpassung von Signallevel und HDMI-Schwarzwert sind nicht vorhanden.

4 KOMMENTARE

  1. Seit einigen Monaten habe ich den Monitor und habe einen massiven Kritikpunkt: die Bedienung.
    Die kapazitiven Tasten lösen ständig ungewollt aus, weil man sie eben nicht ertasten kann und versehentlich mehrmals betätigt. Kurzum extrem fummelige Bedienung.
    Besonders ärgerlich ist das, weil der Monitor nicht automatisch auf die aktive Signalquelle wechselt. Ich habe Laptop und Desktop angeschlossen und muss mich jedes mal mühsam durch die Menüs klicken.

  2. „Bei starker seitlicher Betrachtung lässt der Schwarzwert dagegen sichtlich nach und die Schirmoberfläche wird an den Rändern etwas wolkig.“

    Geht es auch ohne Blume? Ich lese daraus:
    das Ding hat IPS-Glow, wie auch sonst die meisten mistigen IPSe heutzutage.

  3. Danke für den Test, ich habe den Monitor auch und bin begeistert. Sehr gutes Bild, Schärfe und Farben.

    Das einzige was mir fehlt, oder bloß noch nicht gefunden habe, ist eine Anzeige der Auflösung und Bildwiederholrate.

    In Bezug auf die optimalen Schärfeeinstellungen wenn interpoliert wird bin ich allerdings anderer Meinung als im Test angegeben.

    Dies betrifft den Betrieb unter Windows 7, eventuell verhält es sich unter Windows 10 anders.

    Bei 4k Auflösung ist die Schärfe 50 optimal, ansonsten kann man kleine Schrift auch fast gar nicht mehr lesen.

    Je niedriger man die Auflösung jedoch einstellt, umso höher sollte man die Schärfe stellen, ansonsten ergibt sich ein subjektiv sehr „matschiges“ Schriftbild.
    Bei 2560*1440 stelle ich die Schärfe auf 80%, bei 1920*1080 auf 100%.
    Mit diesen Einstellungen sehe ich dann auch kaum Unterschiede zu Monitoren mit so einer nativen Auflösung.

    Eike

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