Test Monitor Samsung P2370
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Bildqualität

Beim Samsung SyncMaster P2370 kommt ein kostengünstiges und reaktionsschnelles TN-Panel zum Einsatz. Das Display ist nicht mit einem erweiterten Farbraum ausgestattet (extended Color Gamut), was aber nicht unbedingt als Nachteil anzusehen ist. Monitore ohne dieses Feature sind häufig besser in der Lage, den am häufigsten genutzten sRGB-Farbraum darzustellen.

Der Monitor wird mit einem dynamischen Kontrastverhältnis von 50.000:1 beworben. Dieser Wert klingt zwar hervorragend, ist aber in der Praxis unbedeutend. Ein dynamischer Kontrast wird lediglich durch das Dimmen des Backlights erreicht. Wichtig für den subjektiven Bildeindruck ist das statische Kontrastverhältnis. Dieses liegt beim SyncMaster P2370 immerhin bei fast 1.000:1, was ein sehr guter Wert ist.

Nach dem Einschalten liefert der 23-Zöller einen recht guten Bildeindruck. Die Helligkeit von 239 cd/m² liegt noch im grünen Bereich, sollte aber je nach vorherrschenden Lichtverhältnissen gegebenenfalls reduziert werden. Die Farbtemperatur ist mit 6250 Kelvin sehr nahe am sRGB-Standard. Das Bild wirkt somit weder blau-, noch rotlastig sondern sehr ausgeglichen. Auch die Farben sind dank des hohen Kontrastes (in der Werkseinstellung erreicht der Samsung seinen höchsten Kontrast von 955:1) kräftig und leuchtend. Einen Farbstich oder einzelne, überhöhte Farbtöne sind nicht zu erkennen.

Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 Dithering Thumbnail
Dithering-Test: Farbverläufe

Was die Darstellung von Farbverläufen angeht, so arbeitet der SyncMaster P2370 sehr sauber. Aus normaler Arbeitsposition heraus nimmt man keinerlei Farbabstufungen wahr. Nur bei ganz genauem Hinsehen kann man eine minimale Stufenbildung beobachten. Auch ein ganz leichtes Dithering ist zu erkennen.

Bei allen Primärfarben, Rot, Blau und Grün, weisen die Stufenbilder die gleichen Eigenschaften auf. Im Grunde werden alle 256 Farbstufen differenziert voneinander angezeigt. Allerdings muss man dafür aus unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Panel blicken, sodass effektiv die dunkelsten sieben und die hellsten sechs Abstufungen nicht mehr zu unterscheiden sind. Beim Kontrast verhält es sich genauso.

Erhöht man nun die Werte der RGB-Kanäle auch nur um einen Schritt, so verschmelzen sofort die hellsten Farbstufen ineinander. Eine Verringerung des Wertes nach unten hat keine negativen Auswirkungen; lediglich wenn ein Wert extrem niedrig ist, verschmilzt er mit dem nächstniedrigeren. Um keine Graustufen zu verlieren, sollte auch der Kontrastwert nicht erhöht werden. Ab einem Wert von 76 (Werkseinstellung 75) werden bereits die hellsten Graustufen geschluckt.

Beim SyncMaster P2370 ist übrigens ein für TN-Monitore typisches Phänomen zu beobachten. Blickt man aus einem steilen Winkel auf das Display, so überschlagen sich die hellsten Farb-und Grautöne in ein Negativ. Um dies zu vermeiden, sollten die RGB-Kanäle und der Kontrastwert ein klein wenig reduziert werden.

Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 Kontrast Thumbnail
Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 Gruen Thumbnail
 
Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 Rot Thumbnail
Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 Blau Thumbnail
Blickt man von oben auf das Display, ist auch beim SyncMaster P2370 das Phänomen der Farbübersteuerung zu beobachten.

Blickwinkel

Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 Blickwinkel Thumbnail
Blickwinkel des Samsung P22370.

