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TESTBERICHT: Eizo CG2730

EIZO CG2730 kann auch ohne 4K im Test begeistern und liefert ein ausgezeichnetes Ergebnis

Einleitung

Ein knappes Jahr ist seit dem Test des EIZO CG2420 vergangen. Zeit genug, um dem ColorEdge-Produktportfolio des japanischen Monitorspezialisten erneut auf den Zahn zu fühlen. Diesmal in Form des EIZO CG2730. Er tritt die Nachfolge des EIZO CX271 an – und nicht, wie vielleicht anzunehmen, die des bereits von uns getesteten EIZO CG277. Die CX-Reihe ist damit wenige Jahre nach ihrer Einführung bereits wieder vom Markt verschwunden.

Das 27 Zoll große IPS-Panel des Testkandidaten ist mit einer Auflösung von 2560 x 1440 Pixel nicht gerade eine technische Revolution. Und obwohl der Markt mehr denn je mit einer Welle von Ultra-HD-Monitoren geflutet wird, lässt sich auch mit nur rund halb so vielen Pixeln mehr als zufriedenstellend arbeiten – zumal die Bildqualität des blickwinkelstabilen LC-Moduls über jeden Zweifel erhaben ist.

Im Test: EIZO CG2730 (Foto: EIZO)

In farbkritischen Umgebungen ist der EIZO CG2730 dann vollends in seinem Element. Dank seiner modernen LED-Hintergrundbeleuchtung können gängige Offset-Druckbedingungen ebenso wie RGB-Arbeitsfarbräume jenseits von sRGB präzise wiedergegeben werden. Programmierbare 16-Bit-LUTs – optimiert über die mitgelieferte Software Color Navigator – leisten in diesem Zusammenhang einen entscheidenden Beitrag. Aufgrund des eingebauten Messgerätes kann auf eine separate Sonde verzichtet werden. Allerdings wurde es in seiner Funktionalität gegenüber der unter anderem im EIZO CG277 verbauten Lösung beschnitten.

Eine spezielle Ausgleichsfunktion verbessert die oft mäßige Flächenhomogenität gängiger LC-Panels deutlich. Für Arbeiten in nicht Farbmanagement-fähigen Anwendungen steht eine flexible – und im Kontext der bisherigen CG-Reihe ebenfalls leicht reduzierte – Farbraumemulation zur Verfügung.

Hands on Video EIZO CG2730

Testumgebung

Farbmessgeräte: X-Rite i1 Pro, X-Rite i1 Display Pro
Grafikkarte: MSI GeForce GTX980 Ti
Software: DACT 2.3, CCalc 2.3, Color Navigator 6.4.18.4

Lieferumfang

EIZO liefert den CG2730 mit DisplayPort-, DVI-D-, USB- und Netzkabel aus. Störende Lichteinstrahlungen werden durch eine ebenfalls beiliegende Lichtschutzblende stark reduziert. Dank einer magnetischen Arretierung gelingt die Montage ausgesprochen schnell und unkompliziert.

Das vollständige Benutzerhandbuch befindet sich in elektronischer Form auf der beigelegten CD. Hier findet der Benutzer auch die Software Color Navigator zur Hardware-Kalibration. Sie kann darüber hinaus jederzeit kostenlos über die EIZO-Homepage in aktueller Version heruntergeladen werden. Ein doppelseitiges Informationsblatt belegt die akkurate Werkskalibration.

Optik und Mechanik

Das Gehäusedesign orientiert sich am Erscheinungsbild der aktuellen Produktpalette und bricht mit dem zum Teil recht wuchtigen Auftritt der Vorgänger. Es dominiert dunkler, in filigrane Formen gegossener Kunststoff. Glücklicherweise verzichten die Japaner weiterhin auf fast jegliche optischen Spielereien, Akzente setzt nur das silberne Herstellerlogo samt Zierleiste auf der Rückseite. Praktisch: Ein eingelassener Griff erleichtert den Transport.

Der EIZO CG2730 mit Lichtschutzblende

Das winzige Messgerät wurde in den oberen Rahmen integriert. Es klappt nach Aktivierung nur um wenige Grad aus. Im eingefahrenen Zustand schließt es mit der Rahmenkante ab. Auf eine zusätzliche Klappe wurde verzichtet.

Das eingebaute Messgerät im eingefahrenen Zustand

Die Rahmenbreite beträgt etwa 1,8 Zentimeter. Auch im Bereich des Messgerätes konnte auf eine Verbeiterung verzichtet werden. Auf dem Schreibtisch beansprucht der EIZO CG2730 rund 25 Zentimeter in der Tiefe. Ohne Standfuß verbleiben gut 6 Zentimeter.

Höhenverstellung und USB-Eingänge des EIZO CG2730 im Detail

Materialanmutung und Verarbeitungsqualität sind gut, aber nicht überragend. Vorgängermodelle im massiveren Design konnten uns diesbezüglich mehr überzeugen. Am Übergang zwischen Panel und Gehäuse sind leichte Spaltmaße auszumachen. In dunkler Umgebung schimmert dort die Hintergrundbeleuchtung leicht durch.

EIZO CG2730 in der niedrigsten Stellung ...

