Test Acer Predator XB253QGP – Top-Performance selbst bei Spielekonsolen
5/6

0
12980

Overdrive 144 Hz

144 Hz, Reaktionszeit „Aus“

Diagramm: Ordentliche Grundschaltzeiten bei deaktiviertem Overdrive
Ordentliche Grundschaltzeiten bei deaktiviertem Overdrive
Diaramm: Helligkeitsverlauf zeigt ein sauberes Signal
Helligkeitsverlauf zeigt ein sauberes Signal

Bei 144 Hz und deaktiviertem Overdrive werden auch hier sehr ordentliche Grundschaltzeiten erreicht. Besonders die sehr geringe Latenz bei erhöhter Bildwiederholungsfrequenz fällt positiv auf. Der Helligkeitsverlauf zeigt ein sauberes Signal.

144 Hz, Reaktionszeit „Normal“

Diagramm: Schnelle Schaltzeiten auch für gehobene Ansprüche
Schnelle Schaltzeiten auch für gehobene Ansprüche
Diagramm: Grenze des Machbaren wurde sehr gut getroffen
Grenze des Machbaren wurde sehr gut getroffen

Bei mittlerem Overdrive werden die Schaltzeiten effektiv gekürzt. Mit 6,8 ms für den Schwarz-Weiß-Wechsel, 4 ms für den schnellsten Grauwechsel, 6,3 ms als Durchschnittswert an 15 Messpunkten und 3,6 ms für den CtC-Wert kann sich der Acer Predator XB253QGP im Spitzenfeld der Gaming-Displays behaupten. Wie bereits bei 60 Hz zeigt der Helligkeitsverlauf bei mittlerem Overdrive minimale Überschwinger, die zwar visuell noch keine Rolle spielen, aber erneut die Grenzen der Leistungsfähigkeit aufzeigen.

144 Hz, Reaktionszeit „Extrem“

Diagramm: Erneute Pixelbeschleunigung sorgt für sehr schnelle Schaltzeiten
Erneute Pixelbeschleunigung sorgt für sehr schnelle Schaltzeiten
Diagramm: Überschwinger zeigen sich nicht so stark wie bei 60 Hz
Überschwinger zeigen sich nicht so stark wie bei 60 Hz

Bei maximalem Overdrive sehen wir aufgrund der erneuten Pixelbeschleunigung mit sehr schnellen Schaltzeiten ein ähnliches Bild wie bei 60 Hz, allerdings wird der Helligkeitsverlauf nicht ganz so stark zerrissen. Wie sich die Überschwinger am Bild bemerkbar machen, werden wir im Teil „Subjektive Beurteilung“ beschreiben.

Netzdiagramme

Netzdiagramm 60 Hz, „Aus“
Netzdiagramm 60 Hz, „Aus“
Netzdiagramm 144 Hz, „Aus“
Netzdiagramm 144 Hz, „Aus“
Netzdiagramm 60 Hz, „Normal“
Netzdiagramm 60 Hz, „Normal“
Netzdiagramm 144 Hz, „Normal“
Netzdiagramm 144 Hz, „Normal“
Netzdiagramm 60 Hz, „Extrem“
Netzdiagramm 60 Hz, „Extrem“
Netzdiagramm 144 Hz, „Extrem“
Netzdiagramm 144 Hz, „Extrem“

Latenzzeit

Die Latenz ist ein wichtiger Wert für Spieler, wir ermitteln sie als Summe der Signalverzögerungszeit und der halben mittleren Bildwechselzeit. Der Acer Predator XB253QGP zeigt hier mit einer sehr schnellen Verzögerung von 1 ms und einer ebenfalls sehr schnellen mittleren Bildwechselzeit von 2,5 ms eine exzellente Gesamtlatenz von nur 3,5 ms. Damit ist das Display besonders für schnelle Shooter geeignet.

Backlight

Die Hintergrundbeleuchtung des Acer Predator XB253QGP arbeitet mit W-LED und leuchtet kontinuierlich. Der Vergleich im Diagramm zeigt: Sowohl bei voller als auch bei reduzierter Einstellung der Helligkeit wird der Lichtstrom nicht unterbrochen, wie das bei PWM-Backlights der Fall wäre.

Diagramm: LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung
LED-Backlight mit kontinuierlicher Helligkeitsregelung

Subjektive Beurteilung

Auch wenn sämtliche Testmonitore einen umfangreichen Parcours mit hochempfindlichen Messgeräten durchlaufen, können sie nicht das Bild in der Gesamtheit beurteilen, wie es das menschliche Auge wahrnimmt. Aus diesem Grund haben wir uns einige Zeit hingesetzt und Filmsequenzen geschaut, kleinere Tests durchgeführt und mit dem Display gespielt, um die Performance des Acer Predator XB253QGP zu testen. Da es sich bei diesem Monitor in erster Linie um ein Gaming-Gerät handelt, haben wir den Schwerpunkt auf Spiele gesetzt und „Project CARS 2“ als Testtitel ausgewählt. In der Cockpit-Ansicht wird das Bild bei Kurvenfahrten sehr schnell bewegt und offenbart eine mögliche Koronabildung, Tearing und die Trägheit des Panels.

