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Test Acer Predator XB253QGP – Top-Performance selbst bei Spielekonsolen
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Der 25 Zoll große Gaming-Monitor weiß selbst an älteren Spielekonsolen zu gefallen. Am Computer legt der Proband noch eine Schippe drauf und kann auch anspruchsvolle Gamer überzeugen

Helligkeit, Schwarzwert und Kontrast

Die Messungen werden nach einer Kalibration auf D65 als Weißpunkt durchgeführt. Sofern möglich, werden alle dynamischen Regelungen deaktiviert. Aufgrund der notwendigen Anpassungen fallen die Ergebnisse geringer aus als bei Durchführung der Testreihe mit nativem Weißpunkt.

Das Messfenster wird nicht von einem schwarzen Rand umgeben. Die Werte können daher eher mit dem ANSI-Kontrast verglichen werden und geben Realweltsituationen deutlich besser wieder als Messungen von flächigem Weiß- und Schwarzbild.

Bei nativem Weißpunkt erreichen wir im Maximum exakt 433 cd/m². Das ist rund 10 % mehr als die vom Hersteller angegebenen 400 cd/m². Um D65 zu erreichen, muss nur wenig Arbeit an den RGB-Reglern aufgewendet werden. Nach den notwendigen Anpassungen bleiben immer noch hohe 430 cd/m² übrig. Mit 77 cd/m² bei voll heruntergeregelter Helligkeit ist auch ein Arbeiten in dunkler Umgebung möglich.

Helligkeits- und Kontrastverlauf des Acer Predator XB253QGP
Helligkeits- und Kontrastverlauf des Acer Predator XB253QGP

Mit einem durchschnittlichen Kontrastverhältnis von 1316:1 gehört das IPS-Panel des Acer Predator XB253QGP im Vergleich zu anderen IPS-Displays zu den kontraststärkeren. Das maximale Kontrastverhältnis liegt bei 1362:1. Nach der Kalibrierung erreichte der Proband 1238:1. Insgesamt sind das rekordverdächtige Ergebnisse für ein IPS-Panel.

Bildhomogenität

Helligkeitsverteilung in %
Helligkeitsverteilung in %
Farbreinheit in Delta C
Farbreinheit in Delta C

Wir untersuchen die Bildhomogenität anhand von vier Testbildern (Weiß, Neutraltöne mit 75 %, 50 %, 25 % Helligkeit), die wir an 15 Punkten vermessen. Daraus resultieren die gemittelte Helligkeitsabweichung in % und das ebenfalls gemittelte Delta C (also die Buntheitsdifferenz) in Bezug auf den jeweils zentral gemessenen Wert.

Bei der Helligkeitsverteilung kann der Acer Predator XB253QGP mit einer maximalen Helligkeitsabweichung von 13,81 % ein gutes Ergebnis erzielen. Im Durchschnitt liegen die Ergebnisse mit einer Abweichung von 9,03 % allerdings etwas zu hoch, was letztendlich auf eine befriedigende Bewertung hinausläuft.

Die Farbreinheit ist mit einem durchschnittlichen Delta C von 1,87 und einem maximalen Delta C von 3,24 in beiden Fällen auf einem befriedigenden Niveau.

Coating

Mikroskopischer Blick auf die Subpixel mit Fokus auf die Bildschirmoberfläche: Der Acer Predator XB253QGP besitzt eine matte sowie sehr dunkel getönte Oberfläche mit deutlich sichtbaren Vertiefungen zur Diffusion. Direkt einfallendes Licht wird sehr gut absorbiert und machen ihn auch in sehr hellen und sonnendurchfluteten Räumen zu einer guten Wahl.

Coating des Acer Predator XB253QGP
Coating des Acer Predator XB253QGP
Referenzbild Coating
Referenzbild Coating

Blickwinkel

Das Foto zeigt den Bildschirm des Acer Predator XB253QGP bei horizontalen Blickwinkeln von ±75 Grad und vertikalen von +60 und -45 Grad.

Horizontale und vertikale Blickwinkel vom IPS-Panel des Acer XB253QGP
Horizontale und vertikale Blickwinkel

Den Blickwinkeltest kann der Acer Predator XB253QGP mit einem guten Ergebnis abschließen. Bewegt man sich seitlich aus dem Zentrum, schwenken die Grautöne leicht ins Bläuliche und in den vertikalen Blickwinkeln leicht ins Gelbliche. Ansonsten hellen die Farbtöne minimal auf, bleiben aber dennoch stabil. Auch der Kontrastverlust hält sich stark in Grenzen.

