Technik
Betriebsgeräusch
Wir haben beim BenQ RD280UG kein Betriebsgeräusch wahrnehmen können. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.
Stromverbrauch
| Hersteller | Gemessen | |
| Betrieb maximal | 250 W | 36,6 W |
| Betrieb typisch | 30 W | – |
| 140 cd/m² (35 %) | k. A. | 22,2 W |
| Betrieb minimal | k. A. | 14,9 W |
| Energiesparmodus (Stand-by) | < 0,5 W | 0,26 W |
| Ausgeschaltet (Soft-off) | k. A. | 0 W |
| Ausgeschaltet (Netzschalter) | – | – |
Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (Lautsprecher und USB)
In den Spezifikationen gibt BenQ einen typischen Verbrauch von 30 Watt an, was etwas über unserem Messergebnis bei 140 cd/m² liegt. Der Maximalbedarf beträgt nach unseren Messungen bei voller Helligkeit 36,6 Watt. Im ausgeschalteten Zustand über den Soft-off-Button und im Stand-by-Modus liegt die Leistungsaufnahme bei 0,26 und 0 Watt. Das Drücken des Power-Buttons kann also wie das Betätigen eines Netzschalters betrachtet werden, den der RD280U allerdings nicht besitzt. Damit werden die EU-Richtlinien locker eingehalten.
Die EU-Energieeffizienzklasse gibt der Hersteller für SDR mit „F“ und für HDR mit „G“ an. Bei 140 cd/m² am Arbeitsplatz zeigt das Messgerät 22,2 Watt an. Das ergibt eine rechnerische Effizienz von 1,6 cd/W, was noch einem sehr guten Wert entspricht.
EPEAT-Umweltsiegel
Der BenQ RD280UG ist nach EPEAT Bronze zertifiziert. EPEAT steht für „Electronic Product Environmental Assessment Tool“ und ist ein global anerkanntes Umweltsiegel, das die Umweltverträglichkeit von Elektronikprodukten bewertet. EPEAT ermöglicht es Käufern, die Umweltauswirkungen von Produkten über deren gesamten Lebenszyklus hinweg zu beurteilen, einschließlich Design, Produktion, Energieverbrauch, Recycling und Reparierbarkeit.
Produkte, die sich um das EPEAT-Siegel bewerben, werden in drei Kategorien eingeteilt:
1. Bronze: Erfüllt alle erforderlichen Kriterien.
2. Silber: Erfüllt alle erforderlichen Kriterien und mindestens 50 % der optionalen Kriterien.
3. Gold: Erfüllt alle erforderlichen Kriterien und mindestens 75 % der optionalen Kriterien.
Anschlüsse
Auch bei den Anschlüssen überzeugt der BenQ RD280UG. Mit USB-C (DP-Alt-Mode), HDMI 2.1 und DisplayPort 1.4 sind sämtliche modernen Digitaleingänge je einmal vorhanden. Der USB-C-Eingang kann zudem externe Geräte mit bis zu 90 Watt versorgen, dient gleichzeitig als Daten-Upstream und ist MST-fähig. Ein weiterer Daten-Upstream (5 Gbps) wird über eine USB-B-Buchse ermöglicht. Die Schnittstellen sind rückseitig und nicht nach unten ausgerichtet, sodass sich die Kabel direkt einstecken lassen.

Im Anschluss-Panel steht auf der Downstream-Seite eine weitere USB-C-Schnittstelle mit 10 Gbps und einer Energieladung von 15 Watt bereit. An der Rahmen-Unterseite rechts neben den Tasten stehen zudem zwei gut zugängliche USB-Buchsen vom Typ A mit 10 Gbps und 4,5 Watt Energieladung sowie ein weiterer USB-C-Port mit 10 Gbps und 7,5 Watt Energieladung zur Verfügung.

Daisy-Chaining
Beim Daisy-Chaining werden mehrere Monitore hintereinander in Reihe geschaltet. Dabei wird nur der erste Bildschirm direkt mit dem Computer verbunden. Das Bildsignal wird anschließend von Monitor zu Monitor weitergereicht. Die technische Grundlage ist in der Regel der „DisplayPort Multi-Stream Transport“ (MST). Voraussetzung dafür ist, dass die Monitore – mit Ausnahme des letzten Geräts in der Kette – über einen entsprechenden Ausgang für die Signalweiterleitung verfügen, etwa per DisplayPort oder USB-C.
Der Vorteil liegt vor allem in einer aufgeräumteren Verkabelung und darin, dass am Computer nicht für jeden Monitor ein eigener Videoausgang benötigt wird. Gleichzeitig müssen jedoch die Bandbreitengrenzen der Grafikkarte, der Schnittstelle und der angeschlossenen Bildschirme berücksichtigt werden. Je nach Auflösung, Bildwiederholrate und Anzahl der Bildschirme kann es sonst erforderlich sein, die Auflösung oder Frequenz einzelner Displays zu reduzieren.
Beim BenQ RD280UG wird Daisy-Chaining über einen zusätzlichen USB-C-Anschluss realisiert, der ausschließlich zur Weiterleitung des Bildsignals an einen weiteren Monitor dient.
Bedienung
An der Unterseite des BenQ RD280UG fällt sofort die markante, hochglänzend schwarze „Codier-Box“ ins Auge. Sie prägt nicht nur das Design, sondern vereint auch sämtliche Bedienelemente. Zentrales Steuerelement ist ein 5-Wege-Joystick: Ein Druck darauf ruft das Hauptmenü auf, eine Bewegung nach links oder rechts öffnet das MoonHalo-Schnellmenü.

Auf der linken Seite des Joysticks befindet sich eine kombinierte Betriebs-LED und Power-Taste, auf der rechten Seite eine frei belegbare Schnelltaste, die werkseitig für die Auswahl der Eingangsquelle vorgesehen ist.
Hinter dem Symbol an der Vorderseite der Box verbirgt sich ein weiteres Element: der „Coding-Hotkey“. Mit jedem Druck wechselt er zyklisch zwischen den vier Farbmodi „Helles Thema“, „Dunkles Thema“, „Papierfarben“ und „Benutzer“. Das ist praktisch für alle, die je nach Arbeitsumgebung schnell umschalten möchten. Drei der Modi können frei belegt werden, während „Benutzer“ immer aktiv ist.

Direkt daneben informiert die „Function Bar“ per Leucht-Icons darüber, welche Schutzfunktionen gerade aktiv sind, darunter der Nachtstunden-Schutz, Low Blue Light Plus und die automatische Helligkeitsanpassung.
Die Steuerung per Joystick ist grundsätzlich eine komfortable und intuitive Lösung – doch beim BenQ RD280UG offenbart sich ein kleiner konstruktiver Schwachpunkt: Der Joystick ist etwas zu lang geraten. Das führt dazu, dass beim Drücken zum Bestätigen eines Wertes unbeabsichtigt die aktuelle Menüebene verlassen wird – ein Moment, der beim täglichen Einsatz schnell zur kleinen Frustrationsfalle werden kann. Ein kürzerer Joystick hätte dieses Problem elegant vermieden. Die meisten Werte lassen sich mit einem Klick nach rechts bestätigen – ein Klick ist also nicht zwingend erforderlich. Nur die RGB-Werte müssen per Klick bestätigt werden. Andernfalls lässt sich die Menüebene nicht verlassen.








