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Test Acer Predator XB323QKNV: 4K-Gaming mit 144 Hz

32-Zoll-Monitor mit Adaptive Sync und G-Sync-Kompatibilität bietet einen ab Werk gut abgestimmten sRGB-Farbraum und kann Filme mit 24 Hz wiedergeben

Einleitung

Mit dem Acer XB323QKNV (XB323QKNVbmiiphuzx) erreicht das derzeitige Flaggschiff der Predator-Serie unsere Redaktion. Mit einer Bildschirmdiagonale von 31,5 Zoll löst das IPS-Panel bei 3840 x 2160 Bildpunkten auf und benötigt jede Menge Platz auf dem Schreibtisch.

Die weiteren Specs hören sich sehr sportlich an. Mit einer Bildaufbauzeit von 1 ms (GtG) und einer Aktualisierungsrate von 144 Hz kann man den Acer XB323QKNV durchaus zu den Supersportlern zählen, was natürlich einer sehr potenten Grafikkarte bedarf. Tearing und Stuttering werden durch Adaptive Sync vermieden und lassen mit den passenden Treibern auch NVIDIA-GPUs teilhaben. Weitere Tools wie Aktualisierungsratenzähler, Target-Overlay und ein Modus gegen Bewegtbildunschärfe, der bei Acer auf den Namen „VRB“ hört, machen klar, dass der Proband in den Reihen der Gaming-Displays zu sehen ist. Auch Anhänger des Player-Styles können sich freuen, da das Beleuchtungskonzept auf der Rückseite in vielfältiger Weise gesteuert werden kann.

Auf den folgenden Seiten finden wir heraus, ob sich der Acer XB323QKNV in die Reihe der Supersportler einordnen kann.

Detaillierte Informationen zu den Ausstattungsmerkmalen und den Spezifikationen finden Sie im Datenblatt des Acer XB323QKNV.

Lieferumfang

Der unscheinbar anmutende Karton des Acer XB323QKNV aus recyclingfähiger Pappe bringt ein stattliches Gewicht von 11,2 kg auf die Waage. Zur Transporterleichterung wurden an den Außenseiten Griffmulden angebracht.

Unscheinbarer Karton des Acer XB323QKNV
Unscheinbarer Karton des Acer XB323QKNV

Um an den Inhalt zu gelangen, muss der Karton hingelegt und die beiden schützenden Styroporformteile komplett über die obere Seite aus dem Karton herausgezogen werden. Auf der Oberseite befinden sich mehrere Fächer, in denen das Zubehör aufgeteilt ist.

Kabeltechnisch werden mit DisplayPort, HDMI, USB-C und USB 3.0 sämtliche Schnittstellen abgedeckt. Quickstart-Guide, Garantiebestimmungen in verschiedenen Sprachen, eine Auflistung von Standorten, in denen Acer vertreten ist, diverse Energielabel und ein Kalibrierungsbericht bilden die Papierbeilage. Handbuch, Treiber und Farbprofile werden wie üblich auf der Produkt-Website zum Download angeboten.

Acer Predator XB323QKNV: Reihhaltige Kabelauswahl deckt sämtliche Schnittstellen ab
Reihhaltige Kabelauswahl deckt sämtliche Schnittstellen ab

Der Monitor-Arm befindet sich ebenfalls im oberen Styroporteil, ist allerdings etwas abgesenkt und wird durch einen Styroporklotz an seiner Position gehalten, damit er nicht im Karton umherfliegt. Basis und Tragarm sind fest miteinander verbunden und verfügen über ein ordentliches Gewicht.

Tragarm und Basis des Acer Predator XB323QKNV sind fest miteinander verbunden
Tragarm und Basis sind fest miteinander verbunden

Unterhalb des oberen Styroporteils ist das große Display zu finden, das schützend in einen Schaumstoffbeutel eingeschlagen ist. Um das Tragekonstrukt mit dem Bildschirm zu verbinden, muss der Monitor mit der Bildschirmseite nach unten auf eine stabile Oberfläche gelegt werden. Im Anschluss wird die Halteplatte des Tragarms über einen Schnellverschluss mit dem Display fixiert.

