Test Monitor Samsung P2370
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Die Homogenität einfarbiger Flächen auf der Displayfläche ist für einen Monitor mit TN-Panel ganz ordentlich. Zwar sind, vor allem in den Ecken, leichte, blickwinkelabhängige Helligkeitsunterschiede auszumachen, es hält sich aber im grünen Bereich. Unterschiede im Farbton sind nicht zu erkennen. An einen Monitor mit IPS- oder VA-Panel kommt der SyncMaster P2370 bezüglich dieses Kriteriums natürlich nicht heran.

Für den normalen Gebrauch empfiehlt es sich, die Helligkeit auf etwa 140 cd/m² zu reduzieren. Des Weiteren sollten auch Kontrast, Rot- und Grünkanal leicht abgesenkt werden, um dem Farbübersteuerungseffekt entgegenzuwirken. So erhält man ein sattes Bild mit einem statischen Kontrast von ca. 874:1.

Ausmessung und Kalibration

Das Panel des Samsung SyncMaster P2370 ist nicht mit einem erweitertem Farbraum ausgestattet (extended Color Gamut). Er ist daher für bestimmte Grafikerfarbräume wie AdobeRGB oder ECI2.0 nicht geeignet. Dies muss nicht zwangsläufig von Nachteil sein. Monitore mit „normalem“ Panel erweisen sich oft als stark in der Darstellung des verbreiteten sRGB-Standards. Wer also keine professionellen Grafikarbeiten mit dem 23-Zöller durchführen möchte, kann dies eher als Vorteil sehen.

Durch seine TN-bedingten eingeschränkten Blickwinkel empfiehlt sich der SyncMaster P2370 ohnehin nicht für Grafikarbeiten. Professionelle Grafiker sollten stattdessen etwas mehr Geld in einen grafikfähigen Monitor investieren, der mit einem VA- oder IPS-Panel ausgestattet ist. Die Farb- und Kontrastdarstellung ist hier meist auch intensiver.

Im Folgenden haben wir die Eigenschaften des Monitors bei der Abdeckung des sRGB-Standards ermittelt. Dieser kommt im Internet und bei den meisten Digitalkameras und Druckern zum Einsatz.

3D-Farbraumvergleich

Erläuterung: In den 3D-Ansichten stellt das schwarze Netz den jeweiligen Standard-Farbraum dar, das weiße Netz den Monitor-Farbraum. Die Schnittmenge beider Farbräume macht der bunte Würfel kenntlich. Dort, wo das schwarze Netz aus dem bunten Würfel herausragt, ist der jeweilige Standard-Farbraum größer, als der, den der TFT darstellen in der Lage ist. Ragt umgekehrt das weiße Netz aus dem Würfel heraus, so ist an dieser Stelle der Monitorfarbraum größer als der jeweilige Standard-Farbraum.

sRGB: 95 % Abdeckung

Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 3d Srgb2 Thumbnail
Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 3d Srgb1 Thumbnail
ISOcoated: 91 % Abdeckung
Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 3d Coated2 Thumbnail
Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 3d Coated1 Thumbnail
 

Obwohl der Monitor nicht mit einem erweiterten Farbraum ausgestattet ist, schafft er dennoch eine Abdeckung des ISOcoated-Farbraums von 91 Prozent. Beim sRGB-Farbraum werden sogar 95 Prozent abgedeckt.

deltaE Abweichung

Erläuterung der Abweichung deltaE: Die Abweichung der Farbwerte wird in deltaE 94 (dE) angegeben. Gemessen werden mehrere Grauabstufungen, die primären (RGB) und die sekundären (CMY) Grundfarben. Ein deltaE-Wert von eins entspricht dem kleinsten Farbunterschied, den das menschliche Auge üblicherweise wahrnehmen kann.

Erst ab einem deltaE von drei können die meisten Menschen Farbunterschiede ausmachen. Unsere Augen sind allerdings für Grüntöne besonders empfindlich, so dass hier bereits kleinere Unterschiede wahrgenommen werden. Die durchschnittliche Abweichung sollte kleiner sein als drei deltaE, das Maximum geringer als 10 dE, besser 6 dE. Bis zehn deltaE haben zwei Farben jedoch noch genügend Ähnlichkeit zueinander.

Vergleich der Werkseinstellung zum sRGB-Standard

Werkseinstellung sRGB-Standard Erreicht
6500 6250
140 239
0,00 0,25
Nativ 955
sRGB (~2,2) 2,36
Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 Werkseinstellung Diagramm
 

Die werksseitig voreingestellte Helligkeit befindet sich mit 239 cd/m² deutlich über dem sRGB-Standard, was damit verbunden einen schwächeren Schwarzpunkt hervorruft. Der statische Kontrast liegt dennoch mit rund 950:1 auf einem hervorragenden Niveau.

Was die deltaE-Abweichungen angeht, liefert der Samsung in der Werkseinstellung ein recht gutes Bild. Keine der Graustufen oder der Primär- und Sekundärfarben weist eine drastische Abweichung auf.

Vergleich der Kalibrierung auf sRGB zum sRGB-Standard

Kalibriert Ziel Erreicht
6500 6500
140 140
0,00 0,16
Nativ 874
sRGB (~2,2) 2,20
Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 Srgb Diagramm
 

Was die Kalibrierung auf den sRGB-Standard angeht, kann der SyncMaster P2370 ohne drastische Eingriffe in die Farbkanäle des Monitors mit überraschend guten Werten auftrumpfen. Die Vorgaben in Farbtemperatur, Helligkeit und Gamma-Wert werden exakt erfüllt. Der Schwarzpunkt ist mit 0,16 cd/m² recht ordentlich.

Die deltaE-Abweichungen sind äußerst gering, besonders die Graustufen werden präzise dargestellt. Selbst die leicht erhöhten Werte bei den Primärfarben liegen, bis auf den Blauwert, unterhalb der Wahrnehmungsschwelle. Die PC-seitigen Eingriffe halten sich, wie auf der Korrekturkurve oben zu sehen, in Grenzen.

Einstellungswerte: Gammamodus 2, Helligkeit 65, R=46, G=39, B=50

Samsung P2370 Monitor Samsung P2370 Srgb Kurve Thumbnail
Darstellung der RGB-Korrekturkurve der Grafikkarte nach der Kalibrierung. Je näher die drei Farblinien an der 45°-Achse liegen, umso weniger Farben müssen zur korrekten Kalibrierung von der Grafikkarte verworfen werden, und umso lückenloser bleiben Farbverläufe.

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