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TESTBERICHT: Acer T230Hbmid Teil 7


Hier macht der Acer T230H keine Ausnahme. Den besten Bildeindruck erhält man, wenn man mittig vor dem Bildschirm sitzt und vertikal in einem Winkel von etwa 10 Grad von oben auf die Bildfläche sieht. Das Foto zeigt horizontale Winkel von +/- 60 Grad und vertikale von +45 und -30 Grad. Erfreulich stabil ist der horizontale Blickwinkel: alle Farben verblassen, aber sie tun dies gleichmäßig und die Farbveränderungen sind gering. Bei vertikalen Blickwinkeln von oben hellt sich das Bild noch schneller auf, bleibt aber dennoch vergleichsweise farbstabil. Nur von unten betrachtet wird das Display sehr schnell dunkel, weiß wird silbrig und Gelb zu Rot, eine Negativdarstellung ist aber nicht zu erkennen. Insgesamt ist die Stabilität bei großen Blickwinkeln besser als bei vielen anderen TN-Panels.

Damit ist der T230H durchaus tauglich für den Filmspaß in kleiner Runde. Auch zu zweit vor dem Schirm wird man mit dem Blickwinkel gut leben können, wenn man den Bildschirm so aufstellen kann, dass sich die Augenhöhe etwas oberhalb der Bildschirmmitte befindet.

Ausmessung und Kalibration

Wir haben im Folgenden den Acer T230H bezüglich seiner Farbechtheit überprüft und getestet, wie gut sich der TFT-Monitor kalibrieren lässt. Die Ergebnisse sind hauptsächlich für die Grafik- und Fotobearbeitung interessant, aber auch für Filme und den TV-Betrieb. Für den Officebetrieb und für Spiele sind sie weniger wichtig, da bei diesen Anwendungen der subjektive Eindruck überwiegt.

Zunächst haben wir den maximalen Farbraum des TFTs ermittelt und einerseits mit dem Druckfarbraum ISOcoated und andererseits mit dem sRGB-Farbraum verglichen. Den Vergleich mit AdobeRGB und ECI-RGB 2.0 haben wir nicht vorgenommen, weil der T230H nicht über einen erweiterten Farbraum verfügt.

Farbraumvergleich

sRGB ist der kleinste gemeinsame Nenner für das Zusammenspiel verschiedener Eingabe- und Ausgabegeräte im Consumerbereich. Viele Farbdrucker arbeiten auf Normalpapier mit dem sRGB-Profil. Auch digitale Kameras arbeiten damit, und Bilderdienste haben ihre Entwicklungsmaschinen darauf eingestellt. Nicht zuletzt geht Windows von sRGB aus, wenn zu einem Gerät oder einer Grafikdatei kein Farbprofil vorliegt. Deshalb ist der sRGB-Farbraum für den Normalanwender von großer Bedeutung.

Interessant ist der Vergleich zum ISOcoated-Farbraum des Offsetdrucks, da dieser in der Regel dem Mindesten entspricht, was aktuelle Tintenstrahldrucker bewältigen können. Viele moderne Tintenstrahldrucker und Druckverfahren decken darüber hinaus einen noch größeren Bereich ab.

3D-Farbraumvergleich

Wie gut der Acer T230H diese beiden wichtigsten Farbräume abdeckt, zeigt die nachstehende dreidimensionale Analyse.

Erläuterung der 3D Ansichten: Das schwarze Gitter stellt den jeweiligen Standard-Farbraum dar, das weiße den Monitorfarbraum; der bunte Würfel kennzeichnet ihre Schnittmenge. Der Monitorfarbraum kann den tatsächlichen Farbraum dann nicht mehr darstellen, wenn das schwarze Gitter aus dem Würfel herausragt. Wenn der Monitorfarbraum größer ist als der jeweilige Standardfarbraum, so ragt das weiße Gitter aus dem Würfel heraus.

ISOcoated: 94 % Abdeckung

sRGB: 97 % Abdeckung

Das Resultat des Acer T230H in dieser Disziplin fällt für ein TN-Panel ohne erweiterten Farbraum gar nicht so schlecht aus. 94 Prozent Farbraumabdeckung im ISOcoated V2 (FOGRA39) und 97 Prozent im sRGB-Farbraum sind als gut anzusehen.

deltaE-Abweichung

Erläuterung der Abweichung deltaE: Die Abweichung der Farbwerte wird in deltaE 94 (dE) angegeben. Gemessen werden mehrere Grauabstufungen, die primären (RGB) und die sekundären (CMY) Grundfarben. Ein deltaE-Wert von eins entspricht dem kleinsten Farbunterschied, den das menschliche Auge üblicherweise wahrnehmen kann.

Bei den Farben erkennen die meisten Menschen Unterschiede ab einem Wert von drei. Unsere Augen sind allerdings für Grüntöne besonders empfindlich, sodass bei diesen bereits kleinere Unterschiede wahrgenommen werden. Die durchschnittliche Abweichung sollte unter drei dE liegen, das Maximum unter zehn dE, besser unter sechs dE. Bis zehn deltaE haben zwei Farben jedoch noch genügend Ähnlichkeit zueinander.

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