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Test MSI MPG Artymis 323CQR: Gaming mit 1000-R-Wölbung
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Der 32-Zöller bietet 165 Hz, DisplayHDR 400, USB-C und FreeSync Premium in Kombination mit einer 1000-R-Wölbung

Graustufen

Bereits mit dem werkseitigen Setting zeigt der MSI MPG 323CQR eine sehr gute Schwarz- und Weißstufendarstellung. Schwarzstufen heben sich auf unserem Testbild ab Stufe 2 erkennbar vom Hintergrund ab, Weißstufen sind bis Stufe 253 differenzierbar.

Mit dem Kontrastregler kann Einfluss auf die Weißstufendarstellung genommen werden. Werkseitig ist der Kontrast auf 70 und damit ideal eingestellt. Bereits eine Erhöhung auf 71 hat gezeigt, dass Weißstufen verloren gehen. Wie es sich für einen echten Gaming-Monitor gehört, gibt es auch beim MSI MPG 323CQR die Möglichkeit, die Schwarzstufendarstellung zu beeinflussen. Der Hersteller nennt diese Option „Nachtsicht“ („Night Vision“ in Englisch), hinter der sich fünf Einstellungsmöglichkeiten verbergen. Ab Werk ist die Option deaktiviert („Aus“). Es stehen noch „Normal“, „Stark“, „Am stärksten“ und „A.I.“ zur Auswahl.

Da die Schwarzstufendarstellung bereits werkseitig sehr gut ist, sollte diese Option nur im Bedarfsfall geändert werden, weil alle sonstigen Einstellungen negativen Einfluss auf das Kontrastverhältnis haben.

Überprüfung der Schwarzstufendarstellung
Überprüfung der Schwarzstufendarstellung
Test der Weißstufendarstellung
Test der Weißstufendarstellung

Nach Profilierung und Kalibration ist subjektiv keine Änderung der Bildqualität festzustellen. Ebenso haben sich weder die Schwarz- noch die Weißstufendarstellung verändert. Zumindest subjektiv ist die Bildqualität nach wie vor sehr gut.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Reale Darstellung der Ausleuchtung des Panels, wie man es mit freiem Auge sieht
Reale Darstellung der Ausleuchtung des Panels, wie man es mit freiem Auge sieht
Darstellung der Problemzonen durch eine längere Belichtungszeit
Darstellung der Problemzonen durch eine längere Belichtungszeit

Ein gleichmäßig ausgeleuchteter Bildschirm hat nicht nur Einfluss auf die subjektiv wahrgenommene Bildqualität, sondern wirkt sich auch positiv in Spielen oder bei farbverbindlichem Arbeiten aus. Die Display-Ausleuchtung des MSI MPG 323CQR ist gut umgesetzt, allerdings gibt es an den Display-Rändern stellenweise Aufhellungen. Selbige sind aber nicht stark genug ausgeprägt, als dass sie als störend empfunden werden.

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Helligkeits- und Kontrastverlauf
Helligkeits- und Kontrastverlauf

In den Spezifikationen des MSI MPG 323CQR wird vom Hersteller ein Kontrastverhältnis von 2500:1 angegeben. Unsere Messungen haben einen Durchschnittswert von 2388:1 ergeben. VA-Panels haben im Gegensatz zu IPS-Panels den Vorteil, einen niedrigeren Schwarzpunkt bei gleicher Helligkeit zu liefern, wodurch ein höheres Kontrastverhältnis erreicht werden kann. Das Kontrastverhältnis bleibt bis auf die zwei Ausreißer bei 0 % und 10 % über den gesamten Helligkeitsbereich sehr konstant. Den niedrigsten Wert erreicht der Monitor mit 2083:1 bei 0 % Helligkeit, den höchsten Wert von 2622:1 bei 10 % Helligkeit.

