Test Monitor Samsung 2333HD
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Videosignalverarbeitung

Für die externe Zuspielung von Videosignalen abseits des PC bietet der Samsung 2333HD nahezu alle gängigen Eingänge. Für analoge Signale kann ein Scart- und Componentenanschluss (YUV) verwendet werden. Zur Übertragung von digitalen Video- und auch Audiosignalen, stehen zwei HDMI Eingänge zur Auswahl.

Unterstützte Refreshraten

Am DVI Eingang unterstützt der Samsung 2333HD keine HDTV Signale. Dabei bringt weder die eingestellte Frequenz noch das Bildsignal progressive oder interlaced den gewünschten Erfolg. Der Bildschirm bleibt dunkel mit dem Hinweis dass dieses Bildsignal nicht unterstützt wird.

Mit den eigentlichen Videoeingängen Scart, Component und HDMI haben wir mehr Glück. Wir haben den PC über ein HDMI Kabel mit dem 2333HD verbunden um über die Grafikkarteneinstellungen bestimmte Frequenzen zu erzwingen und haben die judderfreie Bildwiedergabe mit PixPerAn getestet.

Der Samsung 2333HD kann außer 60 Hertz auch Frequenzen von 24 Hz und 50 Hz wiedergeben. Mit 24 Hertz hat der 2333HD allerdings Probleme. Im PixPerAn Test ist ein in regelmäßigen Abständen auftretendes Ruckeln zu beobachten. Das ist auch in Realweltmaterial sichtbar. Kameraschwenks besonders in der Horizontalen zeigen eine immer wieder leicht stockende Bewegung.

24 Hertz werden somit nicht korrekt unterstützt und intern auf 60 Hertz umgewandelt. Dadurch ist eine judderfreie Bildwiedergabe von 24 Hertz leider nicht möglich.

Deinterlacing

Deinterlacing bezeichnet die Konvertierung eines in Halbbilder vorliegenden Videosignals in eine Vollbildfolge. Der Samsung 2333HD kann halbbildbasierende Signale (480i, 576i, 1080i) verarbeiten die mit Hilfe eines integrierten Deinterlacer zu Vollbildern konvertiert werden. Weitere Informationen bietet unsere Reportage: „Aus 2 mach 1“ – Deinterlacing.

Der Samsung 2333HD erkennt 480i60 Signale mit 3:2 Kadenz korrekt und kann ohne Auflösungsverlust die originären Vollbilder wieder herstellen. Signale mit 2:2 Kadenz, unabhängig davon ob es sich um ein 480i60 Testvideo oder 576i50 Realweltmaterial handelt, interpretiert der Deinterlacer allerdings als Videomaterial. Das äußert sich in der Testsequenz mit deutlich ausgeprägten Kammartefakten.

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Kein optimales Videomode Deinterlacing bei 2:2 Signalen.
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Besseres Ergebnis zeigt sich bei 3:2 Signalen.

1080i Signale verschlechtern das Ergebnis auch bei 3:2 Signalen, die Ursache hierfür könnte aber auch am Player liegen. Es ist somit empfehlenswert dem Samsung 2333HD nach Möglichkeit vollbildbasierte (progressive) Signale zuzuspielen und damit das Deinterlacing den Zuspieler durchführen zu lassen.

Scalierung

Eine korrekte Skalierung von Videomaterial ist fast genauso wichtig wie in Videospielen. Die Ausgabe sollte weder verzerrt noch abgeschnitten werden. Da hier keine so ausführlichen Grafikeinstellungen möglich sind wie wir sie vom PC kennen, kann auf das Ergebnis nur begrenzt Einfluss genommen werden. Wir haben den Samsung 2333HD auf seine Fähigkeiten in dieser, eigentlich für ihn gemachten, Disziplin getestet.

Bei Zuspielung von Videosignalen 480i60, 480p60, 576i50, 576p50, 720p50 und 720p60 stehen die Bildformateinstellungen „16:9“, „Breitenzoom“, „Zoom“ und „4:3“ im OSD des 2333HD zur Verfügung. Werden Videosignale in FullHD Auflösung 1080i50, 1080i60, 1080p24 1080p50 und 1080p60 zugespielt, beschränkt sich die Auswahl auf „16:9“, „4:3“ und „Nur Scan“.

Mit Hilfe eines Testvideos das dem Samsung 2333HD über den HDMI Eingang zugespielt wird, haben wir getestet ob ein korrektes Seitenverhältnis eingehalten wird. Die Kreise verdeutlichen das Ergebnis. Wenn nicht anders gekennzeichnet, erfolgt die Zuspielung in 576p50.

16:9 (Softwareplayer Vollbild):

Zum Vergleich haben wir zuerst das Testvideo am PC mit einem Softwareplayer auf Vollbild skaliert dargestellt. Die Kreise sind weder verzerrt noch wird das Bild beschnitten. So sollte das Ergebnis dann auch bei Zuspielung durch einen externen Player aussehen.

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16:9 (Player „16:9“):

Diese Einstellung des Bildformates stellt 16:9 Bildmaterial seitengerecht und ohne Verzerrungen dar. Allerdings wird das Bild durch einen in dieser Auflösung nicht abschaltbaren Overscan um ein paar Prozent beschnitten.

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4:3 (Player „16:9“):

Die 4:3 Einstellung hat eine Stauchung des dargestellten Videos zur Folge welches in 16:9 vorliegt. Da der Samsung 2333HD ein 16:9 Bildformat hat, ist ein identisches Ergebnis auch bei Bildformateinstellung „4:3 Letterbox“ im Player zu beobachten. Videomaterial muss damit in echtem 4:3 Format vorliegen damit es korrekt dargestellt werden kann. Ein Overscan ist auflösungsbedingt auch hier zu beobachten.

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Breitenzoom (Player: „16:9“):

Eine Skalierung auf „Breitenzoom“ und auch „Zoom“ bieten die Möglichkeit die Videodarstellung zu vergrößern. In diesem Bereich eine etwas sinnlose Einstellungsmöglichkeit da das Video immer verzerrt und beschnitten dargestellt wird.

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16:9 (Player „16:9“ – 1080p):

Mit FullHD Auflösung wird das 16:9 Seitenverhältnis eingehalten und das Video korrekt dargestellt. Doch auch hier ist ein Overscan aktiv der das Bild um ein paar Prozent beschneidet.

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Nur Scan (Player „16:9“ – 1080p):

Erst mit der Skalierungseinstellung „Nur Scan“ die allerdings nur bei FullHD Auflösung zur Auswahl steht, wird das Video seitengerecht und nicht beschnitten dargestellt.

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Durch die fehlende Abschaltung von Overscan bei Videosignalen kleiner 1080, fällt die Bewertung für den Samsung 2333HD nur gut aus. Statt der etwas sinnlosen Zoom Skalierungen, wäre es schön gewesen wenn „Nur Scan“ in allen Auflösungen zur Verfügung stehen würde oder gleich automatisch ein korrekt interpoliertes Bild ausgegeben wird.

Die subjektive Bildqualität ist durch satte Farben und einem sichtbar bessern Schwarzwert gut bis sehr gut. Zum Vergleich haben wir hier dieselbe Szene aus einem Film bei gleicher Kameraeinstellung verwendet.

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Links: Szene aus „Sunshine“ jedoch mit externer Zuspielung über HDMI. Rechts: Filmausschnitt aus „Ice Age“.

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