Test Monitor NEC LCD2490WUXi-BK
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Stromverbrauch

Der NEC 2490WUXi ist kein echtes Energiesparwunder, liegt allerdings voll im Rahmen dessen, was von einem 24-Zoll Display ohne TN-Panel erwartet werden kann. Auch bei maximaler Helligkeit bleibt er unter der Herstellerangabe von 83 Watt. Die im englischen Benutzerhandbuch unter „normal operation“ aufgeführten 65 Watt, erreicht man allerdings erst mit reduzierter Helligkeit. Bei einer Leuchtdichte von 140 cd/m² sinkt der Verbrauch weiter bis auf 43 Watt.

Mit dem seitlich eingebauten Netzschalter kann das Gerät völlig vom Stromnetz getrennt werden. Entsprechend sinkt der Verbrauch auf 0 Watt.

Hersteller Gemessen
83 W 72,6 W
k.A 43,0 W
k.A. 40,3 W
< 1 W 1,7 W
< 1 W 0,0 W

Anschlüsse

Senkrecht an der Gehäuserückseite befinden sich die Signaleingänge des NEC 2490WUXi. Digitale Signale, die auch per HDCP geschützt sein können, werden über den DVI-I- und DVI-D-Eingang verarbeitet. Die Zuspielung analoger Signale kann alternativ auch über den separaten D-Sub VGA-Eingang erfolgen.

Nec Lcd2490wuxi Bk Monitor Nec 2490 Anschluesse
Die Signaleingänge des NEC 2490WUXi.

Über eine neunpolige Mini-DIN-Buchse wird die optionale Soundbar mit dem Display verbunden. Ganz links befindet sich die Kaltgerätebuchse. Ein integrierter USB-Hub ist nicht vorhanden.

Nec Lcd2490wuxi Bk Monitor Nec 2490 Schalter
Der seitlich angebrachte Netzschalter.

Bedienung

Das Bedienkonzept des NEC 2490WUXi unterscheidet sich nicht von anderen Modellen aus der „Professional“ und „ColourManagement“ (SpectraView) Reihe. Sechs Tasten wurden in der rechten unteren Ecke des Rahmens eingelassen. Beschriftet sind nur zwei Tasten, was durch die ausgeklügelte Bedienführung kein Nachteil ist. Die aktuelle Belegung der Tasten wird am Bildschirm selbst angezeigt.

Nec Lcd2490wuxi Bk Monitor Nec 2490 Tasten
Die Tasten zur Menüsteuerung.

Die Navigation durch das OSD realisiert NEC durch je eine horizontal und vertikal angebrachte Doppeltaste. Die horizontale Variante dient auch zum Verändern selektierter Werte.

Über die Input-Taste kann, ohne Menüaufruf, zwischen den drei Signaleingängen gewechselt werden. Bei aufgerufenem OSD wird eine Auswahl bestätigt. Die Taste rechts daneben schließt das OSD, wenn man sich auf der höchsten Ebene befindet. Ansonsten wird das jeweilige Untermenü verlassen.

Die letzte Taste oben rechts wird zur Rücksetzung des Bildschirms auf die werksseitig gespeicherten Einstellungen genutzt, wenn der entsprechende Menüpunkt aufgerufen wurde.
Ganz links befindet sich der Helligkeitssensor, der in Verbindung mit der Option „automatische Helligkeit“ für die Ermittlung der Umgebungshelligkeit genutzt wird.

Nec Lcd2490wuxi Bk Monitor Nec 2490 Menuebelegung
Einblendung der Tastenbelegung.

OSD

Der NEC 2490WUXi verfügt, wie die anderen Bildschirme aus der „Professional“ und „ColourManagement“ Reihe, über zwei verschiedene OSDs. Das Standard-Menü kann jederzeit im Betrieb genutzt werden und bietet Zugriff auf die meisten, wichtigen Funktionen. Beim Einschalten des Bildschirms ist es möglich per Tastenkombination (Power- und Inputtaste und danach eine beliebige unbeschriftete Taste) ein erweitertes Menü aufzurufen.

Diese Zweiteilung erscheint zunächst unnötig kompliziert. Der Eindruck relativiert sich beim Blick auf den Funktionsumfang des erweiterten Menüs. Durch die Separation bleibt der Zugriff auf die meistgenutzten Funktionen sehr übersichtlich und effizient. Umständlich ist nur die Tastenkombination, die für den Zugriff auf das erweiterte Menü benötigt wird. Eine weitere Taste hätte dem Bedienkonzept hier sicher nicht geschadet.

