Test Acer Predator XB253QGP – Top-Performance selbst bei Spielekonsolen
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Farbmodus: Custom (Werkseinstellung)

Nach dem Reset im OSD sind folgende Werte vorgegeben: Bildmodus „Nutzer“, Gamma 2,2, Helligkeit 65, Kontrast 50 und Farbtemperatur „Warm“.

Diagramm: Graubalance in der Werkseinstellung
Graubalance in der Werkseinstellung

Mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,39 und einer Range von 0,74 erreicht der Acer Predator XB253QGP bereits in den Werkseinstellungen ein sehr gutes Ergebnis bei der Graubalance. Mit 6700 Kelvin ist die Farbtemperatur nur unwesentlich kälter als D65, und auch die Gammakurve zeigt ein ordentliches Ergebnis.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Vergleich sRGB-Modus mit dem sRGB-Arbeitsfarbraum

Diagramm: Farbwiedergabe in der Werkseinstellung
Farbwiedergabe in der Werkseinstellung

Unter „Farbraum -> sRGB“ ist ein dedizierter sRGB-Modus zu finden. Lobend sei erwähnt, dass sich die Emulation sogar sinnvoll nutzen lässt, da die Leuchtdichte regulierbar ist. Auch die Ergebnisse können sich sehen lassen. Mit einem durchschnittlichen Delta C von 0,27 und einer Range von 1,50 wird ein gutes Ergebnis erzielt, während die bunten Farben mit einem Delta E94 von 0,99 ein sehr gutes Resultat abliefern. Auch die Gammakurve bricht nicht unerwartet aus, und die Farbtemperatur liegt mit 6600 K in einem guten Bereich. So empfiehlt sich der Acer Predator XB253QGP bereits vor der Kalibrierung für die semiprofessionelle Bildbearbeitung.

Die ausführlichen Testergebnisse können als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Messungen nach Kalibration und Profilierung

Für die nachfolgenden Messungen wurde der Acer Predator XB253QGP aus Quato iColor Display heraus kalibriert und profiliert. Die angestrebte Helligkeit lag bei 140 cd/m². Als Weißpunkt wurde D65 gewählt.

Beides stellt keine allgemeingültige Empfehlung dar. Das gilt auch für die Wahl der Gradation, zumal die aktuelle Charakteristik im Rahmen des Farbmanagements ohnehin berücksichtigt wird.

Folgende Werte wurden für die Kalibrierung im OSD-Menü eingestellt: Helligkeit 20, Rot 49, Grün 50, Blau 49.

Profilvalidierung

Diagramm: Validierung der Monitorkalibration
Validierung der Monitorkalibration

Der Acer Predator XB253QGP zeigt keine auffälligen Drifts oder unschönen Nichtlinearitäten. Das Matrix-Profil beschreibt seinen Zustand sehr exakt. Eine Wiederholung der Profilvalidierung nach 24 Stunden ergab keine signifikant erhöhten Abweichungen. Alle Kalibrationsziele wurden erreicht. Die bunten Farben erzielen mit einem durchschnittlichen Delta E94 von 0,27 und einem maximalen Delta E94 von 0,81 ein sehr gutes Ergebnis. Das durchschnittliche Delta C von 0,46 kann ebenfalls überzeugen. Leider ist wie bereits im unkalibrierten Modus die Range mit einem Delta C von 1,69 zu hoch und zieht die Gesamtnote auf eine gute Bewertung herunter.

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Vergleich mit sRGB (farbtransformiert)

Diagramm: Monitor kalibriert (sRGB)

Unser CMM berücksichtigt Arbeitsfarbraum- und Bildschirmprofil und führt auf dieser Basis die notwendigen Farbraumtransformationen mit farbmetrischem Rendering-Intent durch. Auch hier wird ein sehr gutes Gesamtergebnis durch die erhöhte Range bei der Graubalance verhindert. Trotzdem eignet sich der Acer gut fürs Arbeiten im sRGB-Farbraum.

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Reaktionsverhalten

Bildaufbauzeit und Beschleunigungsverhalten

Die Bildaufbauzeit ermitteln wir für den Schwarz-Weiß-Wechsel und den besten Grau-zu-Grau-Wechsel. Zusätzlich nennen wir den Durchschnittswert für unsere 15 Messpunkte.

