Test Acer Nitro XV272UP – Allrounder mit klasse Bild
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Anschlüsse

Mit zwei HDMI-2.0-Schnittstellen und einem DisplayPort 1.4 verfügt der Acer XV272UP über eine gute Konnektivität. Zusätzlich können Peripheriegeräte über die insgesamt vier USB-Anschlüsse verbunden werden. Vorbildlich sind zwei davon seitlich und damit gut erreichbar an der linken Außenseite untergebracht. Einer der Ports verfügt über eine Schnellladefunktion. Außerdem existiert für Kopfhörer am Anschluss-Panel ein Audioausgang, passend für 3,5-mm-Klinkenstecker.

Der Acer XV272UP verfügt über eine gute Konnektivität
Der Acer XV272UP verfügt über eine gute Konnektivität
ZwZwei USB-3.0-Anschlüsse seitlich, einer davon mit Schnellladefunktion
Zwei USB-3.0-Anschlüsse seitlich, einer davon mit Schnellladefunktion

Für Kopfhörer existiert eine 3,5-mm-Klinkenbuchse. Das Anschluss-Panel sitzt gut erreichbar in einer Nische, die mit einer Blende abgedeckt werden kann, um das Design der Rückwand zu wahren.

Bedienung

Das OSD-Menü wird über drei analoge Tasten und einen Fünf-Wege-Joystick gesteuert. Die Power-Taste ist räumlich etwas von den anderen Tasten getrennt und nach oben versetzt, um ein versehentliches Ausschalten zu vermeiden. Die Tasten geben mit einem leisen Knacken Rückmeldung über deren Betätigung, was auch haptisch gut gelöst ist. Vor Kurzem haben wir den Acer XV273KP getestet, dessen Bedienung durch den Joystick Probleme verursachte, da dieser einfach zu lang ist und dadurch ständig wegschnappt. Bei diesem Modell funktioniert die Steuerung hingegen sehr gut, da der Joystick anscheinend gekürzt wurde.

Sehr guter Bedienkomfort durch den Fünf-Wege-Joystick auf der Displayrückseite
Sehr guter Bedienkomfort durch den Fünf-Wege-Joystick

In der Front befinden sich aufgrund des Frameless-Designs keine Symbole für die Zuordnung der Tasten. So muss zunächst irgendeine Taste gedrückt werden, um das Schnellmenü zu öffnen.

Die zwei oberen Hotkeys können in ihrer Zuweisung abgeändert werden
Die zwei oberen Hotkeys können in ihrer Zuweisung abgeändert werden

Die drei Funktionstasten werden dann auf dem Bildschirm samt ihrer Erklärung in Verlängerung ihrer Position auf der Rückseite des Monitors angezeigt. Alle drei Tasten verfügen über eine Hotkey-Funktion. Die zwei oberen können im Systemmenü in ihrer Funktion abgeändert werden, während die untere fest mit der Eingangswahl belegt ist. Mit einem Klick auf den Joystick betritt man das Hauptmenü, navigiert sich durch die jeweilige Bewegung durch das Menü und erhöht oder verringert die Werte der jeweiligen Einstellungsebene.

OSD

Das OSD-Menü teilen sich die Monitore der XV2- und XV3-Serie größtenteils und kommen in dem gleichen modernen Design und mit den sehr großzügigen Einstellungsmöglichkeiten, die für einen Gaming-Monitor in Sachen Farbeinstellungen eher ungewöhnlich sind.

Sehr umfangreiches Menü (OSD) des Acer XV272UP
Sehr umfangreiches Menü des Acer XV272UP

Sehr gut ist auch hier die Einteilung der sechs Kategorien, bei denen alles am Platz ist und man sich nicht großartig auf die Suche nach bestimmten Einstellungen machen muss. Unter der Kategorie „Gaming“ befinden sich sämtliche spielrelevanten Einstellungen, inklusive Zielpunkt-Overlay und eines Aktualisierungsraten-Zählers, der auf dem Display angezeigt werden kann.

Spieleinstellungskategorie des Acer XV272UP
Spieleinstellungskategorie des Acer XV272UP

Im Gegensatz zum bereits getesteten Acer XV273KP lässt sich die Overdrive-Einstellung bei diesem Gerät auch an GeForce-Karten ändern. Das liegt wohl daran, dass der Acer XV272UP nicht zu den G-Sync-Compatible-Monitoren gehört und daher weniger Restriktionen unterliegt.

Auch Bildbearbeitern wird die Masse an Einstellungsmöglichkeiten gefallen. Hier werden wie bei seinem großen Bruder der Nitro-XV3-Serie neben einer Gamma-Einstellungsebene noch verschiedene Farbräume wie sRGB, Rec. 709, HDR, EBU, DCI und SMPTE-C geboten. Auch eine RGB-Tendenz-Konfiguration sowie eine Sechs-Achsen-Farbton- und Farbsättigungsebene sind vorhanden.

Für ein Gaming-Display ungewöhnlich viele Einstellungsmöglichkeiten
Für ein Gaming-Display ungewöhnlich viele Einstellungsmöglichkeiten
Sechs Farbräume lassen sich emulieren
Sechs Farbräume lassen sich emulieren

Unter dem Punkt „Modi“ lassen sich acht verschiedene Szenarien auswählen. Zur Auswahl stehen drei Gaming-Modi, die sich nach den eigenen Vorstellungen konfigurieren lassen und ihre Einstellungen erhalten, bis das Display zurückgesetzt wird.

