Test Monitor Samsung U24E590D
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OSD

Das Hauptmenü ist übersichtlich strukturiert und auf fünf Hauptebenen verteilt. Sobald man ein Untermenü wählt – wie hier die Bildeinstellungen –, verkleinert sich die linke Spalte mit den Hauptmenüpunkten, um in der Spalte rechts Platz für erklärende Hilfetexte zu schaffen. Das ist außerordentlich benutzerfreundlich – falls eine Erklärung doch mal nicht reicht, hilft das sehr gute Handbuch weiter.

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OSD: Setup und Bildeinstellungen (Screenshot Handbuch Samsung).

Das Menü bietet ferner einige interessante Extrafunktionen an. Mit dem Spielemodus kann man merklich den Kontrast verbessern – möglicherweise auch eine gute Option für das Anschauen von Filmen bei externer Zuspielung.

Nützlich kann auch die PiP-/PbP-Funktion sein. Mit PiP 2.0 (Bild in Bild) kann eine zweite Signalquelle auf bis zu 25 % des Bildschirms angezeigt und an einer beliebigen Stelle positioniert werden. Mit PbP (Bild neben Bild) kann der Bildschirm für die gleichzeitige Anzeige von zwei Signalquellen je zur Hälfte geteilt werden, wobei die Bildqualität der ursprünglichen Quelle erhalten bleibt.

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OSD: PiP/PbP und Spielemodus (Screenshot Handbuch Samsung).

Ob das gleichzeitige Arbeiten und Anschauen von Videos sinnvoll ist, sei dahingestellt. Allerdings auch im professionellen Einsatz sind nützliche Szenarien denkbar: Zum Beispiel können bei einem Foto-Shooting mit Kunden gleichzeitig das LiveView-Bild der Kamera auf der einen Seite und die geschossenen Fotos auf der anderen Seite angezeigt werden.

Das OSD bietet auch eine Schnellauswahl für die wichtigsten Einstellungen an. Wenn man den Joystick gleich nach oben/unten beziehungsweise links/rechts bewegt, anstatt direkt den Knopf zu drücken, kann man Lautstärke und Schärfe/Helligkeit/Kontrast auch im Direktzugriff regeln.

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OSD: Schnellauswahl bestimmter Einstellungen (Screenshot Handbuch Samsung).

Bildqualität

Anders als beim Rahmen ist die Oberfläche des Panels matt und wirksam entspiegelt. Seitlich einfallendes Licht oder auch ein Betrachter mit heller Kleidung erzeugt nur schwache Reflektionen auf dem Bildschirm.

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 100, Kontrast 75, Schärfe 60, Gamma „Modus1“, Farbeinstellung „Normal“, Bildmodus „Benutzerdef.“. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Der Grauverlauf ist schon in der Werkseinstellung recht gut. Die hellsten und die dunkelsten Stufen sind nahezu vollständig differenzierbar. Nach oben wird es erst bei der hellsten Stufe schwierig. Nach unten nach Stufe 3. Das Ergebnis ist zudem recht blickwinkelneutral.

Samsung U24e590d Monitor Graustufen
Graustufen

Weniger erfreulich ist, dass sich nach der Kalibrierung in feinen Grau- und Farbverläufen Banding-Effekte zeigen.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge bei komplett abgedunkeltem Raum sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Samsung U24e590d Monitor Schwarzbild
Samsung U24e590d Monitor Schwarzbild Verl
Ausleuchtung bei normaler und verlängerter Belichtung.

Der Schwarzwert an sich ist gut, allerdings zeigt der Samsung U24E590D bei der Ausleuchtung an den Bildrändern Schwächen. Besonders auffällig ist eine circa 10 cm x 1 cm große Einstrahlung am oberen Bildrand, leicht links von der Bildmitte. Mit freiem Auge ist sie noch deutlicher zu sehen, als in den hier gezeigten Abbildungen.

Großflächige Aufhellungen sind auch in den Ecken, vor allem rechts unten, zu sehen. Bei vollständig abgedunkeltem Raum ist das nicht zu übersehen, bei normaler Raumbeleuchtung – abgesehen von dem hellen Fleck am oberen Bildrand – eher unauffällig.

Bei seitlicher Betrachtung lässt der Schwarzwert zudem sichtlich nach und die Schirmoberfläche hellt sich stellenweise deutlich auf. Für einen normalen Arbeitsplatz mit einem einzelnen Betrachter ist das noch ganz okay, aber bei stärkeren Kopfbewegungen von der Bildmitte weg wird die Aufhellung schon deutlich.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus, als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder, als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

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Helligkeits- und Kontrastverlauf des Samsung U24E590D.

Mit nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum rund 286 cd/m². Das liegt 5 % unter der Herstellerangabe von 300 cd/m². Herunterregeln lässt sich die Helligkeit auf ein Minimum von 14 cd/m².

Nach Kalibrierung sinkt die Maximalhelligkeit auf immer noch mehr als ausreichende 260 cd/m². Mit einer Minimalhelligkeit von 13 cd/m² kann der Samsung U24E590D ziemlich weit heruntergeregelt werden, so dass ein Arbeiten in absoluter Dunkelheit problemlos möglich ist.

Das Kontrastverhältnis des a-Si-TFT-/PLS-Panels gibt der Hersteller mit 1000:1 an. Gemäß unseren Messungen liegt es nach der Kalibrierung im Durchschnitt bei guten 759:1.

Bildhomogenität

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Samsung U24e590d Monitor Farbreinheit
Helligkeitsverteilung und Farbhomogenität beim weißen Testbild.

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in Prozent und das ebenfalls gemittelte Delta C (also die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert. Die Wahrnehmungsschwelle für Helligkeitsunterschiede liegt bei etwa 20 %.

Die Helligkeitsverteilung ist mit einem Durchschnittswert von 4,89 % gut. Der Maximalwert noch gute 11,64 %. Die Farbhomogenität ist dagegen sowohl im Durchschnitt (4,58 Delta C) als auch bei der Maximalabweichung in der oberen linken Ecke mit 5,97 Delta C nicht mehr berfriedigend. Für die subjektive Wahrnehmung spielen beide Werte eine Rolle. Daher verwundert es nicht, dass das weiße Testbild auch subjektiv alles andere als homogen wirkt.

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Helligkeits- und Kontrastverlauf des Samsung U24E590D.

Die beschriebene Schwäche bei der Bildhomogenität fällt allerdings im Office- und Unterhaltungsbetrieb (Spiele, Filme) nicht großartig auf. Für eine präzise Bildbearbeitung und Fotowiedergabe ist der Samsung U24E590D aber nicht die erste Wahl.

4 KOMMENTARE

  1. Guten tag. ich habe eine frage und ich habe ein Problem, Nun ist es so das der Monitor nicht automatisch aus dem StandBy aufwacht. Ich muß erst hinten auf dem „Joystick“ drücken damit er angeht. Nun habe ich mal etwas recherchiert und stelle fest, ich bin nicht alleine ..

    • Also das sind zwei unterschiedliche Technologien. Der Blaulichtfilter, wie der Name schon sagt, filtert Blauanteile aus dem Bild. So wirkt das Bild insgesamt wärmer (rötlicher) und man kann angenehmer Texte lesen. Die Augen ermüden nicht. FlickerFree ist die Bezeichnung, dass bei der Helligkeitsreduzierung kein PWM eingesetzt wird. Nach unseren Messungen (Seite 4 Backlight) wird die Hintergrundbeleuchtung gepulst. Demnach hat der Monitor kein FlickerFree.

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