Test Monitor Samsung 2333HD
7/9

0
1806

Anwendungen

Mit dem 16:9 Breitbildformat und FullHD Auflösung (1.920 x 1.080 Bildpunkte) bietet der Samsung 2333HD viel Platz für verschiedene Anwendungen. Zwei Din A4 Seiten können problemlos nebeneinander angezeigt werden. Es bleibt sogar noch Platz für die Windows Sidebar. Die Höhe reicht wegen der Steuerelemente nicht ganz aus.

Samsung 2333hd Monitor 2333HD Anwendung01
Zwei Din A4 Seiten und Windows Sidebar.

In der Breite steht wegen der hohen Auflösung deutlich mehr Platz zur Verfügung, als vergleichsweise bei einem 22 Zoll Monitor mit 16:10 Bildformat. Zwei Browserfenster können nebeneinander angezeigt werden und trotzdem ist noch komfortables surfen möglich.

Samsung 2333hd Monitor 2333HD Anwendung02
Platz für zwei Browserfenster.

Reaktionsverhalten

Samsung gibt für den 2333HD eine Reaktionszeit von 5 Millisekunden für einen grau-zu-grau Wechsel an. Zwar ist der 2333HD mit einem schnellen TN-Panel ausgestattet, eine Zuschaltung von Overdrive steht aber nicht zur Verfügung. Durch diese Technik kann die Reaktionszeit nochmal verbessert und auf bis zu 2 Millisekunden gesenkt werden. Insbesondere bei schnellen Spielen macht sich ein Unterschied im Bildaufbau bemerkbar. Overdrive kann aber auch Nachteile wie Korona Effekte oder Verschlechterung des Input-Lags mit sich bringen.

Samsung 2333hd Monitor 2333HD Cod4
Screenshot aus dem Ego-Shooter Call of Duty: Modern Warfare.

Die subjektive Bildqualität in Spielen ist gut. Zwar sind die Farben nicht ganz so kräftig wie beispielsweise bei einem Monitor mit erweitertem Farbraum, sie wirken aber natürlich und die Bilddarstellung ist kontrastreich. Korona- oder Ghosting-Effekte sind uns nicht aufgefallen. Auch bei synthetischen Tests wie PixPerAn oder Testbildern konnten wir keine dieser Effekte beobachten, allerdings war die Schlierenbildung besonders bei hell/dunkel Übergängen deutlich sichtbar.

In Spielen ist ein Verschwimmen des Bildes bei sehr schnellen Bewegungen zu beobachten und Spieler die einen schnellen Bildaufbau durch Overdrive gewohnt sind, könnten damit ihre Probleme haben. Durch das 16:9 Bildformat hat man sehr viel Sicht in der Breite. Ohne die Augen bewegen zu müssen um das ganze Bild einzusehen, ist ein gewisser Mindestabstand notwendig.

Inputlag

Neben der Reaktionszeit die für den schnellen Bildaufbau notwendig ist, ist auch der Input-Lag eines Monitors von Bedeutung. Die gilt besonders für Spieler mit Augenmerk auf Spiele mit schnellen Bewegungen wie sie in Rennsimulationen oder Ego-Shootern vorkommen. Vergeht zwischen der Eingabe und anschließender Bildausgabe zu viel Zeit, wird die Steuerung zu indirekt und für Profispieler unakzeptabel.

Wegen der hohen nativen Auflösung ist es gerade für aktuelle Spiele notwendig, dass auch der Computer über entsprechend aktuelle Hardware verfügt. Aus diesem Grund haben wir noch zusätzlich getestet wie sich der Input-Lag bei einer interpolierten Auflösung von 1.360 x 768 Pixel (16:9 Bildformat) verhält.

Im Clone-Modus haben wir den Samsung 2333HD im „Stoppuhr-Test“ gegen einen Samsung SyncMaster 750p CRT Monitor antreten lassen. Mit knapp 200 auswertbaren Bildern haben wir den Input-Lag des 2333HD ermittelt. Für alle Bilder gilt: links ist jeweils die Ausgabe des Samsung 2333HD und rechts die Ausgabe des CRT Monitors zu sehen.

Samsung 2333hd Monitor 2333HD Stop0
Ideale Latenz: 0 ms
Samsung 2333hd Monitor 2333HD Stop10
10 ms Latenz.
Samsung 2333hd Monitor 2333HD Stop20
Größte gemessene Latenz von 20 ms.

