Test Monitor Samsung P2370
2/8

0
4146

Optik und Mechanik – Teil 2

Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 Design1 Thumbnail
Frontales Samsung Logo.

Lüftungsschlitze sind nirgends am SyncMaster P2370 zu finden. Ohne internes Netzteil entwickelt der Monitor so wenig Wärme, dass keine Einlässe notwendig sind. Ein Eindringen von Insekten in das Innere des Monitors ist damit ausgeschlossen.

Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 Oben Thumbnail
Der superflache Monitor verfügt über keine Lüftungseinlässe.

Bei voll aufgedrehter Helligkeit arbeitet der Monitor absolut geräuschlos. Genauso das externe Netzteil. Hier ist, selbst wenn man das Ohr an die Kunststoffoberfläche legt, nichts zu hören. Ist das Backlight gedimmt, konnten wir bei genauem Hinhören ein ganz leises Summen im mittleren Frequenzbereich vernehmen. Dazu muss man sich allerdings mit dem Ohr nur wenige Zentimeter von der Gehäuserückseite befinden – ein seltener Zustand. Das Netzteil arbeitet weiterhin lautlos. Die minimale Geräuschentwicklung ist jedoch kein Anlass zur Sorge; aus normaler Sitzposition ist davon nichts mehr zu hören.

Stromverbrauch

Hersteller Gemessen
30 W 32,0 W
k.A. 31,0 W
k.A. 16,5 W
< 1 W 0,8 W
< 0,5 W 0,3 W

In Sachen Energieverbrauch ist der SyncMaster P2370 sehr sparsam. Der Hersteller gibt die Leistungsaufnahme im Betrieb mit 30 Watt an, was zwar bei unseren Messungen leicht überschritten wurde, aber realistisch ist. Der Verbrauch bei einer durchschnittlichen Helligkeit von 220 cd/m² ist fast genauso hoch wie der Maximalverbrauch, da der Monitor nur eine Helligkeit von höchstens 232 cd/m² erreicht. Bei einer auf null reduzierten Helligkeitseinstellung liegt der Verbrauch bei gerade einmal 16,5 Watt. Im Standby-Betrieb (Betriebsanzeige blinkt) sind noch 0,8 Watt erforderlich, um den 23-Zöller in Bereitschaft zu halten. Ausgeschaltet sind es lediglich 0,3 Watt.

Der SyncMaster P2370 ist hervorragend verarbeitet: Das superflache Gehäuse besteht aus solidem dickem Kunststoff und ist wie aus einem Guss. Das Panel ist ritzenfrei in das Gehäuse eingearbeitet. Egal wie man drückt und dreht, nichts knirscht, knarzt oder lässt sich irgendwie verbiegen. Die Standkonstruktion kann leider nicht überzeugen. Der Mangel an Ergonomiefunktionen ist nicht zu ändern, da der Monitor nicht über eine VESA-Verschraubung verfügt. Ansonsten gibt es am 23-Zöller nichts auszusetzen.

Anschlüsse

Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 Anschluesse Thumbnail
Spartanisch: hier ist nur der DVI-I Eingang zu finden.

Von Anschlussvielfalt kann beim SyncMaster P2370 nicht die Rede sein. Der Monitor verfügt nicht über einen heute bereits häufig anzutreffenden HDMI-Eingang, ja nicht einmal ein D-Sub-Anschluss ist vorhanden. Nur ein einsamer DVI-Eingang befindet sich über dem Steckplatz für die Standsäule. Daneben ist der Anschluss für die Stromversorgung über das externe Netzteil.

Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 Anschluesse2 Thumbnail
Eigenartig: das DVI-Kabel steht vom Monitor ab.

Merkwürdigerweise sind die beiden Eingänge horizontal zur Rückseite und nicht wie sonst üblich vertikal untergebracht. Dadurch stehen die beiden Stecker mitsamt Kabel senkrecht vom Monitor ab. Der superflache Bildschirm vertieft sich somit auf gute fünf Zentimeter mehr nach hinten.