Monitore mit verbautem TN-Panel haben einen entscheidenden Nachteil: Das Bild ist nicht blickwinkelstabil. Je nach Position des Betrachters werden die Farben verfälscht angezeigt. Die vom Hersteller angegebenen Blickwinkel von horizontal 170° und vertikal 160° sind, wie üblich, übertrieben, und entsprechen nicht den praxistauglichen Blickwinkeln.

Aus seitlicher Betrachtung erhält das Bild einen braun-rötlichen Schimmer, der vor allem bei sehr dunklen Bildinhalten störend ist. Blickt man steil von oben auf das Bild, überdrehen sehr helle Graustufen und einige Farbstufen, wie bereits erwähnt, sodass der Monitor in der Regel blaustichig erscheint. Blickt man von unten auf das Panel, so kippen die Farben und der TN-typische Negativeffekt tritt auf.

Bereits aus frontaler Sitzposition sind Unterschiede in der Helligkeit zu erkennen, wenn man den Kopf nur einige Zentimeter bewegt. Verglichen mit anderen Monitoren mit TN-Panel liegt der SyncMaster P2370, was die Blickwinkelabhängigkeit angeht, im Durchschnitt.

Helligkeitsverteilung

Um die Helligkeitsverteilung messtechnisch zu ermitteln, wurde der Monitor auf 140 cd/m² bei 6500 Kelvin kalibriert und an 15 gleichmäßig über das Display verteilten Punkten ausgemessen.

Die gemessene Helligkeitsverteilung des SyncMaster P2370 ist akzeptabel. Die größte ermittelte Abweichung nach unten beträgt 22 cd/m² in der linken unteren Ecke. Dies entspricht noch 84 Prozent der kalibrierten Helligkeit. Nach oben weicht der Monitor vor allem am oberen Bildrand ab. Mit 154 cd/m² (110 Prozent) ist die Mitte am oberen Bildrand die hellste Stelle des Displays. Im Durchschnitt beträgt die Helligkeit des Monitors 137,6 cd/m².

Der stärkste Unterschied besteht zwischen der linken unteren Ecke und dem oberen Bildrand.

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Gemessene Ausleuchtung bei einer Helligkeitseinstellung von 140 cd/m² in der Mitte.

Die größte gemessene Helligkeit wird in der Werkseinstellung erzielt. Bei einer Helligkeitseinstellung von 100 erreicht der 23-Zöller 239 cd/m². Das reicht in der Regel zwar aus, jedoch dunkeln viele Monitore im Lauf der Zeit etwas nach, weshalb eine höhere Maximalleuchtkraft günstiger wäre. Der Hersteller gibt eine maximale Helligkeit von 250 cd/m² an, ein realistischer Wert. Für den täglichen Gebrauch unter normalen Lichtbedingungen empfehlen wir, die Leuchtkraft auf etwa 140 cd/m² zu reduzieren.

Die niedrigste erreichbare Helligkeit (Helligkeitseinstellung auf Stufe null) liegt bei unglaublichen 12 cd/m². Der Monitor ist dann so dunkel, dass man bei Tageslicht kaum noch etwas erkennen kann. Dies liegt deutlich unter den erforderlichen Mindestwerten für eine Kalibrierung der üblichen Farbräume. Der dem Benutzer zur Verfügung stehende Spielraum beläuft sich somit auf 227 cd/m².

Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 Schwarzbild Thumbnail
Zu finster: Ausleuchtung bei abgedunkelter Umgebung und schwarzem Bildschirm.

Die subjektive Helligkeitsverteilung bei schwarzem Bildschirm und abgedunkelter Umgebung ist allenfalls mittelmäßig. Am oberen Bildrand ist ein leuchtender, schmaler Streifen zu sehen. Gleiches gilt für den unteren Bildrand, wobei der Lichthof hier nicht so deutlich ausgeprägt ist. Von der Seite betrachtet leuchtet das Panel in einem rötlich-braunen Schimmern.

Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 Homogenitaet Thumbnail
Bei homogenen Farbflächen sind leichte, blickwinkelabhängige Helligkeitsverluste erkennbar.

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