Test Monitor NEC PA271W-BK

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Garantie LCD/Backlight (Jahre): 3 inkl. Vor-Ort-Service
max. Pixelfehler (nach ISO 13406-2): Klasse II
Panelgröße [Zoll]: 27 (P-IPS)
Pixelgröße [mm]: 0.233
Standardauflösung: 2.560 x 1.440 (16:9)
Sichtbare Bildgröße/-diagonale [mm]: 597 x 336 / 685
Eingänge, Stecker: 2 x DVI-D (digital), 1 x Display Port (digital), USB-Hub
Bildfrequenz [Hz]: 50 – 87
max. Zeilenfrequenz/Videobandbreite [kHz/MHz]: 31,5 – 93,9 / –
Farbmodi Preset/User: 8/8
LCD drehbar/Portrait Modus: Ja / Ja
LCD Display Arm Option: Ja
Ausstattung: 1 x DisplayPort Kabel, 1 x DVI-D-Kabel, Netzkabel, Kurzanleitung und CD mit Handbuch
Monitormaße (B x H x T) [mm]: 640 x 396 – 546 x 235 (mit Fuß)
Gewicht [kg]: 13,6 (mit Fuß)
Prüfzeichen: TCO 03; CE; TÜV Ergonomics; TÜV GS; C-tick; FCC Class B; PCT/Gost; UL/C-UL or CSA; CCC; ISO 9241-307 (pixel failure class II); MPR II/ MPR III; PCBC/Bmark; PSB; RoHS
Leistungsaufnahme On/Stand-by/Off [Watt]: < 95 / < 1,4 / – (Herstellerangaben)

Einleitung

Der NEC PA271W ist der zweite Bildschirm, den wir aus der neuen PA-Reihe von NEC testen konnten. Mit dem 27-Zoll großen P-IPS Panel ordnet er sich zwischen dem schon vorgestellten NEC PA241W mit 24-Zoll und einem angekündigten 30-Zoll Modell ein.

Die Auflösung ist mit 2.560 x 1.440 Pixeln sehr hoch. Der NEC 2690WUXi2 bot hier noch 1.920 x 1.200 Pixel bei einer Diagonalen von 26-Zoll. Das verschafft deutlich mehr Platz auf dem Desktop, um den Preis einer kleineren Darstellung. Außer NEC haben bislang nur Apple und DELL einen 27-Zoll Bildschirm mit dieser Auflösung in ihrem Portfolio. Da natürlich weiterhin quadratische Bildpixel vorliegen, liegt das Seitenverhältnis nun bei 16:9 statt 16:10.

Nec Pa271w Bk Monitor Produktfoto2
Der NEC PA271W (Foto: NEC)

Mit der WCG-CCFL Hintergrundbeleuchtung geht der Farbraum des NEC PA271W deutlich über sRGB hinaus und sollte u.a. ein sinnvolles Arbeiten in AdobeRGB möglich machen.

In Bezug auf die Elektronik hat NEC beim PA271W abermals aus dem Vollen geschöpft. Davon zeugen die programmierbare 14bit 3D-LUT, eine interne Rechengenauigkeit von 16bit pro Kanal und die umfangreichen Einstellmöglichkeiten des Gerätes. Beim Test des identisch ausgestatteten NEC PA241W wurde die Softwarekalibrierung damit fast schon zu einer Hardwarekalibrierung. Verlustbehaftete Korrekturen über die Grafikkarten-LUT blieben so gut wie aus.

Mit SpectraView II, das von NEC nicht direkt in Europa vertrieben wird, ist aber auch eine Hardwarekalibrierung möglich. Während uns beim Test des NEC PA241W noch keine aktuelle Version vorlag, können wir nun das Zusammenspiel von Software, Bildschirm und Messgerät überprüfen. Besonders spannend wird dabei die Frage sein, ob NEC in SpectraView II Korrekturen für das Spektrum der Hintergrundbeleuchtung implementiert. Andernfalls kommt es beim Einsatz eines handelsüblichen Colorimeters zu erheblichen Messabweichungen.

Ein besonders nützliches Feature ist die Farbraumemulation. Sie konnte uns bereits beim Test des kleineren Bruders überzeugen und kann losgelöst von einer Kalibrierung verwendet werden. Wie gut die Farbraumemulation in SpectraView II eingebunden ist, werden wir natürlich auch genau unter die Lupe nehmen.