Monitor-Arm und Display werden über einen Schnellverschluss verbunden
Monitor-Arm und Display werden über einen Schnellverschluss verbunden
Der Monitorarm kann über einen Knopf vom Display wieder gelöst werden
Der Arm kann über einen Knopf wieder gelöst werden

Um die ergonomischen Möglichkeiten zu erweitern, lässt sich das Display auch an alternativen Haltevorrichtungen betreiben. Dafür müssen die vier Schrauben innerhalb der VESA-100-Vorrichtung am Monitor herausgedreht werden, um das Display an einem geeigneten Tragesystem befestigen zu können.

VESA-100-Aufnahme auf der Displaygehäuserückseite
VESA-100-Aufnahme

Optik und Mechanik

Während das Display zum größten Teil aus schwarzem Kunststoff gefertigt ist, besteht das Tragekonstrukt mehrheitlich aus Metall in einem Anthrazit-Ton.

Oben und an den Seiten wird das Panel über ein schmales Band in Position gehalten und zeigt ein Frameless-Design. Der untere Rahmen verfügt über eine Höhe von 25 mm und hat auf der linken Seite zwei ablösbare Badges. Etwas rechts davon befindet sich der Annäherungssensor. Das Predator-Logo ist in der Mitte aufgebracht.

Ablösbare Badges und Annäherungssensor auf der linken Seite
Ablösbare Badges und Annäherungssensor auf der linken Seite
Das Predator-Logo ist mittig aufgebracht
Das Predator-Logo ist mittig aufgebracht

Auf der rechten Seite ist die kleine Betriebs-LED platziert. In Betrieb leuchtet sie blau und im Standby gelb. Deaktivieren lässt sie sich nicht, leuchtet aber ohnehin nicht so hell, dass sie stören würde.

Die kleine Betriebs-LED befindet sich rechts
Die kleine Betriebs-LED befindet sich rechts
Belüftungsschlitze ziehen sich rund um die Außenseite des Displaygehäuses
Belüftungsschlitze ziehen sich rund um die Außenseite

Die Tiefe des Displays beträgt oben und an den Außenseiten 25 mm. Ringsum entlang des Außenrandes befindet sich ein schmales, 5 mm breites Belüftungsband.

Auf die Rückwand ist ein großes Gehäuse aufgebracht, das über eine Tiefe von etwa 25 mm verfügt. Es zieht sich nahezu über die gesamte Breite des Displays und ist durch ein LED-Band gerahmt, das für die Effektbeleuchtung zuständig ist. Auf der linken Außenseite ist gut erreichbar ein USB-Hub mit zwei USB-3.0-Anschlüssen platziert.

Gehäuserückseite ist von einem LED-Band gerahmt
Gehäuse ist von einem LED-Band gerahmt
Benutzerfreundliche seitlich am Displaygehäuse liegen die USB-3.0-Anschlüsse
Benutzerfreundliche seitliche USB-3.0-Anschlüsse

Mittig ist das Display über die Halteplatte mit dem Tragekonstrukt verbunden. Das Vertikalgelenk für den Neigungsmechanismus befindet sich direkt dahinter und erlaubt eine Neigung um 25 Grad nach hinten und um 5 Grad nach vorn.

Display mit maximalem Neigungswinkel nach hinten
Maximaler Neigungswinkel nach hinten
Display mit maximalem Neigungswinkel nach vorn
Maximaler Neigungswinkel nach vorn

Die Trageplatte samt Neigungsgelenk läuft über ein Schlittensystem innerhalb des Monitor-Arms, das für die Höhenregulierung zuständig ist und einen Weg von 130 mm erlaubt. In tiefster Stellung befindet sich der untere Display-Rand etwa 60 mm von der Tischplatte entfernt.

Acer Predator XB323QKNV in der niedrigsten Stellung von vorn
In der niedrigsten Stellung von vorn
Acer Predator XB323QKNV in der niedrigsten Stellung von hinten
In der niedrigsten Stellung von hinten
Acer Predator XB323QKNV in der höchsten Stellung von vorn
In der höchsten Stellung von vorn
Acer Predator XB323QKNV in der höchsten Stellung von hinten
In der höchsten Stellung von hinten

Der Tragarm zeigt auf der Rückseite der Verkleidung im oberen Bereich das große Predator-Logo.