... und in der höchsten Stellung

Der Regelungsbereich der Höhenverstellung beträgt gut 15 Zentimeter. In der niedrigsten Einstellung beträgt der Abstand von der Rahmenunterkante zur Tischoberfläche 3 Zentimeter. In der höchsten Position ermitteln wir knapp 19 Zentimeter. Die maximale Neigung nach hinten wird bei 35 Grad erreicht. Eine Neigung in Gegenrichtung ist bis etwa 5 Grad möglich. Alternative Befestigungssysteme werden über die VESA100-Verschraubung mit dem Bildschirm verbunden.

Auf den Bildern erkennen Sie den maximalen Neigungswinkel nach hinten und vorne

Der Standfuß erlaubt eine Drehung um knapp 180 Grad in beide Richtungen. Über ein Drehgelenk kann der EIZO CG2730 auch in Hochkantausrichtung betrieben werden.

Seitliche Drehung ...

und in Hochkantausrichtung (Pivot)

Die im Betrieb entstehende Abwärme wird passiv über das Gehäuse abgeführt, das zu diesem Zweck mit einigen Lüftungsschlitzen versehen wurde. Helligkeits- oder Kontrast-abhängige Störgeräusche bleiben erfreulicherweise völlig aus.

Netzteil integriert mit dediziertem Ein-/Ausschalter

Technik

Stromverbrauch

Bei einer Leuchtdichte von 140 cd/m² ermitteln wir eine Effizienz von knapp 0,9 Candela pro Watt. Isoliert betrachtet ein mäßiges Ergebnis, doch angesichts des hohen Farbumfangs durchaus ordentlich. Der EIZO CS2730 – mutmaßlich ausgestattet mit einem Panel von LG und GB-r-LED-Hintergrundbeleuchtung – fällt demgegenüber um fast 35 Prozent ab. Modelle mit einfacher W-LED-Hintergrundbeleuchtung durchleuchten ihr Panel zwar effektiver, allerdings eben mit deutlichen Einbußen im Hinblick auf den Farbumfang.

Eine USB-Verbindung mit dem Computer erhöht die Leistungsaufnahme um mindestens 6 Watt. In diesem Fall sollte man den EIZO CG2730 über seinen separaten Netzschalter ausschalten.

  Hersteller Gemessen
Betrieb maximal < 95 W 56,6 W
140 cd/m² k.A. 32,1 W
Betrieb minimal k.A. 23,4 w
Energiesparmodus < 0,6 W 1,1 W
Ausgeschaltet < 0,6 W 0,9 W

Anschlüsse

Der EIZO CG2730 nimmt Videosignale über drei Anschlüsse entgegen. Dem Benutzer stehen jeweils ein DisplayPort-, HDMI- und DVI-Eingang zur Verfügung.

Die Signaleingänge des EIZO CG2420

Der integrierte USB-Hub stellt zwei Downstream-Anschlüsse bereit. Sie wurden seitlich eingelassen und unterstützen die Version 3.0. Die Verbindung mit dem Rechner erfolgt über einen von zwei Upstream-Anschlüssen. Sie können den Videoschnittstellen frei zugeordnet werden.

Bedienung

Die fast gänzlich unbeschrifteten Bedienelemente wurden im unteren Rahmen eingelassen. Zur Erleichterung der Navigation wird ihre aktuelle Funktionsbelegung eingeblendet. Es handelt sich mit Ausnahme des Einschalters um berührungssensitive Tasten. Eine haptische Rückmeldung bleibt bauartbedingt aus. Verschiedene Aktionen – darunter Signaleingangs- und Bildmoduswechsel – können direkt ausgeführt werden.

Die Tasten zur Menüsteuerung

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4 Kommentare vorhanden


Bei meinem CG2730 verhält sich der Standby Stromverbrauch wie folgt:
Soft OFF -> 9,5W (sehr viel!!!)
OFF (Schalter Monitor Rückseite) -> =0,0W (gut!)
Schalter wieder auf ON -> Soft OFF jetzt aber 8,5W (woher kommt der 1W Unterschied???)

Einen Unterschied ob der CG2730 am PC USB angeschlossen ist oder nicht, kann ich nicht messen!

Hat Eizo das Power Management des CG2730 zwischen Juli und Oktober verändert?
Nachtrag:
Wenn der PC in Suspend to RAM geht, geht der CG2730 im Soft-OFF auf 8,1W
Es bedarf ZWEIER Maßnahmen um die Standby Stromaufnahme wirksam zu begrenzen:
1. Deep-Sleep im Administrator-Menue aktivieren

UND

2. USB Upstream zum PC kappen

Nur beide Maßnahmen zusammen führen zu Erfolg!

Da frage ich mich schon, ob es nicht sinnvoller ist einfach den physikalischen Ein/Aus-Schalter zu verwenden, auch wenn er etwas fummelig von vorne nur zu erreichen ist.
(sorry for writing in English - you can reply in German)

Thank you for all your great tests - very useful, also for people outside Germany!

A few questions:

Why don't you test 10-bit monitors with a 10-bit graphic card in your system?

Why don't you mentions in your tests if a monitors is tur 10-bit or, like most of them (even all 24" and 27" Eizo CG & CS monitors !), 'only' 8-bit plus dithering?

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