Interpolation

Der Acer Predator XB253QGP bietet unter „System -> Bildformat“ die Möglichkeit, Einfluss auf das Bildformat zu nehmen. Wählbar sind „Vollbild“, „1:1“ und „Seitenverhältnis“. Dies ist auch am Computer anwählbar, macht dort allerdings keinen Unterschied. Die Elektronik geht hier einen einfachen Weg und interpoliert alle fremden Auflösungen und Seitenverhältnisse auf die komplette Panel-Höhe und zeigt diese seitengerecht an. Das gelingt sehr gut und zeigt selbst die sehr kleine Auflösung mit 800 x 600 Pixeln ansprechend an. Ein Schärferegler ist zwar nicht zu finden, doch es existiert unter der Kategorie „Bild“ die Einstellungsebene „Superscharf“. Einen Effekt konnten wir hier aber nicht erkennen.

Wir testen die Qualität der Interpolation anhand einer Testgrafik. Bei der nativen Auflösung wird die Grafik erwartungsgemäß scharf und detailreich angezeigt. Setzt man die Auflösung auf „HD ready“ mit 1280 x 720 Bildpunkten herunter, sieht man besonders am feinen Muster innerhalb des Kreuzes die zusätzlich eingefügten grauen Pixel, die den hinzugewonnenen Platz ausfüllen. Die Qualität ist jedoch gut, und es lässt sich nach wie vor das Muster erkennen – auch wenn es etwas grobschlächtiger ausfällt.

Testgrafik native Auflösung
Testgrafik native Auflösung
Testgrafik 1280 x 720
Testgrafik 1280 x 720

Schrift stellt der Acer Predator XB253QGP unabhängig von der Auflösung sehr gut dar. Interpolationsartefakte fallen erfreulich gering aus. Auch fetter Text in kleinen Schriftgrößen kann einwandfrei gelesen werden.

Textwiedergabe native Auflösung
Textwiedergabe native Auflösung
Textwiedergabe 1280 x 720
Textwiedergabe 1280 x 720

Farbwiedergabe

Bei Monitoren für den Consumer- und Office-Bereich testen wir zunächst die Farbwiedergabe in der Werkseinstellung nach dem Reset sowie – falls vorhanden – in einem sRGB-Modus. Anschließend wird der Monitor mit Quato iColor Display kalibriert. Für die Messungen verwenden wir eine eigene Software, als Messgeräte werden das Kolorimeter X-Rite i1Display Pro und das Spektrofotometer X-Rite i1Pro eingesetzt.

Farbraumabdeckung

Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 1
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2
Abdeckung des sRGB-Farbraums, 3D-Schnitt 2

Bei der Farbraumuntersuchung ermitteln wir zunächst die Abdeckung des sRGB-Farbraums. Hier liefert der Acer Predator XB253QGP vor der Kalibrierung 97 % und nach der Kalibrierung 99 %. Das ist in beiden Fällen ein sehr gutes Ergebnis.

Die Erläuterungen zu den folgenden Charts haben wir für Sie zusammengefasst: Delta-E-Abweichung für Farbwerte und Weißpunkt, Delta-C-Abweichung für Grauwerte, und Gradation.

Oliver Jachmann

... spielt seit seiner Kindheit Rennsimulationen am Computer. Seit 2013 verstärkt er unser Team und schreibt hauptsächlich Testberichte von Gaming-Monitoren. Seinen Ausgleich findet er im Sport und bezeichnet sich selbst als Fitness-Freak.

Interessante Themen

9 Gedanken zu „Test Acer Predator XB253QGP – Top-Performance selbst bei Spielekonsolen“

  1. Hallo,
    vielen Dank für den guten Bericht.
    Im Test steht, dass der Monitor über DP 1.4 angeschlossen werden kann. Im Netzt (u.a. amazon, notebooksbilliger etc.) steht jedoch, dass der Monitor DP 1.2 hat. Wenn ich ihn über DP 1.2 anschließe gehen doch die 144 hz nicht mehr, oder? Außerdem will ich G-Sync nutzen und benötige dafür Displayport.
    Hat der Monitor nun DP 1.2 oder 1.4?
    Kann ich über einen Adapter Kabel USB-C auf DP dann den Monitor mit 144 hz und G-Sync nutzen?
    Vielen Dank und Grüße,

    Antworten
    • Hallo Valentin,
      Ich habe gerade selbst noch einmal geschaut, ob nun DP1.4 oder 1.2 vorhanden ist. Leider gibt es dafür im Handbuch keinen Hinweis. Ich meine mich aber noch daran zu erinnern, dass ich in irgendeinem Dokument, das dem Monitor beilag, einen Hinweis gefunden zu haben. Da die Anfertigung des Tests aber schon etwas her ist, kann ich dies leider nicht mehr klar beantworten.
      Trotzdem musst Du Dir keine Sorgen machen. Selbst bei DisplayPort 1.2 wären 240Hz bei einer Auflösung von 1920×1080 Pixel möglich, da die maximale Datenrate von DP1.2 bei 17,28 Gbit/s liegt. Selbst für 240Hz benötigst Du nur 14 Gbit/s.