Bildmodi des Acer XV272UP
Bildmodi des Acer XV272UP

Im Gegensatz zum XV273KP verfügt der XV272UP nicht über eine Lichtleiste, die blinkt wie auf dem Jahrmarkt, sondern über eine Bild-in-Bild-Funktion. Sie lässt sich über das Systemmenü unter „BiB/BuB“ erreichen. Möglich sind zwei Bildgrößen, die sich in einer beliebigen Ecke anzeigen lassen. Auch eine BuB-Funktion (Bild bei Bild) ist möglich. Hier werden Haupt- und Nebenquelle nebeneinander angezeigt.

Bildqualität

Beim Reset stellt der Monitor folgende Werte ein: Helligkeit 80, Kontrast 50, Superscharf „Aus“, Gamma 2.2, Farbtemperatur „Warm“, Bildmodus „Standard“. Diese Werte wurden für die nachfolgende Beurteilung bei Werkseinstellung verwendet.

Graustufen

Graustufendarstellung vom Panel des Acer XV272UP
Graustufen des Acer XV272UP

In den Lichtern wird eine sehr gute Graustufendarstellung erreicht, da sich sämtliche Grautöne vom reinweißen Hintergrund abheben. Zudem ist kein Farbstich zu erkennen. In den Schatten ist die Darstellung etwas zu dunkel geraten. Hier heben sich die Felder nur bis zum viertletzten Feld ab. Der Grauverlauf zeigt sich bis auf die leichte Farbtreppe nahe der Mitte sehr schön homogen. Bei seitlichem Blickwinkel wirkt die Farbtreppe ab etwa 30 Grad prominenter. Zusätzlich erhalten die hellen Graustufen einen Blaustich.

Ausleuchtung

Das linke Foto zeigt ein komplett schwarzes Bild ungefähr so, wie man es mit bloßem Auge sieht; hier werden die auffälligen Schwächen sichtbar. Das rechte Foto mit längerer Belichtungszeit hebt dagegen die Problemzonen hervor und dient nur der deutlicheren Darstellung.

Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei normaler Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung
Ausleuchtung bei verlängerter Belichtung

Für ein IPS-Panel zeigt der Acer XV272UP ein tolles Schwarzbild. Nur minimal fällt das Highlight in der linken unteren Ecke auf. Selbst bei fünffacher Belichtungszeit sind die Einstrahlungen am oberen und unteren Bildrand noch so marginal wie bei manchem Display bei normaler Belichtungszeit. Das ist ein richtig gutes Ergebnis.

3 KOMMENTARE

  1. Könntet ihr bitte die „leicht verschmierte Anzeige “ und die „heftigen Bildfehler“ nochmal anders erklären, bzw. mit Bildern oder Videos zeigen? Ich würde das gern sehen, um zu wissen, ob und wie mich das stören könnte.

    Vielen Dank

  2. Ich glaube, der hat dasselbe Panel wie der Acer VG271UP. So scheint jedenfalls darüber geredet, und die Featureliste klingt völlig gleich. Beide sollen ja einen höheren Farbraum haben als die älteren Modelle der Reihe, und ich bezweifle, dass sie da zwei exakte Super-Panel mit entscheidenden Unterschieden in nur ein oder zwei Punkten haben.
    Der Punkt ist: ich hatte den günstigeren Acer VG271UP bis vor einer Woche zum Ausprobieren. Leider fand ich die Reaktionszeit überhaupt nicht in Ordnung. Daher wundert es mich, die Messungen hier eigentlich ganz okay zu finden. Denn man findet kaum entscheidend niedrigere Messungen, ber ich kenne sehr wohl schnellere IPS-Panel. Die hohe Wiederholfrequenz und das Freesync sind dabei ganz interessant, aber rein als Kuriosum. Denn dadurch zieht sich der eigentlich eher langsame Bildaufbau wie eine zähe, dickflüssige Masse. Ist ganz interessant zu erleben, wie man richtig blind zu werden scheint, wenn man sich in der Ego-Perspektive umdreht und alles zu einer ununterscheidbaren Masse wird, bis man wieder geradeaus schaut. Die Situation hatte ich oft, und das geht definitiv besser, auch mit IPS.
    Den Kontrast fand ich jetzt ehrlich gesagt auch nicht nahe dem 1200-Bereich. Er scheint ganz okay, aber nicht so, dass ich mich darüber gefreut hätte. Da schein ich auch schon Besseres gesehen zu haben (bei gleichem Wert). Das könnte damit zusammenhängen, dass das Backlightbleeding fast über den ganzen Bildschirm verteilt zu sein scheint. Dadurch merkt man zwar nichts davon, weil es gleichmäßig ist, es könnte aber mit dem sichtbaren und messbaren Kontrast Unwesen treiben. Keine Ahnung, der Punkt war auch nicht so auffällig wie die Reaktionszeit.

    Ich verbuche diese Mysterien mit einem Vertrauensvorschuss unter Zweifel darüber, dass es sich ums selbe Panel handelte. Vielleicht ist das doch nicht so. Oder vielleicht kann man einfach nicht wissen, ob ein IPS-Panel schnell genug sein wird, selbst wenn die Testwerte besser als der Durchschnitt scheinen.

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