Der Input-Lag des Samsung 2333HD schwankt zwischen 0 und 20 Millisekunden. 27 Prozent der Messungen ergab eine ideale Latenz von 0 Millisekunden. TFT Monitor und CRT zeigten ein synchrones Bild. 25 Prozent der gemachten Bilder wies eine Verzögerung des 2333HD zum CRT von 10 Millisekunden auf. Mit 48 Prozent lies sich eine Latenz von 20 Millisekunden messen. Dieser Wert entspricht etwas mehr als einem Frame pro Sekunde. Durchschnittlich lässt sich damit ein Input-Lag von 12 Millisekunden berechnen.

Sehr Ähnlich fällt das Messergebnis bei interpolierter Auflösung aus. 18 Prozent der Messungen ergab eine Latenz von 0 Millisekunden, 27 Prozent eine Verzögerung von 10 Millisekunden und 55 Prozent wiesen 20 Millisekunden auf. Daraus ergibt sich ein Durchschnitt von 14 Millisekunden. Die Latenz hat sich zwar etwas verschlechtert, ist aber so minimal dass vermutlich nicht einmal Profispieler einen Unterschied merken dürften.

Für Gelegenheitsspieler liefert der Samsung 2333HD ein sehr gutes Ergebnis, Profispieler wünschen sich einen etwas schnelleren Bildaufbau und dadurch reduzierte Schlierenbildung. Der Input-Lag ist mit einer durchschnittlichen Verzögerung von 12 Millisekunden in der nativen Auflösung auch für Profispieler akzeptabel.

DVD und Video

Zuerst haben wir die Zuspielung von SD und HD Medien über den PC getestet. Die externe Zuspielung von Videoquellen mittels eines Blu-ray Player folgt im nächsten Schritt.

Kopiergeschützte Inhalte können vom Samsung 2333HD durch HDCP Unterstützung an den digitalen Eingängen problemlos wiedergegeben werden.

Die meisten Videoplayer wie VLC, PowerDVD oder Windows Media Player, wählen automatisch die richtige Bildformatanzeige und verhindern dadurch eine beschnittene oder verzerrte Videowiedergabe. Je nach Breitbildformat, ist die Wiedergabe Bildschirmfüllend oder mit schwarzen Streifen oben und unten, bei 4:3 Bildmaterial mit schwarzen Streifen links und rechts.

Samsung 2333hd Monitor 2333HD Dvd1
Samsung 2333hd Monitor 2333HD Dvd2
Szene aus „Sunshine“ im 2,35:1 Bildformat und „Full Metal Jacket“ im 1,78:1 Bildformat.

Die Qualität der Videowiedergabe ist nicht nur vom Bildschirm abhängig. Durch die FullHD Auflösung des 2333HD wird die schlechtere Signalqualität von SD Medien deutlich sichtbar. Die homogene Ausleuchtung des Samsung 2333HD wirkt sich positiv auf die Filmwiedergabe aus. Bei dunklen Szenen ist der schlechte Schwarzwert nicht zu übersehen, allerdings ist dieses Manko nicht alleine dem Bildschirm zuzuschreiben wie wir noch feststellen werden. Besonders in den Bildmodi „BestKontrast“ und „Unterhaltung“ die eigentlich für eine Verbesserung sorgen sollten, ist durch die hohe Helligkeit ein durscheinen der Hintergrundbeleuchtung sehr störend aber auch der empfindliche Blickwinkel trägt sein übriges dazu bei.

Samsung 2333hd Monitor 2333HD Dvd3
Samsung 2333hd Monitor 2333HD Dvd4
FullHD Video „The living sea“ und „Star Trek 11“.

Besser ist die Bildqualität bei Zuspielung von FullHD Material. Die Auflösung ist scharf und lässt noch kleinste Details erkennen. Farben wirken satter und auch der Schwarzwert ist besser. Im Vergleich zu SD Medien ist der Unterschied deutlich, zumal die Kameraeinstellungen und Lichtverhältnisse identisch waren. Noch besser wirkt die subjektive Bildqualität bei externer Zuspielung von Videomaterial über den HDMI Eingang, dazu später mehr. Allerdings fällt auch bei guter Bildqualität die nur mäßige Graustufendarstellung negativ auf.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen