Test Monitor Philips 271P4QPJKEB
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Reaktionsverhalten

Den Philips 271P4QPJKEB haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am DisplayPort vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt, der PowerSensor wurde deaktiviert.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Im Handbuch wird die Reaktionszeit mit 12 Millisekunden (typisch) sowie 6 Millisekunden (SmartResponse) angegeben. Wir wählen zunächst die höchste Overdrive-Einstellung „SmartResponse am schnellsten“, so messen wir den kürzesten Grauwechsel mit 6,4 Millisekunden und Schwarz-Weiß mit 10,7 Millisekunden. Auch die über alles gemittelte Bildaufbauzeit (hin und zurück) für unsere 15 Messpunkte ist mit 11,0 Millisekunden recht kurz.

Um ein AMVA-Panel auf solche kurze Schaltzeiten zu bringen, ist eine sehr kräftige Beschleunigung erforderlich. Dementsprechend finden wir sehr starke Überschwinger auch bei den helleren Bildwechseln.

Philips 271p4qpjkeb Monitor Reaktion Fst
Philips 271p4qpjkeb Monitor Over Fst
SmartResponse am schnellsten: Kurze Schaltzeiten, sehr starke Überschwinger.

Ohne SmartResponse verlängern sich die Schaltzeiten sehr deutlich. Während der reine Schwarz-Weiß-Wechsel mit 12,3 Millisekunden kaum langsamer wird, nehmen die Werte an allen anderen Messpunkten sehr stark zu. Insgesamt steigt die über alles gemittelte Bildaufbauzeit mit 28,4 Millisekunden fast auf das Dreifache an. Überschwinger treten jetzt keine mehr auf.

Philips 271p4qpjkeb Monitor Reaktion Off
Philips 271p4qpjkeb Monitor Over Off
SmartResponse aus: Lange Schaltzeiten, keine Überschwinger.

Der bei AMVA-Monitoren häufiger zu beobachtende Farbzerfall an kontrastreichen Kanten ist beim Philips 271P4QPJKEB auch vorhanden, aber zum Glück nicht sehr stark ausgeprägt: beim schnellen Bewegen eines schwarzen Fensters mit weißem Text sehen wir eine leichte Neigung zu rotem Schillern.

Für Einsatzgebiete mit wenig bewegten Bildinhalten ist auch die längere Reaktionszeit bei abgeschalteter SmartResponse-Option völlig unproblematisch. Für Videos empfehlen wir die kleinste Overdrivestufe „schnell“, die man aber auch ganz allgemein verwenden kann. Bei noch höheren Einstellungen muss mit Bildartefakten durch den Overdrive gerechnet werden, sie kommen daher primär für schnelle Spiele in Betracht.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim 271P4QPJKEB messen wir eine kurze Signalverzögerung von nur 2,6 Millisekunden. Bis zur Soll-Helligkeit vergehen im Durchschnitt weitere 5,5 Millisekunden (SmartResponse fastest), insgesamt ist die mittlere Gesamtlatenz mit 8,1 Millisekunden also erfreulich kurz.

Backlight

Die LED-Hintergrundbeleuchtung des 271P4QPJKEB ist PWM-gesteuert, bei Helligkeiten unterhalb von 100 Prozent werden kurze Dunkelzeiten eingelegt. Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz messen wir eine Umschaltfrequenz von 240 Hz, das Tastverhältnis liegt bei sehr niedrigen 37 Prozent. Sehr empfindlichen Menschen sollten bei diesem Monitor daher mit Backlight-Flimmern rechnen.

Wir beobachten zudem ein Phänomen, das mit der Umstellung der Backlighttechnik von CCFL auf White-LED praktisch verschwunden ist: selbst bei voll aufgedrehtem Helligkeitsregler ist die PWM-Steuerung noch aktiv, die Tastrate beträgt nur 80 Prozent. Dennoch erreicht der Monitor problemlos die spezifizierte Leuchtdichte, wir gehen daher davon aus, dass unser Testmuster keinen Fehler aufweist.

Philips 271p4qpjkeb Monitor Back
Das Backlight ist PWM-gesteuert.

Subjektive Beurteilung

Monitore mit VA-Panel sind für Spieler meistens weniger empfehlenswert, da starke Schlierenbildung auftreten kann. Beim Philips 271P4QPJKEB sind dagegen nur sehr geringe Schlieren erkennbar, die Gelegenheitsspieler nicht wahrnehmen dürften.

Hardcoregamer müssen für das perfekte Spieleerlebnis weiterhin zu Geräten mit TN-Panel und 120Hz greifen, wer nur ab und zu mal ein Spielchen wagen möchte, wird mit dem Monitor keine Probleme haben, so dass er für diese Gruppe uneingeschränkt empfohlen werden kann.

Sound

Im unteren Rahmen des Monitors wurde eine Soundbar integriert die ausreichend laut einstellbar ist und einen akzeptablen Klang liefert. Genutzt werden sollte dieser Sound aber nur für Windowstöne und kleinere Videoclips, für Filme ist er dagegen nicht zu empfehlen.

Philips 271p4qpjkeb Monitor Sound
Integrierte Soundbar im unteren Rahmen.

DVD und Video

Der Monitor von Philips besitzt keine Besonderheiten wie 3D, einen Tuner, einen Mediaplayer oder eine Bild-in-Bild Funktion und kann daher keine Extrapunkte in diesem Bereich sammeln. Vorhanden ist nur die bereits angesprochene Soundbar, die auch für einfache TV-Sendungen ausreichen sollte.

Gepunktet werden kann dagegen mit kaum vorhandenen Lichthöfen, einem sehr hohen Kontrast, einem guten Blickwinkel und einem flexibel verstellbaren Standfuß. Zusammen mit seinen 27 Zoll und dem Full HD Format kann der Monitor in kleineren Wohnungen auch als TV-Ersatz dienen. Die Zuspielung muss dafür aber per PC und vorhandener TV-Karte erfolgen. Den 24 Hz Betrieb unterstützt das Gerät leider nicht.

Overscan

Der Monitor besitzt keine Overscaneinstellung.

1 KOMMENTAR

  1. Ich habe mir diesen Monitor gekauft. Leider gibt das Gerät ein deutlich hörbares Brummen von sich (dazu muss man nicht einmal mit dem Ohr an das Gerät herangehen, normaler Sitzabstand genügt, um es zu hören). Werde ihn daher wahrscheinlich wieder zurückgeben.

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