      Ich hoffe das ich Dir damit helfen konnte.

      Viele Grüße
      Oliver

      Antworten
    • Hallo Oliver,
      danke für Deine Antwort. Ich besitze inzwischen den Monitor und er hat einen DP1.4. Ich benutze die Verbindung USB-C (von meinem Laptop) auf DP1.4 (Monitor) und es gehen sowohl die 144 hz als auch G-Sync.

      Viele Grüße,
      Valentin

      Antworten
  2. Guten Tag,

    motiviert durch diesen Review wollte ich mir den Monitor bestellen und bin dem Link zu Amazon gefolgt.

    Das kleinere Problem: Dort ist direkt eine offenbar aktualisierte Version mit 165 Hz ausgewählt. 144 Hz ist zwar noch auswählbar, aber nicht auf Lager. Da frage ich mich natürlich, ob die neue Version noch alle Qualitäten der alten beibehalten hat.

    Was mich aber mehr verunsichert, sind die zahlreichen Rezensionen (teils für größere Varianten des Monitors), die sich mit beeindruckenden Beweisfotos über drastisches Bleeding und Glow beschweren. Auch in der Artikelbeschreibung wird auf mögliches Bleeding hingewiesen (mit einem kaputten Link zu weiteren Infos von Acer). Bei einem ähnlich geplagten LG-Monitor behauptete ein Rezensent, das Material stehe nach dem Zusammenbau unter mechanischer Spannung, die mit der Zeit durch Wärme-Zyklen nachließe, dann würden die Probleme verschwinden.

    Ist das plausibel?
    Wie viel Glück brauche ich in der Panel-Lotterie?
    Wie schätzen Sie das alles ein?

    Vielen Grüße

    Antworten
    • Also Bleeding bezieht sich immer auf das konkrete Panel und kann nicht auf andere, in diesem Fall größere Panels übertragen werden. Wenn das Panel jetzt 165 Hz, statt 144 Hz als Bildwiederholfrequenz nutzt, ist von einem Panelwechsel auszugehen. In diesem Fall sind unsere Testergebnisse natürlich nicht mehr 1:1 anwendbar.

      Antworten
  3. Guten Tag,
    wie viel hz hat der Monitor über HDMI, da ich diesen gern an meine PS5 anschließen würde? Vielen Dank!
    Liebe Grüße

    Antworten
  4. Hallo Andreas,
    danke für Deine konstruktive Kritik. Ich muss hier aber die Testmethodik verteidigen, da ich bei blitzschnellen Drehungen überhaupt nicht sehen kann, wie das Display reagiert. Sicherlich kann ich mit dem Fahrzeug nicht auf der Hochachse drehen, aber ich kann im Vergleich zu den etlichen Monitoren, die wir schon getestet haben einordnen, ob das Bild vergleichsweise viel Blur oder wenig Blur produziert und das lässt sich auch auf eine höhere Geschwindigkeit übertragen. Das ist auch eine rein subjektive Wahrnehmung, die der ein oder andere vielleicht auch anders wahrnimmt. Das hat meiner Meinung nach auch nicht viel mit der Latenz, sondern vielmehr mit der Bildaufbauzeit zu tun.

    Viele Grüße
    Oliver

    Antworten
  5. Ich denke nicht, dass ein Rennspiel eine gute Plattform ist um die Spieletauglichkeit eines Monitors zu testen, denn die bewegungsgeschwindigkeit des Bildes ist um ein vielfaches langsamer als bei einem Shooter. Bei Shootern kommt es ungemein darauf an, dass bei hastigen Drehungen eine so geringe Latenz anliegt, dass das Bild im besten Falle durchgehend scharf bleibt und der Monitor sowie der Betrachter sehr schnell das Ziel „scharfstellen“. Das sind komplett andere Dimensionen und Geschwindigkeiten als bei Kurvenfahrten in Project Cars. Würde mir wünschen mehr Tests in diese Richtung zu sehen – gerade wenn es um Spieletauglichkeit geht.

    Antworten

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