Test Monitor Samsung T27C370EW
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Reaktionsverhalten

Den T27C370EW haben wir in nativer Auflösung bei 60 Hz am HDMI-Anschluss Nr. 1 vermessen. Der Monitor wurde für die Messung auf die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Im Datenblatt wird die Reaktionszeit mit 5 Millisekunden (GtG) angegeben. Die Beschleunigungsoption Reaktionszeit bietet die Stufen Normal, Schneller und Schnellstens an, voreingestellt ist die mittlere Stufe Schneller.

In dieser Einstellung messen wir den Schwarz-Weiß-Wechsel mit 11,6 Millisekunden und den schnellsten Grauwechsel mit 8,5 Millisekunden. Der Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte beträgt 12,2 Millisekunden.

Samsung T27c370ew Monitor Response F2
Reaktionszeit Schneller: Zügige Schaltzeiten, aber schon deutliche Überschwinger.

Der Helligkeitsverlauf beim Grauwechsel zwischen 50 und 80 Prozent (rechtes Chart) zeigt bereits sehr deutliche Überschwinger, das hätten wir bei einer durchschnittlichen Schaltzeit um 12 Millisekunden nicht so stark erwartet. Bei den dunklen Grauwechseln werden die Überschwinger noch viel stärker, dafür nehmen die Schaltzeiten kaum zu. Leider neigt diese Charakteristik schon zu Bewegungsartefakten in schnellen Szenen.

Samsung T27c370ew Monitor Response F3
Reaktionszeit Schnellstens: keine Veränderung gegenüber Schnell.

Die Unterschiede in der Einstellung Schnellstens sind so gering, dass wir die Messreihe sicherheitshalber noch einmal wiederholt haben. Heraus kommt aber, dass die Einstellungen Schnell und Schnellstens praktisch identisch sind.

Ein kurzer Blick auf die dritte Einstellung Normal zeigt uns eine langsame Charakteristik ohne Beschleunigung. Es ist schon ziemlich enttäuschend, dass sich die Entwickler bei Samsung so wenig Mühe mit der Abstimmung des Overdrive gegeben haben – als Multimediagerät hätte der T27C370EW das sicher verdient. So haben wir eine behäbige Normal-Einstellung, die schon bei Fußball-TV an ihre Grenzen kommt.

Die Schnellstens-Einstellung wendet sich an Gamer und dass es hier ein wenig an der Bildqualität fehlt, ist durchaus hinnehmbar. Da wäre die mittlere Einstellung „Schnell“ der Königsweg für den Videobetrieb gewesen, doch das wurde leider verpatzt. Richtig empfehlen kann man keine der drei Optionen.

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Beim T27C370EW messen wir eine recht lange Signalverzögerung von 14,5 Millisekunden – typisch für Monitor/TV-Kombis. Die halbe mittleren Bildwechselzeit von 6,0 Millisekunden (Reaktionszeit Schnellstens) ist gar nicht so schlecht, doch der Gesamtwert von 20,5 Millisekunden für die mittlere Gesamtlatenz kann keinen Gamer begeistern.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des T27C370EW arbeitet mit White LED. Für die Helligkeitsregelung wird die PWM-Technik verwendet.

Die Helligkeit des Backlights wird mit dem gleichnamigen Regler eingestellt, der zusätzlich vorhandene Helligkeitsregler hat auf die Leuchtkraft der LED-Leiste keinen messbaren Einfluss. Selbst bei voll aufgedrehtem Backlightregler leuchten die LED nicht ganz kontinuierlich, der kurze Pausenanteil von 2 Prozent ist aber nicht wahrnehmbar.

Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz (gelbe Kurve, Einstellung B20 H45) zeigt unser Chart die typische PWM-Rechteckschwingung. Die Schaltfrequenz beträgt 180 Hz, die Tastrate liegt bei 62 Prozent. Sehr empfindliche Menschen könnten daher ein Backlight-Flimmern wahrnehmen.

Samsung T27c370ew Monitor Back
LED-Backlight mit PWM-Steuerung.

Subjektive Beurteilung

In Spielen sind nur leichte Schlieren erkennbar und diese auch nur von Anwendern, die in diesem Bereich empfindlich sind. Die etwas höhere Latenzzeit ist subjektiv nicht spürbar und dürfte nur von Progamern wahrnehmbar sein. Für Gelegenheitsgamer ist der Monitor daher geeignet, Hardcoregamer greifen besser zu einem Gerät mit kürzeren Latenzzeiten und mindestens 120 Hz, um Schlieren vollständig eliminieren zu können.

Sound

Der Monitor besitzt zwei fünf Watt Lautsprecher. Vergleichbar sind diese mit Lautsprechern, die man heutzutage in aktuellen TV-Geräten findet. Sie reichen damit auch für Filme aus, wenn keine zu hohen Ansprüche gestellt werden. Im Menü können zudem unterschiedliche Modi ausgewählt werden, wodurch Anwender nach eigenem Geschmack ein vorinstalliertes Profil auswählen können.

DVD und Video

Den Blu-Ray Player haben wir für die nachfolgenden Tests per HDMI mit dem Monitor verbunden.

Der Monitor besitzt einen Filmmodus, der das Bild weicher darstellt und Schärfe aus dem Bild nimmt. Bei Filmen kann dies durchaus ansprechend wirken, der Modus bietet damit eine gute Alternative zum Standardmodus. Ebenfalls vorhanden ist ein Sportmodus mit dem zum Beispiel Fußballspiele besonders gut wiedergegeben werden sollen. In diesem Modus wird vor allem der Kontrast deutlich erhöht und die Schärfe leicht angehoben.

Wie versprochen sieht man in diesem Modus jedes Detail genauer als im Standardmodus. Das Bild lässt sich mit extremen Einstellungen eines Progamers vergleichen, der auch jedes Detail sehen möchte, egal wie unnatürlich das Bild aussieht. Da beim Sport im TV nur zugeguckt und nicht selber gespielt wird, fanden wir den Standardmodus mit natürlichen Farben auch für Fußballspiele besser geeignet.

Samsung T27c370ew Monitor Dvd
Test der Videoeigenschaften.

Der TV-Modus hat uns ansonsten gut gefallen, alle verfügbaren Sender wurden gefunden und die Umschaltzeit lag in einem guten Bereich. Die Videotextfunktion war ebenfalls bequem abrufbar und der Monitor somit ohne Einschränkungen TV-Ersatz einsetzbar.

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