Test ViewSonic XG240R – überzeugende Gaming-Performance
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Sound

Die beiden verbauten Zwei-Watt-Lautsprecher können per HDMI oder DisplayPort angesprochen werden. Ein Audioeingang ist nicht vorhanden, aber ein Ausgang, um den Sound an externe Lautsprecher oder einen Kopfhörer weiterzuleiten.

Im OSD des Monitors lässt sich nur die Lautstärke der verbauten Lautsprecher regulieren. Diese ist ausreichend laut einstellbar, um auch mit etwas Abstand zum Beispiel einen Videoclip anzusehen. Der Sound wirkt nicht blechern oder dumpf und gibt Stimmen klar wieder. Einen Raumklang können die beiden Exemplare aber nicht erzeugen, und auch eine Basswiedergabe war bauartbedingt nicht möglich.

Gamer sollten daher externe Lautsprecher oder einen Kopfhörer anschließen, um die Atmosphäre in Spielen vollständig genießen zu können. Bei Shootern, wo Geräusche aus einer bestimmten Richtung geortet werden müssen, ist der Einsatz der verbauten Exemplare ebenfalls nicht zu empfehlen. Einen großen Mehrwert bieten die verbauten Lautsprecher für die angesprochene Zielgruppe daher nicht.

DVD und Video

Für diesen Bereich haben wir das Gerät per HDMI-Kabel an einen Blu-ray-Player angeschlossen. Unter Windows 10 waren die Skalierungs-Optionen ohne Funktion, per Blu-ray-Player aber funktionstüchtig, wodurch jedes zugespielte Signale unverzerrt wiedergegeben werden konnte. Vorhanden waren dafür die Optionen „Vollbild“, „Seitengerechte Vergrößerung“ und „1:1“.

Aufgrund des 16:9-Formates des Monitors eignet sich das Gerät auch gut für Filme und vor allem Serien. Der vorhandene Filmmodus zeigte das Bild mit ausgeblichenen Farben an, also mit einem Effekt, den wir eher andersherum erwartet hätten, denn häufig wird in diesem Modus auf knallige Farben gesetzt. Wir empfehlen den Filmmodus daher nicht, sondern die Beibehaltung des eingestellten Standardmodus. Weitere Extras wie zum Beispiel ein Bild-in-Bild-Modus bietet das Gerät nicht an, um in diesem Abschnitt Zusatzpunkte sammeln zu können.

Bei der Wahl der Bildschirm-Aktualisierungsrate war der ViewSonic schon unter Windows 10 sehr flexibel und bietet die abgebildeten Varianten an. Laut dem Datenblatt soll auch ein 24-Hz-Betrieb möglich sein. Mit unserem Blu-ray-Player konnten wir diesen allerdings nicht erzwingen, der Monitor sprang laut eigener Information im OSD immer auf den 60-Hz-Betrieb zurück.

Wahl bei der Bildschirm-Aktualisierungsrate des ViewSonic XG240R
Wahl bei der Bildschirm-Aktualisierungsrate

Die Farbmodelle und das Eingangssignal können ebenfalls gewählt werden. Man hat die Wahl zwischen RGB und YUV sowie einem vollen oder limitierten Eingangsbereich. Der volle wird bei 0–255 und der limitierte bei 16–235 liegen. Bei unseren Testbildern konnten wir keine gegenteiligen Informationen herauslesen. Es steht jeweils auch ein automatischer Modus zur Verfügung, um die Wahl dem Monitor zu überlassen. Bei unseren Tests hat dieser immer die richtige Wahl getroffen. Eine manuelle Korrektur sollte daher nur bei exotischen Varianten notwendig sein.

Eine Overscan-Einstellung ist ebenfalls vorhanden, über die das Seitenverhältnis des vom Monitor empfangenen Eingangssignals angepasst werden kann. Einstellungen sind in diesem Bereich aber nicht möglich, die Funktion kann nur aktiviert oder deaktiviert werden.

Bewertung

Keine Angaben
3.9

(GUT)

Fazit

Der ViewSonic XG240R wurde als Gaming-Monitor konzipiert und kann in diesem Bereich auch vollständig überzeugen. Er besitzt einen 144-Hz-Modus, die FreeSync-Technologie, eine schnelle Reaktionszeit und eine geringe Latenz. Es werden zudem viele Einstelloptionen für Gamer angeboten, sodass für diese Zielgruppe kaum Wünsche offenbleiben dürften. Die rückseitige RGB-Beleuchtung ist zudem ein nettes zusätzliches Feature für Spieler, die auch ein beleuchtetes Gehäuse besitzen und dieses farblich abgestimmt gestalten möchten.

Eine sehr gute Farbreinheit und Ausleuchtung sind positive Aspekte für die Bilddarstellung. Doch farbverbindlich ist diese nicht. Weder die sRGB-Farbraumabdeckung noch die Profilvalidierung nach der Kalibrierung sind dafür geeignet. Beim Einsatz eines Gaming-TN-Panels ist das weder verwunderlich noch zu erwarten gewesen. Rein subjektiv geht die Bildqualität in Ordnung, und mehr wird der Gamer auch kaum erwarten.

Für die Videowiedergabe ist das Gerät zwar grundsätzlich geeignet, doch muss durch die Verwendung eines schnellen TN-Panels in diesem Bereich die schlechte Blickwinkelabhängigkeit von einer niedrigeren oder seitlichen Position beachtet werden.

Anwender, die das Gerät hauptsächlich zum Spielen nutzen möchten, bekommen mit dem ViewSonic XG240R in diesem Bereich dagegen ein sehr flexibles und potentes Gerät, das wir auch Hardcore-Spielern mit gutem Gewissen empfehlen können.

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