Der DisplayPort Eingang erlaubt, bei Erfüllung der notwendigen Voraussetzungen, eine Zuspielung mit 10bit pro Kanal. NEC wirbt mit diesen 10bit, allerdings wird mit großer Wahrscheinlichkeit ein 8bit Panel mit internem FRC zum Einsatz kommen. Beim Arbeiten mit 8bit pro Kanal macht das für den Anwender keinen Unterschied. Das FRC-Dithering könnte nur bei einem echten 10bit Panel in Kombination mit einer entsprechenden Zuspielung umgangen werden.

Alle im Test veröffentlichten Ergebnisse wurden am digitalen Ausgang einer nVidia Geforce GTX 280 von Gainward ermittelt. Für den Test der Videofunktionen wurden ein Lumagen RadianceXD und ein iScan VP50 verwendet. Zusätzlich kamen ein OPPO DV-980H als Zuspieler für DVDs und ein Sony S350E für Blu-rays zum Einsatz. Die farbmetrischen Messungen wurden mit einem Spektralfotometer (EyeOne Pro) durchgeführt. Für die Ermittlung des minimalen Schwarzwertes wurde ein Colorimeter (X-Rite DTP94) verwendet.

Lieferumfang

Der Karton des PA271W fällt, wie von NEC in der Vergangenheit schon gewohnt, sehr tief aus. Der abnehmbare Standfuß ist bereits befestigt.

Über je ein mitgeliefertes DVI-D- und Display-Port-Kabel kann ein digitales Signal zugespielt werden. Im Gegensatz zum NEC PA241W ist kein analoger D-Sub-VGA-Eingang vorhanden. Ein entsprechendes Kabel wird daher auch gar nicht erst mitgeliefert. Das Netzkabel mit Kaltgerätestecker komplettiert den Kabelsatz. Ein USB-Kabel ist nicht Teil des Lieferumfangs.

Die beigelegte CD enthält das vollständige Handbuch. Eine Kurzreferenz liegt in gedruckter Form vor.

Optik und Mechanik

NEC bleibt sich beim Design des Gehäuses treu. Der PA271W unterscheidet sich kaum von älteren Bildschirmen der „Professional Display“- und „Colour Management“-Reihe. Im direkten Vergleich zum kürzlich getesteten NEC PA241W gibt es, außer der Farbgebung (wir hatten die weiße Variante erhalten), gar keinen Unterschied. Das Gehäuse besteht aus schwarzem, mattem Kunststoff und ist nicht aufgeraut.

Nec Pa271w Bk Monitor Front1
Der NEC PA271W

Die Rahmenbreite liegt bei schmalen 1,8 cm. Das ist nur unwesentlich mehr als beim kleineren NEC PA241W und behindert einen Mehrschirmbetrieb nicht. In der Tiefe benötigt der NEC PA271W relativ viel Platz, insbesondere wenn man die ausladende Standfußkonstruktion einrechnet.

Die Verarbeitungsqualität stimmt: Das Gehäuse wirkt sehr stabil und hochwertig. Störende Spaltmaße sind nicht vorhanden. Nur das Panel gibt bei Druck etwas nach. Der massive Standfuß sorgt für einen sicheren Stand.

Nec Pa271w Bk Monitor Vorne Unten
Nec Pa271w Bk Monitor Hinten Unten
Der NEC P271W in der niedrigsten Stellung …
Nec Pa271w Bk Monitor Vorne Oben
Nec Pa271w Bk Monitor Hinten Oben
… und in der höchsten Stellung.

Die Höhenverstellung hat einen Regelungsbereich von 15 cm. In der niedrigsten Einstellung beträgt der Abstand von Rahmenunterkante zur Tischoberfläche 2 cm; in der höchsten Position sind es 17 cm. Die maximale Neigung nach hinten ist bei 30 Grad erreicht, während die Neigung nach vorne bei etwa fünf Grad endet.

Nec Pa271w Bk Monitor Neigung Hinten
Nec Pa271w Bk Monitor Neigung Vorne
Auf den Bildern erkennen Sie den maximalen Neigungswinkel nach hinten und vorne.

Das im Standfuß eingelassene Drehgelenk erlaubt eine Drehung um bis zu 45 Grad nach links und rechts.

Nec Pa271w Bk Monitor Drehung Links
Nec Pa271w Bk Monitor Drehung Rechts
Seitliche Drehung des NEC PA271W.

Für die Drehung ins Hochkantformat muss der NEC PA271W in die höchste Position gebracht und leicht nach hinten geneigt werden. Über die VESA100-Verschraubung können alternative Befestigungssysteme verwendet werden.

Nec Pa271w Bk Monitor Pivot Vorne
Nec Pa271w Bk Monitor Pivot Hinten
Der NEC PA271W in Pivotposition.

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