Großes Predator-Logo auf der Monitorrückseite
Großes Predator-Logo auf der Rückseite
Drehmechanismus für die seitliche Drehung
Drehmechanismus für die seitliche Drehung

Weiter unten scheint es auf den ersten Blick, als würden drei massive Metallscheiben übereinanderliegen, die das Gelenk für den Swivel-Modus bilden und den Acer XB323QKNV um 30 Grad nach links und rechts drehen lassen. Letztendlich bestehen die Platten natürlich nur aus gut designtem Kunststoff.

Display mit seitlicher Drehung nach links
Seitliche Drehung links
Display mit seitlicher Drehung nach rechts
Seitliche Drehung rechts

Der Acer XB323QKNV verfügt nicht über eine Basis im klassischen Sinn, denn der Monitor-Arm wurde einfach weiter verlängert und nach hinten etwas abgewinkelt, während seitlich zwei Ausleger vom ihm abgehen, die für den seitlichen Halt zuständig sind. Aufgrund des großen Winkels, die die beiden Ausleger zueinanderstehen, und der recht breiten hinteren Auflagefläche verkraftet der Proband auch gröbere Stupser, ohne aus dem Gleichgewicht zu kommen. Einziger Nachteil ist die tiefe Standfläche von rund 290 mm, die den Monitor auf einem normalen Schreibtisch recht weit hereinragen lässt.

Minimalistisches Frontdesign des Acer XB323QKNV
Minimalistisches Frontdesign des Acer XB323QKNV

In der Front wirkt der Acer XB323QKNV schön aufgeräumt, wenn noch die beiden Badges entfernt werden. Das Tragegestell mutet aus der Front gesehen ebenfalls richtig stylisch an und würde sich so auch in einem Designbüro durchaus gut machen. Die Rückseite wirkt etwas verspielter und bedient durch die LED-Beleuchtung auch Freunde des Player-Styles. Leider wirkt der eingesetzte Kunststoff, besonders im Inneren des aufgesetzten Gehäuses, nicht besonders wertig. Ansonsten ist die Verarbeitung auf einem guten Niveau. Die Spaltmaße sind gleichmäßig, und die beweglichen Teile laufen ruhig und ohne zu schleifen.

Technik

Betriebsgeräusche

Der Acer XB323QKNV gibt selbst bei speziellen Testbildern mit harten Kontrasten keine störenden Töne von sich. Allerdings kann gerade die Geräuschentwicklung einer gewissen Serienstreuung unterliegen, weshalb diese Beurteilung nicht für alle Geräte einer Serie gleichermaßen zutreffen muss.

Stromverbrauch

HerstellerGemessen
Betrieb maximal56,4 W
Betrieb typisch55 W
140 cd/m²32,6 W
Betrieb minimal27,1 W
Energiespar­modus (Standby)0,5 W0,3 W
Ausgeschaltet (Soft Off)0,3 W0,2 W

Messwerte ohne zusätzliche Verbraucher (Beleuchtung und USB)

Laut Datenblatt verbraucht der Acer XB323QKNV typischerweise 55 Watt. Leider wird nirgendwo beschrieben, was für diesen Monitor die typischen Einstellungen sind. Maximal genehmigt sich das Gerät 56,4 Watt, was sich in etwa mit dem typischen Bedarf deckt. Bei 140 cd/m² messen wir 27,1 Watt. Daraus errechnet sich eine befriedigende Effizienz von 1,18 cd/W. Mit 0,3 Watt im Standby und mit 0,2 Watt im Soft-off werden die Richtwerte der EU-Norm eingehalten. Wird zusätzlich die LED-Beleuchtung eingeschaltet, erhöht sich die Leistungsaufnahme um rund 3 Watt.

Oliver Jachmann

... spielt seit seiner Kindheit Rennsimulationen am Computer. Seit 2013 verstärkt er unser Team und schreibt hauptsächlich Testberichte von Gaming-Monitoren. Seinen Ausgleich findet er im Sport und bezeichnet sich selbst als Fitness-Freak.

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