Spielbetrieb bei 60 Hz

Nach wie vor unterstützen viele ältere Konsolen einzig 60 Hz und können auch nichts mit VRR anfangen. In diesem Bereich kann der Acer Predator XB253QGP ordentlich punkten, wenn er in den Werkseinstellungen bei mittlerem Overdrive betrieben wird. Die Schaltzeiten sind hier auf einem guten Niveau, und das bewegte Bild wird bei einer ordentlichen Schärfe wiedergegeben. Sicherlich bemerkt man das für 60 Hz typisch unruhige und leicht stockende Gameplay, doch unter diesen Testvoraussetzungen schlägt sich das Display besser als viele andere Gaming-Monitore.

Heftiges Ghosting bei 60 Hz und Overdrive „Extrem“
Heftiges Ghosting bei 60 Hz und Overdrive „Extrem“

144 Hz und deaktiviertes Adaptive Sync

Bei 144 Hz zeigt das Display bereits bei deaktiviertem Adaptive Sync, was es kann. Neben dem sehr flüssigen Gameplay lässt sich hier auch die maximale Overdrive-Stufe wählen. Zwar zeigt sich hier ebenfalls eine leichte Corona an schnell bewegten Objekträndern, die wir aber nicht als wirklich störend wahrgenommen haben. Zudem profitiert man von den schnellen Schaltzeiten, die die Bewegungsunschärfe bemerkenswert reduzieren.

Nahezu kein Ghosting bei 144 Hz und Overdrive „Extrem“
Nahezu kein Ghosting bei 144 Hz und Overdrive „Extrem“

Adaptive Sync aktiviert

Bei aktiviertem Adaptive Sync wird das beste Ergebnis erzielt, und man bekommt ein komplett fehlerfreies Bild ohne Stuttering und Tearing geliefert. Obwohl der Overdrive fix auf „Normal“ steht, erlebt man bei Schaltzeiten von 4 ms (GtG) und einem CtC-Wert von 3,6 ms ein tolles Gameplay bei einer ordentlichen Schärfe im bewegten Bild. Adaptive Sync greift beim Acer Predator XB253QGP im Bereich von 48 bis 144 Hz.

Adaptive Sync greift beim Acer Predator XB253QGP im Bereich von 48–144 Hz
Adaptive Sync greift beim Acer Predator XB253QGP im Bereich von 48–144 Hz

VRB

„Blur Reduction“ heißt bei Acer „VRB“ („Visual Response Boost“) und ist in den Stellungen „Normal“ und „Extrem“ regelbar. Wir konnten zwischen beiden Stufen allerdings keinen merkbaren Unterschied feststellen. Auffallend ist jedoch, dass die Qualität des Effektes innerhalb des Bildes stark variiert. Während sie sich horizontal der Bildmitte auf einem guten Niveau bewegt, lässt sie zum oberen und unteren Rand immer stärker nach, wie auf den folgenden Bildern zu sehen ist.

Die Qualität der Unschärfereduzierung lässt zum oberen und unteren Bildrand nach
Die Qualität der Unschärfereduzierung lässt zum oberen und unteren Bildrand nach

In der Regel schaut man aber in die Bildmitte, daher spielt der Abfall zu den Bildrändern keine so erhebliche Rolle. VRB ist zwischen 85 und 120 Hz wählbar und nur bei deaktiviertem Adaptive Sync möglich. Beim PixPerAn-Lesetest konnte sowohl bei 85 Hz als auch bei 120 Hz ein sehr gutes Ergebnis erreicht werden. Empfindliche Menschen könnten aufgrund der eingesetzten Technik allerdings Kopfschmerzen erleiden und sollten diesbezüglich vorsichtig sein. Auch die starke Abdunkelung des Bildes auf unter 100 cd/m² ist ein negativer Effekt der pulsierenden Hintergrundbeleuchtung.

Diskussion: Neuen Beitrag verfassen

* Sie müssen das Kästchen aktivieren, ansonsten können Sie keinen Kommentar erstellen. Sollten Sie dennoch versuchen Ihren Kommentar zu posten, ohne akzeptiert zu haben, wird eine neue Seite geöffnet und Sie erhalten einen Hinweis. Alle eingetragenen Daten, inklusive des Kommentars, gehen dabei verloren!