Nachfolgend gehen wir kurz auf die Einstellmöglichkeiten des Standard-OSD ein:

Brightness/ Contrast

Über diesen Menüpunkt können Helligkeit und Kontrast verändert werden. Dabei justiert der Kontrastregler den Weißpegel. Der Schwarzpegel wird über den „BLACK LEVEL“-Regler angepasst, während die Backlighthelligkeit über den Helligkeitsregler verändert wird. In der Standardeinstellung ist das bis hinunter auf 0 Prozent der Fall.

Hinter dem „ECO“-Modus verbirgt sich eine Funktion zur Verringerung der Helligkeit, die in zwei Schritten zu je 25 Prozent reduziert werden kann. Über das erweiterte Menü ist auch eine individuelle Einstellung möglich. Die minimale Helligkeit bei 0 Prozent wird allerdings nicht verändert. Hier ist die Grenze des Regelungsbereiches der Hintergrundbeleuchtung bereits erreicht. Eine Absenkung des Weißpegels findet nicht statt.

Schließlich kann noch die automatische Helligkeitsregelung durch den integrierten Umgebungslichtsensor aktiviert werden.

Nec Lcd2490wuxi Bk Monitor Nec 2490 Menue1
Auto Adjust

Bei Zuspielung eines analogen RGBHV-Signales, wird bei Aktivierung eine automatische Justage auf das Eingangssignal durchgeführt.

Image Adjust

Dieser Menüpunkt erlaubt die Anpassung des Bildes in Bezug auf seine Dimension. Horizontale und vertikale Bildposition können für digitale und analoge Signale verändert werden. Bei analoger Zuspielung kann zusätzlich auch die Bildgröße modifiziert werden.

Das Interpolationsverhalten wird ebenfalls über diesen Menüpunkt gesteuert. Neben einer bildschirmfüllenden Wiedergabe, sind die Skalierung unter Beachtung des Quellseitenverhältnisses und eine unskalierte Ausgabe möglich. Mit der „Custom“-Funktion kann über das erweiterte OSD die Skalierung individuell angepasst werden. Damit ist es auch möglich, bei Zuspielung von Signalen mit nicht quadratischen Pixeln (z.B. auf DVD, oder beim DVB), eine korrekte Darstellung zu erreichen.

Nec Lcd2490wuxi Bk Monitor Nec 2490 Menue2
AccuColor Control Systems

Über diesen Menüpunkt werden die einzelnen Farbmodi des NEC 2490WUXi gesteuert. Der kompakte Aufbau täuscht: Es handelt sich hier um sehr umfangreiche Eingriffsmöglichkeiten.

Neben dem sRGB-Modus, können auch in den Modi „N“ und „P“ keine Veränderungen vorgenommen werden. Modus „P“ bietet Zugriff auf die Änderungen, die ihm Rahmen einer Hardwarekalibrierung an der LUT durchgeführt wurden. Offiziell gibt es beim europäischen NEC 2490WUXi also keine Verwendung für diese Option (für die Einstellungen über „GammaComp“ gibt es eine separate Zugriffsmöglichkeit im erweiterten Menü). Wie der Bildschirm sich tatsächlich verhält, werden wir im Laufe des Tests noch ermitteln. Modus „N“ überführt in einen neutralen Zustand.

Die Bildmodi „1“, „2“, „3“ und „5“ erlauben umfangreiche Modifikationen in der Farbsteuerung des Bildschirms. Der Weißpunkt kann auf Wunsch individuell über drei RGB-Gain Regler verändert werden. Hinter den Optionen „HUE“, „SATURATION“ und „OFFSET“ verbirgt sich eine 6-Achsen-Farbkorrektur, mit der Farbton und Helligkeit der Primär- und Sekundärfarben unabhängig voneinander angepasst werden können.

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... ist seit 2008 dabei und hat Medieninformatik sowie Druck-/ Medientechnik studiert. Es ist für die Bereiche Farbmesstechnik, -metrik und -management zuständig und entwickelte die PRAD-Test-Software. Nach wie vor verfasst er Testberichte über Grafik-Monitore.

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