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TESTBERICHT: Dell U2412M Teil 6


Bedienung und OSD

Die "echten" Druckknöpfe machen einen Dell-typisch guten Eindruck und ermöglichen eine flüssige und zuverlässige Navigation im OSD. Der Druckpunkt ist deutlich ausgeprägt, was ein gutes Druckgefühl trotz des geringen Tastenhubs ermöglicht. Die Bedienung der Tasten kann mit nur einer Hand erfolgen. Das Display steht ausreichend stabil, sodass ein Gegenhalten nicht nötig ist.

Die Tastenbeschriftungen erscheinen nach dem Betätigen eines der Knöpfe auf der Bildschirmfläche.

Die Tastenbelegung wird auf der Bildschirmfläche angezeigt.

Im Hauptmenü wird der Nutzer durch eine grafische Anzeige über den derzeitigen Energieverbrauch des Monitors informiert.

Das Hauptmenü des Ultrasharp U2412M.

Ansonsten ist das OSD des U2412M sehr ähnlich zu dem des kürzlich von uns getesteten Dell ST2220T.

Erwähnenswert ist hier lediglich der Gammaregler, den der DELL U2412M im Gegensatz zum ST2220T besitzt. Etwas unglücklich sind hierbei die Bezeichnungen für die möglichen Einstellungen gewählt: Wählen kann man zwischen den Einstellungen "PC" und "MAC". Abgesehen davon, dass der Gammawert im Prinzip betriebssystemunabhängig ist, entsprechen die erreichten Gammakurven leider nicht unseren Erwartungen, worauf wir im Abschnitt Bildqualität näher eingehen.

Der Menüpunkt "Farbeinstellungen" mit dem Gamma-Regler.

Bildqualität

Paneleigenschaften

IPS-Panels haben im Allgemeinen bezüglich der Bildqualität einen besseren Ruf als zum Beispiel die TN-Kollegen. Gründe dafür sind die bessere Blickwinkelstabilität und die 8-Bit-Farbansteuerung. Eine genauere Recherche zeigt aber, dass zumindest der zweite Punkt auf das Panel des U2412M nicht zutrifft: Das hier verbaute eIPS-Panel ist kein natives 8-Bit-Panel, sondern arbeitet intern nur mit 6 Bit. Um dennoch Farbverläufe lückenlos auf den Schirm zu bringen, kommt eine panelinterne A-FRC-Schaltung (Advanced Frame Rate Control) zu Einsatz. Diese führt grob gesagt ein Dithering mit temporaler Komponente durch, um Zwischentöne aus den benachbarten Farbstufen zu "mischen".

Dies hat theoretische Vor- und Nachteile. Positiv sind die deutlich kürzeren Reaktionszeiten, die durch 6-Bit-Ansteuerung ermöglicht werden. Bei schlampiger Umsetzung können aber zum Beispiel in Farbverläufen deutliche Bandingmuster auftreten.

Diese Sorge ist jedoch beim U2412M unbegründet: Farbverläufe werden sauber abgestuft und ohne sichtbares Banding auf den Schirm gebracht. In dunklen Farbabstufungen kann man teilweise, bei ganz genauem Hinsehen aus nächster Nähe, ein leichtes Grieseln als Folge der FRC-Schaltung erkennen, ansonsten macht es sich nicht bemerkbar. Für die meisten Nutzer dürfte im Bereich der Bildqualität der Unterschied zwischen nativer 8-Bit-Ansteuerung und 6-Bit-Ansteuerung+FRC (sofern diese gut umgesetzt ist) ohnehin keine Relevanz haben.

Backlight

Beim DELL U2412M kommt das immer gebräuchlichere (White-)LED-Backlight zum Einsatz. Auf den Gebieten der Langlebigkeit und des Stromverbrauchs mag diese Technik klare Vorteile haben, bei der Bildqualität besteht hingegen noch Aufholbedarf im Vergleich zu den bewährten CCFL-Röhren. Insbesondere bei der Farbraumabdeckung und der Bildhomogenität leisten sich LED-beleuchtete Displays gerne den einen oder anderen Schnitzer. Wie der U2412M hier abschneidet werden die Messungen zeigen.

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