Bedienung

Beim Samsung SyncMaster P2370 sucht man vergeblich nach etwas, das wie Tasten oder Knöpfe aussieht. Auf dem spiegelglatten Rahmen ist lediglich ein „Power“-Zeichen am rechten unteren Rand zu erkennen. Ein leichter Fingertipp darauf und der Monitor schaltet sich ein. Gleichzeitig erleuchten die Bedienelemente des 23-Zöllers unter der Plexiglasschicht: cool!

Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 Tasten Aus Thumbnail
Tasten bei ausgeschaltetem …
Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 Tasten An Thumbnail
… und bei eingeschaltetem Monitor.

Die Handhabung des Monitors erfolgt über sechs Touchkeys, also keine mechanischen Drucktasten, sondern Sensorflächen. Diese reagieren bei Berührung der Kunststoffoberfläche des Rahmens. Dabei muss genau die leuchtende Beschriftung getroffen werden. Die stylische Spielerei hat allerdings auch ihre Kehrseite: Die Tasten können nicht erfühlt werden. Man kann den Monitor somit kaum bedienen, ohne ständig auf die Tasten zu schauen. Dafür leuchtet die Beschriftung gut lesbar, sodass es sowohl im Dunkeln als auch in heller Umgebung kein Problem ist, die Sensorflächen zu bedienen.

Die Tasten lassen sich wahlweise verdunkeln, sodass nur noch die illuminierte Powertaste im Betrieb zu sehen ist. Ein leichter Tipp auf eine beliebige dunkle Sensorfläche und die Tastenbeleuchtung erstrahlt wieder für kurze Zeit. Die Touchkeys reagieren außerordentlich schnell auf jede Berührung, es muss keine Responsezeit abgewartet werden. Schnelles Tippen erlaubt eine rasche Navigation im OSD. Ein akustisches Feedback in Form eines Klickgeräusches oder Ähnliches gibt es nicht. Die jeweils angetippte Taste verdunkelt sich zur Bestätigung kurz.

Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 Osd Magicbright Thumbnail
Die benutzerdefinierbare Taste öffnet in der Werkseinstellung die MagicBright-Bildmodi.

Die Tasten sind, das geht bereits aus der leuchtenden Beschriftung hervor, mit direkt anwählbaren Funktionen belegt. Die „Menu“-Taste öffnet das OSD und dient ansonsten als „Zurück“, bzw. „Schließen“-Taste. Rechts daneben befindet sich die „Pfeil unten / Benutzerdefinierbare Funktion“-Taste. Die Direktzugriffsfunktion kann im OSD definiert werden. Zur Verfügung stehen vier Möglichkeiten: MagicBright, MagicColor, Farbeffekt und Bildgröße.

Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 Osd Helligkeit Thumbnail
 

Die „Pfeil oben / Helligkeit“-Taste erlaubt bei Direktanwahl eine rasche Helligkeitsanpassung, was sich im Alltag als sehr nützlich erweist. Ansonsten fungieren die beiden zuletzt genannten Touchkeys als Navigationstasten im OSD. Die „Source / Enter“-Taste dient innerhalb der Menüs als „Bestätigen“-Taste. Ihre direkte Funktion ist der Wechsel zwischen den Eingangsquellen analog und digital, was auf den ersten Blick sinnfrei scheint: Der SyncMaster P2370 besitzt lediglich einen Digitaleingang. Dank DVI-A Kabel ist jedoch der Anschluss einer analogen Bildquelle möglich und somit die Notwendigkeit fürs Umschalten gegeben. Die „Auto“-Taste zu guter Letzt ermöglicht die automatische Anpassung des Monitors an ein eingehendes Analogsignal.

Im Übrigen sind sowohl im Benutzerdefinierten Bildmodus wie auch in den voreingestellten Bildmodi alle Funktionen des OSD freigeschaltet. Werden die Einstellungen eines voreingestellten Bildmodus jedoch verändert, so springt der Monitor automatisch zum Benutzerdefinierten Bildmodus.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen