Test Monitor Samsung U24E590D
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Subjektive Beurteilung

Die Zielgruppe des Samsung U24E590D geht aus der Webseite von Samsung nicht eindeutig hervor. Das Gerät scheint aber mehr auf Spieler und den Unterhaltungsbereich abzuzielen.

Wer eine geeignete Grafikkarte von AMD einsetzt, kommt in Verbindung mit dem Samsung U24E590D zudem in den Genuss der FreeSync-Technologie. Damit kann die Bildschirmaktualisierungsrate dynamisch mit der Bildrate des Inhalts synchronisiert, die Eingangslatenz minimiert sowie Stottern und Verzögern während des Spielens merklich reduziert werden.

Auch im Praxistest funktioniert das recht gut. Die gute Reaktionszeit in der Einstellung „Schnellstens“ und der sehr niedrige Input-Lag von 2,6 ms machen den U24E590D zu einem guten Gaming-Monitor. Kleine Einschnitte in Sachen Qualität muss man dabei aber verkraften. Insgesamt bietet der Samsung U24E590D gute Allround-Qualitäten.

Sound

Gegenläufig zum allgemeinen Trend verzichtet Samsung auf den Einbau von Lautsprechern. Bei den meisten Geräten lassen die integrierten Lautsprecher ohnehin hinsichtlich Klang und Volumen zu wünschen übrig. Werden Tonsignale via HDMI oder DisplayPort zugespielt, können sie aber problemlos über den analogen Audio-Ausgang ausgegeben werden.

DVD und Video

HD-Zuspieler wie Blu-ray-Player, HDTV-Empfänger und Spielekonsolen können direkt an die HDMI-Buchse des U24E590D angeschlossen werden, der Ton wird an den Kopfhörerausgang weitergeleitet. Beim Anschluss eines PCs klappt die Tonausgabe auch via DisplayPort einwandfrei.

Der U24E590D bietet mit seinen PiP-/PbP-Funktionen auch nützliche Zusatz-Features für diesen Bereich. Mit PiP 2.0 (Bild in Bild) kann eine zweite Signalquelle auf bis zu 25 % des Bildschirms angezeigt und an einer beliebigen Stelle positioniert werden. Mit PbP (Bild neben Bild) kann der Bildschirm für die gleichzeitige Anzeige von zwei Signalquellen je zur Hälfte geteilt werden, wobei die Bildqualität der ursprünglichen Quelle erhalten bleibt.

Voreinstellung für Filme (Bildmodus „Kino“) bietet der Monitor zwar an, diese lässt das Bild allerdings merklich kühler wirken. Je nach Filmgenre passt das mal mehr, mal weniger gut. Das ist am Ende aber Geschmackssache. Wer möchte, kann hier mit den Einstellungen spielen – wir haben das Gerät für den Test in den Werkseinstellungen belassen und lediglich die Helligkeit auf ein sinnvolles Maß reduziert.

In dieser Konfiguration und der Helligkeitseinstellung „50“ haben wir ein HD-Video am PC betrachtet. Der U24E590D zeigt dabei ein sehr scharfes Bild mit kräftigen und natürlich wirkenden Farben, auch Hauttöne werden gut dargestellt. Der Schwarzwert und der Bildkontrast sind gut. In dunklen wie in hellen Szenen ist die Detailzeichnung gut. Nachzieheffekte bei schnellen Szenen traten nicht auf. Insgesamt wirkt das Bild sehr plastisch.

Die im Kapitel „Ausleuchtung“ beschriebenen Probleme wirken auch bei der Wiedergabe von Breitbildfilmen (schwarzer Streifen oben und unten) kaum störend. Lediglich die Aufhellung am oberen Bildrand ist im schwarzen Filmstreifen wahrnehmbar. Im Vergleich zum ebenfalls von uns getesteten Samsung U24E850R, schneidet der U24E590D hier deutlich besser ab.

Skalierung, Bildraten und Deinterlacing

Die HD-Auflösungen 720p und 1080p skaliert der U24E590D erwartungsgemäß als einwandfreies Vollbild. Aufgrund des ganzzahligen Teilers wäre alles andere auch eine große Überraschung.

Der Kauf eines 4K-Gerätes, um dann noch SD-Signale unterhalb dieser Auflösungen oder gar Halbbildmaterial zuzuspielen, hätte aus unserer Sicht wenig Sinn und ginge am Einsatzzweck des Gerätes vorbei. Daher gehen wir hier auch nicht weiter in die Tiefe. Der Anschluss eines externen BD-Players via HDMI hat auf jeden Fall einwandfrei funktioniert.

Overscan, Farbmodelle und Signallevel

Eine Overscan-Option haben wir im Menü des U24E590D nicht gefunden (und auch nicht erwartet). Das Gleiche gilt für die Einstellmöglichkeit des Farbmodells. Der Signallevel beziehungsweise der HDMI-Schwarzwert können allerdings angepasst werden, wenn eine HDMI-Verbindung anliegt. Außerdem kann für jede Anschlussmöglichkeit (DisplayPort, HDMI usw.) gesondert zwischen PC- und AV-Modus gewechselt werden.

Durch das Umschalten auf AV wird laut Handbuch „das Bild vergrößert“. Das Handbuch ist hier wenig hilfreich. Tatsächlich bietet der AV-Modus andere Optionen für das Bildseitenverhältnis und es stehen auch andere Bildmodi zur Verfügung, beziehungsweise die gleichnamigen Modi sind anders abgestimmt. Bei Zuspielung im AV-Modus von einem externen BD-Player via HDMI hat uns der Modus „Film“ sehr gut gefallen.

4 KOMMENTARE

  1. Guten tag. ich habe eine frage und ich habe ein Problem, Nun ist es so das der Monitor nicht automatisch aus dem StandBy aufwacht. Ich muß erst hinten auf dem „Joystick“ drücken damit er angeht. Nun habe ich mal etwas recherchiert und stelle fest, ich bin nicht alleine ..

    • Also das sind zwei unterschiedliche Technologien. Der Blaulichtfilter, wie der Name schon sagt, filtert Blauanteile aus dem Bild. So wirkt das Bild insgesamt wärmer (rötlicher) und man kann angenehmer Texte lesen. Die Augen ermüden nicht. FlickerFree ist die Bezeichnung, dass bei der Helligkeitsreduzierung kein PWM eingesetzt wird. Nach unseren Messungen (Seite 4 Backlight) wird die Hintergrundbeleuchtung gepulst. Demnach hat der Monitor kein FlickerFree.

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