Als HDR-400-zertifiziertes Modell muss die maximale Helligkeit bei mindestens 400 cd/m² liegen. Der MSI MPG 323CQR erreicht maximal 447 cd/m² bei einem Schwarzpunkt von 0,19 cd/m². Wird die Hintergrundbeleuchtung auf 0 % reduziert, liegt die Leuchtdichte bei 62 cd/m² und der Schwarzpunkt bei 0,03 cd/m². Es steht somit ein Helligkeitsregelungsbereich von 385 cd/m² zur Verfügung.

Bildhomogenität

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (d. h. die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Diagramm der Helligkeitsverteilung in %
Helligkeitsverteilung in %
Diagramm der Farbreinheit in Delta C
Farbreinheit in Delta C

Beim MSI MPG 323CQR liegt die durchschnittliche Abweichung der Helligkeit zum in der Display-Mitte gemessenen Referenzwert bei guten 4,23 %. Auch die maximale Abweichung von 11,94 % an der rechten Display-Seite ist noch ein guter Wert. Abschattungen sind daher keine zu beobachten.

Bei der Farbreinheit erreicht der Proband ein befriedigendes Gesamtresultat. Die maximale Abweichung von 2,78 Delta C, dieses Mal an der linken Display-Seite, fällt noch gut aus. Allerdings ist die durchschnittliche Abweichung von 1,81 Delta C geringfügig zu hoch. Farbstiche sind keine vorhanden.

Coating

Die Oberflächenbeschichtung des Panels (Coating) hat auf die visuelle Beurteilung von Bildschärfe, Kontrast und Fremdlichtempfindlichkeit einen großen Einfluss. Wir untersuchen das Coating mit dem Mikroskop und zeigen die Oberfläche des Panels (vorderste Folie) in extremer Vergrößerung.

Coating des MSI MPG 323CQR
Coating des MSI MPG 323CQR
Coating-Referenzwerte
Coating-Referenzwerte

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel, mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der MSI MPG 323CQR besitzt eine matte Oberfläche mit mikroskopisch sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion. Die schwarzen Querlinien in der mikroskopischen Aufnahme sind mit bloßem Auge nicht erkennbar.

Im Datenblatt des Monitors findet sich zur Entspiegelung lediglich die Angabe „Anti-glare“. In der Praxis werden Lichtreflexionen, solange keine zu helle direkte Lichteinstrahlung erfolgt, effektiv abgeschwächt.

Blickwinkel

Das VA-Panel des MSI MPG 323CQR zeigt aus zentraler Betrachtungsposition eine gute Farbwiedergabe. Durch die starke Wölbung sind geringe Abweichungen aus der Mitte noch kein Problem Je weiter sich jedoch der Blickwinkel aus dem Zentrum verschiebt, desto mehr nehmen Farbsättigung und Kontrast ab. Bei seitlicher Verschiebung bleibt der Weißpunkt konstant. Mit Blick von oben oder unten auf das Display stellt sich jedoch ein gut sichtbarer Gelbstich ein.

Blickwinkeltest der Farbwerte vom VA-Panel des MSI 323CQRDE
Blickwinkeltest der Farbwerte

VA-Panels zeigen aus seitlichem Betrachtungswinkel keine Aufhellungen dunkler Tonwerte, wie es bei IPS-Panels der Fall ist. Dennoch bleiben auch beim MSI MPG 323CQR Aufhellungen nicht ganz aus. Hier ist es aber die Hintergrundbeleuchtung, die an den Display-Rändern vereinzelte Lichthöfe verursacht.

Geringe Lichthöfe an den Display-Rändern
Geringe Lichthöfe an den Display-Rändern

Damian Köb

... stieß 2009 zum PRAD-Team und schreibt mit anhaltender Begeisterung fundierte Monitor-Testberichte. Als Vater von zwei Kindern verbringt er seine Freizeit mit der Familie, macht Sport, spielt Computerspiele und fährt Motorrad.

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