Der Messwert CtC (Color to Color) geht über die herkömmlichen Messungen von reinen Helligkeitssprüngen hinaus – schließlich sieht man am Bildschirm in aller Regel ein farbiges Bild. Bei dieser Messung wird deshalb die längste Zeitspanne gemessen, die der Monitor benötigt, um von einer Mischfarbe auf die andere zu wechseln und seine Helligkeit zu stabilisieren. Verwendet werden die Mischfarben Cyan, Magenta und Gelb – jeweils mit 50 % Signalhelligkeit. Beim CtC-Farbwechsel schalten also nicht alle drei Subpixel eines Bildpunktes gleich, sondern es werden unterschiedliche Anstiegs- und Ausschwingzeiten miteinander kombiniert.

Im Datenblatt wird eine Reaktionszeit von 2 ms (GtG) genannt. Zusätzlich spricht Acer von einer minimalen Reaktionszeit von 0,9 ms (GtG). Eine Beschleunigungsoption (Overdrive) ist vorhanden und unter „Spiel -> OverDrive“ zu finden. Hier gibt es die Stellungen „Aus“, „Normal“ und „Extrem“. Ab Werk ist „Normal“ voreingestellt. Der Overdrive ist bei aktiviertem Adaptive Sync nicht wählbar und steht dann fix auf „Normal“.

Overdrive 60 Hz

60 Hz, Reaktionszeit „Aus“

Diagramm: Ordentliche Schaltzeiten bei deaktiviertem Overdrive
Ordentliche Schaltzeiten bei deaktiviertem Overdrive
Diagramm: Helligkeitsverlauf ohne Auffälligkeiten
Helligkeitsverlauf ohne Auffälligkeiten

Bereits bei deaktiviertem Overdrive und 60 Hz kann das Display Schaltzeiten-technisch überzeugen. Mit 6,6 ms für den Schwarz-Weiß-Wechsel, 5,8 ms für den schnellsten Grauwechsel, 8,6 ms als Durchschnittswert an 15 Messpunkten und 12 ms für den CtC-Wert ist bereits eine gute Grundlage vorhanden. Auch der Helligkeitsverlauf wirkt vollkommen unauffällig.

60 Hz, Reaktionszeit „Normal“

Diagramm: Besonders der CtC-Wert profitiert von der Pixelbeschleunigung
Besonders der CtC-Wert profitiert von der Pixelbeschleunigung
Diagramm: Erste Überschwinger zeigen die Grenze der Leistungsfähigkeit
Erste Überschwinger zeigen die Grenze der Leistungsfähigkeit

Bei mittlerem Overdrive werden die Schaltzeiten besonders beim sehr wichtigen CtC-Wert effektiv gekürzt und mit 4 ms auf ein Drittel der Messung bei deaktiviertem Overdrive verringert. Das bringt den Acer Predator XB253QGP auf einen der vorderen Plätze im Vergleich zu anderen Monitoren. Hier kommt das Display allerdings schon an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit. Eine weitere Beschleunigung wird sich dann auch an der Bildqualität bemerkbar machen.

60 Hz, Reaktionszeit „Extrem“

Diagramm: Erneute Reduzierung der Schaltzeiten
Erneute Reduzierung der Schaltzeiten
Diagramm: werden über die Bildqualität erkauft
werden über die Bildqualität erkauft

Bei maximalem Overdrive bleiben die Schaltzeiten beim Schwarz-Weiß-Wechsel zwar nahezu unverändert, dafür erhalten die anderen Messwerte erneut einen heftigen Boost. Hier werden zwar sehr gute Schaltzeiten erreicht, doch wie erwartet über die Bildqualität erkauft. Zeuge dafür sind die starken Überschwinger, die unsere Helligkeitsverlaufsgrafik sprengen. Hier wollte man einfach zu viel aus dem Panel herausholen.

Im Folgenden ist zu beachten, dass wir durch die extrem schnelle Bildaufbauzeit unsere Skala, die eigentlich bis 40 ms geht, bei allen Grafiken auf 15 ms verkürzen mussten, da sonst die Werte nicht darstellbar waren.

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